Dia-Scanner von Tchibo wurden mit Malware ausgeliefert

Denise Bergert |
Die im Dezember 2012 von Tchibo angebotenen Dia-Scanner wurden laut dem Unternehmen mit dem Conficker-Wurm ausgeliefert.

Zur Vorweihnachtszeit hatte Tchibo in seinen Filialen sowie dem Online-Shop einen Dia-Scanner im Angebot . Das Hama-Gerät war ab dem 11. Dezember 2012 zum Preis von 59,95 Euro erhältlich. Das Weihnachts-Angebot des Kaffeerösters sorgte bei einigen Käufern jedoch für eine böse Überraschung. Wie Tchibo seinen Online-Kunden per Email mitteilt, wurden die Geräte bei der Produktion mit Malware infiziert.

Dabei handelt es sich den Angaben zufolge um den Win32/Conficker.B . Die Malware kann laut Tchibo nur Windows-Systemen gefährlich werden, dürfte jedoch von jeder guten Sicherheitssoftware problemlos aufgespürt werden können. Im Gerätespeicher des Dia-Scanners finden sich die beiden Dateien DCIM.exe und autorun.inf. Die Auswirkungen der Autorun-Datei wurden von Microsoft bereits verringert, als der Conficker-Wurm vor vier Jahren im Internet sein Unwesen trieb. Sollten Sie mit einem ungeschützten System arbeiten, ist jedoch dringend von der händischen Ausführung der Exe-Datei abzuraten.

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Wie Tchibo bestätigt, könnte der Dia-Scanner nach der Überprüfung durch eine Virenschutz-Software gefahrlos genutzt werden. Linux- und Mac-OS-Systemen dürfte der Schädling ohnehin nichts anhaben. Unzufriedenen Kunden bietet das Unternehmen außerdem eine Rückgabe-Möglichkeit mit Kaufpreis-Rückerstattung an.