WLAN-Tipps

WLAN-Router: Optionen, die Sie kennen sollten

Thomas Rau
WPA2 und Dual-Band kennen Sie, doch Ihr WLAN-Router kann noch mehr. Bei den meisten Geräten lässt sich an vielen kleinen Stellschrauben die Leistung verbessern: Wir zeigen Ihnen die wichtigsten.

Sie haben Ihren WLAN-Router gesichert und alle Daten für den Internetzugang eingegeben: Jetzt müssen nie wieder ins Konfigurations-Menü. Das stimmt eigentlich. Doch es gibt bei vielen Routern noch wichtige Einstellungen, die Sie zwar nicht kennen müssen, aber kennen sollten, wenn Sie Ihren Router effektiv einsetzen wollen. Wir stellen sieben davon vor.

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Bei vielen aktuellen Routern können Sie einen Gastzugang einrichten: Dann kommen Freunde über den WLAN-Router ins Internet, aber nicht in Ihr Netzwerk

1. Das WLAN für Gäste freigeben

„Darf ich mal Dein WLAN benutzen“? In Zeiten, in denen der Freundeskreis nicht mehr mit einem Brettspiel, sondern eher mit Smartphone oder Tablet beladen, erscheint, können Sie diese Bitte eigentlich nicht mehr abschlagen. Damit Sie trotzdem nicht Ihr WLAN-Passwort preisgeben oder sich um die lokalen Netzwerk-Freigaben sorgen müssen, können Sie ein Gästezugang ins WLAN einrichten: Die befreundeten Geräte kommen dann nur ins Internet, und haben keinen Zugriff auf andere Netzwerk-Teilnehmer. Bei den meisten Routern können Sie dem Gäste-WLAN nicht nur einen eigenen Namen geben, sondern auch entscheiden, ob es verschlüsselt wird oder nicht. Wenige Router wie die Fritzbox beispielsweise bieten außerdem die Option, den Zugang für die Gäste nach einer bestimmten Dauer zu de-aktivieren.

2. Den Router als Access Point einrichten

Ein älterer Router muss nicht sofort auf den Wertstoffhof: Er kann zum Beispiel noch als Repeater oder Access Point dazu beitragen, die Reichweite Ihres Heimnetzes zu erweitern. Um den Router als Access Point einzusetzen, schließen Sie ihn per Kabel an einen Rechner an, der sich nicht im Netzwerk befindet. Anschließend de-aktivieren Sie den DHCP-Server und vergeben für den künftigen Access Point eine IP-Adresse aus dem Bereich des Netzwerkes, in das Sie ihn integrierten wollen. Nun können Sie ihn per Kabel an den Router anschließen: Der Access Point bietet nun einen neuen WLAN-Zugang zum Router und damit ins Internet. Um die Fritzbox als Access Point einzurichten, markieren Sie unter „Internet, Zugangsdaten“ folgende Optionen „Internetzugang über LAN 1“ und ‚“Vorhandene Internetverbindung im Netzwerk mitbenutzen (IP-Client)“. Anschließend wählen Sie, ob die Fritzbox die IP-Adresse im neuen Netzwerk vom Router bekommen soll oder Sie legen die neue IP-Adresse selbst fest. Anschließend verbinden Sie die Fritzbox über den LAN-Port 1 per Kabel mit einem LAN-Port des Routers.

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Wenn der Router zu langsam ist, kann es an der falschen Verschlüsselung liegen: Bei aktuellen WLAN-Komponenten ist WPA2 Pflicht

3. Wenn der Router nur mit 11g-Tempo funkt

Selbst wenn sich in Ihrem WLAN nur Geräte tummeln, die den aktuell schnellsten Standard 11n unterstützen, kann es sein, dass sie sich nur mit maximal 54 Mbit/s, also 11g-Tempo, mit dem Router verbinden. Das passiert, wenn beim Router als Verschlüsselungsmethode „WEP“, „WPA (TKIP) eingestellt ist oder „WPA + WPA2“ und der Client nur das TKIP-Format beherrscht. Denn der 11n-Standard schreibt vor, dass WLAN-Verbindungen, die nur mit TKIP geschützt sind, maximal mit 54 Mbit/s arbeiten dürfen. Stellen Sie also im Router-Menü unter „WLAN, Sicherheit“ die Verschlüsselungsmethode auf „WPA2“ um beziehungsweise „WPA2-Personal“ oder „WPA2 (CCMP). Das WLAN wird dann mit dem sichereren AES-Algorithmus verschlüsselt. Bei allen WLAN-Komponenten, die AES nicht beherrschen müssen Sie sich um ein Firmware-Update bemühen oder Sie aus dem Funknetz entfernen.

4. Fehlersuche in den Protokolldateien

Wenn der Router Zicken macht, würde man gerne wissen woran das liegt. Meist hilft ein Blick in die Protokoll-Dateien weiter: Hier zeichnet der Router alle Vorkommnisse auf, zum Beispiel wann er sich mit dem Internet verbindet, wann diese Verbindung abbricht und wer sich mit dem Router verbindet. Die Protokolldateien können Sie lesen, wenn Sie sich im Router-Menü anmelden: Die Option zu den Log-Dateien finden Sie meist im Menü „System“, „Administration“ oder „Verwaltung“. Bei einigen Routern müssen Sie das Aufzeichnen und Anzeigen von Protokolldateien erst aktivieren. Anschließend können Sie die angezeigten Daten noch filtern: Zum Beispiel gibt der Router dann nur Einträge aus, die sich mit der Sicherheit befassen oder zeigt nur eine Liste der ausgehenden Verbindungen an.

5. Den Router überprüfen, auch wenn Sie nicht davor sitzen

Nicht immer ist man vor Ort, um sich die Protokolldateien am Router anzusehen. Wenn Sie wissen wollen, was Ihr Router in Ihrer Abwesenheit so treibt, können Sie sich die Dateien auch per Mail zusenden lassen – diese Option bieten viele Router. Nur wenige Router für Privatkunden bieten überdies an, die Fehlermeldungen an einen festgelegten Rechner im Netz zu schicken, der sie sammelt, damit Sie sie bequemer auswerten können. Dies passiert über das Syslog-Protokoll – dementsprechend finden Sie diese Option unter diesem Stichwort, sofern Ihr Router sie anbietet. Bei der Fritzbox nennt sich diese Option „Push Service“: Hier können Sie außerdem einstellen, wie häufig die Fritzbox eine Status-Mail versenden soll.


6. Der Router soll einem Netzwerkgerät immer dieselbe IP-Adresse zuweisen

Der Router verteilt normalerweise eine IP-Adresse an jedes Gerät im Netzwerk: Die kann sich aber jedes Mal ändern, wenn sich das Gerät mit dem Router verbindet. Das ist immer gewünscht: Wollen Sie beispielsweise über das Internet auf ein NAS oder einen Rechner zugreifen, sollte er bequemerweise ein feste IP-Adresse haben. Das können Sie zwar auch auf dem Gerät direkt einstellen, komfortabler funktioniert das aber, wenn Sie den Router anweisen, diesem Gerät immer dieselbe IP-Adresse zuzuweisen. Der entsprechende Menüpunkt heißt „DHCP-Reservierung“. Bei der Fritzbox finden Sie die Option unter „Heimnetz“, wenn Sie das Gerät aufrufen, dem sie die IP-Adresse zuweisen wollen.

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Ganz am Schluss: Sicher Sie die Einstellungen des Router. Dann sparen Sie sich viel Zeit, wenn Sie einmal neu einrichten müssen

7. So sichern Sie die Router-Konfiguration

Wenn Sie den Router endlich so eingestellt haben, wie es Ihnen passt, sollten Sie diese Konfiguration unbedingt sichern. Denn bisweilen klemmt der Router und Sie kommen nicht umhin, ihn wieder auf die Werkseinstellungen zu setzen. Die Option zum sichern und Zurückspielen der Einstellungen finden Sie im Menü „System“,„Administration“ oder „Verwaltung“. Die Datei trägt die Endung .CFG: Sie können Sie beispielsweise auf einem USB-Stick sichern und von dort auf wieder einspielen.

In unserer Bildergalerie finden Sie noch einmal alle Optionen auf einen Blick, am Beispiel der AVM Fritzbox Fon WLAN 7390.

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