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Was Windows verrät

Das verrät Windows: Wie schnell ist Ihr WLAN?

Thomas Rau
Sie wollen wissen, wie schnell Ihr WLAN wirklich funkt? Windows scheint eine schnelle Antwort darauf parat zu haben. Doch die Informationen des Betriebssystems erzählen nicht die ganze Wahrheit.

Das WLAN ist eigentlich immer zu langsam: Wenn Internet-Videos ruckeln oder der Fußball-Live-Stream gilt die WLAN-Verbindung als besonders verdächtig. Doch auf welche Weise stellen Sie am einfachsten fest, wie schnell Ihr WLAN eigentlich ist?

Einen ersten Hinweis aufs WLAN-Tempo scheint Windows zu geben: In der Task-Leiste rechts unten wird bei einer aktiven Funkverbindung die Signalstärke angezeigt, in Form von fünf weißen Balken. Klicken Sie auf die Balken, sehen Sie alle WLAN-Netzwerke, die Ihr Gerät erkannt hat - samt Signalstärke in Form von grünen Balken. Positionieren Sie den Mauszeiger über dem WLAN-Namen, zeit Windows in einem kleinen Fenster weitere Infos an - etwa unter "Sicherheitstyp" den Sicherheitsstandard, den das WLAN verwendet oder unter "Funktyp" den WLAN-Standard, mit dem das Funknetzwerk arbeitet.

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Windows ordnet die erkannten WLANs nach Signalstärke an

Rufen Sie nun die aktive Verbindung auf und klicken Sie mit der rechten Maustaste: Wenn Sie die Option „Status“ aufrufen, zeigt Ihnen Windows im Fenster „Status von Drahtlosnetzwerkverbindung“ wichtige Informationen dazu an. Die entscheidenden Infos für das WLAN-Tempo sind „Übertragungsrate“ und „Signalqualität“.

WLAN-Tempo: Das zeigt Windows an

Bei Übertragungsrate sehen Sie das maximal mögliche Tempo, das die WLAN-Verbindung derzeit erreichen kann. Windows zeigt hier allerdings nur das mögliche Tempo über die Funkstrecke an, die sogenannte physikalische Datenrate. Das ist das Verbindungstempo, auf das sich Router und WLAN-Adapter bei der Kontaktaufnahme geeinigt haben: Es hängt grundsätzlich von den technischen Möglichkeiten von Router und Adapter ab – zum Beispiel dem WLAN-Standard, der eingestellten Breite der Funkkanäle, dem Modulationsverfahren und der maximalen Anzahl der gleichzeitigen Datenströme.

Außerdem wird die angezeigte Übertragungsrate von den Bedingungen beeinflusst, unter denen die WLAN-Verbindung stattfindet: Dazu zählen zum Beispiel die Entfernung zwischen Router und WLAN-Adapter sowie Signalquellen, die die Signalqualität der WLAN-Verbindung stören – etwa andere Funknetzwerke, die auf den gleichen Kanälen übertragen.

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72 Mbit/s sind maximal möglich mit N150-WLAN und 20-MHz-Kanälen

So finden Sie das WLAN-Tempo mit Windows heraus

Um herauszufinden, welches Tempo in Ihrem WLAN technisch möglich ist, stellen Sie das Empfangsgerät, also etwa Notebook oder Tablet, möglichst nahe an den Router: Über diese kurze Entfernung sollte Windows die maximal mögliche Übertragungsrate anzeigen. Seien Sie nicht erstaunt, wenn sie sich deutlich von den Herstellerangaben unterscheidet, die etwa 300 oder 600 Mbit/s versprechen.

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Dieser WLAN-Adapter überträgt mit zwei Antennen, aber nur 20-MHz-Kanälen

In vielen günstigen Notebooks und in den meisten Tablets ist nämlich nur eine WLAN-Antenne eingebaut: Deshalb können diese Geräte nur einen Datenstrom übertragen – Windows zeigt dann bestenfalls 150 Mbit/s bei der Übertragungsrate an. Üblicherweise wird der Router aber eine Kanalbreite von 20 MHz für die Übertragung verwenden: Das Beste, was dann geht, sind 72,0 MBit/s. Ähnliches gilt für Notebooks mit zwei eingebauten Antennen: Hier zeigt Windows nicht 300 Mbit/s, sondern 144 Mbit/s, wenn der Router mit 20-MHz-Kanälen arbeitet.

In der folgenden Tabelle sehen Sie die theoretisch maximal mögliche Datenrate für eine 11n-WLAN-Verbindung. Sie ist im wesentlichen davon abhängig, wie viel Datenströme Sender und Empfänger gleichzeitig übertragen können und wie breit die dafrü verwendeten Funkkanäle sind. Außerdem spielt noch die eingesetzte Datenmodulation eine Rolle.

Entfernen Sie sich jetzt mit dem Notebook vom Router, werden Sie feststellen, dass sich die angezeigte Übertragungsrate verändert: Weil die Signalqualität durch die längere Übertragungsstrecke sinkt, passen WLAN-Adapter und Router die maximal mögliche Datenrate schrittweise nach unten an. Diese Schritte sind durch den verwendeten WLAN-Standard fest vorgegeben.

Was das WLAN-Tempo reduziert

Allerdings wird Ihr WLAN den bei „Übertragungsrate“ angezeigten Wert in der Praxis nie erreichen: Denn die physikalische Datenrate umfasst alle Datenpakete, die zwischen Router und WLAN-Adapter gefunkt werden. Und in diesen Datenpaketen sind nicht nur Nutzdaten enthalten, sondern auch zahlreiche Verwaltungsinformationen, die die Übertragung koordinieren und sichern sollen.

Außerdem läuft die Übertragung nicht immer fehlerfrei ab: Sender oder Empfänger müssen dann Datenpakete erneut übertragen, was die Netto-Datenrate nach unten drückt. Und schließlich ist die Funkstrecke nicht immer frei für eine Übertragung: Das Notebook muss dann beispielsweise einen festgelegten Zeitraum warten, bis es erneut Daten an den Router übertragen kann, weil etwa das Tablet gerade sendet.

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