Apple investiert in OLED-Hersteller Emagin

Michael Söldner |
Die Leitung der Firma dementiert nun gegenüber der Presse einen Aktien-Verkauf an Apple, Valve & Co.
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Bei einer Pixeldichte von 2500 ppi sind selbst in der VR-Brille keine Bildpunkte mehr zu erkennen.

Emagin

Update vom 13.02.2018:

Gegenüber Bloomberg hat sich nun der CFO von Firma Emagin Jeffrey Lucas geäußert und jegliche Berichte zu dem Kauf von Firmenaktien durch Apple, LG und Valve dementiert. Noch im Januar hat Emagin eigene Quartalsberichte bei der US-Amerikanischen Finanzbehörde eingereicht . Dabei hatte die Firma bekannt gegeben, neue Aktien im Wert von rund 10 Millionen US-Dollar zu emittieren. In der Liste von "Specified Investors" wurden neben Apple noch Valve, LG und Stillwater Holding LLC genannt. Nun erklärt Lucas gegenüber Bloomberg, man habe mit den genannten Firmen lediglich Gespräche zum Aktien-Kauf geführt, diese hätten  jedoch zu keinen Ergebnissen geführt.

Ursprüngliche Meldung vom 12.02.2018:

Der US-amerikanische OLED-Hersteller Emagin hat Aktien im Wert von über 10 Millionen US-Dollar zum Verkauf angeboten, die von  Apple, Valve und LG  übernommen werden sollen. Das 1993 gegründete Unternehmen stellt Mikrobildschirme auf OLED-Basis her, die im militärischen, medizinischen und industriellen Bereichen benötigt werden. Die immer größere Bedeutung von AR- und VR-Brillen sorgt nun dafür, dass sich Emagin auch anderen Marktbereichen zuwendet. Besonders interessant dabei ist der 2048 x 2048 Pixel große Bildschirm, der den Fliegengittereffekt aktueller VR-Helme minimieren soll. 

Das auch Screen Door Effect genannte Phänomen tritt auf, wenn das menschliche Auge den Abstand zwischen einzelnen Bildpunkten ausmachen kann. Die Mikrobildschirme von Emagin könnten als Grundlage für eine VR-Brille von Apple dienen. Diese wurde in Form eines Patents schon 2015 enthüllt. Auch Valve setzt auf den Siegeszug von VR. Im vergangenen Jahr äußerte sich Firmenchef Gabe Newell zur Zukunft der Technik: Er geht davon aus, dass 2018 und 2019 deutliche Sprünge bei der Auflösung und Bildwiederholrate der Brillen zu erwarten sind. Der südkoreanische Hersteller LG ist bereits im VR-Geschäft tätig. Mit der LG 360 VR hat das Unternehmen eine mobile VR-Brille im Angebot. An kabelgebundenen Brillen will LG aber auch weiterhin arbeiten. Mitte 2018 will Emagin seine Mikrobildschirme in hohen Stückzahlen ausliefern. 

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