China: E-Sport als Beruf anerkannt

Michael Söldner |
Mit dem E-Sports Observer und dem E-Sports Professional schafft China zwei neue Berufe rund um Gaming.

Während sich hierzulande noch viele gegen eine Anerkennung von E-Sport als Sportart oder sogar Berufszweig wehren, wurde das professionelle Spielen in China vom Ministerium für Arbeit und soziale Sicherheit als neuer Beruf anerkannt . Konkret nennt das Amt den Job des E-Sports Observers, der für die Veranstaltung von Turnieren zuständig ist. Dazu zählt auch die Entwicklung von Merchandise und das Marketing für Veranstaltungen. Außerdem gibt es den Beruf E-Sports Professional, der auch Kommentatoren und Trainer von Spielen einschließt. Das Account Boosting, also das Spielen stärkerer Spieler mit schwächeren Spielern gegen Geld, gehört überaschenderweise ebenfalls zum Berufszweig.

Normalerweise ist dieses Vorgehen in Ligen und Turnieren untersagt. Viele Hersteller gehen zudem auch im Spaß-Bereich gegen Account Boosting vor und werten dieses Vorgehen als Cheating. Obwohl China das Spielen streng kontrolliert und nur offiziell freigegebene Spiele erlaubt sind, fördert der Staat das professionelle Gaming. Entsprechend ist China auch in den weltweiten Turnieren vertreten. Die Anerkennung von E-Sport als Beruf dürfte die Entwicklung weiter verstärken. Die Wettbewerbe in Spielen wie PUBG werden wie normale sportliche Wettbewerbe gewertet und entsprechend gefördert.

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