EU droht Google wegen Android mit Rekordstrafe

René Resch |
EU-Aufsichtsbehörden drohen Google mit einer Rekordstrafe, sofern keine weitreichenden Änderungen an Android vorgenommen werden.
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Google droht eine Rekordstrafe

IDG

Laut der US-amerikanischen Zeitung The Washington Post droht Google seitens der EU eine Rekordstrafe aufgrund Kartellrechts-Verletzungen, sollte Google keine radikalen Veränderungen am Android-Betriebssystem durchführen.

Die Google-Richtlinien setzen Smartphone- und Tablet-Hersteller, die auf die Android-Plattform setzen, regelrecht unter Druck, Google-Apps vorab zu installieren. So wird die Mehrheit von mobilen Endgeräten schon im Herstellungsprozess mit Google-Tools ausgestattet.

Das geht der EU zu weit. Laut der EU-Kommissarin für Wettbewerb, Margrethe Vestager, sehen sich Gerätehersteller wie Samsung, HTC und weitere Hersteller dazu genötigt, Google Search als die Standard-Suchmaschine und Chrome als den Default-Browser vorab einzubinden, andernfalls würden sie den Zugriff auf den App-Store für Android verlieren.

Weiterhin ist es nicht das erste Mal, dass EU-Behörden in den letzten Jahren ein kartellrechtswidriges Verhalten seitens Google feststellten. Sollte Google seitens der EU eine Geldbuße auferlegt werden, könnte diese laut Schätzungen mehrere Milliarden US-Dollar betragen.

Google steht also vor der Wahl, für den Konzern wird es auf jeden Fall Konsequenzen haben. Über die Einbindung der Google-Apps erfasst das Unternehmen Nutzer-Daten und hat so die Möglichkeit, entsprechende Werbung einzubinden.