Forscher zeigen neue Deepfake-Methode

Denise Bergert |
Forscher der Carnegie Mellon Universität nutzen künstliche Intelligenz, um Gesichtsausdrücke von einem Video in ein anderes zu übertragen.
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Die Forscher legen Donald Trump die Worte von Barack Obama in den Mund.

Carnegie Mellon University

Unter Deepfakes versteht man überaus realistische Fake-Videos, die mit Hilfe von Machine-Learning erstellt wurden und beispielsweise einem Politiker überzeugend Worte in den Mund legt, die er selbst nie gesagt hat. Wissenschaftler der Carnegie Mellon Universität haben in dieser Woche ihren neuesten KI-Forschungsstand präsentiert, mit dem sie unter anderem den Gesichtsausdruck und die Mimik von einem Video in ein anderes übertragen können – mit zwei unterschiedlichen Personen.

Die Fähigkeiten der KI zeigen die Forscher in Form einer Videopräsentation in dem zuerst die Worte und Mimik von John Oliver auf Stephen Colbert übertragen werden, im Anschluss spricht Barack Obama mit den Worten und von Martin Luther King, Jr. und Donald Trump werden zum Schluss die Worte von Barack Obama in den Mund gelegt. Während die Video-Demonstration aufgrund einiger Bugs und der schlechten Auflösung noch weit von Perfektion entfernt ist, zeigt sie doch die Möglichkeiten der KI, welche die Mimik und die Mundbewegungen des Originals bereits überaus echt berechnen und animieren kann.

Die Forscher der Carnegie Mellon Universität wollen ihre KI eigentlich für Filmemacher oder Hersteller von autonomen Fahrzeugen entwickeln und zur Verfügung stellen. Die aktuelle Videopräsentation zeigt jedoch auch, dass die KI für politische Propaganda und Fake-News missbraucht werden könnte.