Galaxy S9: Durchwachsene Verkaufszahlen in Südkorea

Michael Söldner |
In Südkorea fällt das erste Interesse am Galaxy S9 deutlich geringer aus als vor einem Jahr beim Galaxy S8.
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Das Galaxy S9 stößt in Südkorea auf weniger Interesse als erhofft.

samsung.com

Obwohl das Galaxy S9 von Samsung erst in dieser Woche in den Handel kommt, liegen aus dem Heimatland Südkorea schon erste Verkaufszahlen vor. Diese stammen von den drei Mobilfunkprovidern des Landes, die schon vor dem Verkaufsstart mit dem Versand der Smartphones begonnen haben. Laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap sei die Nachfrage 30 Prozent geringer als noch beim Galaxy S8. Am vergangenen Freitag wurden demnach 180.000 S9-Smartphones an Vorbesteller verkauft. Vor einem Jahr fiel dieser Wert beim Galaxy S8 mit 260.000 Einheiten noch deutlich höher aus. Das Interesse am Galaxy S9 sei daher wohl kleiner als erwartet.

Samsung wollte zu den Informationen nicht Stellung beziehen. Analysten gingen jedoch schon vor dem Verkaufsstart davon aus, dass das S9 nur maximal 80 Prozent der Verkaufszahlen des Vorgängers erreichen wird. Nun bleibt abzuwarten, wie das Smartphone in den anderen Märkten ankommen wird. Das neue Flaggschiff der Südkoreaner kommt in den meisten Tests gut an. Viele sehen im Galaxy S9 jedoch eher eine Evolution des Vorgängers als eine echte Innovation. Gut möglich, dass auch die Kunden in Südkorea daher lieber ihr altes Gerät behalten und auf eine neue Version mit beeindruckenderen Features warten. Dabei dürfte auch der hohe Anschaffungspreis von 849 Euro (5,8 Zoll) bzw. 949 Euro (6,2 Zoll) eine Rolle spielen.

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