Beyerdynamic Lagoon ANC

Und so ist die Bauform die erste Entscheidung, die Sie hinsichtlich eines Kopfhörers treffen müssen: Möchten Sie einen klassischen Bügel-Kopfhörer oder folgen Sie lieber dem Trend der „true wireless“-Ohrhörer? 

True Wireless: Angebote aus allen Preisklassen 

Wer hauptsächlich unterwegs mit seinem Smartphone Musik hört, für den sind die kabellosen Ohrstöpsel sicherlich die bequemste Lösung. Da die Geräte jedoch von chinesischen C-Klasse-Anbietern schon ab 40 Euro zu bekommen sind, sollten Sie lieber etwas tiefer in die Tasche und zu einem namhaften Hersteller greifen. Dann sind Ihre Chancen auf jeden Fall besser, eine gute Audioqualität zu erhalten. Mittlerweile bieten alle großen Hersteller wie beispielsweise Sony, Sennheiser, JBL oder Jabra kabellose In-Ear-Kopfhörer.

Grundsätzlich sollte auch die Bauform der Ohrstücke ein Kaufkriterium sein. Sehen Sie sich die Ohrstücke an, und achten Sie darauf, dass diese möglichst weit im Ohr verschwinden. Die meisten Hersteller legen ihren In-Ear-Modellen mehrere Aufsatzgrößen aus Gummi oder Schaumstoff bei, so dass Sie die Ohrstücke an Ihr Ohr anpassen können. Aber auch der Teil, der außerhalb des Gehörgangs bleibt, sollte nicht zu groß sein. Gerade bei längerem Tragen lässt der Komfort sonst schnell nach.

Ein besonders kompaktes Beispiel ist etwa der JBL Tune 120TWS für knapp 100 Euro. Das Gerät mit 5,8-Millimeter-Dynamikmembran lässt sich auch via Google Assistant bedienen. Deutlich größer und teurer sind die Bang & Olufsen Beoplay E8 für 265 Euro. Einen guten Kompromiss bilden die Samsung Galaxy Buds für etwa 130 Euro.

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On-Ear und Over-Ear: Mit oder ohne Kabel 

Wer sich mit dem Gefühl „Stöpsel im Ohr“ nicht anfreunden kann, dem bleiben die klassischen Bügel-Bauformen On-Ear und Over-Ear. Während On-Ears direkt auf den Ohren sitzen, was den Tragekomfort schmälern kann, umschließen Over-Ears das Ohr komplett, was auch meist für eine bessere Soundqualität sorgt. Beide Bauweisen lassen sich auf Wunsch mit einem Klinkenkabel, aber auch kabellos via Bluetooth oder Funk (Infrarot) verbinden.

Für die kabellosen Anschlussarten spricht in erster Linie die Bewegungsfreiheit. Sie hat bei kabellosen Kopfhörern aber auch ihre Grenzen: Infrarot verlangt Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger, Bluetooth erlaubt immerhin zehn Meter Entfernung. Ihren Strom erhalten Bluetooth- wie Infrarot-Kopfhörer über einen Akku oder Batterien. Ist deren Kapazität zu Ende, lassen sich die Kopfhörer meist per Kabel mit der Musikquelle verbinden und erhalten darüber auch ihren Strom – Sie können also auch mit leerem Akku weiter Musik hören.

Gute kabellose Allround-Geräte sind etwa der JBL Live400BT , ein On-Ear-Modell für 100 Euro, sowie der Over-Ear-Kopfhörer Live500BT für 140 Euro. Empfehlenswert für Audiophile ist dagegen der Beyerdynamic Lagoon ANC für 399 Euro. Er hat die sogenannte Mosayc-Klangpersonalisierung an Bord, mit deren Hilfe Sie die Wiedergabe an Ihr Hörvermögen anpassen können.

Komplett kabellose In-Ear-Kopfhörer liegen voll im Trend. Sehr kompakt fallen die JBL Tune 120TWS aus, die eine 5,8-Millimeter-Dynamikmembran mitbringen und mit rund 100 Euro fair im Preis sind.

© JBL

Nützliche Zusatzfunktion: Noise Cancelling 

Eine Funktion, die gerade im hektischen Alltag nützlich sein kann, ist ANC (Active Noise Cancelling), also aktive Geräuschunterdrückung. Bei diesem Verfahren misst ein eingebautes Mikrofon das Umgebungsgeräusch, und der Kopfhörer erzeugt ein gegenpoliges Signal, welches das Störgeräusch kompensiert. ANC-Kopfhörer, egal welcher Bauform, haben jedoch auch Nachteile: So erzeugen sie von Haus aus ein leichtes Grundrauschen. Außerdem benötigt die Geräuschunterdrückung Strom – ist die Batterie oder der Akku leer, funktioniert ANC nicht mehr. Die bereits genannte Live-Reihe von JBL enthält mit dem Live650BTNC für 190 Euro beispielsweise einen Over-Ear-Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung. Der Sony WH-1000XM3 für 280 Euro lässt dank Quick-Attention-Modus Gespräche trotz ANC durch, sobald Sie die Hand auf die Ohrmuschel legen. Der Panasonic HD610N für rund 300 Euro sowie der Sennheiser Momentum Wireless für etwa 400 Euro bieten sogar eine mehrstufige Reduzierung von Umweltgeräuschen.