Nvidia gegen AMD - doch auch Intel will in 2022 im GPU-Markt mitmischen.

Nvidias aktuelles Top-Modell Geforce RTX 3090 ist für eine Leistungsaufnahme von bis zu 350 Watt ausgelegt. Doch die High-End-Karten der nächsten GPU-Generation Ada Lovelace sollen sich bis zu 500 Watt genehmigen dürfen. Die neuen Chips werden wohl als Serie RTX 4000 auf den Markt kommen und im 5-Nanometer-Verfahren gefertigt. Der Schritt von 8 Nanometern erlaubt Nvidia, deutlich mehr CUDA-Kerne und Streaming-Prozessoren auf der GPU unterzubringen, was die Spieleleistung angeblich verdoppeln soll.

Auch AMDs neue Generation RX 7000 mit den Grafikchips Navi 31, 32 und 33 wird nicht aufs Stromsparen optimiert, obwohl sie eben- falls im 5-Nanometer-Verfahren gefertigt werden sollen. Zwar liegt die Leistungsaufnahme mit gemunkelten 450 Watt unter der der künftigen Nvidia-Chips – doch gegenüber AMDs aktueller Navi-21-Generation steigt sie um rund 30 Prozent.

Nvidia entwickelt im Zwei-Jahres-Rhythmus seine GPUs: Für 2022 steht Ampere Next auf dem Plan – diese GPUs mit dem Codenamen Ada Lovelace werden wohl als RTX 4000 auf den Markt kommen.

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Beide GPU-Generationen sollen im Herbst 2022 vorgestellt werden. Dann ist möglicherweise auch ein passender Netzteilstecker verfügbar: Der 16-Pin-Stecker ist Teil der neuen Spezifikation für PCI Express 5.0 und soll über einen Anschluss bis zu 600 Watt liefern, wohingegen PCIe-Stecker aktuell maximal 75 Watt leisten können – was zur Folge hat, dass aktuelle High-End-Karten mit zwei bis drei Steckern ans Netzteil angeschlossen werden müssen.

Intel: Während sich AMD und Nvidia ein Duell um die Tempokrone liefern, will Intel vor allem Einsteiger und Mittelklasse bedienen: Die neue GPU Arc Alchemist soll sich auf zahlreichen Grafikkarten für PCs und Notebooks finden und schon Anfang des Jahres verfügbar sein. Das Top-Modell mit acht oder 16 GB Speicher gönnt sich bis zu 275 Watt als PC- und 120 Watt als Laptopvariante. Da die GPU auch aktuelle Technik wie Raytracing und KI-unterstütztes Super-Sampling beherrscht, könnten sich viele Systemhersteller für Arc Alchemist entscheiden, um Kunden zu erreichen, die nicht auf absolutem Top-Tempo bestehen.

Intel mischt wieder im Grafikkartengeschäft mit: In diesem Jahr geht der CPU-Hersteller mit der Alchemist-Generation seiner ARC-GPUs an den Start.

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Günstigere Arc-Modelle mit vier und sechs GB Speicher sollen AMD und Nvidia zusätzliche Konkurrenz machen, da die beiden GPU- Größen dieses Segment zuletzt vernachlässigt haben. AMD steuert mit den zwei neuen Chips RX 6400 (Einsteiger) und RX 6500 XT (Mittelklasse) gegen. Nvidia allerdings konzentriert sich in den nächsten Monaten weiterhin auf die Top-Klasse und erneuert die aktuellen Ampere-GPUs der Serie RTX 3000 um verbesserte Super- beziehungsweise Ti-Modelle wie die RTX 3090 Ti. RTX 3070 Ti und RTX 3080 Ti sollen in Notebooks zum Einsatz kommen.

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