Hollywood will Seifenoper-Effekt in TVs abschaffen

Michael Söldner |
Der durch Motion-Smoothing erzeugte Seifenoper-Effekt sollte nach Ansicht vieler Regisseure abgeschafft werden.
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Mit Motion-Smoothing würde das Kinoerlebnis zerstört.

lg.com

Hersteller aktueller TV-Geräte versprechen ein Bilderlebnis wie im Kino. Dank 4K und HDR sollen Filme noch realistischer wirken. Doch meist verderben die Voreinstellungen von Fernsehgeräten ein kinoreifes Bild. Hollywood-Regisseure wie Christopher Nolan (Inception, The Dark Knight) und Paul Thomas Anderson (Magnolia, The Master) wollen daher zusammen mit TV-Herstellern einen Referenzmodus anstreben, der Filme und Serien so darstellt, wie es die Macher sich wünschen. In einem Brief der Directors Guild of America werden Hersteller zur Machbarkeit eines solchen Modus befragt.

Konkret fordern die Regisseure die Abschaffung von Motion-Smoothing. Die Technik erhöht die Bildrate eines Inhalts durch das Hinzufügen weiterer Zwischenbilder. Bei Sportübertragungen kann dies nützlich sein, um die Bewegungsunschärfe zu reduzieren. Bei Filmen mit ihren 24 Bildern pro Sekunde führt die Technik hingegen zu einem Soap-Opera-Effekt, bei dem sich Schauspieler und Gegenstände deutlich vom Hintergrund abheben. Die Einstellung sollte nicht standardmäßig aktiviert sein, um den Effekt von Filmen nicht zu zerstören. TV-Hersteller haben sich bereits kooperativ gezeigt, es bleibt dennoch fraglich, ob ein solcher Referenzmodus mittelfristig auf allen TV-Geräten zu finden sein wird. 

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