Echo & Co.: Die besten smarten Lautsprecher

„Alexa, ich liebe dich!“ oder „Alexa, du kommst mir nicht ins Haus!“. Smarte Lautsprecher wie beispielsweise Amazon Echo oder Google Home rufen starke Reaktionen von ungeteilter Zustimmung bis hin zu eindeutiger Ablehnung hervor. Denn einerseits begeistert die leichte und natürliche Bedienung mittels Sprache. Andererseits muss der Lautsprecher dafür natürlich aufmerksam zuhören – und eine derartige Abhöranlage mit Cloudanschluss möchte man sich nicht einfach bedenkenlos ins Haus holen. Tatsache ist: Die Smart Speaker sind gefragte Gesprächspartner und für ihre Hersteller ein großer Verkaufserfolg. Rund 10 bis 15 Prozent der Deutschen haben bereits einen smarten Lautsprecher und die Zuwachsraten im Jahresvergleich sind enorm.

Entsprechend groß ist mittlerweile auch das Angebot: Von kleinen Mini-Lautsprechern für die Küche oder das Arbeitszimmer über hochwertige Modelle für Musikliebhaber, die selbst ein großes Wohnzimmer problemlos beschallen, bis hin zu Kombinationen aus Lautsprecher und Display, die sich zum Filmeschauen nutzen lassen.

Außerdem können die verständigen Lautsprecher noch viel mehr, als nur Musik wiedergeben: Natürlich ist das Abspielen der Lieblingsmusik auf Zuruf der wichtigste Einsatzzweck. Aber über einen Smart Speaker können Sie auch Radio hören, sich aktuelle Nachrichten und Kochrezepte vorlesen lassen oder aktuelle Infos zu Wetter oder Verkehrslage einholen. Darüber hinaus lässt sich die Kompetenz der Geräte mithilfe kleiner Softwareprogramme – je nach Anbieter „Skills“ oder „Aktionen“ genannt – erweitern: Damit versteht sich der Lautsprecher dann zum Beispiel auf Ratespiele oder kann vernetzte Smart-Home-Geräte wie Lampen oder Steckdosen per Sprachbefehl steuern. Auch zum Telefonieren können Sie Echo & Co. einsetzen. Bei Geräten mit Display wird daraus in der Folge ein Videotelefonat, und Informationen wie Nachrichten und Wetterbericht kann der Displaylautsprecher durch Bilder und Filme ergänzen. Die empfehlenswertesten Geräte finden Sie inklusive detaillierter Ausstattung in den Tabellen am Ende  des Artikels.

Smarte Türklingeln: Darauf sollten Sie achten

So finden Sie den passenden Lautsprecher 

Smarte Lautsprecher gibt es ab circa 30 Euro: So viel kostet der Amazon Echo Flex, der sich platzsparend in der Steckdose platzieren lässt, aber keine hohe Klangqualität bietet.

© Amazon

Die Auswahl des optimalen Gerätes für einen ganz bestimmten Einsatzzweck zu Hause fällt nicht unbedingt leicht: Das beginnt bei der Qualität der Sprachsteuerung und -erkennung. Zwar nutzen fast alle Speaker einen der bekannten Assistenten wie Alexa, Google Assistant oder Siri. Doch wie gut der Sie versteht und Sie ihn verstehen, hängt unter anderem von der Qualität der Mikrofone und der Audioausgabe des konkreten Lautsprechers ab. Beim Abspielen von Musik gibt es gleichfalls Unterschiede: Wenn Sie beispielsweise schon ein Abo bei einem bestimmten Musik-Streamingdienst haben, sollten Sie darauf achten, dass ihn auch der Lautsprecher unterstützt. Das Gleiche gilt, wenn die Musik vom eigenen Smartphone, vom PC oder vom NAS kommen soll. 

Wenn der Lautsprecher nicht nur als Audiogerät dienen soll, dann gilt es, die Anzahl und die Qualität der angebotenen Apps zur Erweiterung zu überprüfen: Möchten Sie etwa bestimmte Smart-Home-Komponenten mithilfe des Lautsprechers per Sprachbefehl bedienen, muss deren Hersteller ein entsprechendes Skill beziehungsweise eine Aktion für Ihren Smart Speaker anbieten. Bei Lautsprechern mit Monitor spielen außerdem die Displaygröße und -qualität eine Rolle, was insbesondere dann wichtig wird, wenn Sie vorhaben, sich Fotos und Filme auf dem smarten Gerät anzuschauen. 

Den Smart Speaker verbinden Sie über die passende App mit Ihrem WLAN zu Hause. Er setzt unbedingt eine Onlineverbindung voraus, ausschließlich im lokalen Netzwerk lassen sich die Lautsprecher nicht nutzen. Denn die Sprachbefehle, die das Gerät hört, werden ebenso in der Cloud des Herstellers verarbeitet, wie die Antworten von dort an den Lautsprecher gesendet werden. Für die aufwendige Spracherkennung sind der lokale Speicher und die Rechenkapazitäten des Smart Speakers nämlich viel zu gering. Üblicherweise verbinden Sie Smartphone und Lautsprecher zunächst per Bluetooth. Die App erkennt auf diese Weise das jeweilige Gerät, dem Sie anschließend darüber die Zugangsdaten für das WLAN mitteilen, das auch das Smartphone verwendet.

Für Musikliebhaber, die auch von einem smarten Lautsprecher guten Klang fordern, eignet sich zum Beispiel der Sonos One.

© Sonos

Des Weiteren benötigen Sie ein Konto beim jeweiligen Anbieter und Zugangsdaten für den Sprachdienst, den das Gerät nutzt. Bei Geräten von Amazon und Google fällt dies zusammen, aber bei den Modellen anderer Hersteller, wie etwa beim Sonos One , müssen Sie in der Sonos-App Ihr Amazon-Konto mit den entsprechenden Anmeldeinformationen mit dem Lautsprecher verbinden, um Alexa nutzen zu können. 

Alexa oder Google: Mit wem Sie sprechen sollten

Sie bedienen den Lautsprecher in den meisten Fällen per Sprache: Bei einem Großteil der Speaker kommen dabei die Sprachassistenten Alexa von Amazon oder der Google Assistant zum Einsatz. Apple setzt beim Homepod auf Siri, die sich auch zum Steuern von anderen Smart Speakern verwenden lässt, sofern diese Airplay 2 unterstützen. Der Telekom-Lautsprecher benutzt mit „Hallo Magenta“ einen eigenen Dienst. Als Begründung hierfür gibt die Telekom an, dass auf diese Weise die Nutzerdaten ausschließlich in der Europäischen Union verarbeitet werden und strengeren Schutzvorschriften als bei der Konkurrenz aus den USA unterliegen. Allerdings scheint die Telekom dem eigenen Dienst nicht komplett zu vertrauen: Beim Magenta Smart Speaker lässt sich auch Alexa aktivieren und alternativ zum Telekom-Assistenten ansprechen. Bei einigen Lautsprechern haben Sie die Wahl zwischen Alexa- und Google-Unterstützung, meist lassen sich aber nicht beide digitale Assistenten gleichzeitig nutzen.

Wie beim Apple Homepod können Sie auch bei anderen smarten Lautsprechern mehrere Geräte zu einer Multiroom-Gruppe zusammenfassen: Sie spielen dann an den unterschiedlichen Standorten die gleiche Musik.

© Apple

Ihre Entscheidung für einen bestimmten Lautsprecher sollten Sie jedoch nicht in erster Linie vom eingesetzten Sprachassistenten abhängig machen. Entscheidender sind andere Qualitäten, die für Sie wichtig sind, wie zum Beispiel die Wiedergabequalität bei Musik, die unterstützten Musik-Streamingdienste oder die Auswahl passender Skills, wenn Sie vorhandene Smart-Home-Geräte über den Lautsprecher steuern wollen. Was die Qualität der Antworten angeht, liegen Alexa, Google und Siri in den meisten Tests nahe beieinander – meist mit einem knappen Vorsprung für den Google Assistant. Alle Vergleiche der Sprachassistenten belegen aber, dass sie sich stetig verbessern.

Über Lichtsignale geben die Lautsprecher darüber Auskunft, ob sie aktiv sind und ob sie einen Sprachbefehl verstanden haben. Beim Amazon Echo zeigt Ihnen ein blauer Lichtring, der in Richtung der sprechenden Person in Zyan leuchtet, dass der Lautsprecher einen Befehl verarbeitet. Beim Google Home bedeutet ein Aufleuchten der vier Farb-LEDs im Uhrzeigersinn, dass der Lautsprecher das Aktivierungswort „Ok Google“ wahrgenommen hat und nun auf den eigentlichen Sprachbefehl wartet. Außerdem lassen sich die meisten Lautsprecher direkt am Gerät bedienen: Dazu dienen wie beim Magenta Smart Speaker ein Touchpad oben am Lautsprecher oder Sensorknöpfe. Per kreisförmiger Fingerbewegung oder Wischgeste lässt sich anschließend die Lautstärke der Wiedergabe regeln.

Lesetipp: Die besten smarten Überwachungskameras

Musikwiedergabe: Klangqualität und unterstützte Streamingdienste

Bei einigen Smart Displays wie dem Echo Show 5 und Show 8 können Sie eine mechanische Abdeckung vor die Kamera schieben: So fühlen Sie sich auf jeden Fall unbeobachtet.

© Amazon

Soll der Lautsprecher in erster Linie Musik wiedergeben, sollten Sie sich für ein großes Modell entscheiden. Mini-Speaker wie der Amazon Echo Dot oder der Google Home Mini genügen höchstens für kleinere Zimmer und zur Hintergrundbeschallung. Bei der Klangqualität liegen jene Lautsprecher vorne, die von Audiospezialisten stammen, etwa der Sonos One oder der Bose Home Speaker . Auch Apple spielt mit dem Homepod klanglich ganz vorne mit. Etwas günstiger, aber auch mit sehr guter Musikwiedergabe empfehlen sich der neue Echo Studio von Amazon sowie der Google Home Max . Für ein räumliches Klangerlebnis lassen sich auch zwei Lautsprecher desselben Modells mittels Hersteller-App zu einem Stereopaar verknüpfen. Bei den kleinen Lautsprechern von Google funktioniert dies zwar nicht, dafür lässt sich beim Google Home Max aber ein geringer Stereoeffekt erzielen, wenn Sie den großen Lautsprecher im Querformat aufstellen. Ähnlich ist es beim grundsätzlich querformatig ausgerichteten Echo Show , der selbst Stereoklang erzeugen kann.

Wer noch mehr Lautsprecher zu Hause hat, kann sie zu Multiroom-Gruppen verbinden. Dann spielen alle Lautsprecher die gleiche Musik und Sie müssen nicht auf Audiountermalung verzichten, wenn Sie das Zimmer wechseln. Außerdem können Sie die Wiedergabe per Stimme dann in jedem Zimmer steuern. Bei Amazon benötigen Sie hierfür einen zusätzlichen Echo: Bislang unterstützt fast kein anderer Smart Speaker die Multiroom-Funktion von Amazon, selbst wenn er Alexa als Sprachassistent verwendet. Für Multiroom-Gruppen mit Google müssen die Lautsprecher die Chromecast-Technologie unterstützen – was natürlich die Google-eigenen Smart Speaker tun sowie einige andere Lautsprecher. Für Airplay 2, das Multiroom-Verfahren von Apple, lassen sich außer dem Homepod zum Beispiel einige Sonos-Geräte wie der One nutzen.

Sind Sie bereits Abonnent bei einem Musikstreaming-Dienst sollte der Lautsprecher Ihrer Wahl diesen nutzen können. Überdies muss auch der dort integrierte Sprachassistent mit dem Dienst umgehen können, wenn Sie die Musikwiedergabe per Sprachbefehl steuern wollen.

Fast alle Lautsprecher unterstützen Spotify , bei manchen ist aber ein Premium-Abo Voraussetzung, um den Streamingdienst einsetzen zu können. Bei Geräten mit Amazon Alexa zum Beispiel müssen Sie in der Alexa-App Ihr Spotify-Premium-Konto mit den entsprechenden Zugangsdaten verknüpfen, um Musik per Sprache abzurufen. Bei Geräten mit dem Google Assistant können Sie auch die kostenlose Version von Spotify benutzen: Dann haben Sie Zugriff auf vorgefertigte Playlisten, die Songs eines bestimmten Interpreten und ähnliche Musik enthalten, können jedoch nicht bestimmte Songs oder eigene Playlisten auf dem Lautsprecher wiedergeben.

Auch bei den Geräten von Amazon und Google benötigen Sie für den kompletten Funktionsumfang des hauseigenen Streamingdienstes Music Unlimited beziehungsweise Google Play Musik ein entsprechendes Abo. Prime-Kunden von Amazon, die die Daten für Ihr normales Amazon-Konto in der App hinterlegen, haben immerhin Zugriff auf die Inhalte von Prime Music.

Außerdem lassen sich bei den meisten Lautsprechern die Dienste Deezer und Tune-In einbinden, bei Google-Geräten zusätzlich noch Pandora. Mit Apples Homepod können Sie nur die Wiedergabe von Apple Music per Sprache steuern.

Jetzt erhältlich: Neue Echo-Geräte

Ende September stellte Amazon neue Echo-Geräte vor: Die meisten sind in den kommenden Wochen erhältlich. Der Echo Studio ist Amazons Antwort auf Apples Homepod und soll mit automatischer Klanganpassung an die Umgebung, Dolby Atmos und 360-Grad-Audio anspruchsvolle Musikliebhaber zufriedenstellen. 

Passend dazu startet der neue Musikdienst Amazon Music HD (ab 13 Euro im Monat): Er liefert verlustfrei komprimierte Audiostücke mit deutlich höherer Datenrate. Außerdem gibt es den Echo Show jetzt mit 8-Zoll-Display.

Bereits kaufen können Sie eine etwas verbesserte Version des Echo Dot : Das neue Modell hat jetzt eine LED-Anzeige für die Uhrzeit oder die Temperatur. 

Der günstigste Smart Speaker von Amazon ist der neue Echo Flex : Der Mini-Lautsprecher kommt in eine Steckdose. Damit lassen sich auch Räume wie Bad oder Küche mit einem Alexa-Lautsprecher ausstatten.

Diese Lautsprecher spielen Musik vom Smartphone oder PC ab 

Wenn Sie Ihre Musik auf dem Smartphone gespeichert haben, dann lassen sich die allermeisten Lautsprecher als Ausgabegerät auf dem Smartphone einstellen – sofern sie das passende Bluetooth-Profil A2DP verstehen. Hierzu koppeln Sie bitte zunächst mal den Lautsprecher mit dem Smartphone. Bei einem Amazon Echo können Sie die Wiedergabe vom Smartphone im Anschluss daran auch mithilfe des Alexa-Sprachassistenten steuern und somit beispielsweise durch einen Zuruf pausieren.

Bei Geräten mit Airplay-2-Unterstützung, wie etwa dem Homepod oder dem Sonos One, wickelt WLAN die Übertragung der Musik vom Handy zum Smart Speaker ab. Einige Lautsprecher lassen sich auch über Kabel anstatt per Bluetooth mit dem Rechner oder dem Notebook verbinden und dienen diesen im Folgenden als Audioausgabegerät: Der Amazon Echo Plus, der Google Home Max und der Smart Speaker von Gigaset verfügen über einen entsprechenden 3,5-mm-Audioeingang. Den Sonos One können Sie mithilfe eines LAN-Kabels mit einem Rechner verbinden.

Schwierigkeiten bereiten die smarten Lautsprecher dagegen, wenn Sie Musik aus Ihrer lokal gespeicherten MP3-Sammlung vom Rechner oder vom NAS über das Netzwerk zum Speaker streamen möchten: Denn das von den meisten Zuspielprogrammen genutzte Verfahren UPnP AV versteht beinahe kein Gerät. Recht problemlos bekommen Sie Ihre Lieblingslieder auf den Sonos One: Der Hersteller bietet Ihnen mit der Sonos Desktop-Controller-App ein passendes Programm für den PC und den Mac an, welches lokal gespeicherte Songs für das Abspielen auf dem Smart Speaker vorbereitet.

Mit dem Echo Input lassen sich normale Lautsprecher mit Alexa-Fähigkeiten erweitern. Das Zubehör dient als Mikrofon für die Sprachbefehle, die der Lautsprecher dann ausgibt.

© Amazon

Die Wiedergabe von einem NAS aus funktioniert bei den meisten Lautsprechern, die mit Amazon Alexa arbeiten: Dort können Sie das Plex-Skill installieren. Alexa nimmt im Folgenden die Musik von einem Netzwerkspeicher entgegen, auf dem die Server-App von Plex läuft.

Bei Lautsprechern mit Google-Technik führt ein Umweg zum Abspielen eigener MP3s: Laden Sie die Dateien am PC über den Webplayer von Google Play Musik in die Cloud. Aus den Songs können Sie dann Playlisten erstellen, die ein Google-Lautsprecher wiedergeben kann. Wenn der Smart Speaker zudem die Chromecast-Technik beherrscht, können Sie Songs am PC ebenfalls über den Chrome-Browser abspielen und den Lautsprecher über den Menübefehl „Streamen“ als Ausgabegerät wählen.

Für die Echo-Lautsprecher bietet Amazon als Zubehör den Subwoofer Echo Sub an: Dieser soll den Smart Speakern einen satteren Sound verleihen. Kompatibel ist er zu sämtlichen Echo-Geräten, bei den Echos mit Display verstärkt er allerdings lediglich die Musikwiedergabe, nicht den Filmsound. Der Echo Input bringt Alexa auf eine Hi-Fi-Anlage oder auf vorhandene Lautsprecher: Sie schließen das Gerät dort per Bluetooth oder Audiokabel an. Echo Input nimmt dann die Sprachbefehle auf, die Ausgabe erfolgt über das verbundene Hi-Fi-Equipment.

Funksteckdosen: Geräte im Haus intelligent schalten

Geeignet für Videotelefonate: Smart Speaker mit Display

Smarte Displays wie der Google Nest Home oder die Modelle aus der Echo-Show-Serie zeigen zusätzlich zur Sprachausgabe Infos auf dem Bildschirm an. Auch Videotelefonie ist mit diesen Geräten möglich.

© Amazon

Einige smarte Lautsprecher bringen ein zusätzliches Display mit: Dessen Größe reicht von 2,5 Zoll beim Amazon Echo Spot bis zu 10 Zoll beim Echo Show. Damit lassen sich die Geräte nicht nur über Sprache, sondern wie bei einem Tablet auch per Finger über den Touchscreen steuern. Der kleine Echo Spot dient besonders als digitale Uhr, um den Wetterbericht anzusehen oder sich Fotos anzeigen zu lassen. Die Smart Speaker mit einem größeren Display taugen hingegen als Tablet-Ersatz: Darauf können Sie Filme anschauen oder auch Erklärvideos für die Essenszubereitung abspielen. Youtube funktioniert nur bei Google-Assistant-Geräten per App, bei smarten Displaylautsprechern mit Alexa nehmen Sie den Umweg über den Webbrowser. Mit einem entsprechenden Skill lässt sich darüber hinaus die Anzeige einer Sicherheitskamera auf den Bildschirm des Smart Speakers holen.

Überdies sind mit zahlreichen dieser Geräte Videotelefonate möglich: Bei Amazon-Modellen funktioniert dies mit anderen Bildschirm-Echos wie dem Show und Spot, per Alexa-App über ein Smartphone oder mittels Skype. Der Google Nest Hub eignet sich trotz des 7-Zoll-Displays nicht für Videotelefonate, denn ihm fehlt eine Kamera.

Ein günstiges Fire-Tablet von Amazon lässt sich per Zubehör zu einem Smart Display machen: Das Show-Modus-Ladedock für ein Fire HD 8 kostet derzeit rund 40 Euro.

© Amazon

Von Tablet-Herstellern wie Lenovo gibt es Modelle wie das Smart Display, die Sie als smarten Lautsprecher mit Monitor verwenden können. Diese lassen sich per Google Assistant bedienen, ihre Hardwareausstattung ist jedoch im Vergleich zu einem Tablet deutlich schwächer.

Einige Fire-HD-Tablets von Amazon – das HD 8 der siebten und achten Generation sowie das HD 10 der siebten Generation – bieten Ihnen einen sogenannten Show-Modus: Damit verhalten sie sich dann wie ein Echo mit Display. Als passendes Zubehör gibt es das Show-Modus-Ladedock: Mit dieser Halterung können Sie das Tablet einfach aufrecht aufstellen und laden.

Lautsprecher erweitern: Skills und Actions 

Mit kleinen Zusatzprogrammen – Skills oder Actions – können Sie dem Lautsprecher zusätzliche Fähigkeiten beibringen. Das Angebot ist groß, nicht alle Apps sind aber empfehlenswert.

© Amazon

Mit Zusatzprogrammen lassen sich die Fähigkeiten eines Smart Speakers erweitern: Beim Alexa-Assistenten heißen sie Skills, bei Geräten mit Google finden Sie entsprechende Erweiterungen als Actions. Das Angebot für Alexa-Lautsprecher ist deutlich größer: Wie bei Smartphone-Apps finden sich darunter auch viele unbrauchbare Programme, die nicht gut funktionieren oder derer man schnell überdrüssig wird. Doch je nach Interessengebiet werden Sie auf zahlreiche hochwertige Skills stoßen: Sie können sich beim Lautsprecher dann zum Beispiel nach der pünktlichen Ankunft eines Zuges erkundigen, nach dem Fernsehprogramm fragen und sich Rezepte oder Nachrichten vorlesen lassen. Skills für die Wettervorhersage, zum Radiohören oder Ratespiele gehören ebenfalls zu den beliebtesten Erweiterungen für die passenden Smart Speaker.

Sie aktivieren ein gewünschtes Skill über die Alexa-App, indem Sie dafür das Konto benutzen, unter dem auch der Smart Speaker angemeldet ist. Wenn Sie den Namen des Skills kennen, können Sie es auch direkt am Lautsprecher aktivieren. Über die App oder einen Sprachbefehl lassen sich Skills auch wieder abschalten. In der entsprechenden Skill-Beschreibung steht zudem, auf welche Wörter und Sätze ein Skill reagiert. Zumeist müssen Sie das Skill erst per Befehl starten und können dann mit ihm interagieren.

Jedes Alexa Skill oder jede Google Aktion enthält einen Beschreibungstext: Dort finden Sie die Sprachbefehle, die der Lautsprecher durch das Installieren des Skills dazulernt.

Bei Geräten mit dem Google-Assistenten rufen Sie die Actions direkt auf, am besten in Verbindung mit einer Frage oder mit einer Aufforderung. Die unterstützten Sprachbefehle lesen Sie im Überblick zur entsprechenden Aktion. Eine Übersicht über verfügbare Aktionen für Google finden Sie auf dieser Webseite .

Der kluge Lautsprecher als Zentrale fürs Smart Home 

Der smarte Lautsprecher der Telekom steuert herstellereigene Dienste wie etwa Magenta TV. Außerdem arbeitet er als DECT-Telefon in Verbindung mit einer entsprechenden Basisstation.

© Telekom

Die smarten Lautsprecher eignen sich sehr gut, um Smart-Home-Geräte über Zuruf zu steuern: So lassen sich mit einem Sprachbefehl Lampen und Steckdosen schalten oder Heizungsthermostate regeln. Des Weiteren können Sie Routinen einrichten, die bei einem Satz wie „Alexa, guten Morgen“ Aktionen von Smart-Home-Geräte auslösen – etwa Licht und Heizung einzuschalten.

Dazu benötigen Sie das passende Skill oder die passende Aktion des Herstellers. Bei einem Lautsprecher mit Amazon Alexa ist die Chance zumeist höher als bei Google, dass es entsprechende Unterstützung gibt. Wenn Sie das Smart-Home-Gerät eingerichtet haben, verbinden Sie es über die Alexa- oder Google-Home-App mit dem Sprachassistenten – meistens, indem Sie das passende Skill des Herstellers aktivieren. Nachfolgend lassen sich die Lampe, die Steckdose oder das Thermostat ganz einfach steuern, indem Sie mit Ihrem smarten Lautsprecher reden.

Der Echo Plus enthält Hardware für das Smart-Home-Protokoll Zigbee: Damit kann der Amazon-Lautsprecher Geräte mit diesem Standard direkt ansprechen: Um zum Beispiel Philips-Hue-Lampen zu nutzen, benötigen Sie keine zusätzliche Hue-Bridge. Mit dem Telekom Smart Speaker können Sie die Geräte einer Magenta-Smart-Home-Installation ohne zusätzliche Apps über Sprache steuern. Überdies können Sie mit dem Telekom-Lautsprecher das TV-Programm wechseln oder Fernsehsendungen suchen – Voraussetzung hierfür sind der Telekom-Dienst Magenta TV sowie die entsprechende Set-Top-Box.

Anruf per Zuruf: Geeignete Smart Speaker fürs Telefonieren 

Die Echo-Lautsprecher von Amazon können Sie unter anderem auch als Telefon oder Gegensprechanlage verwenden. Dafür müssen Sie aber Ihre Smartphone-Kontakte für die Alexa-App freigeben.

Die Echo-Lautsprecher von Amazon können das Telefon ersetzen: Sie haben die Möglichkeit, über den Smart Speaker einen anderen Echo anzurufen. Auch Verbindungen über die Alexa-App funktionieren. Überdies lässt sich die Drop-in-Funktion benutzen, mit der sich die Echos wie eine Gegensprechanlage verhalten. Diese Möglichkeiten sind derzeit allerdings auf die Echo-Lautsprecher beschränkt, andere Smart Speaker unterstützen sie nicht, selbst wenn Sie Alexa als digitalen Assistenten einsetzen. Eine Telefoniefunktion für Google-Assistant-Lautsprecher gibt es bereits in einigen Ländern, jedoch derzeit noch nicht in Deutschland.

Für seine Funktion als DECT-Mobiltelefon bietet der Gigaset LH800X passende Bedienelemente: Mit der Telefontaste können Sie Anrufe annehmen und beenden, ohne den Sprachassistenten zu bemühen.

© Telekom

Festnetztelefonie beherrschen der Gigaset-Lautsprecher sowie der Smart Speaker der Telekom. Beide unterstützen den Funkstandard DECT: Sie lassen sich mit einer passenden DECT-Basisstation verbinden, zum Beispiel in einer Fritzbox und arbeiten danach wie ein DECT-Mobiltelefon. Mittels Sprachbefehl lassen sich dann Kontakte anrufen, die in der Alexa-App hinterlegt sind.

Für Echo-Lautsprecher bietet Amazon das Zubehör Echo Connect an. Das kleine Gerät bringt Festnetztelefonie – zum Beispiel über den Telefonanschluss am Internetrouter – per WLAN zu einem Echo-Gerät. Der smarte Lautsprecher wird anschließend zu einem kabellosen Festnetztelefon.

Auf einen Blick: Smarte Lautsprecher (1)

Auf einen Blick: Smarte Lautsprecher (2)

Auf einen Blick: Smarte Lautsprecher (3)

Auf einen Blick: Smarte Lautsprecher (4)

Auf einen Blick: Smarte Lautsprecher (5)