WLAN-Mesh einrichten und für Ihre Geräte nutzen

Thomas Armbrüster |
Mit der Veröffentlichung von Fritz-OS 6.90 hat AVM ausgewählten Routern, WLAN-Repeatern und Powerline- Adaptern die WLAN-Mesh-Unterstützung spendiert. Diese Technologie soll die Stabilität und Übertragungsgeschwindigkeit kabelloser Netzwerkverbindungen deutlich steigern.
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WLAN-Mesh-Unterstützung

Fotolia.de, ToheyVector

Vereinfacht ausgedrückt handelt es sich hierbei um ein Verfahren, bei dem jede WLAN-fähige Komponente ein eigenes Drahtlosnetzwerk aufspannt – die Fritzbox sorgt als sogenannter Mesh-Master dafür, dass die einzelnen WLANs dann zu einem großen Drahtlosnetzwerk verwoben werden (to mesh kommt aus dem Englischen und bedeutet ineinandergreifen oder vermaschen). Moderne Mobilgeräte verbinden sich dann ohne weiteres Zutun stets mit dem besten WLAN. Ein weiterer Vorteil: Richten Sie ein Mesh-fähiges Zubehör von AVM ein, übernimmt das Gerät automatisch alle WLAN-Einstellungen von der Fritzbox. Wie das in der Praxis funktioniert, lesen Sie auf Seite 42. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie Sie Mesh an der Fritzbox verwalten.

1. Klicken Sie in der Fritzbox-Konfigurationsmaske erst auf „Heimnetz“, dann auf „Mesh“ und bringen Sie das Register „Mesh-Übersicht“ nach vorne, um einen Überblick über alle Mesh-fähigen Geräte zu erhalten, die in Ihrem Heimnetz zum Einsatz kommen.

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Mesh-Übersicht nach vorne bringen.

2. Links ist der Mesh-Master abgebildet – im Beispiel die Fritzbox 7590. Rechts daneben sind alle Mesh-fähigen Geräte, die per WLAN mit der Fritzbox verbunden sind, zusammen mit den Mobilgeräten aufgeführt. Um dieses Zubehör optisch hervorzuheben, werden sie durch das blaue Mesh-Symbol gekennzeichnet.

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Mesh-fähige Geräte werden aufgeführt.

3. Die Art der Verbindung wird durch verschiedene Linien visualisiert: Die durchgezogene Linie steht für eine LAN-, die gestrichelte signalisiert eine WLAN- und die doppelte markiert eine Powerline-Verbindung. Noch besser: Bei allen Verbindungen werden die Übertragungsgeschwindigkeiten und die verwendeten Frequenzbänder – 2,4 oder 5 GHz – angezeigt.

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Übertragungsgeschwindigkeiten und die verwendeten Frequenzbänder werden angezeigt.

4. Klicken Sie einen der blau eingefärbten Gerätenamen an, wird dessen Konfigurationsoberfläche in einem neuen Browser-Tab geöffnet. Geben Sie das Kennwort ein und bestätigen Sie mit „Anmelden“, um einen Blick auf die Einstellungen zu werfen. An die Mesh-spezifischen Geräteinformationen gelangen Sie per Klick auf „Heimnetz-Zugang“. Dass das AVM-Zubehör Teil Ihres WLAN-Meshs ist, erkennen Sie unter anderem auch daran, dass unter „WLAN-Einstellungen von der FRITZ!Box automatisch übernehmen (WLAN Mesh)“ die Option „Einstellungsübernahme aktiv“ eingeschaltet ist.

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AVM-Zubehör ist Teil des WLAN-Meshs.

5. Dass sich alle Mesh-fähigen AVM-Geräte direkt über die Fritzbox aktualisieren lassen, ist in der Praxis ungemein hilfreich. Steht etwa ein neues Fritz-OS für einen Powerline-Adapter oder einen WLAN-Repeater zur Verfügung, taucht unter der jeweiligen Gerätegrafik der Button „Update ausführen“ auf. Klicken Sie die Schaltfläche an, müssen Sie noch das Kennwort des Geräts angeben, um die Aktualisierung durchzuführen. Ein Fortschrittsbalken zeigt an, dass das Update gerade läuft.

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Update ausführen.

6. Direkt unter der grafischen Übersicht Ihres Mesh-WLANs werden alle Mesh-Komponenten in tabellarischer Ansicht angezeigt. Zunächst ist die Fritzbox als Mesh-Master aufgeführt, anschließend kommen AVM-Repeater und -Powerline-Adapter mit WLAN-Funktionen. Ebenfalls aufgelistet werden in der Tabelle die Art der Verbindung, die aktuell auf den Geräten installierten Fritz-OS-Versionen und – sofern vorhanden – ein Aktualisierungshinweis.

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Art der Verbindung, die aktuell auf den Geräten installierten Fritz-OS-Versionen wird gelistet.

7. Über das Register „Mesh-Einstellungen“ gelangen Sie zur Konfiguration der Fritzbox. Die Voreinstellung „Mesh Master“ müssen Sie nur dann ändern, wenn Sie den AVM-Router nicht als Schaltzentrale einsetzen wollen, sondern das Gerät an einer anderen Fritzbox angeschlossen haben, um es als Repeater zu verwenden.

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Mesh Master bei Bedarf ändern.

Mesh-Voraussetzungen

Um AVM-Geräte im Mesh-Modus betreiben zu können, benötigen Sie nicht nur Zubehör, das diese Technologie unterstützt, sondern auch eine Mesh-fähige Fritzbox. Einen Überblick über alle Mesh-Geräte von AVM finden Sie auf avm.de/service/mesh/faqs/welche-fritz-produkte-unterstuetzen-wlan-mesh/ . Zudem muss auf den Geräten mindestens Fritz-OS 6.90 laufen, da WLAN-Mesh erst mit dieser Firmware eingeführt wurde. Des Weiteren muss das Mesh-kompatible AVM-Zubehör entsprechend konfiguriert werden, damit der Router weiß, dass das Gerät im Mesh-Modus betrieben werden soll. Apropos Router: An der Fritzbox müssen beide WLANs (2,4 und 5 GHz) den gleichen Namen haben – mit verschiedenen SSIDs funktioniert es nicht!