Windows 10 Spring Creators Update - alle Infos & Details

Panagiotis Kolokythas, Hans-Christian Dirscherl, Peter-Uwe Lechner |
Microsoft liefert mit Redstone 4 (Spring Creators Update) das nächste große Update für Windows 10 aus. Hier die Neuerungen.
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So sieht der neue Setup-Bildschirm für die Privatsphäre-Einstellungen aus. Alternativ gibt es sieben Einzelbildschirme.

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Nach dem Creators Update im Frühjahr 2017 und dem Fall Creators Update im Herbst 2017 wird das kommende große Update für Windows 10 den Namen "Spring Creators Update" tragen. Das neue Windows-10-Update wird ab Anfang April 2018 verfügbar sein. Gerüchten zufolge startet die Verbreitung ab dem 10. April. Die I SO-Dateien für Windows 10 Spring Creators Update (Windows 10 Version 1803 Build 17133.1) sind bereits verfügbar und können für eine Neuinstallation oder eine Aktualisierung verwendet werden.

Es gibt  einen neuen Setup-Bildschirm für die Privatsphäre-Einstellungen. Die Anwender sollen damit leichter die für sie richtigen Einstellungen treffen können. Außerdem gibt es zwei neue Einstellmöglichkeiten für „Inking & Typing“ und „Find my device“, wie es im englischen Original .

Windows 10 Timeline

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Windows 10 Timeline

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Die neue Zeitleisten-Funktion für Windows 10 wird direkt in Task View (also der Taskansicht, Windows-Taste + Tab) integriert und soll es den Nutzern ermöglichen, jederzeit zu einem beliebigen Punkt in der Vergangenheit zurückspringen, um dann dort auf den seinerzeit gültigen Zustand von Dateien, Anwendungen oder Websites zuzugreifen. Mit der Funktion lässt sich auch exakt nachverfolgen, welche sogenannten "Aktivitäten" am PC an einem bestimmten Tag zu einem bestimmten Zeitpunkt getätigt wurden. Das umfasst etwa Änderungen in Word-Dokumenten oder besuchte Websites. Aktivitäten können Webseiten, Dokumente, Artikel, Playlists oder Aufgaben enthalten. Über eine Suchfunktion kann gezielt nach Aktivitäten gesucht werden. So kann der Anwender nicht nur herausfinden, wann er eine bestimmte Website mit Informationen geöffnet hat, sondern auch, was er dann mit diesen Informationen in anderen Applikationen gemacht hat.

Microsoft bietet Entwicklern die Möglichkeit an, ihre Anwendungen für die Berücksichtigung bei den "Aktivitäten" anzupassen. Alle dafür benötigten Informationen finden sich auf dieser Seite. Ebenfalls für Entwickler spannend: Windows 10 bietet jetzt auf der Kommandozeile/Eingabeaufforderung/CMD die Unix-Tools tar und curl.

Mit der Einführung der Aktivitäten wird auch ein neuer Eintrag in den Einstellungen für die Aktivitäten-Historie hinzugefügt. Hier können Anwender einsehen, mit welchem Windows-Konto die lokal gespeicherten Aktivitäten verbunden werden und bei Bedarf die Historie gelöscht werden. Cortana erhält übrigens ebenfalls ein Aktivitäten-Update und schlägt Nutzern beispielsweise am PC die Fortführung einer Tätigkeit vor, die zuletzt an einem anderen Gerät mit Cortana-Unterstützung durchgeführt wurde.

Neuer Ultimate-Performance-Modus… nur für Windows 10 Pro for Workstations

Im August 2017 hatte Microsoft die Windows-10-Variante Windows 10 Pro for Workstations offiziell vorgestellt. Windows 10 Pro for Workstations richtet sich an Rechner mit besonders leistungsfähiger Hardware und Workstations. Letztendlich auch für Systeme, bei denen es auf hohe Performance ankommt. In Windows 10 wird unter “Energieoptionen” (erreichbar nach Eingabe von Powercfg.cpl) der neue Energiesparplan “Ultimate Performance” eingeführt, der nur unter Windows 10 Pro for Workstations verfügbar ist. In diesem Modus werden alle Einstellungen so gewählt, dass das System eine möglichst hohe Performance bieten kann.

Neue Emoji-Designs - mehr Kontrolle über Zugriffsrechte von UWP-Apps

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Aktualisierte Emojis

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Diversen Emojis spendiert Microsoft ein neues Design. Außerdem ist die textbasierte Emoji-Suche in vielen Sprachen verfügbar.  Darunter in deutscher Sprache.  Außerdem erhalten Nutzer mehr Kontrolle darüber, worauf UWP-Apps aus dem Microsoft Store Zugriff haben.

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Das Windows App Preview Program startet

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Über das Windows App Preview Program können Tester vorab neue Testversionen von Windows-Apps ausprobieren, bevor diese an alle Nutzer ausgeliefert werden. Solche Previews soll es unter anderem für die Apps Feedback Hub, Microsoft Photos, Microsoft Sticky Notes, Paint 3D und diverse weitere Apps geben.

Verbesserungen für die Game Bar

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Die verbesserte Game Bar

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Die Game Bar (Windows-Taste + G)  erhält ein neue Oberfläche, durch die die verschiedenen Auswahlmöglichkeiten nun noch schneller erkenn- und aktivierbar sind. Außerdem steht ein dunkles oder helles Theme für die Game Bar zur Auswahl. Auch die Uhrzeit wird nun in der Game Bar angezeigt.

Verbesserungen in Edge

In der aktuellen Version unterstützt Edge nun auch neue Webstandards für mehr Interaktion: So können Webseiten Push-Benachrichtigungen an das Info-Center von Windows 10 senden und Daten im Hintergrund aktualisieren, selbst wenn der Browser geschlossen ist. Passend dazu nutzen Sie Edge auch auf iPhone und iPad sowie auf Android-Geräten. Dank der Hintergrundaktualisierung können Sie etwa vom Windows-Computer zum iPad wechseln und ohne Unterbrechung wie gewohnt weitersurfen.

Ferner bietet der Microsoft-Browser einen praktischen Schalter, um das automatische Abspielen von Videos auf Webseiten zu unterbinden. Und ähnlich wie Google Chrome und Firefox kann Edge in Formularen nun auch Adressfelder automatisch ausfüllen. Einmal gespeicherte Adressen werden auch für anderen Windows-10-Geräte übernommen.

Beim Browser Edge verbessern die Entwickler den Vollbildmodus (F11). Wird dieser aktiviert, ist nur noch die aktuell im Browser geöffnete Website im Vollbildschirm zu sehen. Neu ist: Bewegt man die Maus in den oberen Bildschirmbereich, dann werden die Adresszeile und Favoriten angezeigt. Man muss also nicht mehr den Vollbildmodus verlassen, wenn man die Website wechseln möchte.

Die Drucken-Funktion von Edge entfernt beim Ausdrucken alle Werbeelemente und andere störenden Inhalte. Es wird nur noch der "echte" Inhalte der Website ausgedruckt.

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Windows 10 Build 17074: Epub-Reader verbessert

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Im Browser Edge wird die Oberfläche aufgepeppt und kann nun in den Hubs mehr Inhalte als bisher darstellen. Verbessert wird die Autoausfüllen-Funktion und die Funktion zum Lesen von elektronischen Büchern und Dokumenten im Epub- oder PDF-Format. Die Änderungen gelten auch für den Lesemodus von Edge. Beim Lesen von Büchern gibt es nun ein neues Pop-Up-Menü für Notizen und Lesezeichen. Mit Strg + G kann schnell zur gewünschten Seite gesprungen werden. Ganz neu hinzu kommt nun eine Vollbildschirm-Ansicht für den Lesemodus.

Dem Privat-Modus von Edge spendiert Microsoft die Möglichkeit, Passwörter auf Websites automatisch auszufüllen oder Browser-Erweiterungen zu verwenden. Es gilt aber auch weiterhin: Neu eingegebene Passwörter und andere Nutzerdaten werden in diesem Browser-Modus nicht gespeichert.

Im Browser Edge wurde auch das Oberflächen-Design aktualisiert und das dunkle Theme wirkt schicker. Vereinfacht wurde auch das Anlegen von Lesezeichen für Epub- und PDF-Bücher bzw. -Dokumente.

Grafik-Verbesserungen: HDR und Multi-GPU-Systeme

Mit dem HEIF-Format (High Efficiency Image File) und der neuen Foto-App zieht Microsoft mit Apple gleich – das Grafikformat wird bereits von iOS 11 und Mac-OS High Sierra unterstützt. Auch Google hat angekündigt, das Format in der kommenden Version Android P nativ zu unterstützen. Das von der Moving Picture Experts Group (MPEG) entwickelte Containerformat mit den Dateiendungen HEIC und GEIF soll das betagte JPEG-Format als Quasi-Standard ablösen und bei Einzelbildern dank besserer Kompression bei gleichwertiger Bildqualität 50 bis 60 Prozent weniger Speicherplatz beanspruchen. Dank moderner Codecs wie HEVC (High Efficiency Video Coding, H.265) unterstützt HEIF auch die Codierung von Bildsequenzen und -sammlungen, Live-Bildern und HDR für mehr Kontrast. Außerdem gibt es mit HEIF neue Fotoeffekte, beispielsweise eine Langzeitbelichtung. Erstmals verfügbar war die neue Funktion Mitte März im Insider-Build 17123; allerdings waren dabei für die Codecs „HEIF and HEVC Media Extensions“ 99 Cent zu zahlen. Damit gerät die an sich gute Idee schnell wieder ins Abseits.

Mit dem Spring Creators Update hat Microsoft auch die bereits vorhandene HDR-Unterstützung weiter ausgebaut. Vorausgesetzt, Sie besitzen einen HDR-fähigen Monitor, können Sie Bilder mit hohem Dynamikumfang gezielt anpassen. Über „Einstellungen –› Apps –› Videowiedergabe –› HDR Video streamen“ schalten Sie die automatische Kalibrierung für das Abspielen von HDR-Videos ein. Anschließend können Sie gezielt Anpassungen über die richtige Balance zwischen hellen und dunklen Bildbereichen vornehmen.

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Neue Multi-GPU-Einstellungen in Windows 10

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In Gaming- und High-End-PCs sind oft Multi-GPU -Systeme verbaut, hier werden zwei oder mehr Grafikchips zur Leistungssteigerung zusammengeschaltet. Die entsprechende Technik von AMD nennt sich Crossfire, bei Nvidia heißt sie SLI (Scalable Link Interface). Im Windows-Build 1803 gibt es in den „Grafikeinstellungen“ unter „System –› Anzeigen“ das neue Untermenü für Multi- GPU-Systeme. So lässt sich auswählen, welcher Grafikprozessor beim Start einer App genutzt werden soll. Interessant sind die neuen Multi-GPU-Einstellungen vor allem auf Notebooks. Bei den „Standardeinstellung des Systems“ übernimmt Windows die Entscheidung selbst, darüber hinaus stehen noch „Energiesparmodus“ und „Hohe Leistung“ zur Auswahl. Im Energiesparmodus nutzt die App den Grafikprozessor, der möglichst wenig Energie verbraucht.

Diagnose-Daten löschbar

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Windows 10: Diagnosedaten sind nun löschbar

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Mit Windows 10 Redstone 4 (Frühjahrs-Update 2018) wird die Möglichkeit eingeführt, die in Windows 10 gesammelten Diagnosedaten des lokalen Geräts mit nur einem Klick zu löschen. Der entsprechende Button findet sich unter "Einstellungen -> Datenschutz -> Feedback und Diagnose".

Die weiteren Neuerungen und Verbesserungen

  • Mit Windows 10 Herbst-Update 2017 hatte Microsoft Eye Control in Windows 10 eingeführt, welches die Steuerung des Rechners per Augenbewegungen erlaubt.  Eye Control verbessert. Hinzu kommen neue Funktionen, die beispielsweise das Scrollen in Mails oder Websites per Auge erleichtern.

  • Der Eintrag Windows Defender in den Sicherheitseinstellungen von Windows 10 wird durch den Eintrag "Windows Security" ersetzt. Das Design der Seite wurde außerdem komplett überarbeitet.

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Windows 10: Vereinfachtes Pairing von Bluetooth-Geräten

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  • Windows 10 bietet die Möglichkeit, ein Pairing von Bluetooth-Geräten mit nur einem Klick durchzuführen. Sobald ein Bluetooth-Gerät sich innerhalb der Reichweite eines Windows-10-Geräts befindet und verbunden werden kann, erscheint eine Benachrichtigung und hier muss nur noch auf "Connect" geklickt werden. Das Bluetooth-Gerät selbst muss aber diese vereinfachte Pairing-Möglichkeit anbieten. Zu den ersten Mäusen, die diese Fähigkeit besitzen, gehört Microsofts Surface Precision Mouse. Weitere Geräte sollen folgen. Hardware-Hersteller finden hier die Dokumentation für die Neuerung.  

Windows 10 mit neuem Datenschutz-Tool

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Der neue Windows Diagnostic Data Viewer

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Nur auf den ersten Blick neu ist der Menüeintrag „Diagnose und Feedback“ in der Einstellungen-App im Bereich „Datenschutz“, bisher hieß er „Feedback und Diagnose“. Dafür fallen die Erklärungen nun umfangreicher aus. Tatsächlich neu ist die Option „Diagnosedatenanzeige“: Mit dem Windows Diagnosedaten-Viewer („Diagnostic Data Viewer“ - hier unser ausführlicher Bericht ) wollen die Windows-Entwickler die vom System gesammelten Telemetriedaten und ihre Verwendung transparent machen und den Nutzern eine bessere Kontrolle über diese Daten ermöglichen. Die Funktion lässt sich in der Einstellungen-App unter „Datenschutz –› Diagnose und Feedback“ unter „Diagnosedatenanzeige“ aktivieren. Tippen Sie auf „Diagnosedaten- Viewer“, um die entsprechende App aus dem Microsoft Store zu laden.

Der Diagnosedaten-Viewer erlaubt einen Einblick in die Diagnosedaten von Windows-Geräten und bietet dazu die Option, in diesen Daten zu suchen und damit zu arbeiten. Die im Menü des Viewers dargestellten Diagnosedaten umfassen allgemeine Daten wie die Version des Betriebssystems, die Geräte-ID, die Geräteklasse oder die Auswahl der Diagnosestufe. Dazu kommen Konfiguration und Eigenschaften für Peripheriegeräte und Netzwerkverbindungen, Produkt- und Servicedaten zu Gerätestatus, Leistung und Zuverlässigkeit sowie zu den geöffneten Audio- und Videodateien. So können Sie nachvollziehen, wann Windows welche Daten erhoben und an Microsoft gesendet hat. Die Darstellung lässt sich zwischen Basisdaten und erweiterte Daten umstellen. Ebenso legen Sie in den Einstellungen zur Übermittlung fest, ob weniger oder die vollständigen Daten übermittelt werden sollen. Komplett abschalten lässt sich die Erfassung und Übermittlung der Daten jedoch auch weiterhin nicht.

Noch mehr Datenschutz in Windows 10

Microsoft hat schon 2017 ordentlich an den Datenschutzeinstellungen gearbeitet, doch auch das neueste Update wartet mit wichtigen Änderungen auf. In den „Einstellungen“ unter „Update und Sicherheit“ existiert nun der Menüeintrag „Mein Gerät suchen“. Ist die Option aktiviert, können Sie über die Webseite http://account.microsoft.com/devices nach dem Anmelden mit Ihren Microsoft-Kontodaten die registrierten Geräte einsehen und in einer Karte anzeigen. Neu ist, dass Sie im Windows 10 Spring Creators Update in den Datenschutzeinstellungen die Option „Mein Gerät suchen“ direkt ausschalten können.

Neu sind zudem die Einstellungen für den Zugriff auf Dokumente, Bilder und Videos. Sind mehrere Benutzerkonten auf einem Windows-10-PC vorhanden, legen alle Nutzer die Zugriffsrechte individuell fest. Der Administrator aber kann den Zugriff auf die einzelnen Datenschutzeinstellungen für Anwender mit eingeschränkten Rechten sperren. Alternativ zur Komplettsperre lässt sich der Zugriff gezielt für einzelne Programme regeln.

Neue Schriftarten künftig per Microsoft Store

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Neue Schriftarten-Einstellungen

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Windows 10 erhält ein verändertes Einstellungen-Menü für Schriftarten und neue Schriftarten können über den Microsoft Store heruntergeladen werden. In den Schriftarten-Einstellungen werden die bereits installierten Schriftarten aufgelistet und neue Schriftarten angepriesen. Das Control Panel kann außerdem nun auch neue Schriftarten-Eigenschaften anzeigen, wie etwa Schriftfarben und variable Fonts. Zu solchen variable Fonts gehört übrigens auch die mit dem Windows 10 Fall Creators Update im Herbst 2017 in Windows eingeführte Bahnschrift.

Verbesserte Schlummerfunktion

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Windows 10 Build 17074: Neuer Quiet-Modus

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Die mit der Vorversion eingeführte "Schlummerfunktion" für Windows 10 erhält einen neuen Namen. Bei der ersten Vorstellung hieß sie in der englischsprachigen Windows-10-Version "Quiet Hours" und fortan "Focus Assist". Über die Funktion kann der Nutzer Zeiten einstellen, in denen er von Windows 10 mit keinerlei Benachrichtigungen oder ähnlichen Störungen belästigt werden darf und sich so besser auf seine aktuelle Arbeit fokussieren kann. Für Gamer, die ungestört bleiben wollen, ist diese Funktion allerdings auch ganz praktisch.

Vereinacht wird die Einrichtung von Windows Hello zur Absicherung des Rechners. Hinzu kommen diverse kleinere und größere Bugfixes. Die vollständigen Veröffentlichungsnotizen finden Sie auf dieser Seite.

Sprachpakete per Windows Store erhältlich

Sprachpakete für Windows 10 können über den Microsoft Store  bezogen werden.

Windows 10 Sets dürfen getestet werden

Einigen Windows Insidern bietet Microsoft auch die Möglichkeit an, die neue Oberfläche Windows 10 Sets auszuprobieren. Das neue Konzept für die Windows Oberfläche war erst kürzlich vorgestellt worden. Mit Sets erhalten Fenster von Anwendungen in Windows 10 nun Tabs. Alle zu einem Projekt oder zu einer aktuellen Tätigkeit gehörenden Anwendungen, Informationen, Websites etc. werden in einem Fenster und den dazugehörigen Tabs angezeigt.

Noch ist der finale Name für die neue Funktion nicht festgelegt worden und "Sets" ist nur ein Arbeitstitel. Außerdem wird die neue Funktion wahrscheinlich nicht mit Redstone 4, also dem Frühlings-Update 2018, an alle Windows-10-Nutzer ausgeliefert. In einem ersten Schritt möchten die Entwickler in Form einer Studie das Feedback der Windows Insider sammeln, um die Funktion zu verbessern. Das ist auch der Grund, warum Windows 10 Sets noch nicht an alle Windows Insider ausgeliefert wird, sondern nur an einen Teil aller Tester.

Viele, viele weitere Neuerungen und Verbesserungen

Die Oberfläche des Cortana-Notizbuchs wird generalüberholt und bietet jetzt neben einer neuen Optik auch einen schnelleren Weg zu den verschiedenen Funktionen. Vorerst nur in der englischsprachigen Windows-10-Version kann Cortana nun auch die Musikwiedergabe steuern. Der Sprachbefehl "Play Chgristmas music on Spotify" lässt Weihnachtsmusik erklingen.

Mit dem bereits Anfang letzten Jahres eingeführten Fluent Design System (Codename „Project Neon“) setzt Microsoft immer mehr auf eine neue Designsprache mit frischen optischen Elementen wie Transparenz- und Animationseffekten. Das wirkt deutlich freundlicher und moderner. So soll der Beleuchtungseffekt Reveal die Aufmerksamkeit des Nutzers auf aktive Elemente lenken, etwa wenn Sie die Maus über eine Schaltfläche führen.

Im Startmenü hebt Reveal Einträge beim Darüberfahren mit der Maus („Mouse Over“) farblich hervor. Im Explorer lässt sich nun einfacher der Status der Onedrive-Ordner überwachen. In der Kontakte-Übersicht (unten rechts neben der Taskleiste) können die Einträge nun per Drag & Drop umsortiert werden. Hinzu kommt die Möglichkeit festzulegen, wie viele Kontakte dort angezeigt werden sollen. Da Windows 10 mit den Fluent-Design-Effekten etwas mehr Strom verbraucht, werden diese bei Akkubetrieb automatisch deaktiviert.

Autostarts verwalten: Viele Programme tragen sich ungefragt in den Autostart von Windows ein. Im Spring Creators Update gibt es nun in den „Einstellungen“ unter „Apps“ die neue Funktion „Autostart“, wo Sie den Autostart jedes Programms einzeln deaktivieren und aktivieren können.

Neue Teilen-Funktion: Dateien und Webseiten-URLs lassen sich via „In der Nähe freigeben“ über eine drahtlose Verbindung beziehungsweise per Bluetooth an PCs in Reichweite schicken. Nach Aktivierung unter „Einstellungen –› System –› Gemeinsame Nutzung“ und Aktivieren des Schalters „Ein“ klicken Sie auf das „Teilen“-Symbol. Sobald der Empfänger die Anfrage akzeptiert, wird eine zuvor ausgewählte Datei übertragen. Eine Internetverbindung ist für den Austausch nicht erforderlich.

Snipping Tool Update

Das sehr beliebte Screenshot-Tool Snipping Tool erhält ein 3D-Update. Über einen neuen Button lassen sich die Aufnahmen direkt in Paint 3D öffnen und bearbeiten. Die Optik des Einstellungen-Menüs wurde auf "Fluent" getrimmt und neu gestaltet. Für Nutzer, die ihren PC nur lokal mit einem Passwort schützen, gibt es nun die Möglichkeit, die Sicherheitsfrage zu ändern. Diese erscheint immer dann, wenn der Nutzer sein Passwort vergessen hat und trotzdem das System freischalten möchte.

Bei den Bildschirm-Infos verschwindet die seit Windows 7 eingeführte mysteriöse "59 Hz"-Anzeige bei der Angabe der Wiederholungsrate. Sie erschien bisher trotz der Nutzung eines 60-Hz-Monitors. Das liegt daran, dass viele Monitore nur 59,94 Hz an Windows melden und nicht die korrekten 60 Hz.

Edge-Verbesserungen und weitere Neuerungen

Die Windows Insider dürfen sich seit dem, 22. November auf einen neuen Redstone-4-Build von Windows 10 stürzen. Dieser trägt die Build-Nummer 17046 und bringt vor allem kleinere, aber dennoch feine Verbesserungen. So wird etwa dem Browser Edge die Möglichkeit gegeben, automatisch Formularfelder mit den vom Nutzer zuvor festgelegten Informationen auszufüllen. Praktisch: Dabei werden alle gespeicherten Informationen über alle Windows-10-Geräte hinweg synchronisiert. Der Lese-Ansicht in Edge wird außerdem die Möglichkeit hinzugefügt, den Zeilenabstand zu verändern, ähnlich wie man es von Ebook-Leseapplikationen her kennt.

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Die Einstellungen in UWP-Apps sind nun schneller erreichbar

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Bei UWP-Apps machen es die Entwickler den Nutzern einfacher, an die erweiterten Einstellungen der betreffenden App zu gelangen. Bisher war dafür ein kleiner Klick- und Tipp-Marathon notwendig: Windows-10-Einstellungen aufrufen, in den Apps-Bereich wechseln, Apps & Features auswählen, die betreffende App suchen und finden und dann schließlich auf "Erweiterte Optionen" klicken. Ab Build 17046 reicht nun ein Rechtsklick auf die App-Kachel und unter "Mehr" taucht der Eintrag "Einstellungen" auf. Vorausgesetzt natürlich, die App bietet erweiterte Einstellungen.

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Der neue Emoji Panel in Windows 10

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Der virtuellen Tastatur in Windows 10 spendieren die Entwickler auch eine Verbesserung. Bei Eingabe von Begriffen wie "Einhorn" oder "Herz" werden als Vervollständigungsvorschläge auch passende Emojis eingeblendet. Das erleichtert das Versenden der Emojis und erspart den Umweg über die Emoji-Ansicht. Wer viele Emojis am Stück in einer Nachricht eingeben will, kann den neuen Emoji-Panel aufrufen und dort die gewünschten Symbole nacheinander anklicken.

Dem Blog-Eintrag zu Build 17046 der Entwickler zufolge, werden auch diverse Bugs und andere Unanehmlichkeiten behoben.

Cortana 2.0 wird in Windows 10 Redstone 4 getestet

Microsoft hat auch bereits damit begonnen, die neue Cortana-Oberfläche zu testen, die mit Windows 10 Redstone 4 im Frühjahr 2018 an die Nutzer ausgeliefert werden soll. Die neue Oberfläche soll den Umgang mit Cortana und die von der Sprachassistentin gelieferten Informationen vereinfachen. Über den hier beschriebenen Registry-Trick kann die neue Oberfläche bereits in den aktuellen Redstone-4-Builds aktiviert werden. Das folgende Video des italienischen Blogs Aggiornamenti Lumia zeigt, wie die neue Cortana-Oberfläche aussehen wird.

Build 17035 bringt Near Share Feature

Microsoft hat für das im Frühjahr 2018 erscheinende Redstone-4-Update für Windows 10 am 9. November 2017 eine neue Testversion für Fast-Ring-Tester veröffentlicht. Sie trägt die Build-Nummer 17035. Wichtigste Neuerung ist die „Near Share“-Funktion zum Tauschen und Weitergeben von Dateien, Fotos und URLs zwischen Windows-10-Rechnern, die nahe beieinander stehen. Dabei werden die Dateien über Bluetooth zwischen den Rechnern übertragen.

Um die Near-Share-Funktion ausprobieren zu können, muss auf beiden beteiligten Rechnern Windows 10 Redstone 4 Build 17035 installiert sein. Außerdem müssen die Benutzer Near Share im Action Center oder unter „Einstellungen“ aktiviert haben. Near Share funktioniert zudem nur mit Windows-10-Apps, die das Tauschen von Dateien unterstützen, also zum Beispiel Fotos, Edge oder der Explorer. Und natürlich muss Bluetooth auf allen beteiligten Rechnern vorhanden sein.

Tester aus den USA, Großbritannien und Australien können zudem mit der Build 17035 im Microsoft-Online-Store auch nach Surface-Hardware shoppen gehen. Weitere Verbesserungen betreffen die Tab-Verwaltung in Edge und das Abspeichern von Epub-E-Books. Unter anderem gibt es Änderungen bei den Einstellmöglichkeiten für die Begrenzung der Download-Bandbreiten und für die Soundeinstellungen. Alle Neuerungen stellt Microsoft in einem Blogeintrag vor.

Update Ende

Microsoft liefert an einige Teilnehmer des Fast-Ring-Insider-Programms den neuen Testbuild 17025 für Windows 10 aus. Dabei handelt es sich um eine neue Testversion von Redstone 4 (RS4) - dem nächst großen Windows-Update, das im Frühjahr 2018 erscheinen wird. Seit dem 17. Oktober 2017 wird Redstone 3 mit Fall Creators Update für Windows 10 an alle Windows-10-Nutzer ausgeliefert.

Die erste RS4-Build 16353 war da noch aufgrund solcher fehlenden Neuerungen eher langweilig und galt als Vorbereitung für die kommenden Builds. Ab den 17xxx-Versionen geht´s nun richtig los. Die Build-Nummer signalisiert, dass die Arbeiten an den Neuerungen begonnen hat, wie auch Dona Sarkar, Leiterin des Windows-Insider-Programms, in diesem Blog-Eintrag betonte.

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Die neuen "Erleichterte Bedienung"-Einstellungen

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Allerdings bringt auch Windows 10 Insider Preview Build 17025 kaum Neuerungen, wie auch der Mitteilung der Entwickler zu entnehmen ist. Überarbeitet wurden die "Erleichterte Bedienung"-Einstellungen. Die dort befindlichen Einstellungen werden übersichtlicher angezeigt und es gibt nun die Rubriken: Vision, Hearing, Interacting, wodurch sich die jeweiligen Werkzeuge schneller finden lassen. Zusätzlich gibt es zu den jeweiligen Einstellungen auch längere Erklärungen, was sich die Windows-10-Nutzer häufig gewünscht hatten.

Unter "Einstellungen, Apps, Apps & Features" gibt es bei UWP-Apps (Apps aus dem Windows Store) nun ausführlichere Infos, wenn diese beim Start von Windows 10 mitgestartet werden. Dazu gehören auch Informationen darüber, welche Tasks die entsprechende App verwendte. Chinesische Nutzer dürfen sich über den überarbeiteten Yahei-Font freuen, den Windows 10 für die Darstellung aller Texte in der Oberfläche verwendet.

Hinzu kommen viele Detailsverbesserungen und Bugfixes. Das Fluent Design (mehr dazu weiter unten) kommt nun bei weiteren Standard-Apps von Windows 10 zum Einsatz, wie beispielsweise bei der Kalenderansicht. Die neue Vorabversion enthält aber auch diverse, bekannte Fehler. Wer beispielsweise Probleme mit den Apps Mail oder Cortana hat, sollte einen Blick in diesen Feedback-Hub-Eintrag werfen.

Beim Einblenden der Game Bar (Windows-Taste + G) kann es zu Problemen mit dem Mauszeiger kommen, der dann nicht mehr reagiert. Hier empfehlen die Entwickler bis zur Behebung des Bugs einfach wieder die Game Bar zu schließen, wodurch sich der Mauszeiger wieder von seiner Lethargie erholt.

Blick auf Windows 10 Insider Preview Build 17004 (29.9.2017)

Windows 10 Insider Preview Build 17004 erschient Ende September 2017 und trug den Zusatz "Skip Ahead". Der Grund: Nicht alle Fast-Ring-Insider bekamen  diesen Testbuild, sondern nur ein ausgewählter Kreis.

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Windows 10 Startmenü in RS4-Build 17004 mit Fluent Design

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Die Oberfläche von Windows 10 erhielt weitere Elemente der neuen Design-Sprache Fluent Design. Diese findet sich bereits in Windows 10 Fall Creators Update, aber noch nicht über die gesamte Oberfläche hinweg. Mit Microsoft Fluent Design System (früher: Projekt Neon) spendiert Microsoft der Windows-10-Oberfläche eine neue Designsprache, die auch stärker berücksichtigen soll, dass Windows 10 auf den unterschiedlichsten Gerätetypen im Einsatz ist. Mehr Infos hierzu finden Sie in diesem Artikel. In einem weiteren Schritt wurde das Startmenü optisch mit Fluent Design aufgepeppt. Konkret mit "Reveal Highlight", durch das der Nutzer ein besseres, optisches Feedback erhält, wenn der Mauszeiger über Elemente des Startmenüs fährt. Über die RS4-Entwicklungszeit werden dann weitere Teile der Windows-10-Oberfläche mit "Fluent Design" aufgepeppt.

Außerdem wurden mit Build 17004 diverse Elemente im Browser Microsoft Edge verbessert und Fehler behoben. Darunter auch ein Bug, durch den PDFs in Edge nicht korrekt in der Vorschau angezeigt wurden. Ein weiterer Bugfix sorgte  dafür, dass das Sucheingabefeld immer den Fokus erhält, nachdem der Nutzer es mit Strg+F aufruft.

Windows 10 Redstone 4: Erscheinungstermin

Derzeit rechnen wir damit, dass Microsoft Redstone 4 um den März 2018 veröffentlichen wird. Zuvor erscheint - wie bereits erwähnt -  im Oktober 2017 noch Redstone 3, das Herbst-Update von Windows 10. Alle Informationen zum Windows 10 Fall Creators Update alias Redstone 3 finden Sie hier.  Welchen Namen das Frühjahr-2018-Update von Windows 10 offiziell tragen wird, hat Microsoft noch nicht verraten. Ebenso sind noch keine Informationen zu den neuen Funktionen durchgesickert, die das Frühjahr-2018-Update Windows 10 hinzufügen wird.