Test: Trekstor Primebook U13B

Thomas Rau |
Das Trekstor Primebook U13B macht mit einem überraschend niedrigen Preis auf sich aufmerksam. Der Test zeigt aber, dass das Touchscreen-Notebook nicht für jeden eine gute Wahl ist.
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Günstiges Touchscreen-Notebook im Test: Primebook U13B

Trekstor

Günstig, aber trotzdem elegant: Trekstor packt das Primebook U13B in ein silber-metalliges Gehäuse mit Aluminium-Deckel. Dadurch wirkt das Clamshell-Notebook mit Touchscreen auf den ersten deutlich wertiger als man es bei einem Preis von 400 Euro erwarten würde.

TEST-FAZIT: Trekstor Primebook U13B

Beim Primebook U13B passt das Preis-Leistungs-Verhältnis - aber nur, wenn Sie bereit sind über seine Nachteile wie die schlechte Tastatur und den kleinen Speicher hinwegzusehen.

Pro

+ Full-HD-Display

+ Touchscreen

+ freier M.2-Steckplatz zum Aufrüsten

Contra

- Tastatur und Touchpad mäßig

- nur 64 GB Flash-Speicher

Ein weiteres Plus: Das Notebook besitzt auf der Unterseite einen freien Schacht zum Einbau einer M.2-SSD. Auf diese Weise können Sie nicht nur den eingebauten 64 GB kleinen Speicher erweitern, sondern auch das Arbeitstempo beschleunigen. Denn im Primebook sitzt ein eMMC-Speicher, dessen sequentielle Datenrate kaum schneller als die einer Magnet-Festplatte ist und bei verteilten Zugriffen deutlich langsamer als eine SSD.

Ab Werk mit Windows 10 im S-Modus

Zum guten Ersteindruck trägt der schmale seitliche schwarze Rahmen ums Full-HD-Panel bei. Der Bildschirm lässt sich nicht besonders weit öffnen, der Einblickwinkel sollte aber selbst große Notebook-Nutzer zufriedenstellen. Der Touchscreen macht wenig Spaß: Der Bildschirm wippt deutlich nach, wenn Sie ihn mit dem Finger berühren. Außerdem fühlt sich die Touch-Oberfläche nicht angenehm glatt, sondern kratzig an, was Sie deutlich bemerken, wenn Sie ein Programmfenster per Finger verschieben.

Ab Werk ist auf dem Primebook Windows 10 Home im S-Modus installiert: Deshalb kann das Notebook nur mit Apps aus dem Microsoft-Store umgehen, weshalb Sie zum Beispiel keinen anderen Browser als Edge und keinen Virenschutz außer dem Windows-eigenen Defender Security Center verwenden können. In den Einstellungen lässt sich aus dem eingeschränkten Betriebssystem gratis ein vollwertiges Windows 10 Home machen - allerdings können Sie danach den S-Modus nicht mehr aktivieren.Außerdem spendiert Trekstor Käufern des Primebook eine Jahreslizenz für Office 365 Personal.

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Das Primebook sitzt in einem eleganten Gehäuse mit Alu-Deckel

© Trekstor

Die sparsame CPU braucht keinen Lüfter

Das Primebook arbeitet mit dem Pentium Silver N5000. Die sparsame 4-Kern-CPU lässt sich passiv kühlen, weshalb kein Lüftergeräusch stört. Seine Rechenleistung ist allerdings bescheiden: Zwar schneidet das Primebook in den Tempo-Tests rund doppelt so gut ab wie sehr günstige Geräte mit einer Atom-CPU. Doch andererseits ist das Trekstor-Notebook auch nur halb so schnell wie aktuelle Laptops mit einem Core i5. Das stört am wenigstens bei Alltags-Aufgaben wie Web-Surfen, bei Foto- und Videobearbeitung oder bei umfangreichen Texten und Tabellen lahmt der Pentium aber merklich. Für die Preisklasse geht das Tempo aber in Ordnung.

Gleiches gilt - abgesehen vom kleinen Flash-Speicher - auch für die Ausstattung, die unter anderem zwei USB-3.0-Buchsen in Standardgröße sowie einen Typ-C-Anschluss bietet, der den Datenaustausch mit USB-3.0-Tempo und die Ausgabe von Videosignalen an einen externen Monitor erlaubt. Dafür hat das Primebook außerdem noch einen HDMI-Ausgang in der Mini-Variante an Bord.

Die Akkulaufzeit des rund 1,2 Kilogramm leichten Primebook fällt noch ordentlich aus mit knapp fünf Stunden beim WLAN-Surfen und fast 10,5 Stunden beim Office-Test mit Mobile Mark. Mehr wäre mit der sparsamen CPU möglich, aber Trekstor baut nur einen recht kleinen 38-Wattstunden-Akku ein.

Lobenswert für die Preisklasse ist die Bildqualität des Full-HD-Displays. Die Helligkeit liegt bei knapp 300 cd/qm, was aufgrund der spiegelnden Oberfläche nicht in allen Lichtverhältnissen reicht, um Reflexionen zu überstrahlen. Aber Farben stellt das Primebook durchaus angenehm kräftig, wenngleich leicht rotbetont dar. Nicht optimal für Fotoansicht und Bildbearbeitung ist allerdings, dass die Helligkeit vom oberen zum unteren Bildschirmbereich deutlich abfällt.

Abraten müssen wir allerdings vom Primebook, wenn Sie damit vor allem längere Texte für Beruf, Studium oder Schule verfassen wollen. Denn die Tastatur nervt mit einem lauten Tippgeräusch und gibt spürbar nach. Noch schlimmer ist das instabil eingebaute Touchpad, das jeden Mausklick mit einem lauten Klacken quittiert.