TV-Test: Aktuelle UHD-Fernseher im Vergleich

Bernd Weeser-Krell |
Für ein ungetrübtes TV-Vergnügen zu Hause kann ein Fernseher nicht groß und die Bildqualität nicht hoch genug sein. Was liegt da näher, als sein betagtes TV-Gerät endlich gegen einen neuen und modernen Fernseher auszuwechseln. Wir haben die besten Modelle für Sie im Test.
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Vergleichstest: Moderne UHD-Fernseher zeigen eine sehr gute Bildqualität

LG

Sie wollen endlich ihr betagtes TV-Modell aussortieren und sich einen neuen leistungsfähigen Fernseher zulegen? Dann sind Sie hier genau richtig. Wir haben uns drei Fernseher der aktuellen 2018er-Generation ins Test-Center geholt, einmal den Panasonic TX-65FXW784 und zum anderen die beiden TVs Samsung QE55Q8CN sowie der noch etwas raumgreifendere Samsung QE65Q7F N beide mit QLED-Panel. Die getesteten Modelle decken eine Bilddiagonale zwischen 55 und 77 Zoll ab und bieten allesamt die moderne UHD-Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln. Einen schnellen Überblick über alle TVs inklusive Test-Fazit und Link zum günstigesten Preis bietet Ihnen die folgende Bildergalerie:

UHD-Fernseher wie der Philips 65OLED873 und der LG OLED77C8 sind durch die neueste Display-Technik OLED zukunftssicher und garantieren auch noch in ein paar Jahren uneingeschränktes Fernsehvergnügen. Zwar gibt es noch kein reguläres flächendeckendes UHD-Fernsehen, aber vor allem Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon Instant Video setzen jetzt schon auf UHD und bieten immer mehr Filme in der hochaufgelösten Qualität an. Und auch die herkömmlichen Programmanbieter beginnen über ihre Mediatheken einzelne Sendungen in nativer UHD-Qualität anzubieten. Der Pay-TV-Sender Sky zeigt einzelne Fußballspiele ebenfalls in der hohen Qualität.

OLED-Technik: mehr Kontrast und bessere Farben, aber sehr teuer

Die OLED-Technik (für organische Leuchtdiode) hat gegenüber dem herkömmlichen LC-Display zwar viele Vorteile. Da die Technik ohne Hintergrundbeleuchtung auskommt - ein OLED-Bildschirm leuchtet selbst - liefern OLED-Fernseher einen deutlich besseren Kontrast. Nicht angesteuerte Pixel bleiben absolut schwarz, während bei LCD-TVs die LED-Hintergrundbeleuchtung immer etwas Licht emittiert und Schwarz eher als Anthrazit erscheint.

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Zudem verspricht die OLED-Technik eine bessere Farbdarstellung, da nur die angesteuerten Pixel leuchten und nicht durch die LED-Hintergrundbeleuchtung. Weiterer Vorteil der organischen Leuchtdiode ist die extrem kurze Reaktionszeit, die besonders bei schnellen bewegten Bilder wie etwa Sportsendungen Nachzieheffekte und Bewegungsunschärfe eliminiert.

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Die OLED-Technik bietet gegenüber der LED-Technik durch die selbstleuchtenden Pixel einen deutlich höheren Kontrast und eine wesentlich geringere Bautiefe des Bildschirms.

© LG

Aber die neue Technik hat auch ihre Nachteile. Größtes Manko der OLED-Technik ist die Lebensdauer der Leuchtpunkte, vor allem da die roten, grünen und blauen Dioden unterschiedlich schnell altern und damit zu Farbverschiebungen bei der Wiedergabe führen. Aktuell sind OLED-Fernseher zudem deutlich teurer als herkömmliche LCD-TVs. Dies liegt an der komplizierteren Ansteuerung und der aufwendigen Kapselung der Leuchtdioden (Feuchtigkeit und Sauerstoff greifen sie an).

Zweiter Nachteil: Die wenigen verfügbaren Modelle sind deutlich teurer als vergleichbare LCD-Fernseher. Aktuell sind daher noch die LCD-Modelle interessanter, die ebenfalls mit einer sehr guten Bildqualität aufwarten können. Bestes Beispiel für alle Vor- und Nachteile der OLED-Technik ist der Philips 65OLED873 , der mit seiner tollen Bildqualität begeistert, aber eben auch um die 3500 Euro kostet.

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Der LG OLED77C8 zeigt mit seinem satten Kontrast und tollen Farben die Vorteile der OLED-Technik.

© LG

Zusatznutzen durch moderne Technik

Zusätzlich zur UHD-Auflösung bieten aktuelle Fernseher dank modernster Technik weiteren Zusatznutzen. Mit der Bild-in-Bild-Funktion versäumen Sie etwa bei zwei wichtigen parallelen Fußballspielen kein entscheidendes Tor. Daneben garantiert das USB-Recording etwa des neuen LG OLED77C8 - Sie können Massenspeicher wie USB-Festplatten zu Aufzeichnung nutzen -, dass Sie ihren Lieblingsfilm nicht versäumen, wenn Sie außer Haus sind.

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Die Samsung-TVs im Test etwa der  Samsung QE55Q8CN und der Samsung QE65Q7FN wollen beispielsweise mit einem speziellen Sport-Modus die Station-Atmosphäre direkt ins Wohnzimmer übertragen und der Panasonic TX-65FXW784 erlaubt dank Doppel-TV-Tuner das gleichzeitige Ansehen und Aufnehmen zwei paralleler Sendungen. Zusätzlich wichtig: Die hochwertigen IPS-Panel unserer Testkandidaten versprechen auch bei seitlichem Betrachtungswinkel einen ungetrübten Fernsehgenuss ohne Farb- und Kontrasteinbußen.

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Samsung-TVs wie der QE55Q8CN bieten einen speziellen Sport-Bildmodus, der die Stadion-Atmosphäre ins Wohnzimmer holt.

© Samsung

Upscaler im Fokus

Die öffentlich-rechtlichen, aber auch die privaten Fernsehanbieter haben erst vor ein paar Jahren mit hohen Kosten auf den besseren HD-Standard umgestellt und scheuen deshalb den schnellen Umstieg auf das hochaufgelöste UHD-Fernsehen. Der Bezahlsender Sky beispielsweise verlangt heute noch zusätzlich Gebühren, wenn Sie sich die Sendungen statt in schlechter SD- in besserer HD-Qualität ansehen wollen. Für die Darstellung auf einem UHD-Fernseher muss deshalb der jeweilige UHD-TV intern das HDTV-Bild auf die vierfache Auflösung hochskalieren.

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Und dabei spielt der sogenannte Upscaler die entscheidende Rolle, der die geringere HDTV-Auflösung auf UHD-Format hochrechnet. Für ein gesteigertes TV-Vergnügen muss der Upscaler so leistungsfähig sein, dass er das schlechtere HDTV-Signal mit einem Gewinn an Bildschärfe und Detailreichtum auf den UHD-Bildschirm zaubern kann.

Im Test zeigt sich, dass unsere aktuellen Testkandidaten gegenüber älteren Generationen von UHD-Fernsehern in Sachen Upscaler einen deutlichen Qualitätssprung nach vorne gemacht haben. Sei es der Testsieger Philips 65OLED873 mit seiner überragenden Bildqualität oder die neu getesteten Modelle von Panasonic und Samsung - alle TVs im Test zeigen ein sehr gutes hochskaliertes Bild.

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Moderne TVs wie der Panasonic TX-65FXW784 besitzen potente Upscaler, die auch weniger gut aufgelöste HDTV-Inhalte zu einer exzellenten UHD-Bildqualität hochrechnen.

© Panasonic

Leistungsfähige Prozessoren erleichtern die Bedienung

Neben den Upscalern kommt den Prozessoren eine wichtige Bedeutung zu. Sie sorgen für die nötige Power, um Bilder erst einmal auf die hohe Auflösung zu bringen. Gleichzeitig sind sie für eine flüssige Bedienung unerlässlich. Sie gewinnt dank stärkerer CPUs an Tempo beim Senderwechsel, beim Aufrufen des Smart-TVs und beim Navigieren durch dessen Angebot. Auch hier zeigen unsere Testkandidaten deutliche Verbesserungen gegenüber früheren UHD-TVs.

Viel Ausstattung an Bord

Alle getesteten Fernseher sind gut ausgestattet. Die Tuner für die Empfangsarten DVB-S, -C und DVB-T2 inklusive HD-Qualität sind bei allen Testmodellen vorhanden. In Deutschland wird der neue DVB-T2-Standard schrittweise ab Mitte 2016 eingeführt und voraussichtlich Ende 2018 flächendeckend bundesweit verfügbar sein. Für die Heimvernetzung bieten die Geräte Ethernet und WLAN. Darüberhinaus gibt es Bluetooth-Schnittstellen bei allen Testkandidaten. Auch bei den Schnittstellen können Sie bei allen Testkandidaten mit Vollausstattung rechnen. Bei den HDMI-Schnittstellen setzen mittlerweile alle Geräte auf die Version 2.0, die die Wiedergabe von UHD-Material mit 60Hz (60 Bilder pro Sekunde) erlaubt.

Moderater Stromverbrauch bei aktuellen Modellen

Auch beim Stromverbrauch hat sich bei modernen UHD-Modellen gegenüber früheren Generationen viel getan. Waren die älteren Geräte oft in die Effizienzklassen C oder gar D eingeteilt, rangieren aktuelle UHD-TVs oft schon in der Klasse A und A+ wie unser Innovationsieger LG OLED77C8 und verbrauchen im Betrieb je nach Größe meist nur noch zwischen 100 und 200 Watt.

Und das sind die herausragenden UHD-Fernseher in unserem Vergleichstest.

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Unser Testsieger ist der Philips 65OLED873

Testsieger: Philips 65OLED873

Der Philips 65OLED873 ist ein moderner Fernseher, der durch den großen 65-Zoll-Bildschirm seine UHD-Auflösung sehr gut zur Geltung bringt. Das selbstleuchtende OLED-Panel liefert eine überragende Bildqualität mit satten natürlichen Farben und einem tollen Kontrast. Die komplette Ausstattung ist auf dem modernsten Stand und dank des Betriebssystems Android-TV 7 bestens im Netz integriert. Der OLED-TV kostet mit 3499 zwar einen stattlichen Preis, ist sein Geld aber durchaus wert. Im Handel gibt es den 65-Zöller bereits für deutlich unter 3000 Euro.

Ausführlicher Testbericht des Philips 65OLED873  

Der beste Preis: Philips 65OLED873

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Unser Preis-Leistungs-Sieger Samsung QE55Q8C

Preis-Leistungs-Sieger: Samsung QE55Q8CN

Der Samsung QE55Q8CN ist ein rundherum gelungener UHD-TV der neuesten 2018er-Generation. Er zeigt ein modernes zurückgenommenes Design, besticht mit einer sehr guten Bildqualität und besitzt ein innovatives Anschlusskonzept mit allen modernen Anschlüssen. Lediglich der Stromverbrauch könnte verglichen mit anderen aktuellen TVs niedriger sein. Der aktuelle Listenpreis von 2199 Euro ist dagegen attraktiv.

Ausführlicher Testbericht des Samsung QE55Q8CN

Der beste Preis: Samsung QE55Q8CN

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Unser Innovations-Sieger ist der LG OLED77C8

Innovations-Sieger: LG OLED77C8

Der LG OLED77C8 ist ein riesiger OLED-TV der Spitzenklasse. Mit seiner Bilddiagonale von fast zwei Metern und der exzellenten Bildqualität kann er das Zentrum eines modernen Heimkinos bilden. Der OLED-Bildschirm liefert einen exzellenten Kontrast mit natürlicher Farbwiedergabe plus hoher Bildschärfe und Detailwiedergabe. Die Ausstattung liegt auf aktuellen technischem Niveau und der Stromverbrauch ist in Ordnung. LG ruft den LG OLED77C8 mit einem der Größe und Qualität des Modells entsprechenden Listenpreis von horrenden 9999 Euro auf. Allerdings ist der Gigant im Handel bereits für 5500 Euro zu haben - natürlich immer noch sehr viel Geld.

Ausführlicher Testbericht des LG OLED77C8

Der beste Preis: LG OLED77C8