Das endgültige Ende von Windows 7 naht und auch das eher unbeliebte Windows 8 (bzw. Windows 8.1) gehört auf das Abstellgleis - es ist also die Zeit für ein Update auf Windows 10 gekommen. Für die aktuelle Windows 10 Version verlangt Microsoft für Windows 10 Home als Vollversion im eigenen Online-Shop satte 145 Euro. Die Pro-Ausgabe ist mit 259 Euro deutlich teurer. Offizielle Upgrade-Versionen von Windows 7 beziehungsweise 8/8.1 auf Windows 10 bietet Microsoft nicht direkt im Store an.

Warum auch? Noch immer – und entgegen der ursprünglichen Planung – lassen sich die Vorgängerversionen kostenlos auf Windows 10 aktualisieren. Jedenfalls in den meisten Fällen - probieren Sie es einfach aus.

Windows 10 kostet bei Microsoft als Pro-Version 259 Euro.

Machen Sie sich auf die Suche nach Online-Shops für Windows 10, finden Sie häufig die Pro-Version für knapp über 10 Euro, wie ein Blick hier in den PC-WELT Preisvergleich beweist. Allerdings müssen Sie auch hier darauf achten, dass es sich um einen seriösen Shop handelt. Achten Sie beim Kauf exakt auf die Produktbeschreibung und kaufen Sie idealerweise nur da, wo Sie einen Käuferschutz haben und es Rezensionen gibt. Bei Amazon und eBay gibt es häufig sehr günstige Keys von Windows 10 Pro.

Suchen Sie bei Amazon nach Windows 10 und lesen Sie sich die Rezensionen durch. In vielen Fällen erhalten Sie den Product Key von Windows 10. Mit diesem können Sie aber die Installationsdateien direkt bei Microsoft herunterladen.

Der Händler Lizengo verkauft ausschließlich neue Einzelplatz-Lizenzen zu vergleichsweise günstigen Preisen und ist ein zertifizierter eTrusted-Shop. Windows 10 Pro ist hier bei Lizengo als Produktschlüssel  für 39,99 Euro erhältlich. Ebenfalls günstig erhältlich sind Lizenzen für Windows 10 Home oder Windows 10 Enterprise . Weitere Windows-10-Angebote bei Lizengo finden Sie auf dieser Übersichtsseite.

Falls Sie den Kauf von Windows 10 in Erwägung ziehen, stehen Sie vor der Wahl: Windows 10 Pro oder Windows 10 Home. Welche Vorteile Windows 10 Pro im Vergleich zur Home-Version bietet, erläutern wir ausführlich in diesem Beitrag.

Windows 10 Pro: Das sind die Vorteile zu Windows 10 Home

Windows-10-Installationsmedium auf USB-Sticks aus dem Internet erstellen

Microsoft stellt die ISO-Dateien von Windows 10 kostenlos zur Verfügung. Dazu wird das kostenlose MediaCreationTool heruntergeladen und ausgeführt. Über das Tool kann die entsprechende ISO-Datei heruntergeladen oder gleich ein passender Installationsdatenträger erstellt werden. Dazu wird die Option „Installationsmedien für einen anderen PC erstellen“ ausgewählt. Im Rahmen des Assistenten können die Installationsdateien auf einen USB-Stick kopiert werden. Soll aus dem MediaCreationTool ein USB-Stick erstellt werden, muss dieser mit dem Rechner verbunden sein. Anschließend lädt der Assistent die Installationsdateien von Windows 10 herunter und kopiert diese auf den USB-Stick. Wie dies funktioniert, erläutern wir Ihnen Schritt für Schritt auch in diesem Ratgeber.

Windows 10: Die besten Tipps, Tests und Ratgeber

Umweg: Windows 7 und 8 als Gebraucht-Software kaufen

Für die initiale Installation von Windows 10 benötigen Sie lediglich einen gültigen Lizenzschlüssel. Der muss nicht zwingend für dieses Betriebssystem sein – er kann auch von Windows 7 beziehungsweise 8 stammen. Wird der Lizenzschlüssel beim Setup als gültig erkannt, wird Windows 10 über das Internet aktiviert. Es bietet sich daher an, eine Lizenz für Windows 7 Pro zu kaufen, die es im Internet schon für unter 10 Euro gibt. Anschließend benötigen Sie eine Update-Version für Windows 10.

Bei Lizengo sind ebenfalls legale Lizenzen für Windows 8 und für Windows 7 zu günstigen Preisen erhältlich.

Windows 7 Home Premium im Preisvergleich
Windows 8.1 im Preisvergleich

Noch günstiger sind gebrauchte Lizenzen, die etwa bei Ebay schon für weniger als sieben Euro gehandelt werden. Sie bekommen meist einen Download-Link und einen Aktivierungsschüssel per E-Mail.

Hinweis: Grundsätzlich ist der Verkauf von gebrauchter Software („Second-Hand-Software“) laut entsprechenden Urteilen vom Bundesgerichtshof (BGH) und vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) zulässig. Die Interpretation der Kanzlei Wilde Beuger Solmecke dazu: „Der EuGH führte in seinem Urteil (Az. C-128/11) aus, dass der Grundsatz der Erschöpfung des Verbreitungsrechts nicht nur dann gelte, wenn der Urheberrechtsinhaber die Kopien seiner Software auf einem Datenträger (CD-ROM oder DVD) vermarktet, sondern auch dann, wenn er sie durch Herunterladen von seiner Internetseite verbreitet.“ Der BGH hatte sich daraufhin in vollem Umfang dem EuGH-Urteil angeschlossen, die Rechtmäßigkeit des Software-Gebrauchthandels bestätigt und in Einklang mit dem nationalen Gesetz umgesetzt.

Tipp: Saubere Neuinstallation mit Windows 10

Für Windows 10 Pro verlangt Microsoft im eigenen Store viel Geld. Es wäre durchaus spannend zu erfahren, wie viele Käufer sich für diesen hohen Preis finden.

Systembuilder- beziehungsweise OEM-Versionen von Windows werden von Microsoft über autorisierte Zwischenhändler an Systemhersteller verkauft. Das sind Hersteller oder Fachhändler, die vorkonfigurierte PCs mit einem vorinstallierten Windows verkaufen. Der Lizenzvertrag kann allerdings vorsehen, dass der Support vom Zwischenhändler und nicht von Microsoft übernommen wird.

Im Internet werden von Windows 7 und 8 Upgrade-berechtigte OEM-sowie Systembuilder-Versionen von Windows 10 angeboten. Während die alten Betriebssysteme schon für weniger als 10 Euro verkauft werden, kostet die Systembuilder-Lizenz von Windows 10 Home rund 100 Euro, die Pro-Version gibt es für rund 160 Euro im Handel.

Hinweis: In Deutschland ist der Erwerb, Vertrieb ohne Bindung an Hardware sowie die Nutzung von OEM-Versionen vollkommen legal (I ZR 244/97 vom 06.07.2000). OEM-und Verkaufsversionen sind identisch, ein Unterschied besteht lediglich in der Art der Verpackung.

Microsoft bietet ganz offiziell weiterhin kostenloses Upgrade

Bei Ebay werden Gebrauchtlizenzen von Windows 7 Professionell zu schon für unter sieben Euro angeboten. Mit dem Key kann auch Windows 10 installiert werden.

Der Trick mit einer alten Upgrade-fähigen Version von Windows 7 beziehungsweise 8 ist ein guter Weg, um legal zu einer Windows-10-Lizenz zu kommen. Aber Vorsicht: Wenn Sie vorhaben, Windows Pro zu nutzen, benötigen Sie auch Windows 7 Pro oder Windows 8 Pro. Der Schlüssel von Windows 7 Home Premium schaltet nur Windows 10 Home frei.

Wenn Sie einen gültigen Lizenzschlüssel besitzen, laden Sie mit dem Microsoft Windows and Office ISO Download Tool die ISO-Datei von Windows 10 herunter und brennen sie mit Imgburn auf einen Rohling. Damit starten Sie dann das Windows-10-Setup.

Windows 10 Enterprise 90 Tage kostenlos nutzen

Alternativ können Sie sich auch die Testversion von Windows 10 Enterprise herunterladen und diese auf einem PC installieren. Sie können Windows 10 Enterprise auch in einer VM installieren.

Insider: Fünf hilfreiche Tipps für Windows 10

Nicht mehr erhältlich: Upgrade für Benutzer, die Hilfstechnologien nutzen

Microsoft hat lange Zeit eine offizielle und völlig kostenlose Upgrade-Option für Windows 7 und 8.1 angeboten: Für Menschen, die „Hilfstechnologien nutzen“ – etwa solche, die schlecht sehen und deshalb die Bildschirmlupe verwenden. De facto hat Microsoft die Berechtigung nie überprüft, noch war diese Upgrade-Möglichkeit rechtlich an irgendeinen Status gebunden. Vielmehr konnte jeder auf dieser Webseite auf den Link „Jetzt Upgrade ausführen“ klicken und ohne jegliche Einschränkung Windows 10 herunterladen und installieren. Nach einem Lizenzschlüssel wurde dabei nicht gefragt, vielmehr wurde das aktuelle Betriebssystem danach sofort aktiviert. Doch seit dem 31.12.2017 bietet Microsoft diese Upgrade-Möglichkeit nicht mehr an.

Gratis: Windows 10 als virtuelle Maschine laden

Von Windows 10 gibt es kostenlose virtuelle Maschinen, die 90 Tage lauffähig sein.

Sie arbeiten nach wie vor mit Windows 7 und haben auch nicht vor, auf Windows 10 umzusteigen? Allerdings wollen Sie ab und an einen Blick auf das aktuelle Betriebssystem werfen, um sich über die Neuerungen zu informieren? Dann haben wir für Sie die passende Lösung: Auf der Developer-Webseite stehen vorkonfigurierte virtuelle Maschinen mit Windows 10 für Hyper-V, Virtualbox sowie Vmware Workstation und Player bereit.

Die virtuellen Maschinen laufen jeweils 90 Tage. Legen Sie aber gleich nach der Installation einen Snapshot an, können Sie jederzeit wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren. Öffnen Sie im Browser die Seite Developer-Webseite und klicken Sie auf der Startseite auf „Virtual Machines“. Auf der folgenden Seite wählen Sie im Ausklappmenü unter „Virtual machine“ die gewünschte Betriebssystem-Browser-Kombination aus, zum Beispiel „Microsoft Edge on Win 10 Stable“. In der Liste unter „Select platform“ markieren Sie die Virtualisierungs-Software, die Sie verwenden möchten, etwa „VirtualBox“. Um die vorkonfigurierte VM herunterzuladen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Download .zip“ und speichern die mehrere Gigabyte große Datei auf dem Rechner.

Nach dem Download entpacken Sie das Archiv. Klicken Sie dann in Virtualbox auf die Schaltfläche „Datei“ und wählen Sie „Appliance importieren“. Geben Sie den Pfad zum Ordner an, in dem die entpackte Datei mit der Endung OVA gespeichert ist, und klicken Sie auf „Öffnen“ und „Weiter“. Die VM können Sie dann in Virtualbox starten. Standardmäßig ist das Benutzerkonto „IEUser“ eingerichtet, das dazugehörige Kennwort lautet „Passw0rd!“