3G-Abschaltung: 48 Mio. SIM-Karten bald mit Schneckentempo

Die Bundesnetzagentur hat ihren Jahresbericht für 2019 vorgelegt. Mit wichtigen Informationen zur Mobilfunknutzung und zu den Breitbandanschlüssen in Deutschland.

Mobilfunk: 2G und 3G weiter stark vertreten

Funkmasten: Demnach gab es im Jahr 2019 in Deutschland 190.595 Funkbasisstationen (Ende 2018: 181.640), davon 62.567 LTE-Basisstationen (2018: 54.911). 57.457 Basisstationen entfielen auf UMTS/3G (2018: 57.180) und 70.432 auf GSM/2G (2018: 69.549). Selbst die alten 3G- und 2G-Funknetze sind also noch überaus präsent.

2019 wurden außerdem 139 5G-fähige Basisstationen in Betrieb genommen. In der Praxis werden vielfach Basisstationen eingesetzt, die unterschiedliche Technologien wie GSM, UMTS und LTE abdecken. Die Telekom zum Beispiel rüstet ganz bewusst bereits vorhandene Sendestationen nach, damit diese auch 5G-fähig werden. Ende 2019 beträgt die Zahl der Antennenstandorte (die wie oben erklärt mehrere Funkbasisstationen beherbergen können) insgesamt 81.282.

Datenvolumen und SMS: 2019 wurden über die Mobilfunknetze rund 2.757 Millionen GB Daten übertragen, 2018 waren es 1.993 Millionen GB. 2019 wurden 7,9 Milliarden SMS versendet, 2018 waren es noch 8,9 Milliarden.

SIM-Karten nach Mobilfunktechnologie

© Bundesnetzagentur

SIM-Karten: Ende 2019 gab es 107,2 Millionen aktive SIM-Karten in Deutschland. Davon waren 59,1 Millionen LTE-fähig. Mit anderen Worten: Rund 48 Millionen SIM-Karten surfen nach wie vor nur mit 2G/3G, das sind 45 Prozent aller SIM-Karten. Das zeigt, wie wichtig es ist, dass Telekom, Vodafone und O2 das 3G-Netz noch nicht abschalten, weil diese Nutzer sonst nur noch mit 2G im Schneckentempo surfen können!

Doch die deutschen Mobilfunkprovider planen längst die Abschaltung der 3G-Netze und reduzieren bereits jetzt deren Sendemasten. Die Telekom sagt dazu: „In unseren AGB haben wir die Verfügbarkeit von 3G, vorbehaltlich einer Verlängerung, bis Ende 2020 garantiert. Bis spätestens Ende 2021 wollen wir jedoch das bisher für 3G verwendete Frequenzspektrum dann komplett für die leistungsfähigeren Technologien verwenden und 3G endgültig abschalten.“

UMTS-Abschaltung: Spätestens Ende 2021 surfen viele langsamer

Vodafone hat bisher keinen konkreten Abschalttermin für sein 3G-Netz in Deutschland genannt. Der Group-Technikchef Johan Wibergh gab 2017 bei einer Veranstaltung in London nur vage die Prognose ab, dass Vodafone „ungefähr 2020 oder 2021 mit der Abschaltung von 3G beginnen werde“. Telefònica/O2 nennt „bis 2022“ als Zeitraum, in dem es noch 3G anbieten wolle.

3G-Abschaltung: 53 Prozent der Mobilfunknutzer surfen bald im Schneckentempo

LTE-Abdeckung: Ende 2019 betrug die auf die Bevölkerung bezogene LTE-Netzabdeckung 98,1 Prozent bei der Deutschen Telekom AG, 98,6 Prozent bei Vodafone und 92,2 Prozent bei Telefónica Germany. Bezogen auf Haushalte betrug Mitte 2019 die LTE-Gesamtverfügbarkeit laut dem Breitbandatlas der Bundesregierung 97,7 Prozent. Im städtischen Raum lag die LTE-Abdeckung bei 99,7 Prozent, im halbstädtischen bei 96,7 Prozent und im ländlichen Raum bei 89,7 Prozent.

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Festnetz-Breitband: Immer mehr surfen immer schneller

Von den 35,1 Millionen aktiven Breitbandanschlüssen in Festnetzen im Jahr 2019 (2018: 34,2 Millionen) erhöhte sich der Anteil der gebuchten Anschlüsse mit mindestens 100 Mbit/s 2019 auf rund 26 Prozent (2018: knapp 20 Prozent). Eine vermarktete Bandbreite von mindestens 1 Gbit/s wiesen zu diesem Zeitpunkt ca. 0,2 Millionen Anschlüsse auf. Immerhin noch 2,9 Millionen Breitbandkunden nutzten Ende 2019 Anschlüsse mit einer vermarkteten Datenrate von weniger als 10 Mbit/s. Die DSL-Technik macht immer noch den Löwenanteil bei den Breitbandanschlüssen aus: 25,3 Millionen Anschlüsse.

Breitbandanschlüsse

© Bundesnetzagentur

2018 betrug das im Festnetz erzeugte Datenvolumen rund 46.000 Millionen GB. Vorläufige Berechnungen prognostizieren für 2019 ein Gesamtvolumen von etwa 52.000 Millionen GB. Die entspräche einem durchschnittlichen Datenverbrauch in Höhe von ca. 124 GB pro Nutzer.