AMD bestätigt: Windows 11 kann zu Leistungseinbußen führen

AMD hat bestätigt , dass Windows 11 dazu führen kann, dass bestimmte Apps auf Windows-11-Rechnern mit kompatiblen AMD-Prozessoren langsamer laufen beziehungsweise eine schlechtere Performance liefern. Das berichtet zum Beispiel das US-IT-Nachrichtenportal Windowslatest. Das ist insofern bemerkenswert, weil die bisherigen Benchmarkergebnisse eher darauf hinzudeuten schienen, dass Windows 11 etwas schneller als Windows 10 sein könnte - ausgenommen bei Gaming-Rechnern; mehr zu diesem speziellen Aspekt lesen Sie in dem Artikel Getestet: Bremst Windows 11 die Spieleleistung?

Windows 11 gratis: Win10 Pro für nur 49,99 Euro kaufen und auf Win11 upgraden

Problem 1

Doch zurück zu Windows-11-PCs mit AMD-CPUs. AMD und Microsoft würden gemeinsam die Performance-Probleme untersuchen, heißt es. Konkret scheint es so zu sein, dass nur bestimmte Apps auf Windows-11-Rechnern mit AMD-Prozessoren langsamer laufen würden. Das liege daran, dass die L3-Cache-Latenz um das Dreifache ansteigen würde. Das wiederum könnte die Performance von speicherhungrigen Apps verschlechtern. AMD zufolge könnte sich die Performance bei bestimmten Apps um 3 bis 5 Prozent verschlechtern, bei Spielen könnte der Performance-Rückgang sogar 10 bis 15 Prozent betragen. Microsoft wolle diese Probleme aber mit dem nächsten kumulativen Update im Oktober 2021 angehen.

Problem 2

Es gibt aber anscheinend noch ein weiteres Problem mit Windows 11 in Zusammenhang mit AMD-CPUs. Denn Windows 11 scheint durch einen Bug CPU-Threads zu ignorieren. Das führe nach der Beobachtung von AMD bei Apps, die mehrere CPU-Threads nutzen, zu Performance-Verlusten. Allerdings scheint das nicht alle Rechner mit AMD-CPUs und Windows 11 zu betreffen. Sondern dieses Problem scheint vor allem bei AMD-CPUs mit mehr als acht Kernen und mit einer TDP über 65 Watt aufzutreten. Auch für dieses Problem soll bereits ein Software-Update in der Entwicklung sein.

Problem 3

Ebenfalls eine Performance-Verschlechterung scheint die Sicherheitsfunktion Virtualization-based Security (VBS) in Windows 11 zu verursachen. Dieses Feature ist in Windows 11 standardmäßig aktiviert. Das scheint exakt das Problem zu sein, dass wie bereits oben erwähnt beim Gaming auf Windows-11-Rechnern Probleme bereiten kann und zwar unabhängig davon, ob ein Prozessor von AMD oder von Intel verbaut ist.

Sie können VBS gegebenenfalls ausschalten, wenn Sie diese leichten Leistungseinbußen vermeiden wollen. Suchen Sie in der Windows-Suche nach „Core Isolation“ um „Windows Security“ zu öffnen. Schalten Sie „Memory Integrity“ an und starten Sie den Rechner neu. Öffne Sie dann den Registry Editor gehen Sie zu

HKEY_LOCAL_MACHINE\System\CurrentControlSet\Control\DeviceGuard

Klicken Sie doppelt auf EnableVirtualizationBasedSecurity setzen Sie den Wert auf 0.