Amazon: Weltweit 175.000 neue Jobs wegen Corona

Auf Nachfrage der PC-WELT bestätigte ein Amazonsprecher, dass auch die Amazonmitarbeiter in Deutschland und Österreich eine Zulage bekommen:

„Um den Beitrag der Versandmitarbeiterinnen und -mitarbeiter in Deutschland und Österreich zu würdigen, werden wir bis Ende April zusätzlich 2 EUR brutto pro gearbeitete Stunde bezahlen. Dies erfolgt zusätzlich zu unserem Lohn von umgerechnet mindestens 11,10 EUR brutto pro Stunde.

Außerdem schaffen wir aktuell 350 zusätzliche neue Voll- und Teilzeitstellen in unseren Logistikzentren und in unserem weiteren Logistiknetzwerk in ganz Deutschland, um der steigenden Nachfrage der Menschen gerecht zu werden, die in dieser Zeit auf den Service von Amazon angewiesen sind. Wir wissen, dass viele Menschen wirtschaftlich betroffen sind, da Arbeitsplätze in Bereichen wie Hotels, Restaurants und Reisen als Teil dieser Krise wegfallen. Wir möchten, dass diese Menschen wissen, dass wir sie in unseren Teams willkommen heißen, bis sich die Dinge wieder normalisieren und ihr früherer Arbeitgeber in der Lage ist, sie weiter zu beschäftigen.

Amazon hat außerdem bereits vor längerer Zeit Investitionen und 2000 weitere Arbeitsplätze in den zwei Logistikzentren in Oelde und Sülzetal angekündigt, die dieses Jahr starten sollen.“ Zitat Ende

Die Coronakrise führt bei Amazon aber vor allem in den USA zu einem Einstellungsboom. Denn Amazon will weitere 75.000 Mitarbeiter einstellen, um die sprunghaft angestiegenen Bestellungen abarbeiten und ausliefern zu können, wie Amazon jetzt schreibt.

Diese 75.000 Neueinstellungen kommen zu den bereits im März 2020 verkündeten 100.000 neuen Jobs bei Amazon noch dazu. Damit wolle Amazon der Kundennachfrage nach der Belieferung mit „essenziellen Produkten“ gerecht werden. Die 100.000 im März angekündigten neuen Stellen sollen bereits alle besetzt sein. Die neuen Stellen wurden alle in den USA geschaffen. Auch die 75.000 nun noch einmal dazu kommenden Stellen werden offensichtlich alle in den USA geschaffen.

Außerdem wolle Amazon die Bezahlung seiner Mitarbeiter weltweit verbessern. In den USA und in Kanada sollen die Amazon-Mitarbeiter jeweils zwei US-Dollar beziehungsweise kanadische Doller mehr pro Stunde bekommen. In vielen europäischen Staaten sollen es zwei Euro mehr pro Stunde sein. Zur Situation in Deutschland und Österreich: Siehe oben. An den deutschen Amazonstandorten wird seit Jahren immer wieder gestreikt, weil Ver.di seiner Meinung nach eine höhere Bezahlung und bessere Arbeitsbedingungen durchsetzen will. Zudem wolle Amazon Überstunden besser bezahlen und an Covid 19 erkrankten Mitarbeitern zusätzliche bezahlte freie Tage einräumen.

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