Verantwortlich für die Tunnelanlagen ist Musks Firma The Boring Company.

Das von Elon Musk vorangetriebene Tunneltransportsystem nimmt in Las Vegas seinen Betrieb auf. Ab sofort werden Messebesucher des Konferenzzentrums mit Teslas zwischen den Ausstellungshallen hin und her transportiert. Noch sitzen Fahrer am Steuer der Autos, zudem ist die Geschwindigkeit auf umgerechnet 55 km/h limitiert – genau wie in der Stadt an der Oberfläche. Der Startschuss für den Betrieb des Vegas Loop fällt gleichzeitig mit dem Start der Betonmesse World of Concrete in Las Vegas. Bislang mussten die meisten Messen und Konferenzen in den USA wegen der Coronakrise ausfallen. Der Auftakt ist entsprechend aus mehreren Gründen wichtig für alle Beteiligten. 

Eigentlich war der Startschuss für die Verbindung zwischen den Hallen bereits zur CES 2021 geplant. Diese musste wegen der Coronakrise aber virtuell abgehalten werden. Noch besteht der Vegas Loop unter den Straßen der Spielerstadt allerdings nur aus drei Stationen, die jeweils knapp 1,3 Kilometer voneinander entfernt sind. Die beiden am Rand liegenden Stationen sind überirdisch erreichbar, die Zentralstation in der Mitte ist hingegen nur durch Rolltreppen zugänglich und komplett unter der Erde. Da die Tunnel ausschließlich für Elektrofahrzeuge gedacht sind, muss die Belüftung und Größe nicht so ausufernd ausfallen wie bei normalen Tunnelanlagen. Als Ergebnis konnten die beiden Tunnelröhren nach nur sechs Monaten Fertigungszeit eröffnet werden. Der Preis fällt mit 50 Millionen US-Dollar vergleichsweise niedrig aus. Elon Musk will seinen Tunnel weiter ausbauen und so auch die Innenstadt und den Flughafen anbinden. Mit den Tunnelsystemen soll langfristig die überfüllte Innenstadt entlastet werden. Von den Planungen, selbstfahrende Teslas mit bis zu 250 km/h durch die Tunnel rasen zu lassen, muss Musk vorerst absehen. 

 

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