Hacker manipulieren Verkehrsschilder

Hacker haben im New Yorker Stadtteil Brooklyn vor einigen Tagen elektronische Verkehrsschilder eines Straßenbauunternehmens so manipuliert, dass statt der gewohnten Verkehrshinweise (Umleitungsempfehlungen oder Hinweise auf Sperrungen) teilweise recht aggressive klimapolitische Parolen angezeigt wurden. Das berichtet das auf Auto- und Verkehrsthemen spezialisierte Portal jalopnik.com.

Auf den digitalen Verkehrschildern erschienen Texte wie „Cars are Death Machines“ (Autos sind Todesmaschinen), „Cars kill Kids“ (Autos töten Kinder), "Cars ruin cities" (Autos ruinieren Städte) , "Cars melt glaciers" (Autos lassen Gletscher schmelzen) oder "Use bus, subway or bike" (nutze Bus, U-Bahn oder Fahrrad). Auf Twitter kann man beispielsweise in diesem Thread oder auch hier einige Beispiele für die manipulierten Schilder sehen.

Der Hackerangriff ereignete sich laut Spiegel Online wenige Tage nach einem eskalierten Nachbarschaftstreffen, bei dem neue Radwege und ein Zurückdrängen der Autos in Brooklyn diskutiert wurden.

Ob es sich bei den Hackern um militante Klimaaktivisten handelt oder um deren Gegner, die die Klimaaktivisten durch solche illegalen Maßnahmen diskreditieren wollen, ist unbekannt. Bekannt ist allerdings, wie der Hackerangriff überhaupt möglich wurde: Der Betreiber der digitalen Verkehrsschilder verwendet für die meisten Anzeigen immer das gleiche Standard-Passwort. Selbst nach einem Hackerangriff würde dieses Passwort meist nicht geändert beziehungsweise ließe es sich leicht über eine Tastenkombination wieder auf das Standard-Passwort zurücksetzen, wie Spiegel Online ergänzt. Sowohl dieses Standard-Passwort als auch eine Anleitung zur Programmierung des Anzeigetextes würde sich in vielen Internetforen finden.

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