Deutsche Post: Postkarten, Briefe und Einschreiben werden teurer

Die Deutsche Post darf wie geplant das Briefporto erhöhen. Die zuständige Bundesnetzagentur hat entsprechende Pläne der Post (siehe unten die Meldung vom 6.10.) mit ihrer „Price-Cap-Maßgrößenentscheidung“ faktisch genehmigt. Das neue Porto gilt für den Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2024.

Genau gesagt hat die Bundesnetzagentur den „Erhöhungsspielraum von 4,6 Prozent für Briefentgelte“ für besagten Zeitraum festgelegt. Mit welchen konkreten Preisen die Deutsche Post diese Vorgabe umsetzt, ist deren Sache, sofern sie innerhalb des Erhöhungsspielraums bleibt. Die von der Deutschen Post geplanten neuen Briefpreise sind aber schon länger bekannt (siehe unten), insofern ist das nur noch Formsache. „Die Deutsche Post AG kann den ermittelten Preiserhöhungsspielraum auf die im Price-Cap enthaltenen Produkte verteilen und zur Genehmigung vorlegen. Dieser gilt zum Beispiel für Standard-, Kompakt-, Groß-, Maxibrief, Postkarte (national und international) sowie für Zusatzleistungen wie Einschreiben, Nachnahme, Wertversand etc.“, erklärt die Bundesnetzagentur hierzu.

So geht es weiter

Nachdem die Bundesnetzagentur die endgültige „Price-Cap-Maßgrößenentscheidung“ nun also beschlossen hat, darf die Deutsche Post die Genehmigung der ab 1. Januar 2022 geltenden Briefpreise bei der Behörde beantragen. Diese neuen Briefpreise will die Bundesnetzagentur dann schnell genehmigen: „Die Bundesnetzagentur kann die Briefentgelte auf Antrag innerhalb von zwei Wochen genehmigen, wenn die Vorgaben der Price-Cap-Entscheidung eingehalten werden“.

Briefmarken mit den neuen Portowerten und Ergänzungsmarken werden ab dem 2. Dezember 2021 in den Postfilialen oder online unter www.deutschepost.de erhältlich sein. Kunden können das Porto für ihre Briefe und Postkarten auch digital über die Post & DHL App kaufen oder die Sendungen mit der mobilen Briefmarke über die App frankieren. Vorhandene Briefmarken wie auch noch vorhandene Ergänzungsmarken aus den Vorjahren können für die Frankierung von Sendungen mit der Deutschen Post weiter verwendet werden. Ein Umtausch ist nicht nötig. Update Ende

Meldung vom 6.10.2021: So soll das Briefporto steigen

Die Deutsche Post erhöht mit Wirkung zum 1. Januar 2022 die Briefpreise. Die neuen Preise werden dann für die kommenden drei Jahre gelten. Die Bundesnetzagentur gab maximal 4,6 Prozent als Rahmen für Erhöhungen vor. In der vorangegangenen Preisperiode durfte die Post noch um 8,86 Prozent erhöhen. Das neue Preisniveau ergibt sich laut Bundesnetzagentur aus der Differenz der Inflationsrate in Höhe von 3,25 Prozent und der Produktivitätsfortschrittsrate, die auf -1,35 Prozent festgelegt werden soll. Diesen neuen Erhöhungsspielraum hat die Bundesnetzagentur am 6.10.2021 veröffentlicht :

Vorbehaltlich der Genehmigung durch die Bundesnetzagentur werden die Produkte Standard-, Kompakt-, Groß- und Maxibrief zum 1. Januar 2022 jeweils fünf Cent teurer. Das Porto für den Standardbrief als das am häufigsten von Privatkunden genutzte Produkt steigt demnach von 80 auf 85 Cent.Damit bestätigten sich Spekulationen , dass das Porto für einen Standardbrief auf 1 Euro steigen könnte, nicht.

Ein Kompaktbrief wiederum steigt von jetzt 0,95 Euro auf dann 1 Euro. Und die Postkarte kostet statt bisher 0,60 Euro dann 0,70 Euro.

Alle geplanten Preiserhöhungen zeigt diese Tabelle:

Die voraussichtlich ab dfem 1. Januar 2022 geltenden neuen Preise.

© Deutsche Post

Außerdem werden die Preise für das Einschreiben und Einschreiben Einwurf um 15 Cent erhöht auf 2,65 Euro (bisher 2,50 Euro) beziehungsweise 2,35 Euro (bisher 2,20 Euro). Auch die Preise für die Bücher- und Warensendung werden um fünf Cent auf dann 1,95 Euro für die "Bücher- und Warensendung 500" und auf 2,25 Euro für die "Bücher- und Warensendung 1000“ erhöht.

Preise für Nachsendeservice

Darüber plant die Post Veränderungen beim Nachsendeservice. So wird der Online-Preis für das 12-Monate-Produkt von 26,90 Euro für Privatkunden auf 30,90 Euro steigen und für Geschäftskunden von 49,90 Euro auf 54,90 Euro. Die Online-Preise für die 6-Monate-Variante bleiben hingegen unverändert bei 23,90 Euro (Privatkunden) bzw. 39,90 Euro (Geschäftskunden). Neu ist, dass Kunden den 6-Monate-Service künftig auch in der Filiale beauftragen können, dann allerdings zu etwas höheren Preisen als online (26,90 bzw. 42,90 Euro).

So begründet die Post die Porto- und Preiserhöhungen

Die Deutsche Post begründet die Preis- und Portoerhöhungen mit den gestiegenen Lohn- und Transportkosten sowie der in den vergangenen Monaten stark gestiegenen Inflationsrate. Auch Pandemie-bedingte Zusatzaufwendungen in den Betriebsstätten und in der Zustellung, die eine sichere Postversorgung für alle Kunden in Deutschland ermöglichen, hätten die Deutsche Post mit erheblichen Kosten belastet.