Facebook-Messenger & Instagram: E2EE erst 2022

Bereits seit 2019 arbeitet Facebook angeblich daran, seinen Diensten eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (englisch "end-to-end-encryption", E2EE) zu spendieren. In einem nun veröffentlichten offiziellen Blog-Eintrag hat das Unternehmen nun angegeben, dass die Datenschutzfunktionen nicht in absehbarer Zeit implementiert werden - frühestens im Laufe des Jahres 2022.

Facebook gab dazu folgendes an: "Während wir erwarten, in diesem Jahr weitere Fortschritte bei der standardmäßigen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für Messenger und Instagram Direct zu machen, ist dies ein langfristiges Projekt das  frühestens irgendwann im Jahr 2022 vervollständigt wird. Die bereits eingeführten Sicherheitsfunktionen sind jedoch so konzipiert, dass sie mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung funktionieren werden. Zudem planen wir, weiterhin starke Sicherheitsfunktionen in unsere Dienste einzubauen."

Einheitliche Verschlüsselung verzögert sich

Das Unternehmen möchte jedoch seine Messaging-Dienste wie Whatsapp, Facebook-Messenger und Instagram-Direct vereinheitlichen. Der Messenger Whatsapp beispielsweise verfügt dabei schon über eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung - das Facebook hier allerdings das Sicherheitsniveau senken will, kann infrage gestellt werden. Logischer scheint, dass sich die Integration einfach verzögern wird.

Die Verzögerung könnte eher politische als technische Gründe haben, da Facebook unter erheblichem Widerstand von Strafverfolgungsbehörden und Befürwortern der Kindersicherheit steht, weil es möglicherweise illegale Kommunikation vor den Augen der Behörden verbirgt. Diesem Umstand versucht das Unternehmen schon seit geraumer Zeit entgegenzuwirken und so wurden gerade bei Instagram einige neue Augenschutzfunktionen eingeführt und auch ein Instagram für Kinder scheint in der Entwicklung zu sein. Mehr dazu lesen Sie hier:

Facebook hält weiterhin fest: "Wir müssen ein Gleichgewicht zwischen Sicherheit, Privatsphäre und Sicherheit finden. Es besteht ein klarer Bedarf, die Privatsphäre und die Sicherheit der Nachrichten der Nutzer mit der Aufrechterhaltung einer sicheren Umgebung und der Bereitstellung von Daten für die Strafverfolgungsbehörden als Reaktion auf mögliche reale Schäden in Einklang zu bringen. Wir diskutierten Werkzeuge, die die Privatsphäre der Menschen schützen und gleichzeitig verhindern können, dass Schaden überhaupt entsteht, indem sie Verhaltenssignale, Traffic-Daten oder Benutzerberichte nutzen, anstatt auf den Inhalt aller Nachrichten zuzugreifen. Es gab keinen Konsens über einen empfohlenen Ansatz, aber die Experten regten weitere Konsultationen an, um ein angemessenes Gleichgewicht zu finden."