Die SSD in der neuen Xbox reduziert die Ladezeiten um den Faktor 4.

Dank SSD statt Notebook-Festplatte sollen die neuen Konsolen Xbox Series X und Playstation 5 Spiele deutlich schneller laden. Lange Pausen vor dem Spielstart oder nach einem Bildschirmtod sollen weitgehend verschwinden. Einen ersten Eindruck der Ladezeiten eröffnet nun Mike Rayner,  Technical Director bei Entwickler The Coalition. Schon ohne Anpassung für die neue Konsole ließen sich die Ladezeiten in Spielen um den Faktor 4 reduzieren. Als Beispiel nannte Rayner Gears of War 5, welches auch für die Xbox One zur Verfügung steht. Bei dem Testlauf musste keine Zeile Code geändert werden. Wenn Entwickler zusätzliche Zeit in die Optimierung der Ladezeiten investieren würden, könnte die Ersparnis noch deutlich größer ausfallen.

Für die extreme Reduzierung der Ladezeiten seien laut Rayner mehrere Faktoren ausschlaggebend. So gebe es schnellere Schnittstellen im System: Auf der Xbox One sind durch die verbaute SATA-III-Schnittstelle theoretisch zwar bis zu 600 MB pro Sekunde möglich, die langsamen 2,5-Zoll-Festplatten schaffen in der Regel aber nur um die 100 MB pro Sekunde. Die Xbox Series X soll hingegen Daten mit bis zu 3,75 GB pro Sekunde von der SSD laden können. Weiterhin habe die Xbox Series X eine bessere Hardware-Dekompression, Inhalte könnten demnach durch Kompression noch schneller in den Arbeitsspeicher wandern. Gears of War 5 soll vor Weihnachten als Launchtitel für die neue Xbox erscheinen. Im Vergleich zur Xbox-One-Version dürften neben kürzeren Ladezeiten auch schönere Texturen und bessere Bildraten einen ersten Vorgeschmack auf die Leistung der neuen Konsole bieten. Wer Gears 5 bereits besitzt, darf sich die optimierte Version für die Xbox Series X kostenlos herunterladen.

Xbox Series X: Microsoft lässt sich Logo patentieren