Die Nvidia Geforce RTX 3060 verüfgt über 12 GB GDDR6-Speicher und wird ab 319 Euro ab dem 25. Februar verfügbar sein.

Nvidia hat auf der CES nicht nur die mobilen Ableger der RTX-30-Serie vorgestellt, sondern auch eine neue Grafikkarte für Desktop-PCs: Die Geforce RTX 3060 soll vor allem Besitzer einer betagten GTX 1060 6GB zum Kauf bewegen und „Ampere für jeden Gamer“ verfügbar machen. Das kommt nicht von ungefähr, denn seit jeher sind vor allem die Nvidia-Geforce-Grafikkarten der 60er-Generation überaus beliebt, wie beispielsweise die Steam-Hardware-Charts zeigen: Über 11 Prozent der Steam-Nutzer verwenden noch immer eine GTX 1060!

RTX 3060 im PC-WELT-Test: Am 25. Februar um 15 Uhr dürfen wir schließlich unseren Testbericht zur RTX 3060 veröffentlichen, ehe die Grafikkarten dann ab 18 Uhr zu Preisen ab 319 Euro im Handel erhältlich sein soll.

Nvidia Geforce RTX 3060 im Detail

Die Nvidia Geforce RTX 3060 mit dem Grafikprozessor „GA106“ ist mit 3.584 Cuda-Kernen ausgestattet, boostet mit bis zu 1,78 GHz und verfügt über satte 12 GB GDDR6-Speicher. Das Speicher-Interface ist 192 Bit breit. Im Vergleich zur 3060 Ti (zum PC-WELT-Test) ergeben sich somit weniger Cuda-Einheiten und ein schmaleres Speicher-Interface, auch die TDP ist mit 170 Watt niedriger. Dafür gibt es 4 GB mehr VRAM und einen höheren Boost-Takt – und die Non-Ti ist mit 319 Euro zu 419 Euro auch deutlich günstiger. Hat in Sachen Grafikspeicher-Kapazität vielleicht AMD etwas auf Nvidia abgefärbt? Die RTX 3060 soll laut Nividia im Vergleich zur GTX 1060 bis zu doppelt so viel Leistung bieten.

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Technische Daten der Geforce-RTX-30-Serie im Vergleich

GEFORCE RTX 3090

GEFORCE RTX 3080

GEFORCE RTX 3070

GEFORCE RTX 3060 Ti

GEFORCE RTX 3060

Cuda-Cores

10496

8704

5888

4864

3584

Boost-Takt (GHz)

1.70

1.71

1.73

1.67

1.78

Basistakt (GHz)

1.40

1.44

1.50

1.41

1.32

Standard-Speicherkonfiguration

24GB GDDR6X

10GB GDDR6X

8GB GDDR6

8GB GDDR6

12 GB GDDR6

Breite der Speicherschnittstelle

384 Bit

320 Bit

256 Bit

256 Bit

192 Bit

Standard-Bildschirmanschlüsse

HDMI 2.1, 3x DisplayPort 1.4a

HDMI 2.1, 3x DisplayPort 1.4a

HDMI 2.1, 3x DisplayPort 1.4a

HDMI 2.1, 3x DisplayPort 1.4a

Max. Temperatur der Grafikkarte (in °C)

93

93

93

93

93

Leistungsaufnahme der Grafikkarte (Watt)

350

320

220

200

170

Empfohlene Systemleistung (Watt)

750

750

650

600

550

Marktstart und Verfügbarkeit

Von der Nvidia Geforce RTX 3060 wird es keine Founders Edition von Nvidia selbst geben, sondern nur Custom-Designs von den üblichen Verdächtigen wie Asus, MSI und Zotac. Wir sind uns sicher, dass der Chip-Anbieter einen weiteren Kassenschlager veröffentlichen wird, schließlich profitieren Gamer von vielen nützlichen Techniken, hoher Leistung und einem fetten Grafikspeicher. Und auch der Preis von 319 Euro lässt sich durchaus als erschwinglich bezeichnen – vor allem im Vergleich zu den größeren RTX-3000-Karten. Doch genau hier wird es wohl zu Problemen kommen: Wir gehen davon aus, dass die Nachfrage das Angebot wieder immens übersteigen wird und sich die tatsächlichen Verkaufspreise weit über den 319 Euro einpendeln werden. Zwar betont Nvidia, so viele GPUs wie möglich zu produzieren, aber Ende Februar wird sich dann zeigen, ob es gereicht hat.

Dank DLSS soll die RTX 3060 auch bei aktivierten Raytracing eine gute Leistung fürs Geld bieten.

© Nvidia

CPU darf über kompletten VRAM verfügen

Die RTX 3060 kommt mit einer weiteren Premiere für Nvidia: Die Grafikkarte unterstützt die PCI-Express-Technik „Resizable BAR“, die der CPU ermöglicht, auf den kompletten Grafikspeicher der GPU zuzugreifen – bisher waren es nur magere 256 MB. Damit sollen Gamer von einem Leistungsplus in Spielen profitieren, vor allem bei speicherhungrigen Titeln. Damit sich die Technik auch nutzen lässt, ist der Einsatz eines kompatiblen Mainboards und einer passenden CPU notwendig. Beispielsweise unterstützen bereits die AMD-Prozessoren der Ryzen-5000-Serie und die Mainboard-Chipsätze ab der 500-Serie „Resizable BAR“. Damit folgt Nvidia dem Mitbewerber AMD, der die Technik mit der RTX-6000-Reihe (zum PC-WELT-Test) ebenfalls unterstützt, nur nennt es AMD „Smart Access Memory“ (SAM). Übrigens werden auch die restlichen RTX-30-Grafikkarten Resizable BAR unterstützen, vermutlich wird hier ein entsprechendes Treiber-Update ausgespielt.

Dank Resizable BAR darf eine kompatible CPU auf einem kompatiblen Mainboard auf den kompletten Graifkspeicher der GPU zugreifen.

© Nvidia