Intels Lieferschwierigkeiten könnten RAM billiger machen

Michael Söldner |
Der knappe Nachschub an Intel-Prozessoren könnte den Absatz von Notebooks gefährden, aber RAM günstiger machen.
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Die bislang hohen RAM-Preise könnten im nächsten Jahr etwas fallen.

kingston.com

Eigentlich wollte Intel im dritten Quartal mit der Massenfertigung seiner im 14-Nanometer-Verfahren gefertigten Whiskey-Lake-Prozessoren beginnen, um Notebook-Hersteller kurz vor dem Weihnachtsgeschäft mit den neuen CPUs zu versorgen. PC-Hersteller melden nun jedoch eine Knappheit an genau diesen Prozessoren, die nach Angaben von TrendForce die Absatzprognosen der Notebook-Bauer gefährden könnte.

Auch die Versorgung mit den Coffee-Lake-CPUs von Intel scheint knapp zu sein. Im August wurden noch fünf Prozent weniger Prozessoren ausgeliefert als von den Herstellern gefordert. Im September stieg dieser Wert schon auf zehn Prozent. Als Ergebnis der begrenzten Liefermengen könnten nun die Preise von RAM-Riegeln für die Nutzung in PCs im vierten Quartal 2018 fallen. Die zu TrendForce gehörende Analysefirma DRAMeXchange geht im letzten Quartal 2018 von einem Preisverfall von zwei Prozent aus. Das Überangebot an RAM-Chips könnte auch im kommenden Jahr für fallende Preise sorgen. Zudem stellen immer mehr Hersteller ihren Fertigungsprozess für DRAM auf das 10-Nanometer-Verfahren um. Die Übersättigung des Marktes soll bis 2020 anhalten. Ob Kunden aber tatsächlich von günstigeren Preisen profitieren, bleibt vorerst abzuwarten.

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