Die SSD in der PS5 sollte robust genug für eine langjährige Nutzung sein.

Sony setzt bei der Playstation 5 auf eine NVMe-SSD. Derartige Flash-Speicher lassen sich nicht beliebig oft beschreiben und fallen irgendwann aus. Da die SSD-Chips im Falle der PS5 fest mit dem Mainboard verlötet sind, stellt sich die Frage nach der Haltbarkeit. Im offiziellen Teardown-Video der Konsole ist zu sehen, dass Sony hier NAND-Speicher mit der Modellnummer „TH58LJT0T24BA4C“ verbaut. Dieser 3D-TLC-BiCS-Speicher stammt von Hersteller Toshiba. Dadurch ist von einer garantierten Lebensdauer von 206,25 TB (TBW) auszugehen. Daraus würde sich ergeben, dass man beispielsweise das Spiel „Call of Duty: Warzone“ mit seinen über 100 GB einmal täglich für 5,5 Jahre installieren müsste, um diesen Wert zu überschreiten. 

Meist sind SSDs zudem deutlich haltbarer als vom Hersteller angegeben. Durch eine Reserve an Flash-Zellen lassen sich defekte Zellen schnell ersetzen und im System als „unbrauchbar“ ausweisen. Die SSD arbeitet dann auch bei einigen defekten Zellen normal weiter. Von einem frühzeitigen Defekt der PS5-SSD ist also nicht auszugehen. Da die Chips jedoch verlötet sind, bliebe im Falle eines SSD-Ausfalls wohl nur der Austausch des Mainboards. Außerdem sollte von besorgten Käufern einbezogen werden, dass auch die bislang in Konsolen genutzten Festplatten nur eine begrenzte Haltbarkeit haben. Durch bewegliche Teile kommt es hier zudem zu einem stetigen Verschleiß. SSD sind in dieser Hinsicht deutlich robuster und weniger fehleranfällig.

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