Internetbetrüger nutzen Coronavirus aus

Update 20.3.: Die unten beschriebene Abzockmasche mit den angeblichen Onlineshops existiert nach wie vor. Es gibt aber auch neue Betrugsmaschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus, wie die Polizei warnt.

So kursieren Spammails , die Atemschutzmasken zu Sonderangebotspreisen anbieten. In Online-Kleinanzeigen wiederum werden Produkte, die derzeit in den Geschäften, Apotheken und gesundheitlichen Einrichtungen nicht oder nur noch knapp vorrätig sind (z.B. Desinfektionsmittel) deutlich überteuert angeboten. Auch hier ist mit betrügerischen Verkaufsanzeigen zu rechnen, die auf die Angst und Not der anderen setzen, wie die Polizei warnt.

Es kursieren zudem Phishingmails , die im Namen von Banken vorgeben, man müsste aus Sicherheitgründen in Bezug auf den Corona-Virus mehrere kleine Filialen schließen. Um den weiteren reibungslosen Verlauf zu gewährleisten, solle der per Mail Angeschriebene seine persönlichen Daten aktualisieren. Wer das macht, liefert Onlinegangstern seine Zugangsdaten aus.

Auch die bekannte Microsoft-Support-Betrugsmasche (bei der jemand anruft und sich als Microsoft-Supportmitarbeiter ausgibt um Zugang zum PC den Angerufenen zu bekommen) wird für Corona ausgenutzt. Die Anrufer geben vor von "My IT Department" from „my“ Company" zu stammen. Mit Rufnummern wie z.B. 003490865519 versuchen die Täter und Täterinnen auf Englisch mit indischem Akzent die Angerufenen dazu zu bewegen, um angeblich eine Fernwartungssoftware auf deren PCs zu installieren.

Weitere Betrugsmaschen in Zusammenhang mit Corona funktionieren auch ohne IT-Bezug. So klingeln Täter an der Tür und geben vor, von der Polizei oder vom Gesundheitsamt zu sein. Man müsse angeblich einen Abstrich machen oder der Besuchte werde angeblich unter Quarantäne gestellt. Und schon sind die Diebe in der Wohnung.

Tipp der Polizei: Echt Gesundheitsmitarbeiter und Polizisten weisen sich entsprechend aus. Auch telefonische Rückfragen mit der örtlichen Polizei und dem Gesundheitsamt sind jederzeit möglich und werden bei unerwarteten Besuch auch empfohlen. Nutzen Sie hierfür die Ihnen bekannten Rufnummern (z.B. aus Telefonbuch, Online-Telefonbuch). Auch wenn Sie zuvor telefonisch über einen Besuch informiert werden, sollten Sie bei den örtlichen Behörden im Anschluss an das Gespräch zurückrufen. Legen Sie dafür den Hörer auf/beenden Sie bewusst das Gespräch. Lassen Sie sich nicht von "Freizeichen-Geräuschen", die Ihnen die Täter von Band vorspielen vorgauckeln, während die Leitung gehalten wird, dass Sie tatsächlich ein Freizeichen hören. Rufen Sie im Notfall selbst die 110 an. Idealerweise von einem Zweitgerät (z.B. Smartphone, Handy).

Lassen Sie keine Ihnen unbekannten Personen ins Haus/in die Wohnung! Alle Warungen der Polizei in Zusammenhang mit dem Coronavirus finden Sie hier. Update Ende

In immer mehr Supermärkten und Drogeriemärkten sind die Regale mit Desinfektionsmitteln leergekauft. Auch Atemschutzmasken werden zunehmend knapp. Internetbetrüger nutzen die Angst vor dem Corona-Virus SARS-CoV-2 bereits seit einigen Tagen aus und haben einen gefälschten Online-Shop ins Web gestellt. Dort bieten sie dann Atemschutzmasken gegen die Viren an. Doch wer bei diesem Shop bestellt, bekommt nichts geliefert und sieht sein Geld nicht wieder. Davor warnt das Landeskriminalamt Niedersachsen.

Damit der Fake-Shop echt wirkt, verwenden die Betrüger die Adresse eines tatsächlich existierenden Unternehmens als Absender. Dieses real existierende Unternehmen kommt aus Deutschland und ist auch für diverse Apotheken zuständig.

So sieht die Spammail mit dem gefälschten angeblichen Absender aus.

© polizei-praevention.de/aktuelles/fakeshop-nutzt-medienhype-um-corona-virus-aus.html

Um Internetnutzer zum „Kauf“ in dem gefälschten Online-Shop zu verleiten, verschicken die Ganoven Spam-Mails an zahlreiche Mailempfänger. Wer dem Link folgt und entsprechende Atemschutzmasken bestellen möchte, landet auf einer Fake-Shop-Seite, die aber nichts mit dem dort angegebenen deutschen Unternehmen zu tun hat.

Die Betrüger machen sich zunutze, dass die Atemschutzmasken in vielen Shops, Apotheken, Baumärkten usw. bald knapp werden könnten beziehungsweise bereits ausverkauft sind. Da viele Kunden aus Angst vor dem Corona-Virus SARS-CoV-2 die vorhandenen Vorräte aufkaufen. Obwohl die Wirksamkeit von Mundschutz überhaupt nicht erwiesen ist, wie das Robert-Koch-Institut betont.

Das Landeskriminalamt Niedersachsen erwartet, dass weitere Webseiten dieser Art folgen werden oder sogar schon existieren. Außerdem sind auch andere Artikel wie Einweghandschuhe oder Desinfektionsmittel als Lockmittel denkbar.

Wer eine Bestellung über den Shop getätigt und gezahlt hat, sollte unverzüglich seinen Zahlungsanbieter kontaktieren und versuchen, die Zahlung zu stoppen. Weiterhin sollte Anzeige bei der örtlichen Polizei erstattet werden.

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