Project Hazel geht in die Produktion.

Mitte Januar zeigte Peripherie-Hersteller Razer mit Project Hazel die Konzeptstudie einer smarten Atemmaske für die weltweite Corona-Pandemie. Bei der Konzeptstudie soll es jedoch nicht bleiben, denn das Gadget soll nun tatsächlich produziert werden. "Wir dachten, es sei ein Konzept-Projekt, das in Zeiten der Corona-Impfung relevant sein könnte" , erklärte Razer-CEO Min-Liang Tan in dieser Woche im Interview mit Yahoo Finance . "Wir lassen die Smart Mask nun Realität werden und liefern sie aus" , so Tan.

Die smarte Atemmaske N95 von Razer wurde im Januar im Rahmen der digitalen CES 2021 vorgestellt. Mit dem damals noch Project Hazel getauften Konzept wollte Razer die Probleme ausmerzen, die Alltagsmasken aus Stoff mit sich bringen. Diese seien beim Filtern von Aerosolen unzuverlässig, dämpfen den Klang der Stimme und machen es Menschen mit Hörbehinderung unmöglich, von den Lippen zu lesen. Aus diesem Grund ist die N95 aus Kunststoff gefertigt. Das macht sie abwaschbar und nachhaltiger als Stoff- oder Wegwerfmasken. Das transparente Faceplate versteckt zudem das Gesicht des Trägers nicht. Die integrierte Voiceamp-Technik von Razer sollen zusammen mit Mikrofonen die Stimme des Nutzers verstärken und Gespräche so angenehmer und deutlicher machen.

Die smarte Atemmaske verfügt weiterhin über austauschbare Luftfilter und eine RBG-Beleuchtung, die das Gesicht bei Dunkelheit anstrahlen soll. Für modebewusste Nutzer steht die Maske in Hellgrau und Schwarz zur Verfügung. Um die Produktion tatsächlich starten zu können, benötigt Razer in den USA Freigaben von der Food and Drug Administration, den Centers for Disease Control and Prevention oder der Occupational Safety and Health Administration. "Project Hazel wird Realität. Wir setzen das Konzept in die Tat um und ich glaube wir werden alle - leider - noch für eine sehr lange Zeit Masken tragen müssen" , so Tan. Angesichts der Tatsache, dass in den USA bereits ein Viertel der Bevölkerung die erste Corona-Schutzimpfung erhalten hat, ist diese Behauptung fraglich. Es bleibt abzuwarten, wie schnell Razer mit den nötigen Genehmigungen die Produktion starten kann und ob die Auslieferung der Masken eventuell Ende des Jahres in den USA noch Sinn machen wird. Das Unternehmen hält sich außerdem aktuell noch bedeckt, wieviel die smarten Atemmasken kosten sollen.