Durch Spulen unter dem Straßenbelag werden E-Autos während der Fahrt per Induktion geladen.

Auf der schwedischen Insel Gotland will das so genannte Smart Road Gotland Konsortium einen neuartigen Straßenbelag testen , der E-Autos, -Busse und -LKW per kabelloser Ladetechnik mit Strom versorgt. In der Mitte der Fahrspur werden dabei etwa zehn Zentimeter unter dem Straßenbelag Kupferspulen verlegt, die mit dem Stromnetz verbunden sind. Um das Aufladen per Induktion nutzen zu können, muss in Autos, LKW und Bussen ebenfalls eine Spule verbaut werden. Die Straße steht mit dieser Technik nicht unter Strom. Die Spulen unter dem Straßenbelag geben nur Strom ab, wenn ein mit einer Spule ausgestattetes Fahrzeug direkt darüber fährt. Die Induktionstechnik hat den Vorteil, dass E-Fahrzeuge zum Strom-Tanken nicht mehr anhalten müssen. E-Auto-Hersteller könnten in ihren Wagen außerdem kleinere Akkus verbauen.

Die Technik für das induktive Laden in Gotland liefert das israelische Unternehmen Electreon. Um das Laden von E-Autos per Induktion praktisch zu testen, wird Electreon als Leiter des Smart Road Gotland Konsortiums einen 1,6 Kilometer langen Streckenabschnitt bauen – ein Teilstück der 4,1 Kilometer langen Strecke, die das Städtchen Visby und den Flughafen Gotland miteinander verbindet. Auf der Strecke sollen ein LKW für den Güterverkehr und ein E-Bus als Nahverkehrs-Shuttle getestet werden. Das Projekt hat ein Budget von umgerechnet 12,5 Millionen US-Dollar. 9,8 Millionen US-Dollar steuert die schwedische Regierung bei. Der Gotland-Streckenabschnitt ist Teil der so genannten Electric Road Map der schwedischen Regierung. Im Rahmen des 3-Milliarden-Dollar-Projekts soll in den nächsten Jahren eine Strecke von rund 2.000 Kilometern zum Laden von E-Fahrzeugen in Schweden verlegt werden.

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