Sparkassen-Angriffswelle wird immer schlimmer

Update 29.10.: Cybergangster missbrauchen auch andere Banken

Derzeit kursieren vor allem Phishingmails, die vorgeben von der Sparkasse zu stammen. Doch Cybergangster verschicken derartige Mails von Zeit zu Zeit auch im Namen anderer Banken wie zum Bsiepiel der Volksbank oder der Postbank. Wir haben hier einige Beispiele für derartige Angriffe zusammengestellt:

Die Angriffswelle, die sich als Mails von der Sparkasse tarnt, hält mit unverminderter Stärke an beziehungsweise wird sogar immer schlimmer. Manche Mailkonten werden regelrecht mit „Sparkassen“-Phishingmails geflutet und mehrere Leser bestätigten uns, dass sie derzeit vermehrt solche Mails bekommen. Auch Verbraucherschützer betonen , dass die Phishingwelle im Namen der Sparkassen weiter anhält. Da die „Sparkassen-Mails“ aber sehr oft in den Mailpostfächern von Nutzern landen, die überhaupt nicht Kunde der Sparkasse sind, gibt es in diesem Zusammenhang also auch eine gute Nachricht: Die Angriffe erfolgen nach dem Streubomben- beziehungsweise Gießkannen-Prinzip. Die Versender der Phishingmails haben also ganz offensichtlich keine Kontaktdaten von Sparkassenkunden erbeutet, sondern schicken ihre Phishingmails wahllos an alle möglichen Mailadressen, unabhängig davon, ob deren Besitzer Sparkassenkunden sind oder nicht.

Gemeinsamkeiten der jüngsten „Sparkassen“-Phishingmails

  • Die Mails besitzen alle das typische rot-weiße Layout der Sparkassen

  • Es wird immer behauptet, dass ein "S-CERT Umstellung" bevorsteht und deshalb der Kunde ausdrücklich zustimmen muss

  • Von „einer EU weiteren Datenschutzreform“ ist in holprigem Deutsch die Rede

  • Es befindet sich ein farblich prominent platzierter roter Registrieren-Button (der neuerdings auch mit "Vorteile freischalten" beschriftet sein kann) mit weißer Schrift in der Mail. Über diesen Button kommen Sie dann zu einer gefälschten Webseite, auf der versucht wird, Sie zur Eingabe Ihrer Daten zu verleiten.

So erkennen Sie den Phishingangriff

Die Mails stammen natürlich nicht von einer offiziellen Sparkassenmailadresse, sondern von anderen obskuren Absendern. Führen Sie den Mauszeiger über die Absenderadresse, um sich die tatsächlich Mailadresse des Absender anzeigen zu lassen.

In den Mails kommen sprachliche Fehler oder Rechtschreibfehler vor. Etwa folgender Fehler: „Grundlegend profitieren sich nur von mehr Geschwindigkeit auf unserer Website“ - hier sollte „Sie“ statt „sich“ stehen.

Angriffswelle läuft schon länger

Diese Angriffswelle, die sich als Mails von der Sparkasse tarnt, läuft in unterschiedlichen Varianten schon den ganzen Sommer 2021 über. Wir stellen in den unten stehenden Meldungen die unterschiedlichen Versionen dieser Angriffswelle vor. Übrigens gibt es neben Phishingmails auch angebliche Kurznachrichten/SMS, die im Namen der Sparkassen verschickt werden.

Angriff auf Sparkassen-Kunden – Vorsicht vor dieser Mail

Sparkassen-Kunden im Visier: Neue Phishingmail-Variante

Sparkassenkunden per SMS angegriffen: Vorsicht vor Cybergangster

Polizei warnt vor Phishingangriffen auf Sparkassenkunden