Twitter nutzte Securitydaten der Nutzer für Werbung

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat mitgeteilt, dass er Mailadressen oder Telefonnummern, die die Twitternutzer ausschließlich für Sicherheitszwecke angegeben hatten (beispielsweise für die wichtige und durchaus empfehlenswerte Zweifaktor-Authentifizierung), für zielgruppenoptimierte Werbemaßnahmen verwendet habe. Dies sei versehentlich geschehen im Rahmen des Tailored Audiences and Partner Audiences Advertising Systems. Dabei wurden die zu Sicherheitszwecken angegebenen Telefonnummern und Maildressen der Twitter-Nutzer mit Daten von Marketinglisten abgeglichen, die Werbepartner hochgeladen hatten. Diese Marketingdaten, die unter anderem Telefonnummern und Mailadressen umfassen, haben die Werbepartner aus anderen Quellen zusammengestellt.

Twitter entschuldigt sich für diesen Fehler. Twitter weiß laut eigenen Angaben nicht, wie viele Nutzer von diesem Fehler betroffen sind. Der Kurznachrichtendienst betont, dass er keinerlei persönliche Nutzerdaten mit externen Partnern oder Drittparteien geteilt habe. Twitter habe diesen Fehler am 17. September 2019 abgestellt und verwende seitdem nicht mehr die Telefonnummern oder Mailadressen, die die Nutzer ausschließlich für Sicherheitszwecke angegeben haben, für Werbezwecke. Warum Twitter aber erst jetzt die Öffentlichkeit informiert, sagt das US-Unternehmen nicht.

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