Test: Die besten Gaming-Mäuse im Vergleich

Kaum ein PC-Eingabegerät ist so wichtig wie die Maus. Insbesondere für Gamer spielt ein zuverlässiges sowie umfangreiches ausgestattetes Modell eine elementare Rolle. Wir sagen Ihnen, auf was Sie beim Kauf einer guten Gaming-Maus achten sollten.

Was zeichnet also eine gute Spiele-Maus aus? Sie sollte in erster Linie über eine gute Verarbeitung und über robuste Schalter verfügen, schließlich sind Gaming-Mäuse höheren und längeren Belastungen ausgesetzt als ihre Office-Kollegen: Häufige und schnelle Klickfolgen, plötzliche Bewegungsänderungen und auch mal den ein oder anderen Wutanfall, wenn es im Spiel mal nicht so gut läuft. Und das sind die herausragenden Gaming-Mäuse im Test:

TEST-SIEGER: Razer Basilisk Ultimate

TEST-SIEGER: Razer Basilisk Ultimate

© Razer

Die Hyperspeed-Technik der Razer Basilisk Ultimate sorgt für eine latenzfreie drahtlose Audioübertragung. Hinzu kommen eine beeindruckende Laufzeit, flexibel programmierbare Elemente (Beleuchtung und Tasten), ein verstellbares Scrollrad und PTFE-Gleitfüße, die in Kombination mit dem vergleichsweise geringen Gewicht ein flottes Handling der Maus gewähren. Das mitgelieferte Dock und das leichte, flexible Kabel runden den guten Eindruck ab. Der Preis von rund 115 Euro ist aufgrund der gezeigten Leistung angemessen.

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PREIS-LEISTUNGS-SIEGER: Sharkoon Drakonia II

PREIS-LEISTUNGS-SIEGER: Sharkoon Drakonia II

© Rapoo

Für einen Straßenpreis von gerade einmal 40 Euro erhalten wir eine Gaming-Maus im ergonomischen Design mit einem High-End-Sensor, RGB-Beleuchtung und einem Weight-Tuning-System. Für all das würde die Konkurrenz für ein solches Leistungs-Paket deutlich höhere Preise aufrufen. Auch wenn die Oberflächenbeschaffenheit und das Design nicht jedermanns Geschmack trifft, können wir dennoch sagen, dass die Drakonia II ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und nicht nur für Einsteiger bestens geeignet ist.

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TOP DESIGN: Cooler Master MM710

TOP DESIGN: Cooler Master MM710

© Cooler Master

Die Cooler Master MM710 ist eine der leichtesten Gaming-Mäuse auf dem Markt. Zusammen mit dem leichten, flexiblen Anschlusskabel und den PTFE-Gleitfüßen ist ein besonders ermüdungsfreies und flottes Gaming möglich. Außerdem ist das Modell staub- und spritzwassergeschützt - und die Waben sorgen für eine angenehme Belüftung.
Wer allerdings sehr große Hände hat und außerdem mit links seine Gaming-Maus führt, der dürfte nicht ganz so zufrieden mit der Maus sein. Außerdem ist das Design der MM710 nicht jedermanns Sache. Doch zu einem Preis von knapp 50 Euro ist die Cooler Master MM710 definitiv eine Empfehlung wert, denn der Pixart-Sensor verrichtet einen sehr guten Job.

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ATTRAKTIVER PREIS: Logitech G203 Lightsync

ATTRAKTIVER PREIS: Logitech G203 Lightsync

© Logitech

Im Test der Logitech G203 Lightsync wurde schnell klar, dass die Gaming-Maus für die breite Masse entworfen wurde. Trotzdem hat sie einiges zu bieten, wie einen präzisen optischen Sensor, sechs programmierbare Tasten inklusive extra DPI-Umschalter sowie eine einstellbare RGB-Beleuchtung. Zudem ist sie mit 85 Gramm ziemlich leicht und aufgrund der kompakten Größe mit fast allen Grip-Styles bedienbar. Klar ist es nicht die edelste Gaming-Maus, die uns jemals untergekommen ist, da sie komplett aus Plastik besteht und die Mausklicks einen leicht schwammigen Eindruck hinterlassen. Auch Gamer mit besonders großen Händen dürfte die G203 Lightsync etwas zu klein sein. Doch für nur 25 Euro ist die Logitech ein super Allrounder und beispielsweise auch für Einsteiger uneingeschränkt zu empfehlen.

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INNOVATIVE TECHNIK: Asus ROG Chakram

INNOVATIVE TECHNIK: Asus ROG Chakram

© Asus

Die Asus ROG Chakram bietet gleich drei Verbindungsmodi: 2,4-Gigahertz-Funk über den mitgelieferten USB-Dongle, Bluetooth LE und kabelgebunden über das USB-C-Anschlusskabel. Die Chakram lässt sich zudem kabellos über den Qi-Standard laden. Dann gibt es hier an der linken Außenseite einen programmierbaren Joystick, der sich analog oder digital betreiben lässt - ideal für die Steuerung von Flugzeugen, zum Beispiel. Die Gehäuseabdeckung ist magnetisch und lässt sich abnehmen, um darunter beispielsweise den USB-Dongle zu verstauen oder die Plakette, um dort das eigene Logo zu integrieren. Auch die Haupt-Maustasten sind magnetisch und lassen sich ohne Werkzeug abnehmen, um die Schalter darunter schnell und einfach zu tauschen, Ersatz-Schalter sind im Lieferumfang enthalten. Der optische Sensor Pixart 3335 löst mit maximal 16.000 DPI auf. Das Design der Maus eignet sich für Palm- und Fingertip-Grip-Spieler. Insgesamt kombiniert die Chakram viel innovative Funktionen.

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Hohe Abtastrate = gute Gaming-Maus?

Lassen Sie sich nicht vom Hersteller-Marketing blenden: Eine gute Gaming-Maus muss nicht über abertausende DPI (oder CPI) verfügen. Hier kommt es auf ihre persönliche Vorliebe an. Gute Modelle bieten sowieso an, die Auflösung im laufenden Betrieb über eine eigene Taste zu ändern. Oft lassen sich diese Stufen auch selbst im Treiber programmieren.

Die besten Gaming-Mauspads im Test

Ein weiterer wichtiger Wert ist die sogenannte Polling-Rate, die die Hersteller in Hertz angeben. Diese Angabe informiert Sie darüber, wie oft in der Sekunde die Maus dem System mitteilt, wo sie sich aktuell befindet. Eine 1000-Hertz-Polling-Rate bedeutet also, dass das Gerät 1000-mal in der Sekunde berichtet, wo sie jetzt ist. Das wiederum entspricht einer schnellen Reaktionszeit von nur einer Millisekunde. Idealerweise lässt sich die Polling-Rate auch herunterregeln, um die Maus auch an älteren Systemen betreiben zu können.

Nur weil eine Maus eine hohe DPI-Zahl beherrscht, bedeutet das nicht, dass es sich um eine gute Gaming-Maus handeln muss.

Auf die individuelle Handhaltung kommt es an

Wenn Sie im „Palm Grip“ spielen, also Ihre Hand komplett auf der Maus ablegen, dann greifen Sie zu einer breiten, hohen Maus. Gamer mit „Claw Grip“, die mit angewinkelten Fingern und der unteren Handflächen daddeln, greifen zu schmaleren und mittelhohen Modellen. „Finger Tip Grip“-Spieler zocken am besten mit schmalen sowie flacheren Mäusen, da sie sowieso fast nur mit den Fingerspitzen spielen. Gummierte Griffflächen bieten sich auch noch an, um im Eifer des Gefechts nicht den Halt zu verlieren.

Tastatur- und Maus-Treiber optimal einrichten

Das i-Tüpfelchen bildet ein „Weight Tuning System“: Hier verändern Sie mit Hilfe von kleinen Gewichten die Schwere der Maus. Ein kleines aber feines Detail ist das USB-Kabel. Wenn Sie auf die Langlebigkeit Ihres Gaming-Nagers wertlegen, dann achten Sie darauf, dass das Kabel „gesleevt“ ist, also geflochten respektive mit Textil ummantelt ist – das schützt sehr gut vor Kabelbruch!

Veranschaulicht von Razer: Die verschiedenen Grip-Styles, also Bedienweisen der Maus.

© Razer

Zusatztasten, Speicher und Beleuchtung

Je nach Spiele-Genre und eigener Vorliebe bieten sich mehr oder weniger Zusatztasten an. Besonders bei MMO- oder MOBA-Gamern bieten sich gleich ganze Zahlenfelder an der linken Außenseite an, die sich schnell über den Daumen bedienen lassen. Darauf lassen sich auch ganze Tastenfolgen im Treiber programmieren. Idealerweise lassen sich die Befehle auch noch in unterschiedliche Profile speichern, um so mehrere Spiele oder Anwendungen abdecken zu können.

Optische Maus versus Laser-Maus - Welche ist besser?

Teurere Gaming-Mäuse bieten oft eine RGB-Beleuchtung an, damit Sie das Gerät individuell an Ihre optischen Wünsche anpassen können.

Ein Onboard-Speicher ermöglicht es, Ihre Einstellungen auch an fremden oder neuen PCs zu nutzen. Bei der Beleuchtung entscheidet wieder der Geschmack: Teurere Modelle bieten RGB-LEDs, um die Maus an das restliche Gaming-Equipment anzupassen, günstigere Mäuse verfügen oft nur über eine oder gar keine Leuchtfarbe.