Eufy Robovac L70 Hybrid

Mit dem Robovac L70 Hybrid stellt Eufy , ein Tochter-Unternehmen des chinesischen Elektronikspezialisten Anker, seinen ersten Saugroboter mit Lidar vor. Mit anderen Worten: Eufys erstes Saugroboter-Modell, das sich im Raum orientiert, diesen kartografiert und planmäßig Bahn für Bahn reinigt statt nach dem Chaosprinzip im Raum wild hin- und herzufahren. Damit reinigt der Robovac L70 Hybrid auf jeden Falls deutlich schneller als beispielsweise der Eufy Robovac 11 Max, aber nicht zwangsläufig gründlicher.

Fazit: Relativ günstiger Lidar-basierter Sauger mit ansprechender Optik

Der Robovac L70 Hybrid reinigt zuverlässig und schnell und lässt sich per App und Sprachbefehle zuverlässig bedienen. Seine Lautstärke können Sie per App regeln, in der leisesten Stufe sollte er auch noch am Abend saugen können, ohne dass sich Nachbarn gestört fühlen.

Der Robovac L70 Hybrid bietet zwar keine Funktion, die andere Saugroboter nicht auch schon haben. Doch er liefert ein gutes, smartes Rundum-Reinigungspaket zu einem wirklich fairen Preis. Die Wisch-Funktion ist eine nette Dreingabe, aber nicht entscheidend. Gut gefällt uns die schicke Optik.

Preis, Verkaufsstart, Alternativen

Eufy verlangt zum Verkaufsstart am 6. September 2019 für sein neues Topmodell Robovac L70 Hybrid 499,99 Euro.

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Zum Vergleich: Für den Konkurrenten Roborock S6 müssen Sie 579 Euro zahlen. Dessen Vorgänger Roborock S5 kostet mit 499 Euro genauso viel wie der Robovac L70 Hybrid.

Der Robovac L70 Hybrid wartet aber noch mit einer weiteren Neuerung gegenüber den bisherigen Eufy-Robotern auf: Er kann auch feucht rauswischen, bietet also zwei Funktionen in einem Gerät. Daher das „Hybrid“ in der Produktbezeichnung. Rund 500 Euro kostet der Robovac L70 Hybrid. Wir haben den smarten Sauger getestet.

Inbetriebnahme: Völlig unkompliziert

Der Roboter macht einen schicken, wohnzimmertauglichen Eindruck: Das Gehäuse ist in weißer Farbe und der Lidaraufsatz ist in wertig wirkender Metalloptik gehalten. Der Robovac L70 Hybrid ist binnen weniger Minuten einsatzbereit und seine Ausgabesprache auf Deutsch umgestellt, nur der Akku muss noch aufgeladen werden.

Das Innenleben von Eufy Robovac L70 Hybrid.

© Eufy

Für die Ladestation liefert Eufy genauso wie Roborock beim S5 und S6 eine wasserfeste Unterlage mit, damit Wasserreste, die aus dem Wassertank des Roboters tropfen, den Fußboden nicht beschädigen. Der Roboter lässt sich wie alle Konkurrenzmodelle auch über die Bedienelemente an seiner Oberseite bedienen, doch für die smarten Zusatzfunktionen müssen Sie die Eufy-Home-App für iOS und Android auf dem Smartphone installieren. Der Roboter muss zudem mit Ihrem WLAN verbunden werden. Die Installation der App und die Verbindung mit dem WLAN klappten auf Anhieb. Direkt nach der ersten Anmeldung wurde uns das erste Firmware-Update zur Installation angeboten. Dieses war in Kürze ohne Probleme installiert.

Eufy Robovac L70 Hybrid von oben und von unten.

© Eufy

Das Andocken an Amazon Alexa und an Google Assistant ging ebenfalls reibungslos über die Bühne, wir konnten den Roboter sofort mit einem deutschen Sprachbefehl lossaugen lassen und auch wieder zur Ladestation zurückschicken. Siri und Apple Homekit unterstützt der Roboter jedoch nicht.

Sie können den Saugroboter also auf folgende Weise arbeiten lassen:

  • Von Hand über die Bedienelemente an der Oberseite des Roboters

  • Von Hand per App

  • Timer-gesteuert

  • Per Sprachbefehl an Alexa oder Google Assistant

Funktionen und Reinigungsleistung

Der Robovac L70 Hybrid ist zunächst einmal ein Saugroboter (Saugleistung: 2200 Pa, also 200 Pa mehr als beim Robovac 11S Max ). Anders als die bisherigen Robovac-Modelle von Eufy wie der 11S Max erfasst der Robovac L70 Hybrid den Raum mit seinem Lidar. Zusätzlich erkennt er Hindernisse unmittelbar vor sich auch noch mit Infrarotsensoren und er besitzt die gewohnten Stoßsensoren sowie Sensoren an der Unterseite, mit denen er Abgründe identifiziert und davor abbremst.

Zuverlässiges Kartografieren: Wenn der Robovac L70 Hybrid erstmals in einer Wohnung reinigt, erfasst er zunächst die Ränder der Wohnung. Hat der Robovac L70 Hybrid dann die Grenzen seines Reinigungsbereichs umfahren, reinigt er in gleichmäßigen Bahnen den Innenbereich. Ist die Wohnung sehr groß, dann reinigt er zunächst einen Raum komplett, bis er zum nächsten weiterfährt und diesen dann vollständig reinigt. Das funktionierte in unserem Test auf Anhieb perfekt, der Roboter erfasste sofort alle Zimmer unserer Wohnung vollständig und reinigte sie nach und nach vollständig. Der Roboter fand auch problemlos zur Ladestation zurück.

Der Roboter hat tadellos alle zugänglichen Bereiche gereinigt. Die nicht gereinigten Bereiche auf der Karte waren mechanisch blockiert, beispielsweise durch Stühle.

Sobald der Roboter Ihre Wohnung komplett erfasst hat, können Sie in der App (siehe unten) Zonen für die Reinigung einrichten und diese dann gezielt reinigen lassen. Das klappte im Test auf Anhieb.

Zonenreinigung: Wir lassen den Robovac vom Rand unseres Esszimmers losfahren, damit er das Wohnzimmer saugt.

Der Roboter kann aber nicht zwischen unterschiedlichen Etagen unterscheiden.

Vier Screenshots der App, von links beginnend: Karte wird während des Saugvorgangs erstellt, Wasserabgabe einstellen, Timer stellen, Saugstärke und damit Lautstärke einstellen.

Der Roboter arbeitet in der leisesten Stufe durchaus leise, wenn auch mit wechselnder Lautstärke, wobei er immer wieder ein deutlich vernehmbares Pfeifgeräusch von sich gibt. Trifft er auf Teppiche, dann erhöht er automatisch seine Saugleistung und erzeugt dabei ein relativ lautes Geräusch. Auf Fliesen verursacht der Roboter ein schepperndes Geräusch und wird dadurch relativ laut.

Der Roboter reinigt schnell und gründlich, auch einen hohen roten Teppich bekommt er sauber. An den Rändern des hohen Teppichs zeigt sich aber ein auch von anderen Saugrobotern her bekanntes Problem: Es bleiben Krümel liegen. Insgesamt ist die Reinigungsleistung des Robovac L70 Hybrid aber auch auf hohen Teppichen überzeugend.

Wenn der Akku während des Reinigungsvorgangs leer wird, fährt der Roboter selbstständig zur Ladestation, um aufzuladen und danach die Reinigung fortzusetzen. Den Filtereinsatz im Staubfangbehälter können Sie wie auch bei vielen anderen aktuellen Robotern unter dem Wasserhahn auswaschen.

Dank Lidar saugt der Eufy Robovac L70 Hybrid nach Plan.

© Eufy

Feucht wischen: Außerdem wischt der Robovac L70 Hybrid Ihre Fußböden feucht raus. Das dafür nötige Wasser füllen Sie in den kleinen Tank, der sich auf dem Staubbehälter befindet. Zudem befestigen Sie das Wischtuch mit dem entsprechenden Halter an der Unterseite des Roboters. Wie auch bei allen anderen derartigen Feuchtwischrobotern gilt auch für den Robovac L70 Hybrid: Er kann nicht schrubben und deshalb keine Flecken entfernen. Das Feuchtwischen dient also nur zum Aufnehmen von Staub und Pollen, aber nicht zum Beseitigen hartnäckiger Verschmutzungen. Eine nette Dreingabe, aber kein entscheidendes Feature.

Sowohl die Zonenreinigung als auch das Sperren von Bereichen funktioniert in der App auch mit dem Wischmodus. Sobald während eines Wischvorgangs das Wasser im Tank zur Neige geht, weist der Roboter via Sprachausgabe und Push-Nachricht auf das Smartphone auf den Wassermangel hin.

Links haben wir den Wischmodus ausgewählt, rechts der rote Bereich ist gesperrt.

App und Sprachsteuerung

Die App für iOS und Android bietet die für smarte Saugroboter mittlerweile üblichen Funktionen. So zeigt die App eine Karte der gereinigten Räume und die aktuelle Position des Roboters an. Sie können in der App die Tage und Zeiten festlegen, an denen der Roboter automatisch zu reinigen beginnen soll. Außerdem können Sie die Saugstärke und damit auch die Lautstärke des Roboters einstellen.

Firmware-Update.

Sie können zudem den Roboter von der App aus zum Reinigen schicken und auch wieder aufladen lassen. Veränderungen, die Sie in der App vornehmen, werden sofort auf dem Roboter ausgeführt. Sie können in der App eine Reinigung jederzeit unterbrechen und den Roboter zurück zur Ladestation schicken.

Die Startseite der Eufy Home-App.

Ein wichtiges Feature in der App ist das Festlegen der Zonen, die der Roboter nicht reinigen soll. Denn Eufy liefert keine mechanischen Sperren mehr mit, sondern Sie legen alle Begrenzungen in der App fest. Hierbei können Sie unterscheiden, ob der Roboter bestimmte Bereiche komplett aussparen soll oder ob er bei diesen nur auf das feucht Wischen verzichten soll. Im Test erkannte der Roboter diese virtuellen Grenzen zuverlässig und hielt sich daran.

Eufy Robovac L70 Hybrid hört auf Sprachbefehle von Alexa und Google Home.

© Eufy

Neben der App dienen auch Sprachbefehle zur Steuerung des Robovac L70 Hybrid. Beispiele für Alexa-Sprachbefehle sind „Alexa, sag Robovac, er soll die Reinigung starten“, „Alexa, sag Robovac, er soll das Staubsaugen beenden“ oder „Alexa, sag Robovac, er soll zurückfahren“. Für Google Assistant lauten die Befehle entsprechend „Ok Google, sag Robovac, er soll reinigen“ oder „Ok Google, sag Robovac, er soll zur Ladestation zurückfahren“. Im Test funktionierten die Sprachbefehle in der Regel einwandfrei.

Links Google Home, rechts Amazon Alexa.

Preis, Verkaufsstart, Alternativen

Eufy verlangt zum Verkaufsstart am 6. September 2019 für sein neues Topmodell Robovac L70 Hybrid 499,99 Euro. Zum Vergleich: Für den Konkurrenten Roborock S6 müssen Sie 579 Euro zahlen. Dessen Vorgänger Roborock S5 kostet mit 499 Euro genauso viel wie der Robovac L70 Hybrid.

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