Die Grafikkarte stellt für PC-Spieler die wichtigste Komponente dar. Von ihr hängt ab, in welcher Auflösung Sie mit welcher Grafikqualität zocken können und wie flüssig das Spielerlebnis ausfällt. Um Ihnen die Kaufentscheidung zu erleichtern, haben wir alle aktuellen Grafikprozessoren von AMD und Nvidia im Test. Wir geben anhand unserer Messwerte Kaufempfehlungen von der Einsteiger-Grafikkarte bis hin zum Highend-Modell. In der folgenden Bildergalerie präsentieren wir Ihnen unseren Test-Sieger, den Preis-Leistungs-Sieger, den Preis-Tipp und unsere Empfehlung der Redaktion.

Performance-Rating der Grafikkarten

Wir testen alle Grafikkarten mit zehn Spielen und bilden den Mittelwert der durchschnittlichen Bilder/s. Detaillierte Ergebnisse für jedes Spiel finden Sie in den Tabellen am Ende des Artikels . In der folgenden Bildergalerie listen wir die Spieleleistung aller Grafikkarten im Test auf. In den Auflösungen Full-HD (1920 x 1080) und WQHD (2560 x 1440) müssen sich alle GPUs beweisen. Highend-Grafikkarten testen wir zudem in der UHD-Auflösung (3840 x 2160). Durch die Pfeile können Sie in die nächst höhere/niedrigere Auflösung umschalten. Mit einem Klick auf "zur Bildergalerie-Großansicht" in der rechten unteren Ecke gelangen Sie zu einer besser lesbaren Version der Diagramme.

Euro-pro-FPS-Verhältnis

In den folgenden beiden Diagrammen können Sie sehen, wie viel Euro Sie im Schnitt für ein Bild pro Sekunde zahlen müssen (in FHD und WQHD). Dafür haben wir für jede    Grafikkarte aus den zehn getesteten Spielen (am Ende des Artikels aufgeführt) einen FPS-Durchschnitt gebildet. Anschließend teilen wir den aktuellen Straßenpreis einer Grafikkarte (Stand: Februar 2020) durch diese errechnete Zahl und erhalten somit das Euro-pro-FPS-Verhältnis. Natürlich ist dieses Diagramm mit Vorsicht zu genießen, da die Grafiken nur eine indirekte Auskunft über die Leistung einer Grafikkarte geben.
Da die Messungen der RX 580 und RX 590 noch mit dem alten Testsystem erfolgt sind, fehlen sie leider in der Grafik.

Aus den Diagrammen ist sehr leicht ersichtlich, dass AMDs neue Einsteigergrafikkarten im Vergleich zu Nvidias Konkurrenz deutlich zu teuer sind. Die GTX 1650 SUPER bekommt jedoch von uns trotzdem keine Kaufempfehlung auf Grund des zu geringen Videospeichers. Unsere Empfehlung ist aus Preis-Leistungs-Sicht dementsprechend die GTX 1660 SUPER. In der WQHD-Auflösung zeigt sich ein ganz anderes Bild – hier dominiert ganz klar AMD mit der RX 5700 (XT). Wenn Sie die maximale Spieleleistung für Ihr Geld bekommen wollen, führt im Preissegment von 300 bis 450 Euro aktuell kein Weg an AMD vorbei. Da AMD aktuell keine UHD-taugliche Grafikkarte in petto hat, entfällt ein entsprechender Vergleich.

Raytracing: Ein wichtiger Grund bei der Kaufentscheidung?

Raytracing ist eine aufwendige Licht- und Schattenberechnung, die für ein noch immersiveres Spielerlebnis sorgen soll. Dabei dienen die speziellen RT-Cores in den Nvidia GeForce RTX 20x0 GPUs zur Berechnung der Strahlenverfolgung (deutsch für Raytracing). AMD hat aktuell keine Grafikkarten mit dieser Technik im Angebot, will aber Mitte 2020 mit einer Highend-Radeon-GPU nachziehen.

So funktioniert Raytracing: Sie können sich vorstellen, dass vom Auge des Betrachters (der Spielfigur) Strahlen zu jedem einzelnen Bildpunkt auf dem Monitor ausgehen. Sobald ein Strahl auf ein Objekt trifft, prüft die Spiel-Engine, ob andere Faktoren wie eine Spiegelung oder ein Schattenwurf Einfluss auf den betreffenden Pixel haben. Es findet also eine Brechung und Nachverfolgung des Strahls statt. Dadurch können Objekte, welche vom Bildpunkt des Betrachters aus verborgen sind oder sich außerhalb des Bildbereichs befinden, Einfluss auf das Spiel nehmen: So können Sie einen Gegner zum Beispiel durch seinen Schattenwurf oder durch eine Spieglung in einem Schaufenster auch um eine Ecke herum erkennen.

Control ist der aktuelle Vorzeigetitel was die Visualisierung von Raytracing betrifft.

© Nvidia

Aktuell findet Raytracing jedoch nur in sehr wenigen Spielen eine Anwendung, meistens ohne einen spielerischen Mehrwert zu liefern. Zudem müssen Sie die Spieleinstellungen in den unterstützten Spielen deutlich herunterdrehen, um bei aktiviertem Raytracing dieselbe FPS-Zahl zu erhalten. Mit Veröffentlichung der nächsten Konsolengenerationen soll sich Raytracing jedoch deutlich weiterverbreiten. Ob Sie letztendlich jetzt schon auf die neue Technik setzen wollen oder lieber warten, bis diese vollkommen ausgereift ist, bleibt Ihnen überlassen. Aus unserer Sicht ist jedoch der Aufpreis für eine Raytracing-Grafikkarte aktuell zu hoch.


Lohnen sich ältere Grafikkarten-Generationen noch?

Nvidias Turing-Generation ist mittlerweile seit knappen eineinhalb Jahren auf dem Markt und hat auch schon einen Refresh in Form der SUPER-Grafikkarten erfahren. Dementsprechend sind nur noch vereinzelt Restposten der Pascal-Grafikkarten Nvidia Geforce GTX 10x0 erhältlich, die jedoch preislich vollkommen unattraktiv sind. Auch die RTX 2070 und die RTX 2080 zählen zu den Auslaufmodellen und können ebenfalls nicht durch einen attraktiven Preis bestechen. Wenn Sie also nicht gerade eine gebrauchte Grafikkarte besonders günstig erhalten, raten wir stets zur aktuellen Generation von Nvidia.

Sowohl AMDs Grafikkarten auf der GCN-Architektur als auch Nvidias Pascal-GPUs sind aus Preis-Leistungs-Sicht nicht mehr empfehlenswert.

Bei AMD sieht es nicht viel anders aus. Das High-End-Modell Radeon VII hat nach nur einem halben Jahr auf dem Markt bereits den „End-of-Life“-Status erreicht. Die noch verfügbaren Modelle sind deutlich zu teuer. Auch von den, lange Zeit als Preis-Leistungs-Tipp geltenden, Grafikkarten Vega 56 und Vega 64 sollten sie mittlerweile lieber die Finger lassen. Es gibt leistungsstärkere beziehungsweise günstigere Alternativen. Einzig und allein die RX 570, RX 580 und RX 590 Grafikkarten sind nach wie vor preislich interessant - vom hohen Stromverbrauch mal abgesehen. Allerdings dürften diese Modelle mittelfristig von der RX 5500 XT und RX 5600 XT abgelöst werden - hier heißt es also schnell zuschlagen!


So finden Sie die perfekte Grafikkarte

Bei der Auswahl einer Grafikkarte müssen Sie viele Faktoren beachten wie die Auflösung des Monitors, die Bildwiederholfrequenz des Monitors und welche Spiele Sie mit welchem Detailgrad spielen wollen. Je höher die Bildschirmauflösung ausfällt, desto mehr Leistung benötigt die Grafikkarte, um ein Spiel flüssig darstellen zu können. Pauschal lässt sich sagen, dass sich die FPS beim Upgrade eines Monitors von FHD auf UHD im Schnitt halbieren. Beim Wechsel von FHD auf WQHD sind es dagegen in etwa 25 Prozent weniger Leistung.

ASUS hat auf der CES einen Monitor mit 360 Hz für E-Sportler vorgestellt. Die angestrebte Bildwiederholrate spielt bei der Auswahl der Grafikkarte eine wichtige Rolle.

© Asus

Ein flüssiges Spielerlebnis hängt vom Auge des Betrachters ab. Früher galten 30 Bilder pro Sekunde als die magische Grenze zwischen flüssig spielbar beziehungsweise unspielbar. Heutzutage empfehlen wir Ihnen darauf zu achten, eine Bildwiederholrate von 60 möglichst nicht zu unterschreiten. Gerade in kompetitiven Spielen können Sie von einer höheren Bildwiederholrate wie 120, 144 oder sogar 240 FPS profitieren. Ein Monitor mit entsprechend hoher Hertz-Zahl ist dafür natürlich Grundvoraussetzung. Dementsprechend fallen auch unsere Kaufempfehlungen aus: bei Singleplayer-Titeln achten wir auf eine erreichte FPS-Zahl von mindestens 60, bei kompetitiven Spielen liegt die Messlatte bei 120-144 Bildern pro Sekunde.

Dabei testen wir alle Spiele unseres Test-Parcours mit den höchsten Einstellungen. Wenn Sie mehr Wert auf eine hohe Bildwiederholrate als auf eine ansprechende Grafik legen, können Sie natürlich auch mit niedrigeren Einstellungen spielen. Gerade der Schritt von den „High“ auf die „Ultra“-Settings kostet in den meisten Spielen einiges an Rechenleistung bei nur minimalen optischen Unterschieden.  Im Folgenden diskutieren wir ausführlich, welcher Grafikchip eine Kaufempfehlung von uns bekommt und von welchen GPUs Sie aktuell lieber die Finger lassen sollten.

Welche Grafikkarte für Full-HD (1920 x 1080)?

Der Einstieg ins Full-HD-Gaming gestaltet sich zunehmend schwieriger. Auch wenn es eine breite Auswahl an günstigen Grafikkarten gibt, fällt es uns recht schwer, eine konkrete Kaufempfehlung auszusprechen. Das liegt daran, dass viele Einsteiger-Grafikkarten nur 4 GB Videospeicher zu bieten haben, aus unserer Sicht zu wenig. Aktuell mag das zwar für viele Spiele noch ausreichen, aber spätestens mit dem Release der nächsten Konsolengenerationen Ende des Jahres sind 4 GB für AAA-Titel zu knapp bemessen. Am Beispiel der RX 5500 XT kann man in unserem Performance-Rating auch jetzt schon sehr gut sehen, dass die 8-GB-Variante ihre kleinen Schwester nur auf Grund des doppelt so großen VRAMs um neun Prozent abhängt.

Die Grafik veranschaulicht die Spieleleistung der Grafikkarten in der Auflösung 1920 x 1080. Als Referenzwert dient die GTX 1660 SUPER von Nvidia, da sie unsere Empfehlung für das Full-HD-Gaming darstellt. Die Messungen der GPUs mit hellrotem Balken erfolgten noch mit dem alten Testsystem.

Die GTX 1650 (ab 130 Euro) ist die günstigste Grafikkarte in unserem Vergleich. In aktuellen Titeln müssen Sie die Grafikeinstellungen allerdings auch sehr weit herunterdrehen, um auf 60 Bilder pro Sekunde zu kommen. Die bessere Wahl ist AMDs Konkurrent in Form der RX 570 (ab 135€ mit 8 GB). Diese ist quasi gleich teuer, rechnet im Durchschnitt aber rund 17 Prozent schneller und verfügt über 8 GB Videospeicher - bei allerdings deutlich höherem Stromverbrauch.

Kauf-Tipp: Full-HD-Grafikkarte bis 150 Euro

Mit der Sapphire PULSE Radeon RX 570 8GB können Sie auch aktuelle Blockbuster wie Red Dead Redemption 2 mit etwa 70 FPS spielen, sofern Sie sich mit niedrigen bis mittlere Einstellungen zufriedengeben. Im neuen Call of Duty Modern Warfare erreicht die Grafikkarte sogar auf Ultra-Einstellungen 65 FPS. Bei kompetitiven Spielen wie Fortnite und PUBG übertrifft die GPU knapp die 100 FPS Marke bei hohen Einstellungen. Wenn Sie eine zukunftssichere Grafikkarte suchen, sollten Sie jedoch lieber etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

Eine Stufe darüber ist die GTX 1650 SUPER (ab 160 Euro) gelistet. Diese liefert 36 Prozent mehr Spieleleistung als die GTX 1650, allerdings müssen wir auch hier den nur 4 GB großen Videospeicher bemängeln. Noch einmal 8 Prozent schneller ist AMDs Konkurrenzmodell RX 5500 XT, aber sowohl die 4GB-Variante (ab 180 Euro) als auch die Ausführung mit 8 GB (ab 210 Euro) sind schlichtweg zu teuer. Deutlich interessanter sind hier die älteren Polaris-Modelle AMD Radeon RX 580 und RX 590. Die RX 580 (ab 160 Euro mit 8 GB) liefert sich in der Spieleleistung ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der GTX 1650 SUPER, kostet gleich viel und bietet einen doppelt so großen Videospeicher. Allerdings müssen Sie dafür einen nahezu doppelt so hohen Stromverbrauch in Kauf nehmen. Die RX 590 (ab 175 Euro) rechnet noch einmal zehn Prozent schneller für einen Aufpreis von nur 15 Euro. Auf Augenhöhe mit der RX 590 liegt von Nvidia die GTX 1660 (ab 200 Euro), allerdings ist auch hier der Preis zu hoch angesetzt.

Kauf-Tipp: Full-HD-Grafikkarte bis 200 Euro

Die XFX Radeon RX 590 Fatboy 8GB eignet sich für mittlere bis hohe Einstellungen, wenn Sie aktuelle AAA-Titel spielen wollen. Beispiel: In Assassin’s Creed Odyssey und Metro Exodus schafft die GPU bei mittleren Settings 65 FPS. Wenn Sie kompetitiv spielen wollen, können Sie mit 120 FPS (PUBG) bis 140 FPS (Fortnite) bei mittleren Einstellungen rechnen. In Battlefield V kratzt die RX 590 bei maximalen Einstellungen an der 100 FPS Grenze. Bei dem XFX Modell sollten sie allerdings die Spannung und die Lüfterkurve anpassen, da das Modell sonst recht laut werden kann.
Ausstattungs-Tipp: Sapphire Nitro Radeon RX 590 8G G5

Wenn Sie jedoch eine halbwegs zukunftssichere Grafikkarte kaufen wollen, sollten Sie mindestens zur GTX 1660 SUPER (ab 215 Euro) greifen. Diese zeichnet sich nicht nur durch ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis, sondern auch durch ein gutes Energieeffizienzlevel aus. Zudem bietet die Grafikkarte genügend Leistung, um in kompetitiven Spielen wie PUBG, Fortnite, Overwatch, LoL oder Dota 144 Bilder pro Sekunde bei hohen Einstellungen zu erreichen. Vom Kauf der quasi gleich schnellen, dafür aber deutlich teureren GTX 1660 Ti (ab 265 Euro) raten wir stark ab. In diesem Preis-Segment hat AMD aktuell kein Konkurrenzprodukt zu bieten.

Kauf-Tipp: Full-HD-Grafikkarte bis 250 Euro

Die KFA2 GeForce GTX 1660 Super OC 6GB ist gerade für kompetitive Spieler mit einem 144 Hz Monitor interessant, da sie diese Bildwiederholrate bei hohen Einstellungen mit 150 FPS in PUBG und 140 FPS in Fortnite liefern kann. AAA-Spiele können Sie mindestens in hohen Einstellungen genießen, bei den meisten Spielen sind sogar Ultra-Settings möglich, so zum Beispiel in Far Cry 5 mit 92 FPS oder in Shadow of the Tomb Raider mit 80 FPS. Hier ist also noch etwas Luft für kommende Spieletitel.
Ausstattungs-Tipp: MSI GeForce GTX 1660 SUPER Gaming X

Eine Preisklasse darüber liefern sich die RX 5600 XT (ab 300 Euro) und die RTX 2060 (ab 300 Euro) einen direkten Schlagabtausch. Die beiden Grafikkarten liegen was die Spieleleistung, den Stromverbrauch und auch die Speichergröße angeht auf dem gleichen Level und kosten auch gleich viel. Eine Kaufempfehlung können wir letztendlich aber für beide Grafikkarten nicht aussprechen, da die RX 5700 (ab 320 Euro) nur 20 Euro mehr kostet - für zehn Prozent Mehrleistung und einen 2 GB größeren Videospeicher.

Welche Grafikkarte für WQHD (2560 x 1440)?

Mit der Radeon RX 5700 befinden wir uns auch schon im Bereich der 1440p-tauglichen Grafikkarten. Allerdings müssen Sie hier je nach Spiel mit etwas reduzierten Details leben. Ganz klar für die AMD-Grafikkarte spricht das mit Abstand beste Preis-Leistungsverhältnis einer Grafikkarte für über 300 Euro. In unseren Tests ist sie nur marginal langsamer als die RTX 2060 SUPER (ab 380 Euro) von Nvidia dafür aber satte 60 Euro günstiger. Wenn Sie also nicht unbedingt eine Grafikkarte mit hardwareseitigem Raytracing-Support erwerben wollen, dann ist die RX 5700 die klar bessere Wahl.

Die Grafik veranschaulicht die Spieleleistung der Grafikkarten in der Auflösung 2560 x 1440. Als Referenzwert dient die RX 5700 XT von AMD, da sie unsere Empfehlung für das WQHD-Gaming darstellt.

Kauf-Tipp: Full-HD/WQHD-Grafikkarte bis 350 Euro

Die XFX Radeon RX 5700 DD Ultra 8 GB stellt aus Preis-Leistungs-Sicht sowohl die Konkurrenz von Nvidia als auch aus dem eigenen Haus weit in den Schatten. Dabei haben Sie die Wahl, ob Sie lieber auf eine hohe Bildwiderholrate oder eine hübsche Grafik - sogar in WQHD-Auflösung - setzen. Kompetitive Spiele beschleunigt die RX 5700 mit 143 FPS (Fortnite) respektive mit 139 FPS (PUBG) bei maximalen Grafikeinstellungen. Spiele wie Call of Duty Modern Warfare (68 FPS), Battlefield V (81 FPS) oder Shadow of the Tomb Raider (79 FPS) können Sie sogar in WQHD bei voller Grafikpracht genießen.
Ausstattungs-Tipp: PowerColor Radeon RX 5700 Red Dragon 8GB

Ein ähnlich gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet die RX 5700 XT (ab 370 Euro), AMDs derzeit stärkste Navi-GPU. Die Grafikkarte erreicht im Schnitt nämlich zehn Prozent mehr Leistung als die RTX 2060 SUPER bei quasi gleichen Anschaffungskosten. Mit der RX 5700 XT können Sie die meisten Spiele in WQHD dann auch in höchster Detailstufe genießen. Nvidias RTX 2070 SUPER (ab 500 Euro) rechnet im Schnitt nur fünf Prozent schneller, kostet aber einen satten Aufpreis von 130 Euro. Dafür erhalten Sie Raytracing-Support, wobei Sie in WQHD dafür auch wieder die Details nach unten schrauben müssen.

Kauf-Tipp: WQHD-Grafikkarte bis 450 Euro

Die PowerColor Radeon RX 5700 XT 8GB ist unsere klare Kaufempfehlung, wenn Sie in WQHD spielen wollen. Die zwölf Prozent Mehrleistung im Vergleich zur RX 5700 reichen aus, um in nahezu jedem Spiel die 60 FPS Marke bei höchsten Einstellungen zu knacken. Selbst in den extrem fordernden Spielen Metro Exodus (55 FPS) und Red Dead Redemption 2 (53 FPS) liegt die RX 5700 XT nur knapp darunter.
Ausstattungs-Tipp: SAPPHIRE Nitro+ Radeon RX 5700 XT 8G

Kauf-Tipp: WQHD-Grafikkarte bis 550 Euro

Die KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER EX 1-Click OC 8GB ist im Schnitt zwar nur fünf Prozent schneller als die RX 5700 XT, ein werkseitig übertaktetes Modell reicht aber aus, um in allen Spielen die 60 FPS zu erreichen - bei 2560 x 1440 Bildpunkten mit maximalen Details. Zudem bietet die Grafikkarte hardwareseitige Raytracing-Unterstützung, welches sich in FHD auf höchsten Einstellungen spielen lässt. In WQHD müssen Sie mit leichten Einschnitten bei der Grafikqualität leben, um über 60 Bilder pro Sekunde zu erreichen bei aktiviertem Raytracing.
Ausstattungs-Tipp: Gigabyte GeForce RTX 2070 SUPER Windforce Gaming OC 3X 8G

Welche Grafikkarte für UHD (3840 x 2160)?

Damit Sie aktuelle Spiele in UHD mit flüssigen Bildraten genießen können, brauchen Sie eine wirklich potente Grafikkarte. Die eben erwähnten RX 5700 XT und RTX 2070 SUPER stellen hier nur die absolute Minimalanforderung dar. Wir empfehlen mindestens den Kauf einer RTX 2080 SUPER (ab 700 Euro). Allerdings dürfen Sie auch hier nicht mit den höchsten Spieldetails rechnen, gerade der „nur“ 8 GB große Videospeicher ist für eine Auflösung von 3840 x 2160 Bildpunkten schon sehr knapp bemessen. AMD hat im UHD-Segment aktuell keine Grafikkarte im Aufgebot.

Die Grafik veranschaulicht die Spieleleistung der Grafikkarten in der Auflösung 3840 x 2160. Als Referenzwert dient die RTX 2080 Ti von Nvidia, da sie unsere Empfehlung für das UHD -Gaming darstellt.

Kauf-Tipp: UHD-Grafikkarte bis 750 Euro

Die KFA2 GeForce RTX 2080 SUPER EX 1-Click OC 8GB ist in der Lage Online-Shooter wie Battlefield V (68 FPS) oder Call of Duty Modern Warfare (65 FPS) mit über 60 FPS darzustellen. Selbiges gilt für Battle-Royale-Spiele wie Fortnite (64 FPS) oder PUBG (68 FPS). Für AAA-Titel reicht es dagegen nur für mittlere bis hohe Grafikdetails aus. Verringern Sie die Auflösung auf WQHD erhalten Sie in den aufgeführten Spielen dreistellige FPS-Raten. Bei 2560 x 1440 Bildpunkten können Sie mit der RTX 2080 SUPER nahezu alle Spiele in ihrer vollen Grafikpracht durch aktiviertes Raytracing mit höchsten Details genießen.
Ausstattungs-Tipp: ASUS ROG Strix Nvidia GeForce RTX 2080S Advanced 8G

Wenn Sie graphisch anspruchsvolle Spiele in dieser Auflösung wirklich genießen wollen, müssen Sie in den sauren Apfel beißen und mindestens 1050 Euro für eine RTX 2080 Ti in die Hand nehmen. Damit erhalten Sie die aktuell leistungsstärkste Consumer-Grafikkarte, die dank ihres 11 GB großen Videospeichers zudem zukunftssicher ist. Über der RTX 2080 Ti rangiert zwar noch die Titan RTX (ab 2770 Euro), deren Preis-Leistungs-Verhältnis in Spielen aber jenseits von Gut und Böse ist. Wenn Sie die Grafikkarte also nicht für professionelle Zwecke einsetzen wollen, raten wir stark vom Kauf ab.

Kauf-Tipp: UHD-Grafikkarte bis 1250 Euro

Für alle Gamer, die kompromisslose Leistung suchen, können wir die ZOTAC GAMING GeForce RTX 2080 Ti AMP 11GB empfehlen. Die Grafikkarte ist zwar enorm teuer, dafür aber auch über 18 Prozent schneller als die aktuell zweitschnellste GPU, die RTX 2080 SUPER. In unseren Spieletests reicht es fast immer für 60 FPS bei maximalen Details. Nur in den wenigsten Spielen müssen Sie sich in UHD-Auflösung mit dem Preset „Hoch“ an Stelle von „Ultra“ begnügen.
Ausstattungs-Tipp: MSI GeForce RTX 2080 Ti Gaming X Trio 11GB


Gemessene FPS in FHD

Folgend können Sie alle FPS-Werte finden, die wir in den zehn Spielen Assassin's Creed Odyssey, Borderlands 3, Civilization VI Gathering Storm, F1 2019, Far Cry 5, Forza Horizon 4, Metro Exodus, Red Dead Redemption 2, Shadow of the Tomb Raider und The Division 2 ermittelt haben. Die angegebenen Zahlen stellen dabei den Mitterlwert aus drei Testdurchläufen dar, um Messfehler auszuschließen und Messtoleranzen auszugleichen. Die Messungen erfolgen bei höchsten Spieldetails in den drei Auflösungen Full-HD, WQHD und UHD - letztere nur für die High-End-Grafikkarten.

Tabelle zur Seite scrollen für mehr Informationen.

Grafikkarte

Assassin's Creed Odyssey

Borderlands 3

Civilization VI Gathering Storm

F1 2019

Far Cry 5

Forza Horizon 4

Metro Exodus

Red Dead Redemption 2

Shadow of the Tomb Raider

The Division 2

GeForce GTX 1650

28,6

29,5

34,6

57,6

53,8

67,0

24,9

34,8

47,2

38,2

GeForce GTX 1650 SUPER

39,5

41,5

49,4

77,2

78,2

87,5

35,1

41,0

62,9

52,3

GeForce GTX 1660

48,2

46,8

55,2

88,8

83,7

102,2

38,9

41,0

72,8

63,9

GeForce GTX 1660 SUPER

53,9

51,6

63,5

100,5

95,2

114,5

43,5

45,8

83,4

69,8

GeForce GTX 1660 Ti

53,2

52,5

63,3

100,7

95,8

113,8

44,4

42,8

83,0

69,9

GeForce RTX 2060

60,4

63,0

79,3

117,2

110,5

125,8

53,9

56,3

96,8

85,6

GeForce RTX 2060 SUPER

65,9

71,1

88,8

126,7

123,4

133,9

61,0

59,8

108,8

96,1

GeForce RTX 2070 SUPER

68,2

83,1

104,0

142,8

136,9

160,2

71,4

73,3

128,2

119,7

GeForce RTX 2080 SUPER

76,9

94,8

112,5

159,0

147,1

173,9

86,3

82,9

144,0

135,3

GeForce RTX 2080 Ti

86,2

113,1

135,8

159,0

154,4

183,5

99,5

91,1

155,7

158,2

Radeon RX 570 8GB

37,5

34,7

44,5

73,7

63,8

76,2

33,4

32,0

56,4

48,1

Radeon RX 5500 XT 4GB

33,2

40,2

55,0

85,3

77,7

73,7

36,6

43,7

51,3

56,3

Radeon RX 5500 XT 8GB

45,8

40,3

56,1

89,5

84,1

92,0

37,3

39,4

67,0

59,3

Radeon RX 5600 XT

53,7

59,2

81,0

125,4

112,0

128,7

55,1

47,1

89,6

82,9

Radeon RX 5700

62,6

64,4

91,3

136,5

123,3

137,4

61,1

58,8

104,0

88,0

Radeon RX 5700 XT

70,9

72,6

102,7

150,2

135,5

158,6

67,8

67,1

116,4

101,9

Gemessene FPS in WQHD

Tabelle zur Seite scrollen für mehr Informationen.

Grafikkarte

Assassin's Creed Odyssey

Borderlands 3

Civilization VI Gathering Storm

F1 2019

Far Cry 5

Forza Horizon 4

Metro Exodus

Red Dead Redemption 2

Shadow of the Tomb Raider

The Division 2

GeForce GTX 1650

23,0

16,7

19,5

38,1

35,6

50,3

18,9

n.a.

30,5

24,2

GeForce GTX 1650 SUPER

28,9

23,9

36,5

59,4

46,4

65,2

27,9

n.a.

41,3

30,0

GeForce GTX 1660

37,0

30,0

40,7

68,3

55,6

79,6

29,4

31,9

49,0

41,4

GeForce GTX 1660 SUPER

43,1

34,0

47,6

73,8

63,7

89,7

34,6

35,8

55,9

45,6

GeForce GTX 1660 Ti

41,5

35,1

47,4

76,7

65,7

89,2

34,8

35,5

55,3

45,6

GeForce RTX 2060

49,4

43,3

60,0

91,2

71,4

100,2

42,0

44,1

65,2

56,4

GeForce RTX 2060 SUPER

55,1

49,5

68,5

101,6

89,0

107,9

47,3

48,9

75,3

63,1

GeForce RTX 2070 SUPER

60,2

58,6

81,2

115,6

102,2

129,8

58,2

58,4

89,0

82,5

GeForce RTX 2080 SUPER

65,1

67,0

88,4

117,0

114,6

142,8

64,0

66,4

100,7

93,8

GeForce RTX 2080 Ti

72,6

82,0

106,4

134,1

134,5

158,7

80,0

75,7

119,1

113,7

Radeon RX 570 8GB

27,6

24,2

33,6

57,1

44,8

58,9

25,6

25,5

38,0

32,0

Radeon RX 5500 XT 4GB

25,6

28,6

42,5

65,9

52,8

53,5

30,4

n.a.

36,6

29,5

Radeon RX 5500 XT 8GB

34,4

28,7

42,8

62,8

57,3

71,8

30,2

31,0

44,2

39,2

Radeon RX 5600 XT

40,1

41,8

61,9

97,6

74,4

101,5

43,8

38,1

59,5

54,7

Radeon RX 5700

51,4

46,1

71,9

107,9

88,1

114,3

48,2

47,5

70,8

58,5

Radeon RX 5700 XT

60,0

52,4

81,5

119,3

99,9

129,1

55,1

53,4

78,8

67,8

Gemessene FPS in UHD

Tabelle zur Seite scrollen für mehr Informationen.

Grafikkarte

Assassin's Creed Odyssey

Borderlands 3

Civilization VI Gathering Storm

F1 2019

Far Cry 5

Forza Horizon 4

Metro Exodus

Red Dead Redemption 2

Shadow of the Tomb Raider

The Division 2

GeForce RTX 2070 SUPER

40,1

31,6

52,5

73,4

54,7

87,7

35,2

37,3

46,7

44,7

GeForce RTX 2080 SUPER

43,8

36,4

57,4

83,9

62,7

98,4

40,5

42,8

54,0

51,6

GeForce RTX 2080 Ti

47,5

45,1

72,0

90,1

76,8

112,6

50,6

51,9

65,7

63,5

Radeon RX 5700 XT

36,7

28,4

53,1

74,0

51,7

82,5

34,5

34,1

39,7

37,9

Synthetische Benchmarks

Neben den Spieletests führen wir noch synthetische Benchmarks durch, um die Rechenleistung einer Grafikkarte zu ermitteln. Auch hier sind die angegeben Scores/ Zeiten der Durchschnitt aus drei Testdurchläufen.

Tabelle zur Seite scrollen für mehr Informationen.

Grafikkarte

3D Mark Time Spy Extreme

3D Mark Time Spy Extreme Graphics

3D Mark Fire Strike Ultra

3D Mark Fire Strike Ultra Graphics

Unigine Superposition 4K Open GL

GeForce GTX 1650

1704

1519

1856

1712

2439

GeForce GTX 1650 SUPER

2254

2042

2356

2162

3482

GeForce GTX 1660

2679

2457

2970

2776

3938

GeForce GTX 1660 SUPER

3039

2817

3392

3160

4503

GeForce GTX 1660 Ti

3033

2811

3419

3185

4550

GeForce RTX 2060

3704

3503

4496

4267

5532

GeForce RTX 2060 SUPER

4294

4134

5372

5163

6273

GeForce RTX 2070 SUPER

4845

4745

6132

5928

7395

GeForce RTX 2080 SUPER

5362

5341

6905

6692

8416

GeForce RTX 2080 Ti

6538

6762

8437

8258

10317

Radeon RX 570 8GB

tbd

tbd

3104

3053

2638

Radeon RX 5500 XT 4GB

2340

2125

3531

3498

2830

Radeon RX 5500 XT 8GB

2329

2115

3517

3484

2938

Radeon RX 5600 XT

tbd

tbd

5386

5468

4462

Radeon RX 5700

3866

3673

5770

5784

4908

Radeon RX 5700 XT

4332

4176

6609

6652

5590

So testet PC-WELT Grafikkarten

Wir testen alle Grafikkarten unter gleichen Bedingungen, um faire, transparente und vergleichbare Ergebnisse zu erzielen. Welche Hardware und Software wir für unsere Tests benutzen, und wie die Gesamtwertung am Ende zustande kommt, erfahren Sie in folgendem Artikel: Wie PC-WELT Grafikkarten testet