In unserer Kaufempfehlung erfahren Sie, ob Sie aktuell besser zu einer AMD Radeon RX oder Nvidia GeForce RTX Grafikkarte greifen sollten.

Die Grafikkarte stellt für PC-Spieler die wichtigste Komponente dar. Von ihr hängt ab, in welcher Auflösung Sie mit welcher Grafikqualität zocken können und wie flüssig das Spielerlebnis ausfällt. Um Ihnen die Kaufentscheidung zu erleichtern, haben wir alle aktuellen Grafikprozessoren von AMD und Nvidia im Test. Wir geben anhand unserer Messwerte Kaufempfehlungen von der Einsteiger-Grafikkarte bis hin zum High-End-Modell. In der folgenden Bildergalerie präsentieren wir Ihnen unseren Test-Sieger, den Preis-Leistungs-Sieger, den Preis-Tipp und unsere Empfehlung der Redaktion.



Neues GPU-Testsetup für 2021

Nach guten eineinhalb Jahr im Einsatz war es mal wieder an der Zeit unser GPU-Testverfahren von Grund auf zu überarbeiten. Das bedeutet nicht nur eine neue CPU und schnelleren Arbeitsspeicher, um die Grafikkarten in niedrigen Auflösungen so wenig wie möglich auszubremsen, sondern auch etliche neue Spieltitel, um die Test-Samples maximal zu fordern. Grundlage ist ein AMD Ryzen 9 5950X auf dem MSI MEG X570 Godlike mit der BIOS-Version 1C6. Der Resizable Bar Support ist im BIOS aktiviert. Die CPU übertakten wir mittels CTR 2.1, die Taktrate in den Spielen liegt dadurch zwischen 4700 und 4800 MHz. Für die Kühlung kommt die 360-mm-AiO G.Skill ENKI 360 mit manuell angepasster Lüfterkurve zum Einsatz, um maximale CPU-Leistung zu gewährleisten. Als Arbeitsspeicher sind vier 8 GB Module vom Typ G.Skill Trident Z Neo verbaut, deren primäre Timings wir auf 14-15-14-29 angepasst haben. Der RAM taktet dabei mit 3800 MHz im 1:1 Mode, die sekundären Timings sind ebenso optimiert. Das Betriebssystem sowie die Anwendungen sind auf einer WD Black SN750 mit 1 TB installiert, die Spiele finden auf der zusätzlichen SanDisk SSD Plus mit ebenfalls 1 TB ihren Platz. Für praxisnahe Tests verbauen wir die Hardware im geschlossenen Gehäuse  be quiet! Silent Base 802 mit Glasfenster. Auch das Netzteil Straight Power 11 Platinum mit 1000 Watt stammt von be quiet!. Für die Bildausgabe verwenden wir einen ASUS ROG Swift PG27UQ

So sieht unser neues GPU-Testsetup für 2021 aus.

Die Gaming-Performance teilen wir in zwei Messungen auf: Rasterisierung und Raytracing inklusive DLSS respektive FSR. Die Nvidia-Grafikkarten testen wir bei aktiviertem Raytracing einmal ohne DLSS und einmal mit DLSS im Quality-Mode. Für die AMD Grafikkarten gibt es Zusatztests mit FidelityFX Super Resolution . Die getesteten Auflösungen sind Full-HD (1920 x 1080), QHD (2560 x 1440) und UHD (3840 x 2160). Als Spiele für die Rasterisierungstests verwenden wir folgende Titel: Assassin's Creed Odyssey, Borderlands 3, Call of Duty Black Ops Cold War, Control, Cyberpunk 2077, DOOM Eternal, F1 2020, Horizon Zero Dawn, Metro Exodus, Red Dead Redemption 2, Shadow of the Tomb Raider, Watch Dogs Legion und Wolfenstein Youngblood. Bei aktiviertem Raytracing haben es diese Titel in die Auswahl geschafft: Call of Duty Black Ops Cold War, Control, Cyberpunk 2077, Dirt 5, Metro Exodus Enhanced Edition, Shadow of the Tomb Raider und Watch Dogs Legion. Für die Tests mit aktiviertem FSR kommen Anno 1800, Godfall, Kingshunt, Terminator the Resistance und The Riftbreaker zum Einsatz.

CPU-Benchmark 2021: Prozessoren im Vergleich-Test - mit Rangliste

Neben den durchschnittlichen FPS-Werten messen wir in jedem Spieletest auch das 99th percentile, die Leistungsaufnahme sowie die anliegende Taktrate. Hierfür kommt das Programm  FrameView in Kombination mit dem Power Capture Analysis Tool (PCAT) zum Einsatz. Zusätzlich zur Gaming-Performance ermitteln wir die Anwendungsleistung mit den folgenden Programmen und Tools: Puget Bench für Adobe Photoshop, Puget Bench für Adobe Premiere Pro, Puget Bench für DaVinci Resolve, Blender, Indigo Benchmark, LuxMark, OctaneBench und V-Ray. Die genauen Spiel- und Anwendungseinstellungen können Sie am  Ende des Artikels  finden.

Hinweis:  Da es sehr viel Zeit beansprucht, alle Grafikkarten durch den Test-Parcours zu jagen, fehlen im Vergleich aktuell leider noch viele Werte zu Nvidias RTX 2000 und AMDs RX 5000 GPUs. Diese Werte tragen wir später in den entsprechenden Bildergalerien mit den Benchmarkwerten nach.

Performance-Rating der Grafikkarten in allen Auflösungen

Wir testen alle Grafikkarten zunächst in 13 Spielen ohne Raytracing/DLSS und bilden daraus den Mittelwert der durchschnittlichen Bilder/s. In den folgenden Bildergalerien listen wir Ihnen die Spielleistung aller Grafikkarten im Test in 1080p, 1440p und 2160p auf. In den Auflösungen Full-HD und QHD müssen sich alle GPUs beweisen. Highend-Grafikkarten testen wir zudem in der UHD-Auflösung. Durch die Pfeile können Sie von der Gesamtübersicht zu den detaillierten Messwerten in den einzelnen Spielen umschalten. Mit einem Klick auf "zur Bildergalerie-Großansicht" in der rechten unteren Ecke gelangen Sie zu einer besser lesbaren Version der Diagramme.

Da wir aus zeitlichen Gründen noch nicht alle Grafikkarten mit dem neuen Benchmark-Setup nachtesten konnten, folgt an dieser Stelle der Vollständigkeit halber noch eine Übersicht der Messwerte mit unserem alten Test-System. Die Messwerte sind auf Grund von unterschiedlicher Test-Hardware und -Software sowie neuen Funktionen wie Resizable BAR Support nicht direkt vergleichbar.

Raytracing, DLSS und FSR: Wichtige Gründe bei der Kaufentscheidung?

Raytracing respektive Pathtracing sind aufwendige Licht- und Schattenberechnungen, die für ein noch immersiveres Spielerlebnis sorgen sollen. Dabei dienen die speziellen RT-Cores in den Nvidia GeForce RTX GPUs beziehungsweise die Ray Accelertors in den AMD RX 6000 Grafikkarten zur Berechnung der Strahlenverfolgung (deutsch für Raytracing). 

Flotter RAM: So wichtig ist der Arbeitsspeicher-Takt für den Gaming-PC

So funktioniert Raytracing beziehungsweise Pathtracing: Sie können sich vorstellen, dass vom Auge des Betrachters (der Spielfigur) Strahlen zu jedem einzelnen Bildpunkt auf dem Monitor ausgehen. Sobald ein Strahl auf ein Objekt trifft, prüft die Spiel-Engine, ob andere Faktoren wie eine Spiegelung oder ein Schattenwurf Einfluss auf den betreffenden Pixel haben. Es findet also eine Brechung und Nachverfolgung des Strahls statt. Dadurch können Objekte, welche vom Bildpunkt des Betrachters aus verborgen sind oder sich außerhalb des Bildbereichs befinden, Einfluss auf das Spiel nehmen: So können Sie einen Gegner zum Beispiel durch seinen Schattenwurf oder durch eine Spiegelung in einem Schaufenster auch um eine Ecke herum erkennen. 

Gab es zur Veröffentlichung der RTX-2000-GPUs im September 2018 nur sehr wenige Spiele mit Raytracing-Support, so sind mittlerweile etliche weitere Titel hinzugekommen. Da nicht länger nur Nvidia, sondern auch AMD sowie die neuen Spielkonsolen PS5 und Xbox Series X Raytracing unterstützen, dürfte sich die Technik jetzt noch einmal deutlich schneller verbreiten. Aus diesem Grund haben wir unserem Benchmarktest extra noch sieben Titel mit Raytracing  Support hinzugefügt. Zur Einordnung der Grafikkarten haben wir auch hier wieder einen FPS-Durchschnitt aus den getesteten Spielen gebildet, über die Pfeile gelangen Sie zu den genauen Messwerten in den einzelnen Spielen.

Da die Berechnung von Raytracing unglaublich aufwendig ist, kommt in vielen Spielen eine Hybrid-Lösung aus Raytracing und Rasterisierung zum Einsatz. So lassen sich zum Beispiel im neuen Call of Duty Cold Wars nur die Schatten per Raytracing darstellen, Spiegelungen oder die globale Beleuchtung setzen nach wie vor auf Rasterisierung. In Spielen wie Control oder Minecraft gibt es dann die volle Palette mit Raytracing-Schatten, Global Illumination, Godrays und Reflektionen. Um die Grafikkarten bei der Berechnung zu entlasten, kann auf den Nvidia RTX GPUs das Feature DLSS (Deep Learning Super Sampling) eingesetzt werden. 

Einfach gesagt rendert die Grafikkarte dabei das Bild in einer niedrigeren Auflösung und skaliert das Bild anschließend mittels künstlicher Intelligenz hoch. Tatsächlich berücksichtigt das neuronale Netzwerk dabei aber nicht nur das aktuelle Bild, das dargestellt werden soll, sondern auch vergangene und nachfolgende, um das Bild aus all diesen Informationen zusammen zu setzen. Die Berechnungen basieren dabei auf Bewegungsvektoren, wodurch sich theoretisch sogar eine bessere Bildqualität erreichen lässt, als bei nativer Bildauflösung. Gab es anfangs noch etliche Probleme und Grafikfehler, so funktioniert die Technik seit der Veröffentlichung von DLSS 2.0 ziemlich gut und ermöglicht deutlich höhere FPS-Zahlen nahezu ohne Einbußen bei der Grafikqualität. 

AMD hat am 22. Juni 2021 nachgezogen und hat mit FidelityFX Super Resolution eine ähnliche und doch vollkommen unterschiedliche Funktion veröffentlicht. Im ausführlichen Artikel gehen wir genauer auf die Unterschiede ein. So hat der Hersteller gar nicht als Ziel eine gleiche oder bessere Bildqualität zu erreichen, sondern legt vor allem Wert auf höhere FPS-Zahlen bei einer annähernd so guten Darstellung. AMD setzt auch nicht auf eine künstliche Intelligenz und Bewegungsvektoren, sondern nur auf ein räumliches Upscaling. Bildqualitätsmäßig kommt das nicht an DLSS heran, lässt sich dafür aber auf jeder Hardware nutzen und ist für die Spielentwickler viel einfacher zu implementieren. Da es aktuell leider kein einziges Spiel gibt, welches sowohl DLSS als auch FSR unterstützt, können wir keinen direkten Vergleich ziehen.

Hinweis: Auch hier liefern wir wieder die Messergebnisse mit unserem alten Test-System dazu, um ältere Grafikkarten einordnen zu können. Wie bereits erwähnt sind die ermittelten Performance-Werte zwischen dem alten und dem neuen Benchmark-Setup nicht direkt vergleichbar und können abweichen.


Grafikkarten im Anwendungstest

Wenn Sie mit Ihrem PC professionell arbeiten wollen, ist nicht zwingend eine Nvidia Quadro oder AMD Radeon Pro Grafikkarte nötig. Auch die deutlich günstigeren GeForce und Radeon RX Ableger haben einiges auf dem Kasten. Wir testen wie die Grafikkarten für die einzelnen Programmierschnittstellen wie OpenCL, Cuda und Optix bei der Bild- und Videobearbeitung sowie beim 3D-Rendering abschneiden. Auch Raytracing und künstliche Intelligenz spielt für Kreative eine immer größere Rolle und wird ebenfalls getestet. Wenn Sie mit Ihrem PC also in erster Linie produktiv arbeiten wollen, sollten Sie die folgende Bildergalerie zu Rate ziehen:


Leistungsaufnahme der Grafikkarten im Test

Wenn eine neue Generation an Grafikkarten auf den Markt kommt, stellt sich immer die Frage, ob der Leistungszuwachs auf eine neue Architektur, einen verbesserten Fertigungsprozess oder aber eine höhere Leistungsaufnahme zurückzuführen ist. Konnte AMD sowohl aus Performance-Sicht als auch bei der Energieeffizienz in den letzten Jahren nicht wirklich mit Nvidia mithalten, hat sich das mit der Einführung der RDNA-GPUs und spätestens mit der Veröffentlichung von RX 6000 auf Basis von RDNA 2 geändert. So arbeiten die Grafikkarten von AMD in so gut wie jedem Leistungsbereich etwas effizienter als die direkte Konkurrenz von Nvidia. Niedrig fällt die Leistungsaufnahme bei den Topmodellen von AMD aber definitiv auch nicht aus, ein potentes Netzteil ist Grundvoraussetzung.

Interessant sind dabei aber nicht nur die durchschnittlichen Werte bei der Leistungsaufnahme, sondern vielmehr die Peak-Werte welche auftreten können. Dank dem PCAT von Nvidia können wir die Leistungsaufnahme im 10 Millisekunden Bereich messen und dadurch deutlich detaillierte Ergebnisse erhalten. Hier zeigt sich, dass - auch wenn die durchschnittliche Leistungsaufnahme der GPUs von AMD niedriger ausfällt - die Spikes auf einem vergleichbaren Niveau mit den GPUs von Nvidia liegen.

Tabelle zur Seite scrollen für mehr Informationen.

Furmark  

Watt avg

Watt max

AMD Radeon RX 6700 XT

222,7

264,3

AMD Radeon RX 6800

233,1

274,6

AMD Radeon RX 6800 XT

302,4

352,1

AMD Radeon RX 6900 XT

302,1

397,7

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

267,6

311,1

Zotac GeForce RTX 3060 AMP

172,9

210,1

Nvidia GeForce RTX 3060 Ti

203,7

253,3

Nvidia GeForce RTX 3070

226,1

267,9

Nvidia GeForce RTX 3070 Ti

302,8

335,2

Zotac GeForce RTX 3070 Ti AMP Holo

318

345,4

Nvidia GeForce RTX 3080

333,1

365,6

Nvidia GeForce RTX 3080 Ti

358,2

404,7

Zotac GeForce RTX 3080 Ti AMP

354,2

390,5

Nvidia GeForce RTX 3090

362,5

402,2


Welche Grafikkarte für Full-HD (1920 x 1080)?

Der Einstieg ins Full-HD-Gaming gestaltet sich zunehmend schwieriger, was nicht nur an der aktuell schlechten Verfügbarkeit und den überzogenen Preisen liegt. Weder AMD noch Nvidia haben auf Basis der aktuellen RDNA-2 respektive Ampere-Architektur bisher eine Einsteigergrafikkarte veröffentlicht. Nvidias RTX 3060 mit einer offiziellen UVP von 329 Euro richtet sich zwar an Full-HD-Gamer, ein günstiger Einstieg ist das aber definitiv nicht. Bei AMD sieht es noch ein gutes Stück schlechter aus, hier ist die RX 6700 XT aktuell das schwächste Modell mit einem Herstellerpreis von 479 Euro. Hier müssen die beiden Hersteller also unbedingt nachbessern, aber Prio 1 dürfte erst einmal die Verfügbarkeit der bisher veröffentlichten Modelle haben. Bleibt also nur der Griff zu einer GPU aus der Vorgängergeneration.  

Vergleichs-Test: Die besten Full-HD-Monitore für Gamer

Und hier kommen wir zum nächsten Problem, dass viele Einsteiger-Grafikkarten nur 4 GB Videospeicher zu bieten haben, aus unserer Sicht definitiv zu wenig. Das gilt sowohl für die GTX 1650 als auch die GTX 1650 Super . Die RX 5500 XT von AMD gibt es zwar immerhin auch als Variante mit 8 GB VRAM, aber hier reicht die reine Rechenleistung des Chips bereits nicht mehr wirklich aus, wenn Sie aktuelle Spiele mit hohen Settings spielen wollen. Selbst 6 GB Videospeicher halten wir mittlerweile als für recht knapp bemessen, wenn Sie über einen längeren Zeitraum Spaß an Ihrer Grafikkarte haben wollen. Das hängt aber natürlich auch immer davon ab, welche Titel Sie zocken wollen. Für MOBAs, Battle-Royal oder nicht so anspruchsvolle Shooter sind Grafikkarten wie die GTX 1660 oder die GTX 1660 Super durchaus geeignet um bei hohen Settings mit 120 FPS zu zocken. 

Noch mehr Leistung bieten dann die RX 5600 XT und die RTX 2060 , beide Modelle können jedoch vom nur 6 GB großen Videospeicher bereits ausgebremst werden. Mit der RTX 2060 erhalten Sie auch Raytracing-Support, allerdings nur mit stark reduzierten Details, wenn Sie mindestens 60 Bilder pro Sekunde anpeilen. Wenn Sie also nicht nur eine Übergangsgrafikkarte einbauen wollen, bis die Topmodelle wieder günstiger geworden sind, dann empfehlen wir mindestens zur RX 5700 von AMD oder zur RTX 2060 Super von Nvidia zu greifen. Beide Grafikkarten sind mit 8 GB Videospeicher augestattet und bieten genügend Rechenleistung, um auch in aktuellen Titeln wie Assassin's Creed Odyssey oder Cyberpunk 2077 bei hohen bis höchsten Einstellungen mindestens 60 Bilder pro Sekunde zu erreichen.

Das Optimum wäre die RTX 3060 von Nvidia, welche sogar mit 12 GB Videospeicher ausgestattet ist und selbst bei aktiviertem Raytracing meist noch auf flüssige Spielraten kommt. In Titeln wie Cyberpunk 2077 oder Metro Exodus Enhanced Edition hilft dann DLSS im Quality Mode um bei hohen Settings auf über 60 FPS zu kommen. Aber wie bereits angesprochen ist selbst die offizielle UVP von 329 Euro nicht unbedingt günstig. Und die derzeitigen Preise (Stand 29.06) liegen mit mindestens 582 Euro noch einmal ein gute Ecke darüber. Für so viel Geld hat man vor ein paar Jahren noch ein Topmodell bekommen, um nicht nur in Full-HD sondern auch höheren Auflösungen zocken zu können.

Nvidia GeForce RTX 3060 im Test


Welche Grafikkarte für WQHD (2560 x 1440)?

Bei einer Erhöhung der Monitorauflösung von Full-HD auf WQHD steigt die benötigte Rechenleistung deutlich an. Bei uns im Test verringern sich die durchschnittlichen FPS dadurch im Schnitt um 28 Prozent. Die RTX 3060 kann hier als Einstiegslösung verwendet werden, bei leistungshungrigen Titeln wie Cyberpunk 2077, Metro Exodus in der Enhanced Edition oder Watch Dogs Legion müssen Sie dann jedoch mit reduzierten Grafikdetails leben. Wenn Sie bei aktiviertem Raytracing zocken wollen, dann sinken die erreichten FPS noch einmal deutlich, selbst DLSS hilft hier oft nicht, um noch 60 Bilder pro Sekunde zu erreichen. Etwas schneller rechnen dann die RX 5700 XT von AMD und die RTX 2070 Super von Nvidia. Große Leistungsreserven für die Zukunft erhalten Sie aber auch hier nicht.

Vergleichs-Test: Die besten WQHD-Monitore für Gamer

Die ideale Grafikkarte fürs 1440p-Gaming zu finden, ist tatsächlich nicht einfacher als eine gute Einsteiger-GPU zu finden, weil es kein so wirkliches rundum sorglos Paket gibt. Beginnen wir bei Nvidia mit der RTX 3060 Ti, der RTX 3070 und der RTX 3070 Ti. Der kleinste GA104-Ableger, die RTX 3060 Ti , ist in unserem Test in der Lage nahezu jedes getestete Spiel in QHD bei maximalen Spieldetails mit 60 FPS oder mehr wiederzugeben. Im Schnitt 13 Prozent Mehrleistung bietet die RTX 3070 , welche jedoch nach offiziellen Preisen 24 Prozent mehr kostet. Die noch einmal fünf Prozent schnellere  RTX 3070 Ti halten wir dann für ziemlich überflüssig - zu wenig Mehrleistung für 100 Euro Aufpreis.

Alle drei Karten haben jedoch das selbe Problem, sie sind nur mit 8 GB Videospeicher ausgestattet. Das ist schon sehr eng bemessen und reicht gerade bei aktiviertem Raytracing oftmals nicht mehr aus. Hier kann DLSS zum Teil für Abhilfe sorgen, welches bei aktiviertem Raytracing sowieso oft notwendig ist, um auf über 60 FPS zu kommen. Interessante Alternative wäre noch das Topmodell der Vorgängergeneration, die RTX 2080 Ti . Diese liegt in Hinsicht auf die Performance mit der RTX 3070 gleich auf, bietet aber 11 GB Videospeicher. Im Abverkauf ist die Karte aber viel zu teuer, hier müssten Sie ein Schnäppchen auf eBay machen, damit die Anschaffung empfehlenswert ist.

Auf der Seite der Konkurrenz finden sich die RX 6700 XT und die RX 6800 . Für die beiden AMD Grafikkarten spricht der 12 GB respektive 16 GB große VRAM, den wir für angemessen groß erachten. Das bietet auch für die Zukunft noch Reserven, da Spiele über die letzten Jahre immer speicherhungriger geworden sind.  Ebenfalls positiv ist, dass die beiden AMD GPUs ihre direkten Gegenspieler bei der Rasterisierungs-Performance ausstechen können. Bei aktiviertem Raytracing hat AMD dann jedoch deutlich das Nachsehen. Nur die wenigsten Spiele lassen sich dabei in 1440p mit flüssigen Bildwiederholraten zocken. Hierfür müssen Sie entweder die Bildqualität deutlich verringern oder aber zur Full-HD wechseln.

Nvidia GeForce RTX 3060 Ti im Test
Nvidia GeForce RTX 3070 im Test
Nvidia GeForce RTX 3070 Ti im Test
AMD Radeon RX 6700 XT im Test
AMD Radeon RX 6800 im Test


Welche Grafikkarte für UHD (3840 x 2160)?

Der Sprung auf die noch höhere UHD-Auflösung fordert noch einmal deutlich mehr Leistung, im Schnitt messen wir beim Wechsel von 1440p auf 2160p 43 Prozent niedrigere FPS-Werte. Sowohl die RTX 3070 Ti als auch die RX 6800 können hier als Einstiegslösung herhalten, dann müssen Sie bei leistungshungrigen Spielen die Einstellungen jedoch auf mittel bis hoch reduzieren. Gerade die GPU von Nvidia muss hier mit dem für die UHD-Auflösung zu kleinem Videospeicher kämpfen. Deutlich besser geeignet sind dann die beiden Modell RTX 3080 und RX 6800 XT . Mit diesen beiden GPUs ließen sich bei uns im Test in nahezu jedem Spiel mindestens 60 FPS bei höchsten Settings erreichen - Ausnahmen sind wie immer Cyberpunk 2077 und Watch Dogs Legion. 

Vergleichs-Test: Die besten UHD-Monitore für Gamer

Wie auch bei den günstigeren Modellen haben die beiden Konkurrenten Vor- und Nachteile. Hisichtlich der Rasterisierungs-Performance nehmen sich die beiden Grafikkarten nicht viel, Nvidia hat ganz knapp die Nase vorne. Dafür arbeitet die GPU von AMD energieeffizienter und ist mit 16 GB Videospeicher ausgestattet, was aus unserer Sicht die optimale Speichermenge fürs 2160p-Gaming im Jahr 2021 ist. Die RTX 3080 wiederum muss sich mit "nur" 10 GB VRAM begnügen, was gerade bei aktiviertem Raytracing schnell eng werden kann. À propos Raytracing, die Berechnung der Strahlenverfolgung geht auf der RTX 3080 deutlich schneller vonstatten als auf der RX 6800 XT, also ein klarer Pluspunkt für Nvidia. Letztendlich müssen Sie aber entscheiden, worauf Sie mehr Wert liegen.

Die maximale Performance liefern dann die beiden aktuellen Gaming-Flaggschiffe: die RX 6900 XT und die RTX 3080 Ti. Der Leistungszuwachs fällt jedoch mit acht respektive neun Prozent recht überschaubar aus. Beide Hersteller lassen sich dieses letzte Leistungsplus jedoch überproportional hoch bezahlen. Die RTX 3080 Ti hat bei der Rasterisierung bereits knapp die Nase vor der RX 6900 XT, ehe sie dann bei aktiviertem Raytracing deutlich davonziehen kann. Der Videospeicher ist mit 12 GB noch ausreichend groß bemessen, fällt aber ein gutes Stück kleiner aus als die 16 GB der RX 6900 XT. Die Karte von AMD arbeitet zudem genügsamer und kostet - zumindest nach offizieller UVP - 200 Euro weniger.  

An der Spitze thront Nvidias BFGPU GeForce RTX 3090 mit üppigen 24 GB Videospeicher. Der Performance-Zuwachs bei Spielen gegenüber der RTX 3080 Ti liegt jedoch nur bei zwei bis drei Prozent. Die Anschaffungskosten fallen dafür sehr hoch aus und auch die Leistungsaufnahme der RTX 3090 sowie die daraus resultierende Abwärme gilt es zu bändigen. Als offizieller Nachfolger für die Titan RTX richtet sich die RTX 3090 jedoch weniger an Gamer als vielmehr an Kreative, welche von der enormen VRAM-Menge Gebrauch machen können. Wir empfehlen die RTX 3090 als vor allem für Content Creator und Enthusiasten, Gamer können auch zur RTX 3080 Ti greifen. 

Nvidia GeForce RTX 3080 im Test
Nvidia GeForce RTX 3080 Ti im Test
Nvidia GeForce RTX 3090 im Test
AMD Radeon RX 6800 XT im Test
AMD Radeon RX 6900 XT im Test


Preisanalyse der Grafikkarten

Als kleinen Service haben wir für Sie in der folgenden Tabelle alle aktuellen Grafikkarten mit der UVP der Hersteller, dem derzeitigen Marktpreis sowie dem prozentualen Aufpreis aufgelistet:

Tabelle zur Seite scrollen für mehr Informationen.

Modell

UVP

Straßenpreis (30.06)

Aufpreis in Prozent

Nvidia GeForce RTX 2060

369 €

458 €

24,1%

Nvidia GeForce RTX 2060 Super

419 €

649 €

54,9%

Nvidia GeForce RTX 2070 Super

639 €

908 €

42,1%

Nvidia GeForce RTX 2080 Super

739 €

899 €

21,7%

Nvidia GeForce RTX 2080 Ti

1.259 €

2.819 €

123,9%

Nvidia GeForce RTX 3060

329 €

582 €

76,9%

Nvidia GeForce RTX 3060 Ti

419 €

777 €

85,4%

Nvidia GeForce RTX 3070

519 €

809 €

55,9%

Nvidia GeForce RTX 3070 Ti

619 €

886 €

43,1%

Nvidia GeForce RTX 3080

719 €

980 €

36,3%

Nvidia GeForce RTX 3080 Ti

1.199 €

1.549 €

29,2%

Nvidia GeForce RTX 3090

1.549 €

1.799 €

16,1%

AMD Radeon RX 5600 XT

299 €

827 €

176,6%

AMD Radeon RX 5700

369 €

n.a.

n.a.

AMD Radeon RX 5700 XT

419 €

1.249 €

198,1%

AMD Radeon RX 6700 XT

479 €

680 €

42,0%

AMD Radeon RX 6800

579 €

875 €

51,1%

AMD Radeon RX 6800 XT

649 €

1.080 €

66,4%

AMD Radeon RX 6900 XT

999 €

1.399 €

40,0%


So hat PC-WELT getestet: Test-System und Spieleinstellungen im Überblick

Diese folgende Test-Hardware ist zum Einsatz gekommen. Windows 10, der Chipsatz- und der Grafikkartentreiber waren auf dem neuesten Stand.

Tabelle zur Seite scrollen für mehr Informationen.

Testsystem

CPU

AMD Ryzen 9 5950X (OC via CTR 2.1)

Mainboard

MSI MEG X570 Godlike

BIOS

E7C34AMS.1C6

BIOS-Settings

manual RAM Tuning, manual CPU Tuning, BAR-Support, Fans PWM (manual fan curve)

CPU-Kühler

G.Skill ENKI 360 (manual fan curve)

Wärmeleitpaste  

Thermal Grizzly Kryonaut  

RAM

4x 8 GB G.Skill Trident Z Neo @ 3800 MHz CL14-15-14-29

System-SSD

Western Digital WD_Black SN750 1 TB

Spiele-SSD

SanDisk SSD Plus 1 TB

Netzteil

be quiet! Straight Power 11 Platinum 1000W

Gehäuse

be quiet! Silent Base 802 weiß, Glasfenster

Monitor  

ASUS ROG PG27UQ

Tabelle zur Seite scrollen für mehr Informationen.

Anwendungstests

Adobe Photoshop 22.3.0 - PugetBench 0.93.1

Test Type: Standard

Adobe Premiere Pro 15.0.0 - Puget Bench 0.95.1

Default

Blender Benchmark 2.92

bmw27, classroom, fishy_cat, koro, pavillion_barcelona, vicor

DaVinci Resolve 17.1.1 - PugetBench 0.92.1

Test Type: Standard

Indigo Benchmark 4.4.15

Bedroom, Supercar

LuxMark 3.1

LuxBall HDR

OctaneBench 2020.1.5

Deafult

V-Ray Benchmark 5.00.20

V-Ray GPU Cuda, V-Ray GPU RTX

Tabelle zur Seite scrollen für mehr Informationen.

Spieltests Rasterisierung

Assassin's Creed Valhalla

Extrem Hoch (Vollbild, V-Sync aus, Anti-Alias Hoch, FPS-Limit aus, FOV 100%, Adaptive Qualität aus)

Borderlands 3

Badass (Vollbild, DX12, Scale 100%, V-Sync aus, FPS-Limit aus, HUD 1)

Call of Duty Black Ops Cold War

Ultra (Vollbild, V-Sync aus, Reflex aus, FPS-Limit aus, HD-Texturen)

Control

Hoch (Vollbild, DX12)

Cyberpunk 2077

Ultra & Hoch (Vollbild, V-Sync aus, Scale 100%)

DOOM Eternal

Ultra-Abtraum (Vollbild, V-Sync aus, Sichtfeld 90, Unschärfe Hoch, Scale 100%)

F1 2020

Ultrahoch (V-Sync aus, FPS-Limit aus, TAA, Dynamische Aulösung aus)

Horizon Zero Dawn

Ultimative Qualität (Vollbild, V-Sync aus, Adaptive Leistung aus, FPS-Limit aus, Sichtfeld 70, Scale 100%)

Metro Exodus

Ultra (DirectX 12, PhysX On, Hairworks On, Scale 100%)

Red Dead Redemption 2

Bildqualität bevorzugen ganz rechts (Vollbild, V-Sync aus, Puffer aus, DX12)

Shadow of the Tomb Raider

Ultrahoch (Vollbild, V-Sync aus, TAA)

Watch Dogs Legion

Ultra (DX12, Scale 100%, Vollbild, V-Sync aus, FPS-Limit aus, Sichtfeld 70)

Wolfenstein Youngblood

Mein Leben! (Vollbild, V-Sync aus, TSSAA)

Tabelle zur Seite scrollen für mehr Informationen.

Spieltests Raytracing

Call of Duty Black Ops Cold War

Ultra (Vollbild, V-Sync aus, Reflex aus, FPS-Limit aus, HD-Texturen, Raytracing Ultra, DLSS off/Quality)

Control

Hoch (Vollbild, DX12, Raytracing Hoch, DLSS off/Quality)

Cyberpunk 2077

Ultra & Hoch (Vollbild, V-Sync aus, Scale 100%, Raytracing Ultra, DLSS off/Quality)

Dirt 5

Ultrahoch (V-Sync aus, Dynamische Auflösung aus, Raytracing an)

Metro Exodus Enhanced

Ultra (Raytracing Ultra, DLSS off/Quality, Reflections Raytraced, Shading 1x, Hairworks on, PhysX On)

Shadow of the Tomb Raider

Ultrahoch (Vollbild, V-Sync aus, TAA, Raytracing Ultrahoch, DLSS off/on)

Watch Dogs Legion

Ultra (DX12, Scale 100%, Vollbild, V-Sync aus, FPS-Limit aus, Sichtfeld 70, Raytracing Ultra, DLSS off/Quality)