Hogwarts Legacy sieht aus wie der Traum eines jeden Harry-Potter-Fans. Mit welcher Liebe hier Hogwarts umgesetzt wurde mit all seinen faszinierenden Treppenhäusern und magischen Häusern, das ist beeindruckend.

Hach, Hogwarts Legacy. Wie lange haben wir auf diesen Moment gewartet: Durch das ehrwürdige Schloss von Hogwarts zu wandeln, nicht in einem festgefahrenen, einem linearen Harry-Potter-Abenteuer, wie es Electronic Arts so oft versucht hat, sondern völlig frei. Wir müssen grinsen, wenn der Direktor vor den magischen Treppen warnt und plötzlich Peeves, der Poltergeist, herumpoltert. Schauen ehrfürchtig auf Gemälde, die sich nach uns umdrehen, erfreuen uns an Geigen, die fröhlich vor sich hin fiedeln und sind ähnlich erschrocken wie Harry, Ron und Hermine, als wir diese kruden Jelly Bellys probieren, von Bertie Botts. Potterheads wissen, dass diese Geleebonbons gerne auch mal mit weniger Appetitlichem gefüllt sein können. Schokofrösche gibt’s auch. 

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Die Magie von J.K. Rowlings Arbeit liegt darin, dass sie jedes einzelne Element, jedes Wappen, jeden Tisch, jeden Teppich in maximalen Detail in ihren Büchern beschreibt und Hogwart’s Legacy fühlt sich so an, als würden wir durch diese Romane streifen.

Wie könnte man dieses Gefühl der ersten Tour durch Hogwarts Legacy beschreiben: Vielleicht ein bisschen wie 2001, als wir in Harry Potter und der Stein der Weisen zum ersten Mal dieses wundersame Gebäude sahen. Hogwarts ist eben nicht irgendein Schloss, es ist ein Zauber-Anwesen, wo Ritterrüstungen sich bewegen, Portraits mit dem richtigen Spruch eine Treppe ausfahren und einen Geheimgang enthüllen, der in die Katakombonen führt. Viele von uns haben sicherlich ganz Hogwarts mit LEGO nachgbaut, die Bücher verschlungen und die Filme genossen. Und wissen, dass naseweise Schüler dort lieber nicht des Nachts herumwandeln sollten, obwohl dort natürlich große Abenteuer warten. Und Fluffy, der dreiköpfige Hund. 

15 Minuten 4K-Gameplay von Hogwarts’s Legacy:

Der Detailgrad ist atemberaubend. Es gibt viele schöne Spiele da draußen, doch dieses hier ist definitiv mit Liebe gemacht. Jedes einzelne Detail, die feinen Stickereien auf den Wappen, die durch den Raum schwirrenden Kerzen, die die mächtigen, sich selbst bewegenden Regale der Bibliothek beleuchten. Mit wie viel Detailliebe die Fresken im Marmorboden gezeichnet sind, jener goldene Ring, der eine Blume umspielt. Das alles wirkt nicht künstlich, die Gemäuer wirken Jahrhunderte alt, etwa die hohen Buntglas-Fenster, wie man sie aus Kathedralen kennt. Und es gibt so viel zu sehen und zu entdecken. Die Eulerei im Westturm etwa, in dem unsere Eule ihr zu Hause findet.

Es ist einfach schön, als Fan von J.K. Rowlings Werken durch all diese Räume Hogwarts zu streifen, die wir in den Büchern mitunter intensiv beschrieben bekommen haben, mitunter aber nur sehr wenig oder gar keine Zeit in den Filmen verbracht haben.

Oder die Küche, wo fleißige Dobbys gerade ein Festmahl für die große Halle vorbereiten. Auch das ist sehr detailliert gestaltet – etwa wie die Elfen mit ihren kleinen Füßen eine Leiter hochklettern, um Mohrrüben in einen riesigen Topf zu werfen. Der Chef-Elf schreibt dabei mit Federkiel mit, was noch gekocht werden muss und freut sich, wenn er etwas abhaken kann. Auch wir bekommen ja unseren eigenen Hauself namens Deek. Aber auch die vielen Gebäudeteile faszinieren, die wir so in den Filmen nur kurz oder gar nicht sehen: Etwa den Slytherin-Gemeinschaftsraum, der unter dem Schwarzen See liegt. 

Es handelt sich dabei also nicht um ein klassisches Zimmer in Hogwarts, sondern eine Art Gewölbe, das oben zu Steinen zuläuft und in einem großen Fenster endet, über das wir in den See schauen. Und ja, in Hogwarts Legacy spielen wir nicht wie zunächst gedacht ganz klassisch einen Griffindor, sondern der sprechende Hut lost uns zu den Slytherin. Crazy! 

Unsere Weltpremiere zu Hogwarts Legacy gehört zu unseren meistgeklickten Geschichten der letzten Monate

Ist Albus Dumbledore in Hogwarts Legacy ein Schüler? 

Wir werden uns in Hogwart’s Legacy an neue Gesichter gewöhnen müssen, denn das Werk spielt sehr viel früher als die Harry-Potter-Ära. Aber es gibt zumindest Anzeichen, dass wir Dumbledore dort treffen werden. Als Schüler.

Es ist sicherlich schade, hier nicht mehr auf Harry, Ron und Hermine zu treffen, sondern uns an neue Charaktere und Figuren gewöhnen zu müssen. Aber den Charme der brillanten J.R. Rowling, der zeigt sich überall in Hogwarts Legacy. Etwa als wir in der Bibliothek einen Studenten finden, der über seinen Büchern eingeschlafen ist. Sprechende Portraits an den Wänden sorgen sich um ihn, andere spötteln oder gucken dezent verächtlich. Wenn die Gerüchteküche stimmt, dann werden wir ja in Hogwarts Legacy auf Albus Dumbledore treffen – nur eben als Schüler. 1892 begann er seine Karriere auf Hogwarts und das Open-World-Abenteuer spielt im späten 19. Jahrhundert. Gut möglich, dass der Mann, den wir nur mit wallendem Rauschebart kennen, in Hogwarts Legacy so alt ist, wie unsere eigene Figur. Wie cool wäre es bitte, mit Dumbledore Abenteuer zu bestehen? Würdet Ihr Dumbledore in euer Quidditch-Team wählen? 

Harry-Potter-Expertin PixelProxi hat dem Trailer 56 Insider-Geheimnisse entlockt:

Was uns besonders gut gefällt: Während Electronic Arts eher versucht hat, die Filme nach zu inszenieren, mit großem Fokus auf Action, scheinen sich hier Erkundung, Abenteuer und das klassische Lernen die Wage zu halten. Wir treffen im Verbotenen Wald auf Zentauren und bei Mondschein auf die zuckersüßen Mondkälber. Am Tag entdecken wir auch einen Graphorn, der faul in der Sonne liegt und gerne gekrault werden möchte. Uns gefällt richtig gut, dass Hogwarts Legacy uns seine Tierwelt nicht automatisch als Feind darstellt, sondern wir sie mitunter einfach genießen können – manche Arten ziehen als Familie durch die Landschaft. Ein Niffler guckt etwas müde aus der Wäsche, hat wohl gerade ein Nickerchen gemacht. Der Niffler wird wohl einer unserer kleinen Begleiter und wir können ihm auch das Fell bürsten. 

In der Winkelgasse kaufen wir Umhänge, Fashion, Pflanzen und Tränke ein. Später können wir diese aber auch selbst anrühren, müssen dafür allerdings in der sehr großen Open-World exotische Zutaten einsammeln.

Anschließend schlendern wir durch die Gewächshäuser für Kräuterkunde von Hogwarts, in denen allerlei lebendige Pflanzen wohnen. Wir erlernen die Verteidigung gegen dunkle Künste, und wie wir Tränke brauen. Und natürlich geht beim Brauen einer magischen Textur auch gerne mal etwas daneben, Feuerwerk inbegriffen. Hogwarts Legacy war lange in Entwicklung, aber das hat sich gelohnt, denn jeder Raum ist hier per Hand designt. Nichts wird dem Zufall überlassen, die Entwickler selbst haben in ihrem Making-of verraten, dass sie immer wieder die Bücher gelesen und alles genauso nachgebaut haben. Etwa das Bad der Vertrauensschüler im fünften Stock, welches von einem Portrait einer Nymphe geziert wird. 

Dobby ist so eine zentrale Figur der Harry-Potter-Geschichte, und es ist schön, dass wir diese netten Elfen wieder treffen – in der Küche von Hogwarts. Wir bekommen aber auch unseren eigenen Hauself, der uns den Raum der Wünsche zum ersten Mal zeigt.

Der ganze Pool ist nur so umsäumt von goldenen Wasserhähnen mit Fischköpfen, die aber eben auch eine gewisse Patina haben – das wirkt nicht künstlich, sondern Jahrhunderte alt, was technisch beeindruckend ist. Letztlich sind wir aber nicht an Hogwarts gebunden: Wir können einen Hippogreifen besteigen (oder unseren Besen nehmen) und nach Hogsmeade fliegen, auf ein Butterbier im Drei Besen. Oder in der Winkelgasse einkaufen gehen. Oder zusammen mit Professor Fig auf eine Reise in magische Lande aufbrechen, in der wir etwa Festungen erkunden, Brücken mit dem Reparo-Zauber wiederherstellen und Stürmen trotzen. 

Auf der Gamescom schlägt Hogwart’s Legacy einen düsteren Ton an: Wir wandeln durch Gräber von Bassiliken und Drachen, durch düstere Gruften und müssen wählen, ob wir den Folter-Zauber Crucio erlernen wollen…

Denn die schwarze Magie hat zahlreiche Tierwesen durchdrehen und aggressiv werden lassen. Und wir reisen zu Gringotts, fahren in deren Loren durch die alten Gemäuer und erleben, wie die Bank eigentlich funktioniert mit ihren schier unendlichen Gängen und Schächten, die mehr an eine Mine erinnern. Aber auch in einer Gruft, in der überall Schlangenköpfe als Statuen die Szenerie überschatten und zu einem magischen Tor führen, welches uns in eine bizarre Welt geleitet, in der Skelette riesiger Monster das von Nebel umspielte Bild trügen. Etwa die Überreste eines Bassilisken? 

Das dunkle Vermächtnis - neues 4K-Gameplay von Hogwarts Legacy direkt von der Gamescom:

Auf zu Abenteuern: Die Goblins wollen als Mafia-Bosse die Welt regieren 

Das Kampfsystem ist stark kombobasiert: Es geht meist darum, einen Angriff abzuwehren und dann eine Kombo zu fahren. Dabei kombinieren wir all diese Zaubersprüche, die wir aus Harry Potter oder auch Fantastische Tierwesen kennen.

Kobolde gehören zur Elite, schließlich gehört ihnen mit Gringotts die größte Bank der Wizarding World, und sie planen einen Anschlag in Hogsmeade, für das sie Magier der dunklen Künste beauftragen und Bergtrolle korrumpieren – zu erkennen an den rot leuchtenden Augen. Also keine Sorge: In Hogwarts Legacy wird viel via Kombos gekämpft: Mit Accio ziehen wir feindliche Zauber zu uns ran, via Descendo lassen wir sie in die Erde crashen. Mit Protego bauen wir ein Schutzschild, welches sogar ein drei Mal so großer Oger mit seiner Keule nicht durchbrechen kann. Wer eher den Stealth-Ansatz bevorzugt, nutzt Tarnumhänge und schleicht so durch die Gemäuer. 

Diese Pony-ähnlichen Wesen namens Theatrale sind dramatische Wesen, denn man kann sie nur sehen, wenn man vorher dem Tod entgangen ist. Das zeigt, wie schlimm es um das Zauberland steht, als dunkle Mächte versuchen, die Macht an sich zu reißen.

Oder greifen zu härteren Methoden: Mit Incendio zünden wir die Eindringlinge in Hogwarts gar an oder lassen die Alraune schreien. Dutzende Zaubersprüche wollen gelernt werden und mächtige Tränke gebraut, dafür brauchen wir natürlich die richtigen Zutaten, die wir in der Welt finden und im Raum der Wünsche in unserer ganz eigenen Zauberer-Loge mischen müssen. Ähnlich wie in Red Dead Redemption 2 bietet Hogwarts Legacy aber auch jede Menge Shops in der berühmten Winkelgasse, wo sich allerlei kaufen lässt für goldene Galleonen, silberne Sickeln und bronzene Knuts. Und wer in Pflanzenkunde aufpasst, der zieht sogar mit einer schreienden Baby-Alraune in die Schlacht um Hogwarts. 

Die Gruft, das eiserne Tor mit den Schlangenköpfen, die Schlangenstatuen. Dieser Raum wirkt wie die Kammer des Schreckens. „Ich kann dir Crucio beibringen oder es gegen dich einsetzen“, sagt Sebastian Sallow. Ist er Freund? Ist er Feind?

Auf der Gamescom zeigt Hogwarts Legacy generell auch ein düsteres Gesicht - dunkle Magie, düstere Gruften in denen Kerzen aus Knochen bestehen. Heiligtürmer des Todes. Es gibt noch so viel zu erzählen zu diesem Werk, doch der Geschichte widmen wir eine eigene Analyse.  Denn wer sich mit Sebastian Sallows anfreundet, der hat die Qual der Wahl: Sollen wir uns von den dunklen Kunsten verführen und ihre unendliche Macht genießen. Bereits gesehen haben wir den Cruciatus-Fluch, der unser Opfer unendlichen Höllenschmerzen durch Folter aussetzt…

Hogwarts’s Legacy erscheint am 12. Februar 2023 für PS5, Xbox Series X, den PC sowie Old-Gen. 

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