In Horizon: Forbidden West taucht Aloy in das überschwemmte San Francisco und das sieht unfassbar gut auf der Playstation 5 aus.

Der Pteranodon dreht seine Runden über der Golden Gate Bridge und breitet seine mächtigen Schwingen in den ersten Szenen von Horizon: Forbidden West aus.

Es sieht wunderschön auf der Playstation 5 aus: Mit seinen gestochen scharfen 4K-Texturen, wie sich sein Stahl und Titan in der Sonne in HDR spiegeln und wie Solarzellen seine Systeme mit Energie speisen. Wirkt technisch, aber auch tierisch – die dicken blauen Kabel geben ihm eine organische Form. Das ist es, was schon Horizon: Zero Dawn zu einem Ausnahmetitel machte: Dass wir hier auf eine Technologie-Tierwelt treffen, die sich nicht wie Roboter anfühlen, sondern lebendige Kreaturen. Als Aloy sich auf einem Steinhaufen ausruht, wacht eine riesige Schildkröte auf – eine Shell Snaper. Sie hat sich hier offenbar zum Winterschlaf hingelegt, wirkt noch ziemlich verträumt, ist völlig von Moos überwuchert. Auch hier sehen wir klar, dass es sich um ein Hightech-Gebilde handelt, um eine Haut aus Stahl, um einen Hals, der sich aus Titanplatten bildet und Augen, die von LEDs formiert werden – doch diese wirken echt. Sie wirken wie bei einem Tier.

Der verbotene Westen: Eine Reise von Utah an die Pazifikküste nach San Francisco 

Auf über ein Dutzend neuer Kreaturen sollen wir treffen, darunter auch Giganten wie diese Shell-Snaper-Schildkröte.

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Der Titel Forbidden West bezieht sich auf einen mysteriösen neuen Schauplatz, der sich von Utah bis zur Pazifikküste zieht. Als Aloy in diesen verbotenen Westen zieht, entdeckt sie beeindruckende Wüsten aber auch viele Sehenswürdigkeiten, die Sie gleich erkennen werden.“

verrät Game Director Mathis De Jonge im Rahmen der Weltpremiere der Playstation 5. Und tatsächlich: Monströse Alligatoren ziehen ihre Bahnen um legendäre Gebäude – das Ferry Building etwa, mit seinem ikonischen Uhrenturm. Sogar die Lettern von San Francisco sind noch zu erkennen, jedoch sind diese mit Moos überwuchert, dort haben sich Koralle angesammelt. Was ist hier passiert? Es wirkt so, als sei die komplette Stadt von einer Flutwelle heimgesucht worden. Das Gebäude liegt nicht tief im Pazifik, lediglich wenige Meter über der Wasseroberfläche. Wer Horizon: Zero Dawn gespielt hat, der weiß bereits, dass eine Mischung aus Naturkatastrophen und eine radikale KI dazu führten, dass die Welt, wie wir sie kennen, untergegangen ist. 

Auch das erste Gameplay-Material erzählt noch von diesen großen Schlachten, ein Kriegsschiff liegt völlig verrostet und von Pflanzen überwuchert vor der Küste einer Insel. Große Bomber sind im ehemaligen Nationalpark abgestürzt, umspielt von Jahrtausende alten Bäumen. Diese Überschwemmungen haben die meisten großen Städte unter sich begraben, so auch San Francisco, welches sich einige Meter unter der Meeresoberfläche wiederfindet. Snapmaws leben hier – Alligatoren, deren Schwänze sich aus Titangliedern formieren, aus Kugelgelenken. Sie wirken fast ein bisschen wie eine Hightech-Version der Krokodile von LEGO. 

Aloy reist in den verbotenen Westen – Kalifornien wurde von einer Flugwelle und Robo-Ungetümen zerstört. Im Bild sehen wir etwa den Metal Devil.

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Nicht umsonst, schließlich hat sogar LEGO-Fan Hideo Kojima zum Launch von Horizon: Zero Dawn einen der ikonischsten Saurier der Reihe mit den Klemmbausteinen nachgebaut. Als Dankeschön dafür, dass er für Death Stranding die Engine von Guerrilla Games benutzen durfte – die Decima-Engine, die komplett auf riesige Open-Worlds mit enormen Detailreichtum spezialisiert ist. Für Horizon 2: Forbidden West wurde diese auf die Power der Playstation 5 optimiert, die NvME-SSD etwa sorgt für keinerlei Ladezeiten nach dem Ableben und ein sofort ladendes Schnellreise-System – wobei diese Welt eigentlich viel zu schön ist, um sich das Erkunden entgehen lassen zu wollen.

Ein Transformer-Mammut als neue wandelnde Waffen-Plattform nach dem Thunderjaw

Ein mysteriöser neuer Stamm hat herausgefunden, wie man Stahl-Giganten wie das Mammut zur Waffen-starrenden Plattform umbauen kann.

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Das Reisen in den Westen wurde verboten, weil Sonnenkönig Iris dorthin eine Expedition unternahm und nie heimkehrte. Da die Stämme dieser Geschichte ihr Wissen über die Zivilisation größtenteils vergessen haben, bewegen sie sich tendenziell eher in ihren eigenen Territorien, die sie kennen, so sie sich auf Nahrungsquellen und ihre Basen verlassen können. Was schon Horizon: Zero Dawns Geschichte so faszinierend machte, ist, wie Guerillas Autoren mythologische Wesen wie Gaia, die Mutter der Erde in der griechischen Mythologie zu einer Mega-KI umformierten, die nach der nahezu kompletten Vernichtung der Menschheit die Aufgabe annahm, den Planeten Erde wieder zu bevölkern – dafür brauchte es unterschiedliche Klassen von Sauriern, die größtenteils dem Transport oder Schutz der Menschen dienten. Es entwickelten sich jedoch auch KI-Programme, die den Menschen als unnütze Spezies empfanden und die Welt komplett der Robotik überlassen wollten – Hades im Speziellen. In der griechischen Mythologie der Gott der Unterwelt, will diese KI im Spiel die Erde mehr zu einem Paradies für Maschinen machen. 

Wäre faszinierend, auf diesen Flugsauriern reiten zu können. Achten Sie auch mal auf die Wolkenkratzer, die komplett mit dem Urwald verwachsen sind.

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Was wir bereits im Trailer sehen: Ein neuer Stamm befindet sich auf dem Kriegspfad, der über ähnliche Technologie verfügt wie Aloy – auch sie können auf Sauriertieren reiten, programmieren diese jedoch über den Corruption-Code, den wir aus dem ersten Teil kennen, auf maximale Aggressivität, was sich an den roten LED-Augen der Tiere zeigt.
Das bestätigt auch der Game Director:

Eine dieser neuen Völker hat das Wissen erlangt, wie man den Code dieser Maschinen überschreiben kann, um sie für den Krieg zu benutzen. Eines der gefährlichsten neuen Wesen ist der Tramatusk, ein Mammut, welches von diesem Volk mit einem großen Arsenal an Waffen ausgestattet wurde. Es wäre auch so schon gefährlich, ob seiner schieren Größe und massiver Panzerung. Aber wenn es von den Stämmen bewaffnet wird, dann wird es umso gefährlicher.“

  • Mathis De Jonge, Game Director Horizon: Forbidden West 

Die Story: Magnetische Stürme und die Rückkehr des Metal Devil 

Scheint so, als würde Sylen einer der großen Antagonisten sein. Wer Horizon: Zero Dawn durchgespielt hat, weiß warum…

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Ein Virus befällt die Pflanzenwelt, diese wird zerstört und von roten Gewächsen ersetzt, die sich nicht verzehren lassen – Tiere und Menschen hungern und auch das Wetter gerät außer Kontrolle: Magnetische Stürme verwüsten die Lande und bilden sich zu Wirbelstürmen, Supercell-Storms genannt. Aber auch der von den Menschen getaufte “Metal Devil“, eine Maschine namens Horus ist zu sehen: Ein gewaltiger Roboter, geschaffen vom Hightech-Unternehmen Faro Automated Solutions, mit seinen drei Bohrköpfen an den Armen, wurde geschaffen, um riesige Festungen zu zerstören, aber auch als Mutterschiff für Replikatoren. Wer sich ein bisschen in die faszinierende und sehr ausschweifende Lore der Horizon-Welt einliest, der wird auf die Faro Plage treffen: Die Metal Devils erlitten einen Bug, ließen sich nicht mehr abschalten und vernichteten große Armeen sowie Städte und fraßen Biomasse als Energieressource. 

Sie fraßen sich regelrecht durch die Erde, was die Natur vernichtete. Unklar ist, ob wir gegen diese kämpfen werden oder sie nur als Kulisse dienen – ersteres wäre enorm spannend, denn Fans vermuteten bereits nach dem Trailer, dass der Wissenschaftler Sylens, der in den ersten Szenen zu sehen ist, sich in das Hauptquartier des US Robot Command zurückgezogen haben könnte, um Horus neu zu programmieren. Er ist es auch, der seinem Verbündeten lehrt, wie man diese Maschinenwesen steuern und für den Krieg einsetzen kann. Und Sylens hat Hades gestohlen, jene KI, die überhaupt die friedlichen Maschinenwesen zu mordlüsternen Sauriern umkodierte…

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