Linxdot Hotspot Helium-Miner im Test: Ruckzuck einrichten & HNT verdienen.

Helium-Miner aus China

Neben bekannten Namen wie Bobcat 300 oder Sensecap M1 gehört auch der Linxdot Hotspot (in der EU868-Ausführung für den hiesigen Markt) zu den empfehlenswerten Helium-Minern. Wir haben einen Linxdot Hotspot gekauft und eingerichtet und kassieren für dessen Betrieb seit einigen Tagen eine Entlohnung in Form der Kryptowährung Helium HNT.

Tipp: Falls Sie mit dem Helium-Netzwerk und dessen Kryptowährung HNT noch nicht vertraut sind, lesen Sie zunächst unseren umfassenden Ratgeber Helium-Miner & Kryptowährung HNT: Geld verdienen ohne Arbeit – so geht’s .

Antenne für Großstadteinsatz

Für den Test bestellten wir die Standardkonfiguration mit 3dBi-Antenne. Diese sollte für den Einsatz in einer Großstadt optimal sein. Wichtig ist, dass Sie die EU868-Variante für Europa kaufen. Im Kaufpreis ist die Gebühr für die erste Standorterfassung enthalten. Wenn Sie den Helium-Hotspot später an einem anderen Standort aufstellen wollen, müssen Sie dafür eine Gebühr bezahlen.

Die Anschlüsse inklusive Antenne befinden sich alle an einer Seite.

Spar-Tipp: Für ein Gerät, direkt beim Hersteller gekauft, müssen Sie inklusive Zoll mit Preisen von um die 450 Euro rechnen. Der Linxdot wird zum Beispiel aber auch auf Ebay-Kleinanzeigen angeboten. Dort schon zu Preisen ab 250 Euro. Achten Sie unbedingt darauf, dass es sich um ein noch unregistriertes Gerät handelt. Auf Amazon.de ist der Linxdot nicht erhältlich, dort bekommen Sie aber beispielsweise diese drei Helium-Miner:

Browan MerryIoT Hotspot Helium HNT Miner EU868 MHz kaufen

Bobcat 300 Miner Helium HNT UK/European 868 MHz kaufen

Sensecap M1 Gateway Helium HNT Miner EU868 LoRaWAN Indoor CE kaufen

Lange Wartezeit, aber immer gut informiert

Wir hatten den Linxdot bereits Ende 2021 bestellt, unsere Kreditkarte wurde im Januar 2022 belastet und die Lieferung erfolgte im Juli 2022. Der Hersteller aus China informierte uns in regelmäßigen Mails über den Stand unserer Bestellung und darüber, wann wir mit der Zustellung rechnen dürfte. Zwar zog sich die Lieferung über ein halbes Jahr hin, doch wir waren immer informiert, bis der Helium-Hotspot endlich eintraf. Sauber verpackt und unbeschädigt.

Erster Eindruck: Schickes Design, LAN-Kabel fehlt aber

Der Linxdot (185 x 185 x 43 mm) hat ein optisch ansprechendes dunkles Gehäuse. Mehrere rote und grüne LEDs an der Oberfläche informieren über seine Betriebsbereitschaft. Die Inbetriebnahme geht in der Tat beeindruckend einfach: Auspacken, per LAN-Kabel (der Port unterstützt maximal 1 Gbit/s Ethernet) mit dem Router zu Hause verbinden, an das Stromnetz anschließen – und dann einen Tag warten, denn dazu rät der Hersteller ausdrücklich, damit eventuell vorhandene Updates auf dem Helium-Miner automatisch installiert werden. Einziges kleines Manko: Dem Linxdot-Helium-Hotspot liegt kein LAN-Kabel bei, ein solches müssen Sie also selbst besitzen. Im Einsatz soll der Linxdot zwischen 20 und 40 GB an Traffic pro Monat generieren.

Gut zu erkennen sind die farbigen LEDs an der Oberseite.

Zwei Apps sind notwendig

Am nächsten Tag installieren wir entsprechend der mitgelieferten gedruckten Kurzanleitung die dazugehörige Linxdot-Hotspot-App:

Download Linxdot Hotspot App für Android

Download Linxdot Hotspot App für iOS

Linxdot Hotspot App.

© Apple App Store

...und zusätzlich die App Helium HNT Wallet für Android oder iOS.

Download Helium HNT Wallet für Android

Download Helium HNT Wallet für iOS

Helium HNT Wallet

© Apple App Store

Letztere brauchen wir zur Verwaltung der Kryptowährung Helium HNT und mit der Linxdot-Hotspot-App verwalten und kontrollieren wir unseren Miner. Bei der Einrichtung der Linxdot-App wird unserem Miner auch ein kryptisch klingender Name vergeben, wie es für das Helium-Netzwerk üblich ist. Wichtig: Beim Anlegen Ihres Wallets, in dem die HNT gespeichert werden, müssen Sie sich 24 englischsprachige Wörter merken/notieren. Diese Wörterliste samt deren Reihenfolge dürfte Sie nicht verlieren, denn sie regelt den Zugang zum Wallet.

Sie verwalten den Linxdot komplett via App. Zusätzlich steht aber auch noch ein Webfrontend im Browser zur Verfügung. Darüber sehen Sie immer den Betriebszustand des Miners und ob er via LAN oder WLAN mit dem Internet verbunden ist.

Problemlose Einrichtung: Top

Der gesamte oben beschriebene Installationsvorgang inklusive Verbindung zu unserem WLAN-Netzwerk läuft ohne irgendein Problem ab. LEDs an der Oberseite informieren uns über den Status des Miners, wobei aber die sogenannte LAN-LED nicht konsistent arbeitet: Diese leuchtet ab und zu auf, obwohl der Miner nur mit dem WLAN verbunden ist. Eine separate Kontrollleuchte für WLAN-Konnektivität besitzt der Miner nicht.

Der Linxdot unterstützt außerdem Bluetooth 4.0 BLE. Weitere Informationen zu dem Linxdot Hotspot Helium-Miner finden Sie beim Hersteller und dessen FAQ sowie in dessen Forum.

Betrieb: Optimaler Standort mit freiem Funk-Bereich

Ist der Miner fertig eingerichtet, können Sie das LAN-Kabel auch abziehen, falls für den finalen Aufstellungsplatz eine WLAN-Verbindung (802.11 b/g/n/ac) geeigneter erscheint (der Hersteller empfiehlt aber den LAN-Betrieb). Der Miner arbeitet ohne Probleme mit dem WLAN weiter, nachdem wir das LAN-Kabel abgezogen haben. Ebenso unproblematisch ist es, wenn wir mal kurz die Stromversorgung unterbrechen: Der Linxdot ist nach wenigen Sekunden wieder einsatzbereit, sobald er wieder mit einer Steckdose verbunden ist. Einen Akku besitzt der Linxdot nicht.

Wichtig ist ein guter Standort, damit der Miner eine möglichst große Funkreichweite hat. Bei uns steht er in knapp über sechs Meter Höhe in einem Wintergarten. Bis jetzt gibt es im Betrieb keine Probleme und wir haben bereits die ersten HNT-Anteile erzielt. Das Schürfen der Kryptowährung und das Gutschreiben der HNT in unserer Wallet begann bereits kurz nach Einrichtung der beiden Apps.

Stromverbrauch

Laut Hersteller kann der Linxdot bis zu 12 Watt verbrauchen, wir messen im Betrieb aber nur 1 bis 1,3 Watt. Bei einem Strompreis von 0,50 Euro pro kWh würde der Linxdot jährliche Stromkosten von zirka 4,40 Euro bis rund 5,70 Euro verursachen. Mehr zur Stromkostenberechnung lesen Sie hier: So teuer sind Geräte im Standby – wie Sie unnötige Stromkosten vermeiden.

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