Der AMD Ryzen 9 5950X und AMD Ryzen 9 5900X überzeugen im Test auf ganzer Linie und offenbaren keine Schwachstellen.

Nur drei Jahre hat AMD gebraucht, um mit der Ryzen-Baureihe den übermächtigen CPU-Giganten Intel vom Sockel zu stoßen: Sowohl der Ryzen 9 5950X als auch der Ryzen 9 5900X überzeugen im Test auf ganzer Linie und offenbaren nicht eine Schwachstelle. AMD hat nicht weniger als den besten Gaming-Prozessor mit der höchsten Single- und Multi-Core-Performance bei gesteigerter Energieeffizienz versprochen - und genau das abgeliefert. Damit thront nach vielen Jahren der Dominanz nicht länger ein Intel-Prozessor an der Gaming-Spitze. Die Anwendungsleistung des Ryzen 9 5950X und Ryzen 9 5900X wiederum sucht im Mainstream-Desktop ihresgleichen und liegt nochmal ein gutes Stück über den schon sehr schnellen Vorgängern. 


Neues Chiplet-Design und 19 Prozent höhere IPC

AMD hat die SoC-Architektur (System-on-a-Chip) der Ryzen 5000 CPUs im Vergleich zu Zen 2 grundlegend verändert. Wohingegen sich bei den Matisse-Prozessoren ein Compute-Die (CCD) noch aus zwei Core-Complexen (CCX) zusammensetze, kommt bei Vermeer nur noch ein einzelner CCX zum Einsatz. Dafür sitzen jetzt in jedem CCX bis zu acht Rechenkerne und 32 MB L3-Cache, bei Ryzen 3000 waren es noch maximal vier Cores mit 16 MB L3-Cache.

Das CCD kommt auf eine Fläche von 80,7 mm 2 und beinhaltet 4,15 Milliarden Feldeffekttransistoren. Bei unserem Test des Ryzen 3 3300X und des Ryzen 3 3100 haben wir ermittelt, dass die Latenz bei einem Sprung von einem Kern zum nächsten innerhalb eines CCX bei etwa 30 ns liegt. Die benötigte Zeit für einen Sprung zwischen zwei Kernen in unterschiedlichen CCX wiederum beträgt dagegen 75 ns. Durch das neue Design fällt eben dieser Flaschenhals weg.

Zen 3 setzt auf eine überarbeitete SoC-Architektur mit bis zu acht Rechenkernen und 32 MB L3-Cache pro Core-Complex.

© AMD

Zudem kann jetzt jeder der bis zu acht Rechenkerne eines CCX auf den 32 MB großen L3-Cache zugreifen. Die Cores und der Cache sind dabei als Ring-Architektur angeordnet. Es erfolgt also nicht nur die Core-to-Core sondern auch die Core-to-Cache-Kommunikation deutlich schneller, wovon insbesondere Spiele stark profitieren. Am L2-Cache hat AMD nichts geändert, es bleibt nach wie vor bei 512K pro Rechenkern. Auch der I/O-Die bleibt bei Zen 3 unverändert und offenbart die Vorteile des Chiplet-Designs. Es ist kein neues Chipset oder ein neuer Sockel nötig und damit einhergehend kein neues Mainboard. Außerdem muss AMD keine Entwicklungskosten und -Zeit in ein neues I/O-Die stecken.

Am I/O-Die der Ryzen 5000 Prozessoren hat sich im Vergleich zum Vorgänger nichts verändert.

© AMD

Dementsprechend bleibt bei den Anschlussmöglichkeiten, der Geschwindigkeit und der Anzahl der PCIe-Lanes alles beim alten, konkret 24 PCIe-4.0-Lanes und vier USB 10Gbps Anschlüsse. Auch bei der Kommunikation zwischen den CCDs und dem IO-Die hat AMD nichts verändert. Für den Praxiseinsatz bedeutet das, dass der reale Speichertakt des Arbeitsspeichers, der Takt des Speichercontrollers und der Takt der Infinity Fabric nach wie vor in einem 1:1:1 Verhältnis stehen. So sind die Ryzen 5000 Prozessoren ebenso wie ihre Vorgänger für bis zu 128 GB ECC Speicher mit 3200 MHz spezifiziert. Bei der Übertaktung können laut AMD viele CPUs einen Takt von 2000 MHz bei der Infinty Fabric erreichen und damit 100 MHz mehr als beim Vorgänger, eine Garantie gibt es dafür allerdings nicht.

An der Kommunikation zwischen den CCDs und dem IO-Die hat sich nichts verändert. Das 1:1:1 Verhältnis zwischen realem RAM-Takt, dem Speichercontroller und der Inifinity Fabric bleibt also erhalten.

© AMD

Noch tiefgreifender hat AMD nicht nur den Aufbau der Core-Complexe sondern auch die zu Grunde liegende Zen-Architektur überarbeitet. AMD spricht von Zen 2 auf Zen 3 vom größten Architektursprung in der Zen-Ära und hat dafür das Front-End, die Ausführungseinheiten sowie die Load- und Store-Units optimiert. Das Ziel der Verbesserungen am Front-End war es, großen und stark verzweigten Pogramm-Code schneller einlesen zu können. Hierfür hat AMD den L1-Branch-Target-Buffer der Sprungvorhersage auf 1024 Einträge verdoppelt und die Bandbreite des Branch-Predictors vergrößert. Zudem will AMD die Auswirkungen einer Branch Misprediction reduziert haben.

Zen 2 und Zen 3 Architekur im Vergleich auf Blockebene

© AMD

Durch Änderungen an den Ausführungseinheiten will AMD nicht nur die Latenz verringern, sondern auch durch verbreiterte Strukturen einen höheren Instruction-Level Parallelism (ILP) erzielen. Der ILP gibt an, wie viele Befehle ein Computerprogramm parallel ausführen kann. Auf Integer-Seite können dank eines neuen Branch jetzt zehn Ausgaben pro Takt erfolgen - und damit 3 mehr als bei Zen 2. Zudem hat sich das Integer-Register-File um 32 Einträge gegenüber dem Vorgänger vergrößert. Bei den Floating Points hat sich die Bandbreite um zwei erhöht und ermöglicht damit sechs Ausgaben pro Zyklus. Zudem benötigt die Floating-Point-Multiply-Accumulate-Operation jetzt einen Zyklus weniger.

CPU-Benchmark 2020: Prozessoren im Vergleich-Test - mit Rangliste

Um die optimierten Ausführungseinheiten mit ausreichend Operationen zu versorgen, musste AMD auch die Load- und Store-Units verbessern. Sowohl die Lade- als auch die Speicherbandbreite hat sich im Vergleich zu Zen 2 um 1 pro Zyklus erhöht, damit sind jetzt drei Lade- und zwei Speichervorgänge pro Zyklus möglich. Zudem hat AMD die Speicherabhängigkeisterkennung (memory dependence detection) verbessert.


Nahezu keine Änderungen bei den technischen Daten

Wenn man einen Blick auf die reinen technischen Daten wirft, dann hat sich bei Zen 3 im Vergleich zum Vorgänger nur sehr wenig verändert. Die wichtigen Änderungen zur Leistungssteigerung haben allesamt unter der Haube stattgefunden. So setzen sich der 16- und der 12-Kerner nach wie vor aus zwei CCDs zusammen, die im gleichen optimierten 7-nm-Verfahren gefertigt sind, wie die Ryzen-3000XT-Modelle. Beim Octa- und Hexa-Core kommt wie gehabt nur ein CCD zum Einsatz. Ebenso bleibt die Größe des L2- und L3-Cache gleich, auch wenn sich der CCD-Aufbau - wie oben beschrieben - grundlegend verändert hat. Den Basistakt gibt AMD sowohl beim Ryzen 9 5950X als auch beim Ryzen 9 5900X mit 100 MHz weniger an, dafür ist der Boosttakt im Vergleich zu Zen 2 um 200 MHz gestiegen. In der folgenden Tabelle haben wir alle wichtigen technischen Daten für Sie zusammengefasst:

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AMD Ryzen 9 5950X

AMD Ryzen 9 3950X

AMD Ryzen 9 5900X

AMD Ryzen 9 3900XT

Intel Core i9-10900K

AMD Ryzen 7 5800X

AMD Ryzen 7 3800XT

Intel Core i7-10700K

AMD Ryzen 5 5600X

AMD Ryzen 5 3600XT

Intel Core i5-10600K

Sockel

AM4

AM4

AM4

AM4

1200

AM4

AM4

1200

AM4

AM4

1200

Architektur

Zen 3

Zen 2

Zen 3

Zen 2

Comet Lake-S

Zen 3

Zen 2

Comet Lake-S

Zen 3

Zen 2

Comet Lake-S

Kerne / Threads

16 / 32

16 / 32

12 / 24

12 / 24

10 / 20

8 / 16

8 / 16

8 / 16

6 / 12

6 / 12

6 / 12

Basis-/ Turbotakt

3,4 / 4,9 GHz

3.5 / 4,7 GHz

3,7 / 4,8 GHz

3,8 / 4,7 GHz

3,7 / 5,3 GHz

3,8 / 4,7 GHz

3,9 / 4,7 GHz

3,8 / 5,1 GHz

3,7 / 4,6 GHz

3,8 / 4,5 GHz

4,1 / 4,8 GHz

L3-Cache

64 MB

64 MB

64 MB

64 MB

20 MB

32 MB

32 MB

16 MB

32 MB

32 MB

12 MB

L2-Cache

8 MB

8 MB

6 MB

6 MB

2,5 MB

4 MB

4 MB

2 MB

3 MB

3 MB

1,5 MB

TDP

105 W

105 W

105 W

105 W

125 W

105 W

105 W

125 W

65 W

95 W

125 W

Speichercontroller

DDR4-3200

DDR4-3200

DDR4-3200

DDR4-3200

DDR4-2933

DDR4-3200

DDR4-3200

DDR4-2933

DDR4-3200

DDR4-3200

DDR4-2666

Speicher max.

128 GB

128 GB

128 GB

128 GB

128 GB

128 GB

128 GB

128 GB

128 GB

128 GB

128 GB

Fertigung

7nm

7nm

7nm

7nm

14nm++

7nm

7nm

14nm++

7nm

7nm

14nm+++

PCIe-Lanes

24 x PCIe 4.0

24 x PCIe 4.0

24 x PCIe 4.0

24 x PCIe 4.0

16 x PCIe 3.0

24 x PCIe 4.0

24x PCIe 4.0

16 x PCIe 3.0

24 x PCIe 4.0

24x PCIe 4.0

16 x PCIe 3.0

UVP zu Release

799 €

829 €

549 €

529 €

549 €

449 €

419 €

419 €

299 €

259 €

299 €


Taktraten deutlich über der Spezifikation und den Vorgängern

Um die Performance-Werte besser einordnen zu können, haben wir zunächst Tests durchgeführt, um herauszufinden, welche Taktraten der Ryzen 9 5950X und der Ryzen 9 5900X im Single- und Multi-Core maximal erreichen sowie dauerhaft halten können. Hierfür kommt Prime95 in der Version 26.6 mit dem Preset 1344K zum Einsatz. Das Programm erzeugt auf einer einstellbaren Anzahl von Rechenkernen eine sehr hohe Last. Der Test lief auf den Prozessoren jeweils für eine ganze Stunde zunächst nur auf einem Kern und dann auf der vollen Anzahl der zur Verfügung stehenden Threads. Welche Taktraten die CPUs dabei maximal erreicht haben und wo der Durchschnitt über den gesamten Testzeitraum lag, können Sie der folgenden Tabelle entnehmen:

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AMD Ryzen 9 5950 X

AMD Ryzen 9 3950X

AMD Ryzen 9 5900X

Ryzen 9 3900XT

Ryzen 9 3900X

Single-Core Max.

5047 MHz

4666 MHz

4950 MHz

4766 MHz

4591 MHz

Single-Core Avg.

4886 MHz

4613 MHz

4875 MHz

4641 MHz

4516 MHz

Multi-Core Max.

4100 MHz

4002 MHz

4475 MHz

4112 MHz

4002 MHz

Multi-Core Avg.

4025 MHz

3992 MHz

4418 MHz

4058 MHz

3942 MHz

Sowohl der Ryzen 9 5950X als auch der Ryzen 9 5900X liegen beim Single-Core-Boost etwa 150 MHz über den Werten welche AMD angibt. An dieser Stelle müssen wir erwähnen, dass Precision Boost Overdrive im BIOS deaktiviert war, es fand also keine automatische Übertaktung durch das Mainboard statt. Selbst über eine Stunde liegt der Takt beim 16-Kerner im Single-Core nur knapp unter den 4,9 GHz, welche AMD als maximalen Boost angibt. Beim Ryzen 9 5900X fällt das Bild sogar noch einmal besser aus. Hier erreicht die CPU beim Single-Core-Durchschnitt 75 MHz mehr als den Boost-Takt, welchen AMD mit 4,8 GHz angibt. Vermutlich wollte AMD das Boost-Desaster der Ryzen 3000 Prozessoren nicht wiederholen und hat den Boost-Takt extra niedrig angegeben.

Günstigen Gaming-PC zusammenstellen: Die besten Hardware-Konfigurationen

Beim Multitthreading-Test zeigt sich, dass der Ryzen 9 5950X durch das Power-Limit von 142 Watt etwas limitiert ist und sich deshalb nur knapp vor seinen Vorgänger setzen kann. Der Ryzen 9 5900X wiederum erreicht hier satte 475 MHz mehr als sein Vorgänger und 375 MHz mehr als die XT-Version. Das macht sich dann vor allem in den Anwendungstests bemerkbar, aber später mehr dazu. Dieser Taktzuwachs liegt in erster Linie an dem sehr guten Power-Management der Ryzen-5000-CPUs. So passen die Prozessoren Dank Precision Boost 2.0 - nicht zu verwechseln mit Precision Boost Overdrive - ihre Taktraten und die Spannung im Millisekunden-Takt in Abhängigkeit an die Auslastung, die Temperatur und die Leistungsaufnahme an. Daraus resultiert, dass es nicht nur einen Single-Core und einen Multi-Core-Boost gibt, sondern dass pro Thread, der weniger beansprucht wird, eine höhere Taktrate erzielt werden kann. Gerade der Ryzen 9 5950X läuft sehr stark in das Power-Limit, dementsprechend darf die Spannung nicht zu hoch werden, wodurch der Takt auf den Kernen sinkt. Wenn weniger Kerne ausgelastet werden, dann kann auf diesen Kernen die Spannung erhöht werden, wodurch die Taktraten insgesamt wieder steigen.

Dank Precision Boost 2.0 passt der Ryzen 9 5900X seine Taktrate und die Spannung im Millisekunden-Takt in Abhängigkeit an die Auslastung, die Temperatur und die Leistungsaufnahme an

© AMD


Brachiale Leistung im Anwendungsbereich

In den Anwendungstests testen wir die Multi- und Single-Core-Leistung der Prozessoren in realitätsnahen Benchmarks. Dazu zählt das De- und Entkomprimieren von unterschiedlichen Dateigrößen, das Rendern von 3D-Grafiken in unterschiedlichen Suites, die mathematische Berechnung der Nachkommastellen von Pi und von neuronalen Netzwerken, die Strahlenberechnung über den Prozessor sowie das Umwandeln von großen Videofiles. In diesen Disziplinen können die Ryzen 5000 Prozessoren auf ganzer Linie überzeugen und spielen quasi in einer eigenen Liga für sich. Der Ryzen 9 5900X erreicht dabei sogar das Performance-Level eines Ryzen 9 3950X, obwohl diesem vier Kerne und acht Threads mehr zur Verfügung stehen. Im Vergleich zum Ryzen 9 3900XT legt der neue 12-Kerner um gute 16 Prozent zu. Beim Ryzen 9 5950X fällt der Performance-Zuwachs aufgrund der niedrigeren Taktraten etwas kleiner aus, ist aber mit knapp 14 Prozent immer noch mehr als ordentlich.

DIe AMD Ryzen 5000 Prozessoren dominieren das in den Multithreading-Tests.

Besonders beeindruckend ist dann jedoch die SingleCore-Leistung, ein Feld das lange Zeit von Intel dominiert worden ist. Hier zeigen sich die gesteigerten IPC mit am stärksten. Sowohl der Ryzen 9 5950X als auch der Ryzen 9 5900X liegen über 20 Prozent vor ihren Vorgängern, was auch auf die leicht gestiegenen Boost-Taktraten zurückzuführen ist. Dieser Performance-Sprung reicht aus, um selbst Intels Topmodell, den Core i9-10900K, um gute 16 Prozent hinter sich zu lassen, obwohl dieser bis zu 5,3 GHz auf einem Kern erreicht. Unsere ausführlichen Messergebnisse zu den einzelnen Tests können Sie am Ende des Artikels finden.

Das SingleCore-Ranking wird seit langem mal wieder von AMD angeführt.


Zen 3 - Der neue Gaming-King im Ring

AMD war bereits bei der Präsentation der Ryzen 5000 Prozessoren  sehr offen und gab nicht nur viele Performance-Werte, sondern auch die genauen Hardware- und Software-Spezifikationen mit an. Zudem scheute der Hersteller auch nicht davor zurück, zuzugeben, dass der Intel Core i9-10900K zwar in manchen Spielen immer noch vorne ist, aber im Schnitt die Ryzen 5000 CPUs den Gaming-Bereich dominieren. So viel Offenheit ist lobenswert, führt aber natürlich auch zu weniger Enttäuschung bei den Testern und vor allem den Käufern der neuen Produkte. Bei zehn von uns durchgeführten Spieletests zeigt sich, dass die Werte von AMD durchaus der Realität entsprechen und nicht geschönt sind. An dieser Stelle muss man jedoch hinzufügen, dass sich unsere Testmethodik in zwei wichtigen Punkten unterscheidet: Erstens testen wir alle Spiele auf den höchsten Einstellungen und zweitens taktet der Arbeitsspeicher bei uns nur mir 3200 MHz, dafür aber mit den strafferen Latenzen CL 14-14-14-34.

Mit dem Ryzen 9 5900X gibt es einen neuen Gaming-King im Ring, knapp gefolgt vom Ryzen 9 5950X.

Bei unseren Tests müssen sich der Ryzen 9 5950X und der Ryzen 9 5900X nur in Assassin's Creed Odyssey mit sechs bis sieben Prozent und in Metro Exodus mit zwei bis drei Prozent dem 10900K geschlagen geben. In fünf weiteren Spielen herrscht Gleichstand. In den Spielen F1 2019, Civilization VI und Shadow of the Tomb Raider liegen die AMD CPUs dann mit vier bis acht Prozent Abstand vorne. Interessant ist auf jeden Fall die Betrachtung des P1-Werts beziehungsweise auch 99th-percentile genannt. Dieser Werte gibt an, dass 99 Prozent der gerenderten Frames über dieser Zahl liegen und ist damit ein guter Indikator für Frame-Einbrüche. Wirklich aussagekräftig, ob in einem Spiel Ruckler auftreten, sind die avg FPS nämlich nicht. 

Beim 99th Percentile vergrößert sich der Vorsprung der Ryzen 5000 Prozessoren noch einmal.

Hier zeigt sich, dass die Ryzen 5000 Prozessoren ein gutes Stück besser abschneiden als der Intel Core i9-10900K und deutlich besser als ihre direkten Vorgänger. Auch in den Spielen, in den Intel bei den avg FPS noch die Nase vorne hat oder gleich aufliegt, ist AMD bei den 99th-percentile-Werten vorne. Die FPS-Raten, welche die Zen-3-CPUs erzielen sind also deutlich konsistenter. Das lässt darauf schließen, dass in vielen Fällen die Grafikkarte den Prozessor ausbremst. Auch hier können Sie alle unsere Messergebnisse am Ende des Artikels finden.

Grafikkarten-Vergleich 2020: Die besten Gamer-GPUs im Test - mit Rangliste

Da bei unserem Test der RTX 3090 die CPU in Full-HD sehr oft limitiert hat, kam bei uns die Frage auf, ob die RTX 3090 in Zusammenarbeit mit einem Ryzen 9 5900X oder dem 5950X besser abschneiden würde. Aus Zeitgründen konnten wir hier leider nicht alle Prozessoren nachtesten und haben deshalb nur Vergleichswerte zu einem auf 5 GHz übertakteten Core i9-9900K und einem Core i9-10900K mit 5,1 GHz auf allen Kernen. Eines steht aber fest, ein viel ernst zunehmender Gegner wird sich nicht mehr finden. Unsere Ergebnisse hierzu haben wir in der folgenden Tabelle für Sie aufgelistet:

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Intel Core i9-9900K @ 5 GHz

Intel Core i9-10900K @ 5.1 GHz

AMD Ryzen 9 5900X

AMD Ryzen 9 5950X

Assassin's Creed Odyssey avg

102

104

98

99

Assassin's Creed Odyssey 99th

56

59

64

64

Borderlands 3 avg

136

143

151

146

Borderlands 3 99th

83

86

103

104

Civilization VI Gathering Storm avg

100

101

100

98

Civilization VI Gathering Storm 99th

68

69

72

71

Doom Eternal avg

446

458

481

471

Doom Eternal 99th

263

290

341

349

F1 2019 avg

191

206

227

226

F1 2019 99th

133

141

173

165

Far Cry 5 avg

155

162

174

169

Far Cry 5 99th

115

120

126

119

Forza Horizon 4 avg

188

202

211

218

Forza Horizon 4 99th

150

153

154

157

Metro Exodus avg

130

133

132

133

Metro Exodus 99th

61

63

62

65

Red Dead Redemption 2 avg

126

131

135

134

Red Dead Redemption 2 99th

96

97

97

97

Shadow of the Tomb Raider avg

173

184

200

200

Shadow of the Tomb Raider 99th

97

103

115

121

The Division 2 avg

189

196

195

196

The Division 2 99th

105

113

134

132

Einzig und allein in Assassin's Creed Odyssey liegen die Intel Prozessoren nach wie vor vorne, auch wenn der Vorsprung etwas geschrumpft ist. In Metro Exodus, The Division 2 und interessanterweise Civilization VI, das sehr CPU-lastig ist, herrscht noch Gleichstand. In allen anderen Spielen liegen der Ryzen 9 5900X und der Ryzen 9 5950X zum Teil deutlich vorne. Wenn man bedenkt, dass die beiden Intel Prozessoren fast bist ans Limit übertaktet waren, ist das eine durchaus sehenswerte Leistung. Beim 99th-percentile zeigt sich auch hier wieder, dass die Zen-3-CPUs besser als die Core-i-Prozessoren in der Lage sind, konstant hohe FPS-Raten zu liefern.


Quasi keine Änderungen bei der Leistungsaufnahme

An der Leistungsaufnahme der Ryzen 5000 Prozessoren hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht wirklich etwas geändert. Das Power-Limit liegt nach wie vor bei 142 Watt, wobei dieser Wert nur bei absoluter Vollauslastung auf allen Kernen wie zum Beispiel mit Prime95 erreicht wird. Bei den zehn von uns getesteten Spielen liegt der Verbrauch des Ryzen 9 5900X zwischen 65 und 80 Watt je nach Game. Werfen wir einen genaueren Blick auf die Messwerte in Shadow of the Tomb Raider, das erfahrungsgemäß sehr gut mit der Leistung der Prozessoren skaliert.

Beim Zocken liegt die Leistungsaufnahme der Ryzen 5000 CPUs auf dem Niveau der Vorgänger.

Der Ryzen 9 5900X liegt hier knapp vor den Vorgängern, was vor allem auf die optimierte Spannungsanpassung zurückzuführen ist. Der Ryzen 9 5950X wiederum muss seiner hohen Core-Anzahl Tribut zollen und genehmigt sich 5 Watt mehr. In Anbetracht der Tatsache, dass bei nahezu gleich bleibender Leistungsaufnahme die Performance um 17 Prozent (Ryzen 9 5950X) und um 19 Prozent (Ryzen 9 5900X) im Vergleich zum direkten Vorgänger gestiegen ist, ist das ein sehr gutes Ergebnis. Gerade im Vergleich zu Intels Topmodell, dem Core i9-10900K, sind die Zen-3-CPUs deutlich genügsamer.

Das Power-Limit der Ryzen 5000 CPUs liegt nach wie vor bei 142 Watt, wird aber nur bei Vollauslastung erreicht.

Da bei der Leistungsaufnahme alles beim Alten geblieben ist, bleibt auch unsere Empfehlung hinsichtlich des benötigten Kühlkörpers bestehen. AMD liefert zwar sowohl den Ryzen 9 5900X als auch den Ryzen 9 5950X ohne Boxed-Kühler aus und empfiehlt die Verwendung einer mindestens 280 Millimeter großen All-in-One-Wasserkühlung, unserer Erfahrung nach sind aber auch gute Luftkühler vollkommen ausreichend. Für unseren Test kam ein be quiet Dark Rock Pro 4 zum Einsatz und selbst im Worst-Case-Szenario (Prime95 über eine Stunde) stiegen die Temperaturen beim Ryzen 9 5950X nur auf 73 Grad Celsius und beim Ryzen 9 5900X auf 77 Grad Celsius an. Sofern Sie also nicht übertakten wollen, ist das vollkommen ausreichend. Beim Zocken lagen die maximalen Temperaturen mit 69 respektive 70 Grad Celsius noch einmal ein Stück niedriger.

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Temperatur

Idle (°C)

Shadow of the Tomb Raider (°C)

Prime 95 (°C)

Ryzen 9 3900X

32

69

77

Ryzen 9 3900XT

31

70

77

Ryzen 9 3950X

34

68

71

Ryzen 9 5900X

30

70

77

Ryzen 9 5950X

31

69

73

Core i9-9900K

31

66

72

Core i9-10900K

30

65

81


OC: 4,7 GHz auf allen 16 Kernen

Die Leistung der Ryzen 5000 CPUs liegt bereits extrem hoch, aber wie immer juckt es uns in den Fingern noch mehr Leistung aus den Prozessoren heraus zu kitzeln. Hierfür haben wir unseren Luftkühler gegen eine NZXT Kraken X63 - eine 280 mm große AiO - eingetauscht. Das restliche Test-Setup bleibt bis auf die GPU identisch. Hier setzen wir wieder auf die RTX 3090 Founders Edition , um die CPU bei den Spieletests so weit möglich nicht zu limitieren. Aus Zeitgründen haben wir bei der Übertaktung alle Cores zusammen übertaktet und nicht jedes CCD einzeln. 

Flotter RAM: So wichtig ist der Arbeitsspeicher-Takt für den Gaming-PC

Bei einer Einstellung von 47 für den Multiplier, einer Load-Line Callibration von 2 sowie einem Voltage-Offset von 0.1875 Volt (Ryzen 9 5950X) respektive 0.2 Volt (Ryzen 9 5900X) liefen beide CPUs stabil. Theoretisch wäre wohl sogar noch eine höhere Übertakung möglich gewesen, allerdings hat hier die AiO-Wasserkühlung limitiert. So oder so, 4,7 GHz auf allen 16 Rechenkernen können sich mehr als sehen lassen. Nur mal zur Erinnerung: Bei der Vollauslastung aller Rechenkerne lag der Takt ohne OC bei 4025 MHz, das sind also 675 MHz mehr. Beim Ryzen 9 5900X fällt der Sprung deutlich kleiner aus, da er ohne Übertaktung bereits 4420 MHz erreichte. 

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7-Zip Benchmark (MIPS)

Blender Benchmark (min)

Cinebench R15 Single Core (cb)

Cinebench R15 Multi Core (cb)

Cinebench R20 Single Core (pts)

Cinebench R20 Multi Core (pts)

Corona Benchmark (sec)

DigiCortex (Millisec)

Handbrake (min)

POV-Ray Single (pps)

POV-Ray Multi (pps)

Y-Cruncher Single (sec)

Y-Cruncher Multi (sec)

AMD Ryzen 9 5900X

145492

09:17:89

273

3765

640

8698

57

11422

17:15

630

7710

114,205

15,000

AMD Ryzen 9 5900X OC

144780

08:55:79

257

3950

610

9229

54

10938

16:23

594

8192

118,534

14,428

AMD Ryzen 9 5950X

172242

07:45:40

274

4480

647

10351

47

9859

15:04

637

9039

113,196

14,135

AMD Ryzen 9 5950 X OC

181586

06:39:05

258

5227

612

12111

42

8797

12:24

594

10485

117,522

13,533

Das zeigt sich dann auch bei den Performance-Messungen. In den Multithreading-Anwendungstests kann der 16-Kerne um knapp 14 Prozent zulegen was nahezu der Takterhöhung von 17 Prozent entspricht. Allerdings fällt im gleichen Zug die SingleCore-Performance etwas niedriger aus, da sich die CPU nicht mehr automatisch hochtaktet. Beim Ryzen 9 5900X beträgt die Takterhöhung nur gut sechs Prozent, womit auch der Performance-Gewinn mit knapp fünf Prozent deutlich niedriger liegt. Da beim Zocken automatisch ein recht hoher Takt anliegt, fällt der Leistungszuwachs hier mit zwei bis drei Prozent noch einmal geringer aus. Ein positiver Nebeneffekt ist aber, dass durch den gewählten Offset die Spannung bei 4.7 GHz deutlich niedriger liegt, als die CPU automatisch anlegen würde. Dadurch sinkt die Leistungsaufnahme bei beiden CPUs beim Zocken im Schnitt um 10 Watt. 

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Assassin's Creed Odyssey avg

Assassin's Creed Odyssey 99th

Assassin's Creed Odyssey Watt

Borderlands 3 avg

Borderlands 3 99th

Borderlands 3 Watt

Civilization VI Gathering Storm avg

Civilization VI Gathering Storm 99th

Civilization VI Gathering Storm Watt

Doom Eternal avg

Doom Eternal 99th

Doom Eternal Watt

F1 2019 avg

F1 2019 99th

F1 2019 Watt

Far Cry 5 avg

Far Cry 5 99th

Far Cry 5 Watt

Metro Exodus avg

Metro Exodus 99th

Metro Exodus Watt

Shadow of the Tomb Raider avg

Shadow of the Tomb Raider 99th

Shadow of the Tomb Raider Watt

The Division 2 avg

The Division 2 99th

The Division 2 Watt

Ryzen 9 5900X

98

64

90 W

151

103

75 W

100

72

79 W

481

341

93 W

227

173

77 W

174

126

84 W

132

62

77 W

200

115

92 W

195

134

89 W

Ryzen 9 5900X OC

99

64

78 W

149

108

60 W

99

72

68 W

471

360

82 W

239

178

68 W

175

124

72 W

134

65

68 W

203

123

79 W

197

136

79 W

Ryzen 9 5950X

99

64

97 W

146

104

81 W

98

71

92 W

471

349

107 W

226

165

85 W

169

119

95 W

133

65

91 W

200

121

104 W

196

132

91 W

Ryzen 9 5950X OC

102

69

89 W

148

105

70 W

105

75

83 W

475

359

97 W

247

188

76 W

171

119

84 W

135

64

79 W

204

123

92 W

198

136

99 W

AMD gibt bei den Ryzen 5000 CPUs an, dass viele Prozessoren bei der Infinity Fabric 2000 MHz erreichen können und damit RAM mit 4000 MHz im 1:1:1 Verhältnis betreiben können. Im gleichen Zug heißt es jedoch auch, dass es keine Garantie dafür gibt und es mit vielen Vorab-BIOS-Versionen noch nicht möglich ist. So war auch bei uns bei 1900 MHz leider schon Schluss. Hier gibt es also - zumindest aktuell - keine Verbesserung, wobei der Performance-Zuwachs erfahrungsgemäß sowieso sehr gering ausfallen dürfte und Arbeitsspeicher mit so hohen Taktraten überproportional teuer ist.


Preisliche Einordnung, Verfügbarkeit und Mainboard-Kompatibilität

Sowohl der Ryzen 9 5950X und der Ryzen 9 5900X als auch der Ryzen 7 5800X und der Ryzen 5 5600X sind ab heute verfügbar. Von den beiden kleineren Zen-3-CPUs hat es bisher leider noch kein Test-Sample zu uns in die Redaktion geschafft. Der Preis des Ryzen 9 5950X soll zum Marktstart bei 799 Euro liegen und damit 30 Euro unter den 829 Euro, welche der Ryzen 9 3950X zu Release kostete. In Anbetracht der Tatsache, dass Sie dafür ein wahres Multi-Threading-Monster bekommen, das noch dazu - abgesehen vom Ryzen 9 5900X - die aktuell beste Gaming-Performance bietet, ist der Preis absolut fair. Vor allem weil es im Mainstream-Bereich nicht ansatzweise Konkurrenz gibt.

Der Ryzen 9 5900X wiederum soll 549 Euro kosten. Ein kurzer Blick in die Vergangenheit offenbart, dass das 20 Euro mehr sind als beim Ryzen 9 3900XT. Allerdings muss man auch hier dazu sagen, dass die Gaming-Leistung deutlich höher liegt und der 12-Kerner in den Anwendungstests sogar an den Ryzen 9 3950X heranreicht, der mit 669 Euro eine gute Ecke mehr kostet. Alles in allem geht also auch dieser Preis vollkommen in Ordnung. Zum Ryzen 7 5800X und dem Ryzen 5 5600X, die 449 Euro respektive 299 Euro kosten sollen, können wir aktuell leider noch nichts sagen. 

Wie auch beim Test des Ryzen 9 3900X und des Ryzen 9 3950X muss man an dieser Stelle wieder hinzufügen, dass sich die beiden CPUs vor allem an Kreative richten, die viele Rechenkerne und eine hohe Multithreading-Performance benötigen. Spiele profitieren immer noch nicht von so vielen Rechenkernen, womit gerade der Ryzen 7 5800X für einen reinen Gaming-PC die deutlich interessantere Wahl sein dürfte.

Beim Preis der Prozessoren muss man auch noch berücksichtigen, dass für viele Nutzer kein neues Mainboard notwendig ist. Alle Hauptplatinen mit B550- oder X570-Chipsatz sollen laut AMD ab Marktstart kompatibel sein. Dafür ist ein BIOS-Update auf die AGESA-Version 1.1.0.0 erforderlich. Besitzer eines B450- oder X470-Mainboards müssen sich noch bis Januar gedulden. Im neuen Jahr sollen dann die BIOS-Updates auch für ältere Chipsätze nachfolgen.


Zusammenfassung und Ausblick

AMD ist am Ziel seiner Träume angekommen. Die Ryzen 5000 Prozessoren deklassieren im Test nicht nur die Konkurrenz, sondern auch ihre direkten Vorgänger teils um Längen. Der Hersteller hat seine Ankündigung eingehalten und bietet den besten Gaming-Prozessor - sofern nicht durch die Grafikkarte ausgebremst - mit der höchsten Single-Core-Leistung und der besten Multithreading-Performance im Mainstream-Bereich an - und das ohne das Power-Limit zu erhöhen. Damit ist auch Intels letzte Bastion gefallen und man muss schweren Herzens auch die Gaming-Krone an den Konkurrenten überreichen.

Intel steht jetzt noch einmal deutlich mehr unter Druck als es bereits bei der Veröffentlichung von Zen 2 der Fall war. Die  ersten kleinen Teasern zu Rocket Lake  sind nur ein kleines Störfeuer für den gewaltigen Launch der Ryzen 5000 Prozessoren. Zumal die 11. Generation der Core-i-Prozessoren erst im ersten Quartal 2021 erscheinen sollen. Bis dahin führt aus unseren Sicht kein Weg an AMD vorbei, womit die Zen-3-CPUs gerade zum Weihnachtsgeschäft zum absoluten Topseller werden dürften. Wir hoffen sehr, dass AMD ausreichend Kapazitäten hat, um der Nachfrage gerecht zu werden, damit es nicht ein ähnliches Debakel gibt wie bei der Veröffentlichung der RTX 3000 Grafikkarten.


Unsere Messergebnisse auf einen Blick

Im folgenden können Sie all unsere Messwerte des Ryzen 9 5900X und des Ryzen 9 5950X im Vergleich zu ihren direkten Vorgängern sowie der Konkurrenz aus dem Hause Intel finden. In der ersten Tabelle befinden sich alle Ergebnisse aus den Anwendungstests und in der zweiten die FPS-Messungen aus den Spielen in Full-HD-Auflösung mit Ultra-Settings.

Tabelle zur Seite scrollen für mehr Informationen.

7-Zip Benchmark (MIPS)

Blender Benchmark (min)

Cinebench R15 Single Core (cb)

Cinebench R15 Multi Core (cb)

Cinebench R20 Single Core (pts)

Cinebench R20 Multi Core (pts)

Corona Benchmark (sec)

DigiCortex (Millisec)

Handbrake (min)

POV-Ray Single (pps)

POV-Ray Multi (pps)

Y-Cruncher Single (sec)

Y-Cruncher Multi (sec)

Ryzen 5 3600X

64997

21:13:21

204

1651

507

3769

144

25936

38:08

467

3314

151,734

20,331

Ryzen 7 3700X

84644

16:01:73

206

2130

504

4895

117

20653

29:32

470

4309

150,642

17,341

Ryzen 9 3900X

115398

11:13:55

211

3071

509

6979

76

14625

20:59

482

6096

148,833

16,735

Ryzen 9 3900XT

117462

10:43:55

218

3207

539

7233

74

14206

20:03

501

6212

145,441

16,532

Ryzen 9 3950X

137282

08:22:47

210

3947

532

9190

59

11795

18:21

495

7835

147,408

15,547

Ryzen 9 5900X

145492

09:17:89

273

3765

640

8698

57

11422

17:15

630

7710

114,205

15,000

Ryzen 9 5950X

172242

07:45:40

274

4480

647

10351

47

9859

15:04

637

9039

113,196

14,135

Core i5-9600K

41779

32:32:21

199

1029

484

2501

231

42064

53:37

465

2836

153,633

25,193

Core i7-9700K

57202

27:24:15

210

1443

508

3137

174

30230

43:48

486

3042

150,644

22,351

Core i9-9900K

71864

19:23:91

215

1815

514

3989

117

24156

36:31

502

3795

143,585

20,603

Core i5-10600K

57275

21:28:09

207

1475

504

3618

145

29682

41:19

486

3009

144,905

22,458

Core i9-10900K

89382

13:46:12

227

2612

535

6068

83

17010

28:04

530

5250

133,427

18,732

Tabelle zur Seite scrollen für mehr Informationen.

FPS-Messungen in Full-HD

Assassin's Creed Odyssey avg

Assassin's Creed Odyssey 99th

Borderlands 3 avg

Borderlands 3 99th

Civilization VI Gathering Storm avg

Civilization VI Gathering Storm 99th

F1 2019 avg

F1 2019 99th

Far Cry 5 avg

Far Cry 5 99th

Forza Horizon 4 avg

Forza Horizon 4 99th

Metro Exodus avg

Metro Exodus 99th

Red Dead Redemption 2 avg

Red Dead Redemption 2 99th

Shadow of the Tomb Raider avg

Shadow of the Tomb Raider 99th

The Division 2 avg

The Division 2 99th

Ryzen 5 3600X

82,9

49,0

101,1

68,9

48,5

16,0

171,1

125,4

127,4

94,3

160,5

107,6

89,2

41,4

92,7

62,1

135,3

85,0

123,7

84,7

Ryzen 7 3700X

83,8

56,4

104,5

71,1

54,7

16,5

174,9

126,0

128,5

97,9

162,6

113,9

90,3

42,1

92,3

63,9

138,9

88,6

127,5

85,8

Ryzen 9 3900X

84,8

58,1

106,1

73,2

57,8

17,1

179,7

132,4

134,3

100,5

166,9

117,3

90,7

42,4

92,5

64,8

140,9

90,6

128,1

86,4

Ryzen 9 3900XT

85,4

58,4

108,8

74,5

58,5

17,5

181,5

135,4

135,9

100,8

166,7

123,9

93,3

43,6

94,8

64,0

141,0

86,7

128,8

88,4

Ryzen 9 3950X

85,1

57,2

106,3

71,2

58,4

17,7

181,4

129,4

132,3

99,8

168,6

118,3

91,7

43,8

94,1

63,2

143,6

89,2

125,3

87,1

Ryzen 9 5900X

85,6

58,5

113,2

82,7

71,0

20,0

216,9

171,7

161,0

112,8

192,4

143,6

101,9

51,3

102,7

66,2

168,1

121,2

139,3

106,4

Ryzen 9 5950X

86,7

59,6

113,8

83,4

71,8

20,2

216,0

167,8

159,7

111,5

192,1

142,3

100,6

50,3

102,3

66,0

167,4

120,5

139,2

105,6

Core i5-9600K

86,0

49,0

108,7

69,5

52,6

16,0

185,5

135,4

140,0

97,0

178,9

115,7

97,5

49,8

96,1

61,6

137,6

76,5

133,1

90,2

Core i7-9700K

88,0

51,9

110,3

73,0

59,7

16,8

191,0

141,8

149,3

100,4

181,2

122,3

98,5

48,9

96,5

61,9

151,5

80,3

138,2

95,8

Core i9-9900K

90,9

53,6

113,3

74,3

61,8

17,3

195,0

145,9

155,5

101,2

182,6

123,6

100,5

50,1

96,9

62,9

155,2

83,6

140,0

97,2

Core i9-9900KS

91,5

54,5

113,9

72,5

63,0

18,4

197,2

150,3

158,1

103,6

184,1

126,9

102,5

49,8

97,3

60,6

154,8

84,2

141,0

98,7

Core i5-10600K

91,0

53,2

109,3

72,3

54,2

16,6

194,0

147,9

147,0

103,7

178,3

118,6

102,5

51,5

98,5

71,6

145,5

84,3

136,6

94,3

Core i9-10900K

91,5

54,5

113,9

75,4

67,8

19,4

207,8

149,7

161,1

107,0

190,3

130,9

104,3

52,1

102,3

74,5

155,5

85,3

140,7

98,2