Überblick: Das bietet die PNY Elite X-Pro Portable SSD 1 TB

Der US-Anbieter erweitert mit der PNY Elite X-Pro Portable SSD das Angebot an externen SSD-Laufwerken. Die Besonderheit: Der tragbare Speicher hat eine USB-C-Schnittstelle, die nach dem bis dato wenig verbreiteten Standard USB 3.2 Gen2x2 zertifiziert ist. Grund genug, um der Leistung des Mobildatenträgers auf den Grund zu gehen. Dem Test stellt sich die Variante mit 1 TB Kapazität.

Tempo wie USB 3.2 Gen2

Im schwarzen Aluminium-Gehäuse sitzt ein NVMe-Flashspeicher, der sich mit dem Hilfstool Crystaldiskinfo zwar nicht näher definieren lässt, aber das NVMe-Protokoll in der Version 1.0/1.1 einsetzt – eine nicht mehr ganz aktuelle Fassung.

In den Benchmark-Läufen mit dem Programm Crystaldiskmark fällt auf, dass die Datenraten im Schreiben stets die Transfergeschwindigkeit im Lesen übersteigen – das ist sonst eher selten der Fall. So liegen etwa die Ergebnisse mit der Version 6 des Benchmark-Tools bei fast 942 MB/s im Lesen, während sie im Schreiben die Marke von 1000 MB/s sogar übersteigen – wenn auch nur knapp. Ähnlich fallen die Werte mit Crystaldiskmark 7 und 8 aus, wobei im Zusammenspiel mit der achten Programmversion, die auf NVMe-Datenträger optimiert ist, die höchsten Datenraten herauskommen. Hier erreicht die portable SSD fast 985 MB/s im Lesen und über 1012 MB/s im Schreiben. Insgesamt bleiben die Resultate jedoch deutlich unter der Schnittstellengrenze von USB 3.2 Gen2x2 und entsprechen eher Werten, die von Laufwerken mit USB 3.2 Gen2 zu erwarten sind.

Gute Praxis-Schreibleistung

Für den Praxiseinsatz wichtiger als Benchmark-Ergebnisse ist die Performance mit echten Daten. Im Fall der externen SSD von PNY lohnt sich ein Blick in den Geräte-Manager von Windows. Denn dort lässt sich feststellen, dass die Schreibrichtlinie des externen Datenträgers auf „Bessere Leistung“ festgelegt ist. Diese Einstellung lässt sich im Test nicht verändern. Sie bewirkt, dass das Laufwerk sowohl den Cache von Windows als auch den eigenen nutzt. Gleichzeitig sollte es nur über „Hardware sicher entfernen“ vom Rechner getrennt werden. Beim spontanen Abziehen riskieren Sie Datenverlust.

Die Richtlinieneinstellung macht sich im Test besonders bei den Kopiervorgängen des MP3-Pakets bemerkbar. Während die über 1000 kleinen Songdateien externe SSDs normalerweise besonders beschäftigen, kommt das PNY-Modell damit gut zurecht: Mit über 706 MB/s im Schreiben erreicht es ein super Ergebnis. Der Unterschied zum Lesetempo fällt deutlich aus. Mit gut 446 MB/s ist das externe Laufwerk im Lesen der MP3s signifikant langsamer. Enger zusammen liegen die Testresultate beim Transfer des DVD-Videos, bei dem die portable SSD fast 549 MB/s im Lesen und etwas über 573 MB/s im Schreiben schafft. Mit diesen Datenraten liegt die PNY-SSD wiederum im Leistungsbereich von externen SSDs mit USB 3.2 Gen2.

Die Performance erreicht eine Schmerzgrenze: Läuft der Cache des mobilen Datenträgers voll, dann sinkt die Datenrate bis auf ein zweistelliges MB-Niveau. Die Tempovorteile sind damit dahin.

Ausstattung & Co.

Neben der externen SSD finden sich im Paket zwei USB-C-Kabel. Darüber lassen sich sowohl reine USB-C- als auch USB-C-auf-A-Verbindungen realisieren. Die Kabel fallen jedoch mit etwa 17 Zentimetern recht kurz aus. PNY bundelt mit dem Datenträger die Backup-Lösung Acronis True Image Data Protection. Die Nutzung ist erst nach Online-Registrierung möglich. Der dazu nötige Code findet sich Inneren der Verpackung. Auf den externen Datenträger gibt es vom Hersteller eine Garantie von drei Jahren – das ist im Vergleich zu anderen Herstellern eine mittellange Frist.

Während des Tests bleibt die Temperatur auf der Gehäuseoberfläche mit maximal 31,8 Grad Celsius unauffällig. Das gilt auch für den Energiebedarf: Unter Last messen wir weniger als 1 Watt, im Leerlauf 0,6 Watt – vorbildlich.

Fazit

Obwohl die externe NVMe-SSD auf Leistung konfiguriert ist, erreicht sie das Maximum der Schnittstelle im Test nicht. Aufgrund der Schreibstärke ist das PNY-Modell trotzdem ein empfehlenswerter Mobildatenträger. In der Version mit einem 1 TB Kapazität ist die externe SSD außerdem vergleichsweise günstig im Preis. Zum Testzeitpunkt ist sie nur bei Amazon gelistet. Dort finden sich mit 500 GB, zwei und vier TB weitere Kapazitätsvarianten.

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Überblick: PNY Elite X-Pro Portable SSD 1 TB

+ Pro

– Contra

Stoßfestes Alugehäuse

Nur mittlere Garantie von 3 Jahren

Schneller im Schreiben als im Lesen

Seltener Schnittstellenstandard

Günstiger Preis

Test (mit Noten)

Geschwindigkeit

2,45 (60%)

Handhabung

1,94 (20%)

Ausstattung

3,15 (15%)

Service

3,17 (5%)

Aufwertung/Abwerung

Fazit

Testnote

gut (2,43)

Preisurteil

sehr preiswert

Preis (mittlerer Straßenpreis)

141 Euro

Siehe auch:

Kaufratgeber 2022: Externe Festplatten & SSDs

Die besten externen NVMe-SSDs im Vergleich (2022)