Google Maps im Test: Gratis-Navigation mit exakten Verkehrslage-Informationen

Update 24.2.: Google Maps bekommt in der Androidversion einen Dark Mode. Update Ende

Einsatzzweck und Zielgruppe: Gratis-Navigation für alle

Google Maps (vollständige Bezeichnung: „Google Maps Transit & Essen“) für iPhone und iPad (und Apple Watch sowie iMessage) sowie für Android-Smartphones und Android-Tablets und für den Desktop-PC ist eine geniale Navigations-App für Autofahrer (auch für Carplay- und Android-Auto-Nutzer ), Radfahrer und Fußgänger, aber auch für Benutzer des öffentlichen Nahverkehrs. Das Kartenmaterial steht laut Google für über 220 Länder und Gebiete bereit. Kleine Details der Optik und gegebenenfalls der Anordnung einiger Menüpunkte können sich zwischen der iOS- und der Androidversion unterscheiden, der Leistungsumfang ist aber identisch.

In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf Google Maps auf iPhones und Android-Smartphones, also im klassischen Einsatz als Navigationsgerät während der Reise. Wie Sie mit Google Maps auf dem Rechner arbeiten, lesen Sie in diesem Artikel.

Suche und Zieleingabe: Einfacher geht es nicht


Die Benutzung ist denkbar einfach. Starten Sie die App Google Maps und geben Sie eine konkrete Adresse, den Namen der Sehenswürdigkeit (zum Beispiel "Botanischer Garten" oder „Tiergarten" oder „Bismarkturm“), den Namen eines Geschäfts oder eine beliebige Funktions-Beschreibung (VW-Werkstatt, Sattlerei etc.) in das Suchfeld am oberen Bildschirmrand ein. Alternativ geben Sie Ihr Ziel per Sprachbefehl ein. Falls der Wagen bereits in Bewegung ist, sollten Sie Ziele ausschließlich per Sprachbefehl eingeben. Mit "Ok Google, bringt mich nach Hause" starten Sie sofort die Navigation zu Ihrer Heimatadresse, sofern diese hinterlegt ist.

So stellt sich die App bei der Suche dar.

Google Maps nutzt die ganze Kraft der Google-Suchmaschine, um bereits nach den ersten eingegeben Buchstaben in einer ausklappenden Vorschlagsliste passende Suchbegriffe vorzuschlagen. Selbst ein 3000-Euro-Infotainmentsystem ab Werk findet nicht mehr Treffer als Google Maps für 0 Euro.

Wählen Sie den passenden Vorschlag aus oder geben Sie Ihren Suchbegriff vollständig ein. Sie müssen für Ihre Suche also keine Rubrik oder Kategorie vorauswählen, sondern tippen einfach darauf los. Einfacher geht es nicht und diese Zieleingabe unterscheidet sich wohltuend von der nicht mehr zeitgemäßen und umständlichen Zieleingabe mancher moderner Stand-Alone-Navigationsgeräte (PNA - "Personal Navigation Assistant"), bei denen Sie meist starr vorgegebene Auswahlkategorien wie "Tankstelle", "Restaurant" oder "Werkstatt" vorauswählen müssen und dann erst den Namen eingeben können.

Tipp: Sie können im Browser am PC in Google Maps eine Route erstellen und diese dann bequem an Ihr Smartphone schicken. Voraussetzung ist, dass Sie mit Ihrem Google-Konto angemeldet sind.

Die Route vom PC an das Smartphone senden.


Wahl der Verkehrsmittels: Auto, ÖPNV, zu Fuß, per Rad und im Flugzeug

Steht das Ziel fest, dann tippen Sie auf „Route“ und danach aus der oben angezeigten Buttonliste das von Ihnen genutzte Fortbewegungsmittel genauer gesagt die Art der Fortbewegung (Auto, Nahverkehr, Fußgänger, Radfahrer, Flugzeug). Die App zeigt zu jedem Verkehrsmittel die Route auf der Karte und die Reisedauer an. Außerdem gibt es zu jedem Verkehrsmittel spezifische Informationen. So finden Sie bei Auto die Verkehrslage, beim ÖPNV die Umstiegspunkte und bei Fußgänger und Radfahrer ein praktisches Höhenprofil, wenn Sie vom unteren Bildschirmrand nach oben wischen. Voreingestellt ist übrigens Auto - wenn Sie dieses Verkehrsmittel nutzen wollen, tippen Sie rechts unten auf „Start“. Andernfalls ändern Sie das Verkehrsmittel und tippen dann auf „Start“. Auf Ihren Fingertipp hin startet die Navigation mit Kartenanzeige und gesprochenen Anweisungen.

Auswahl des Verkehrsmittels

Sie können auch eine Pendelstrecke festlegen und sich dann vorab von Google Maps informieren lassen, wenn es dort zu Verspätungen kommen sollte. Tippen Sie unten am Bildschirmrand auf „Pendeln“, um ihre Pendelstrecke einzurichten oder aber um zu einer bereits festgelegten Pendelstrecke die aktuellen Daten abzurufen.


Feintuning für die Routenwahl

Vor dem Start der Navigation können Sie gegebenenfalls unter „Einstellungen“ (das Drei-Punkte-Menü rechts oben in der iOS-App) noch Bedingungen für die Route festlegen: Zum Beispiel Autobahnen vermeiden oder Mautstraßen vermeiden sowie Fähren für die Wahl der Route sperren oder die Sprachausgabe abschalten. Oder Zwischenstopps einfügen. Auch das nachträgliche Einfügen von Zwischenzielen und deren Löschung funktioniert einwandfrei.

All das klappte auf unserer mehrere hundert Kilometer langen Testfahrt durch Oberbayern einwandfrei. So lotste uns Google Maps zum Beispiel fernab von Autobahnen nur über landschaftlich reizvolle Land-, Staats- und Bundesstraßen. So können Sie bis zu einem gewissen Grad das Manko umgehen, dass Google Maps keine Auswahloption für besonders sehenswerte Routen bietet (siehe unten).

Tipp: Wenn Sie danach wieder schnell ans Ziel kommen wollen, dann müssen Sie die Option "Autobahnen vermeiden" wieder deaktivieren.

Falls Sie aber doch gezielt nach einer bestimmten Kategorie suchen wollen: Kein Problem. Sie finden mit Google Maps sofort Restaurants (inklusive Nutzung von Liefer- und Abholdiensten), Tankstellen, Lebensmittelgeschäfte, Cafés, Hotels und Imbissbuden sowie Apotheken am gesuchten Ort - mit Angabe der aktuellen Geschäftszeiten. Aber auch Fitnessstudios, Museen, Kinos und andere Freizeitmöglichkeiten. Sie wollen sich bei einem Besuch in einer fremden Stadt die Füße vertreten? Kein Problem: Parkanlagen sind ebenfalls ruck, zuck mit Google Maps ausfindig gemacht. Für alle diese Kategorien gibt es am oberen Rand der Karte in der App Schnellzugriffs-Buttons.

Die Route vom PC an das Smartphone senden.

Schnell nach Hause oder zur Arbeit: Falls Sie Adressen für Heimatort und Arbeit festgelegt haben, werden diese ebenfalls als Schnellzugriffs-Buttons am oberen Rand der Karte angezeigt.

Zum Stöbern und Entdecken laden zudem die Einträge unter „Aktuelles“ beziehungsweise „Neues aus der Region“ oder auch "Sehenswürdigkeiten" am unteren Rand des Karten-Bildschirms ein. Dort findet man die gleichen Inhalte, wie man sie auch über die oben aufgeführten Rubriken wie "Restaurants" und "Cafés" finden würde. Mit Bewertungen und Entfernungsangaben und durchgehend bebildert. Wenn man in einer Stadt fremd ist, ist das ein hilfreicher Einstieg. Aus aktuellen Anlass finden Sie hier ganz oben derzeit die „Infos zu Covid-19“. Diese Informationen stammen von Google Local Guide. Wir stellen Ihnen Google Local Guide hier ausführlich vor.

Ganz am unteren Bildschirmrand gibt es eine weitere Schnellzugriffsleiste unter anderem für Ihre Pendelstrecke und für Favoriten.


Kartentyp und Kartendetails

Über das Auswahl-Icon rechts oben auf der Karte können Sie zwischen den Kartentypen Standard-, Satellit- und Geländeansicht wählen.

Links die Kartenansicht, rechts die Satellitenansicht.

Außerdem können Sie unter Kartendetails weitere Informationen wie die aktuelle Verkehrslage (mit den erfahrungsgemäß sehr exakten Echtzeitverkehrslagedaten) oder öffentliche Verkehrsmittel oder die Covid-19-Lage einblenden lassen. Für eine sinnvolle Darstellung der Covid-19-Inzidenzzahlen müssen Sie aber etwas aus der Karte auszoomen, um Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen erkennen zu können. Ein besonderes Bonbon, wenn auch aus Datenschutzgründen nicht unumstritten, ist die Street-View-Ansicht, die Sie hier ebenfalls einblenden lassen können. Street-View steht bei größeren Gebäudekomplexen wie Einkaufszentren oder Flughäfen auch in diesen Gebäuden zur Verfügung.

Kartentyp und Kartendetails.

Hilfe beim Umsteigen im ÖPNV


Da Google bei der Navigation nicht nur die Stau- und Behinderungslage auf den Straßen, sondern auch die Abfahrtszeiten der öffentlichen Verkehrsmittel berücksichtigt, können Sie sich eine Route mit genauen Umstiegs- und Ankunftszeiten Verkehrsmittel-übergreifend anzeigen lassen. Google Maps erinnert den Benutzer an das Umsteigen, wenn er Google Maps zur Navigation mit einem öffentlichen Verkehrsmittel nutzt. Google hat hier eine Liste der für Google Maps erfassten Öffentlichen Nahverkehrsdienstleister zusammengestellt.


Hinweise auf Rollstuhl-gerechten Nahverkehr

Google zeigt seit dem 16. März 2018 bei einigen Nahverkehrslinien an, ob diese problemlos von Rollstuhlfahrern genutzt werden können. Damit Google Maps diese Rollstuhl-gerechten Linien anzeigt, müssen Sie in Google Maps bei der Ermittlung einer Route zunächst „Öffentlichen Nahverkehr“ und dann unter „Optionen“ den ganz unten stehenden Eintrag „Rollstuhlgerecht“ auswählen.

Rollstuhlgerecht

Live View für Fußgängernavigation


Falls Sie Fußgängernavigation auswählen, dann hilft bei der Orientierung die optionale Funktion „Live View“ mit eingeblendeten Richtungspfeilen und Wegbeschreibungen direkt im Kamerabild und der Karte im unteren Bildbereich. Dabei zeigt Google auch Landmarken zur leichteren Orientierung im Kamerabild an. Um Live View nutzen zu können, müssen Sie zum Starten der Fußgängernavigation nicht auf den „Start“-Button, sondern auf „Live View“ tippen. Danach navigieren Sie in der Kameraansicht. Bei der Fußgängeransicht ohne Live View blicken Sie dagegen auf die klassischen Kartendarstellung in der App.

Live View

Die Fußgängernavigation funktioniert auch in großen öffentlichen Gebäuden wie Einkaufszentren, Flughäfen oder Museen. Also für alle Gebäude, für die Google Maps die Indoorkarten anbietet.

Live View lässt sich auch von der Karte aus über den Button am rechten unteren Rand starten.


Indoor-Karten

Für bestimmte Museen, Einkaufszentren oder Flughäfen stehen Indoor-Karten zur Verfügung. Hierzu müssen Sie in das betreffende Gebäude einzoomen, bis Sie den Gebäudeplan sehen. In der Browseransicht auf dem Rechner können Sie dazu unten rechts die Stockwerke auswählen. In der Regel finden Sie zu jedem auf der Indoorkarte eingezeichneten Geschäft auch Informationen wie Öffnungszeiten oder Telefonnummer und Webseite.

Indoorkarte

Google Maps zeigt Parksituation am Zielort an


Google Maps zeigt seit dem 30. August 2017 für ausgewählte deutsche Städte die voraussichtliche Parksituation am Zielort der Navigation an. Google ermittelt die Parksituation anhand historischer Daten (also Erfahrungswerte), die zudem mithilfe von Maschinenlernen ausgewertet werden.

Parkplatzsituation am Zielort

Geben Sie in die Google-Maps-App ein Navigationsziel ein und wählen Sie Auto als Verkehrsmittel aus. Sofern das Navigationsziel in einem der oben genannten Städte liegt, zeigt Ihnen ein farbiges P-Icon in der Mitte unterhalb der Karte die voraussichtliche Parksituation an. Zusätzlich steht eine kurze Beschreibung neben dem Icon. Ein rotes P-Icon und „schwierig“ bedeutet, dass die Parksituation angespannt ist. Ein blaues Icon bedeutet eine „durchschnittliche“ Parksituation und ein grünes Icon eine entspannte Lage.

Wenn Sie konkrete Parkmöglichkeiten am Zielort suchen, geben Sie „Parkplatz“ zusammen mit dem Zielort ein. Google Maps zeigt Ihnen dann Parkmöglichkeiten an, allerdings ohne Berücksichtigung der Auslastungslage.


Inkognitomodus, Standortfreigabe und Standortverlauf

Falls Sie nicht wollen, dass Google Ihre Suchverlaufsdaten speichert oder Ihren geteilten Standort mit Google Maps aktualisiert, sollten Sie den Inkognitomodus aktivieren. Diesen schalten Sie ein, wenn Sie auf Ihr Bild-Icon rechts von der Suchmaske tippen und dann „Inkognitomodus aktivieren“ auswählen.

Die können außerdem unter "Einstellungen" die Standortfreigabe deaktivieren, damit Ihnen Ihre Freunde nicht auf Google Maps folgen können. Unter „Meine Daten“ können Sie zudem verhindern, dass Google Maps Ihren Standortverlauf speichert.

Wichtig: Prüfen Sie von Zeit zu Zeit in den "Einstellungen" unter "Google-Maps-Verlauf", welche Daten Google Maps über Sie gespeichert hat. Löschen Sie gegebenenfalls Einträge. Sie können hier auch festlegen, dass Google Maps den Verlauf nicht speichert. Das klappt zuverlässig.


Während der Navigation: Fokus auf das Wichtige

Google Maps zeigt Ihnen während der Navigation immer die Route auf der Karte an. Zusätzlich gibt Ihnen Google Maps Sprachanweisungen. Wichtig: Drehen Sie die Lautstärke Ihres Smartphones auf volle Leistung. Google Maps zeigt aber nur die allernötigsten Informationen an, um den kleinen Smartphone-Bildschirm nicht zu überfrachten, wodurch der Fahrer ohne langes Suchen alles Wichtige sofort sieht. Google Maps blendet während der Fahrt anders als viele Navigationsgeräte keine ablenkenden Hinweise wie „Fahrbahnverengung“ (wegen eines Unfallwagens auf dem Standstreifen) oder „gefährliches Wetter“ (wegen Starkregens) ein.

Diverse Suchmöglichkeiten während der Fahrt.

Oben steht der Name der aktuellen Straße und die Fahrtrichtung, links darunter die nächste Abzweigung, in der Mitte auf der Karte der aktuelle Standort inklusive Verkehrslage (rot: Stau, orange: zäh fließend, grün/blau - je nach Darstellung: freie Fahrt). Sobald Sie abbiegen müssen, erscheinen am oberen Rand entsprechende Abbiegepfeile und zum Beispiel auf der Autobahn eine einfach gestalteter Spuranzeige.

Über das Menü am unteren Bildschirmrand stellt Google Maps unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung.

Rechts oben gibt es das Sucheingabefeld für Tankstellen, Restaurants, Supermärkte, Cafés und die allgemeine Websuche (die nahezu alles findet), den Lautstärkeregler (die Lautstärke lässt sich schnell über ein Icon einstellen) und den Nordungs-Pfeil.

Streckenbeschreibung einblenden und Suche entlang der Route.

Unten nennt Google Maps die voraussichtliche Ankunftszeit, die Entfernung zum Ziel und die restliche Fahrzeit. In diesem unteren Feld signalisiert Google Maps auch Stauwarnungen und Alternativrouten. Außerdem kann man hier ebenfalls eine Suche entlang der Route starten und sich die Wegbeschreibung anzeigen lassen. Hier finden Sie auch das Einstellungsmenü, in dem Sie unbedingt die Verkehrslage-Informationen aktivieren sollten.

Entfernung messen mit Google Maps

Entfernung messen mit Google Maps
© IDG

Sie können mit der Google-Maps-App für Android und iOS ruck, zuck die Entfernung zwischen zwei oder noch mehr Punkten messen. Drücken Sie auf einen beliebigen Punkt auf der Karte und setzen Sie damit die Start-Markierung. Tippen Sie dann auf das unten eingeblendete Menü „Gesetzte Markierung“ und danach noch auf „Entfernung messen“. Scrollen Sie nun mit der Karte bis zu Ihrem gewünschten Zielpunkt. Die zwischen Start- und Zielpunkt zurückgelegte Strecke zeigt Google Maps am unteren Bildschirmrand ständig aktualisiert an. Über „Punkt hinzufügen“ können Sie weitere Wegpunkte hinzufügen. Wenn Sie größere Entfernungen messen wollen, dann zoomen Sie einfach aus der Karte aus.
 
„Entfernung messen“ steht natürlich auch in der Desktop-Version im Browser zur Verfügung. Die Vorgehensweise ist hierbei aber eine andere, wir erklären sie hier. 

Falls auf der ursprünglich geplanten Route eine Störung auftritt, berechnet Google Maps automatisch eine Alternativroute und bietet diesen dem Nutzer zur Übernahme an. Hierzu erscheint eine Meldung auf dem Bildschirm und ein gesprochener Hinweis.

Theoretisch können Sie hier jederzeit von der einfachen Kartenansicht auf die Satellitenansicht umschalten. Letztere mag bei der Orientierung anhand auffälliger Wegmarken helfen, insgesamt ist die Kartenansicht aber übersichtlicher und vor allem gehen dafür deutlich weniger Daten durch die Leitung. Neben Karten- und Satellitenansicht gibt es auch noch eine Geländekarte, die vielleicht im Winter hilfreich sein kann, um höher gelegene und damit stark verschneite Gegenden im Gebirge zu vermeiden.

Sie können die Navigation jederzeit durch einen Tipp auf das Kreuz rechts unten beenden oder die Einstellungen nachträglich während einer laufenden Navigation anpassen.

Streckenfortschritt teilen

Bei einer laufenden Navigation können Sie Ihren aktuellen Standort ("Streckenfortschritt teilen") jederzeit mit einem gewünschten Kontakt teilen oder gezielt entlang der Route suchen. Das dafür nötige Menü finden Sie, wenn Sie auf dem Smartphone vom unteren Rand hochwischen.


Qualität der Navigation: Überzeugend

Google Maps gehört zu den besten Navigationslösungen überhaupt. Während unseres Langzeittests lotsten uns die PNAs namhafter Hersteller immer mal wieder in die falsche Richtung - Google Map brachte uns wieder auf die richtige Spur zurück. Die Echtzeitverkehrsinformationen sind extrem exakt und treffen zeitnah zu den Störungen auf der Straße vor uns ein.

Im einwöchigen Test auf Sizilien stellte Google Maps im Großen und Ganzen seine Leistungsfähigkeit unter Beweis. Die App lotste selbst auf abgelegenen, kleinen Landstraßen im Inneren der Insel in der Regel zuverlässig und zeigte im großstädtischen Bereich meist auch korrekt den Verkehrsfluss an. Im direkten Vergleich mit Here WeGo lieferte Google Maps in der Regel die besseren Ergebnisse.

Keine Meldefunktion für Deutschland

Keine Meldefunktion für Deutschland
© Google

In den USA können Benutzer in Google Maps Unfälle, "Radarfallen" oder Gegenstände auf der Straße sowie andere Ereignisse an Google melden. Über einen Button am rechten Kartenrand. Diese Meldefunktion steht in Deutschland aber nicht zur Verfügung, der entsprechende Button fehlt. Apple testet ein ähnliches Feature in iOS 14.5 Beta in den USA.

Innerorts geriet Google Maps im dichten Straßengewühl allerdings einige Male durcheinander und lotste uns falsch. Auf einer umfangreichen und langen Autobahnbaustelle verlor Google Maps einmal komplett den Faden. Hier fehlte Google Maps offensichtlich das aktuelle Kartenmaterial.

Auch bei der Restaurantsuche haperte es etwas: Google Maps zeigte zweimal Restaurants als geöffnet an, obwohl diese tatsächlich geschlossen hatten. Hier lagen offensichtlich veraltete Informationen vor.

Wichtig für den Einsatz von Google Maps im Urlaub: Laden Sie die benötigten Kartenausschnitte unbedingt vorab im WLAN auf Ihr Smartphone herunter.

Die Sprachanweisungen sind ausreichend ausführlich und nicht zu schwatzhaft. Diese Sprachanweisungen kann Google Maps in zahlreichen Sprachen geben, natürlich auch in Deutsch. Die Zahl der unterstützten Sprachen erweitert Google immer mal wieder.


Gute Mobilfunkverbindung ist wichtig

Das Kartenmaterial wird erst während der laufenden Navigation über die Mobilfunkverbindung von den Google-Servern auf das Smartphone heruntergeladen. Das hat den großen Vorteil, dass die Karten (fast) immer aktuell sind und sich der Nutzer im Unterschied zu klassischen Navigationsgeräten oder anderen Navigations-Apps oder im Auto fest eingebauten Navis nicht um Karten-Updates kümmern muss und dadurch auch keine Kosten entstehen – die Automobil-Hersteller lassen sich Karten-Updates teuer bezahlen.

Dies bedeutet aber auch, dass bei einer schlechten Mobilfunkverbindung das Kartenmaterial oft nur langsam eintrifft. Vor allem ist das monatliche Datenvolumen des Mobilfunkvertrags bei intensiver Nutzung bald ausgeschöpft. Im Nicht-EU-Ausland kommen zudem noch die Roamingkosten dazu. Ausgenommen Island, Liechtenstein und Norwegen, wo die Roaminggebühren für deutsche Nutzer ebenfalls entfallen.


Echtzeit-Verkehrslage mit automatischer Ermittlung von Alternativrouten

Die Ankunftszeiten prognostiziert Google Maps sehr genau, es gibt keine so hektischen Zeitsprünge wie bei manchen anderen Lösungen mit ständigen Änderungen bei der Ankunftszeit: Mal eben 30 min vor und dann wieder 30 min zurück (siehe weiter unten). Google Maps gibt auch keine sinnlosen Pseudo-Umleitungsvorschläge, die nur über hektische Nebenstraßen mit vielen Abbiegevorgängen führen.

Google Maps signalisiert uns Stau.

Neben der hohen Trefferquote bei den eingegebenen Navigationszielen sind es vor allem die beeindruckend genauen Verkehrslagedaten, die Google Maps zu einer hervorragenden Navigationslösung machen. Denn die vielen Hundert Millionen Android-Smartphones, Android-Tablets und auch einige festverbaute Android-basierte Navigationsgeräte senden ständig während ihres Betriebs anonymisierte Lagedaten an die Android-Server - sofern die Besitzer der Android-Geräte dem zustimmen, was in der Regel der Fall sein dürfte.

Auf der Alternativroute haben wir eine ähnliche Ankunftszeit.

Mit dieser Datenbasis können die meisten Konkurrenten nicht mithalten. Und das alte TMCPro sowieso nicht. Google Maps lotst also nicht nur genauer und der Fahrer weiß nicht nur von Anfang an, mit welcher Ankunftszeit er rechnen muss, sondern er fährt auch viel entspannter, weil ihn Google Maps nicht ständig mit immer neuen Umfahr-Ratschlägen nervt. Dadurch ist die Ablenkungsgefahr bei Google Maps viel geringer als bei vielen anderen Navigationslösungen.

Fünf Minuten Stau voraus.

Wenn Google Maps zwischendurch keine Verkehrslage-Informationen empfangen kann, weil die Mobilfunkverbindung unterbrochen ist, dann zeigt es das per Hinweis am unteren Bildschirmrand und zugleich per Sprachhinweis an. Ebenso bekommt der Benutzer einen Hinweis, wenn Verkehrslagedaten wieder empfangen werden.

An der nächsten Kreuzung links abbiegen, kein Stau voraus.

Kommt es während der Fahrt zu staubedingten Verzögerungen, dann blendet Google Maps am unteren Bildschirmrand einen Hinweis ein und prognostiziert die neue voraussichtliche Ankunftszeit. Ermittelt der Google-Server im Hintergrund eine schnellere Alternativroute, dann zeigt Google Maps diese ebenfalls im unteren Hinweisfeld und zugleich per Sprachhinweis an. Der Fahrer kann die neue Alternativroute dann annehmen oder ablehnen. Unfälle und andere wichtige Ereignisse blendet Google Maps am oberen Bildschirmrand ein. Wenn man auf eine Unfallwarnung auf dem Display klickt, dann erscheinen dazu Detailinformationen.

Google Maps warnt uns vor einem Unfall.

Die Stauwarnungen von Google Maps sind beeindruckend genau: Selbst eine kurze Verzögerung durch einen LKW, der auf der Überholspur auf der Autobahn fahrend den nachfolgenden Verkehr ausbremst, zeigte Google Maps in oranger Farbe als Verzögerung an. Obwohl der LKW höchstens drei Minuten vor uns fuhr! Zwischen dem LKW und uns befanden sich zirka fünf Pkws – darin müssen sich genügend Android-Geräte befunden haben, damit die Google-Server die Verkehrslage valide darstellen konnten. Nachdem der LKW wieder auf die rechte Spur rübergezogen hatte und die Autos beschleunigten, zeigte uns Google Maps sofort freie Bahn an.

Google Maps weist uns auf eine schnellere Route hin. Diesen Vorschlag können wir annehmen oder ablehnen.

Immer gut informiert: Google Maps warnt während der Fahrt per Sprachausgabe, dass die Verkehrslage angespannter wird, man aber immer noch auf der schnellsten Route ist. Man kann während eines Routings eine andere alternative Route auf der Karte antippen und bekommt dann angezeigt, wie lange man dort unterwegs wäre. Google blendet auch von sich aus ein, wie viel länger oder ob man genauso lang auf einer alternativen Route unterwegs ist.

Tipp: Sie können sich auf dem iPhone und dem Android-Smartphone ein Widget installieren, dass Ihnen immer die aktuelle Verkehrslage rund um Ihren aktuellen Standort anzeigt.

iOS-Widget

Offlinekarten: Datenvolumen sparen und surfen mit schlechter Mobilfunkverbindung


Google Maps lädt wie gesagt standardmäßig während der Nutzung fortlaufend aktuelles Karten- und Datenmaterial nach. Das geht natürlich auf Kosten des monatlichen Datenvolumens Ihres Mobilfunkvertrags. In Gebieten mit schlechtem Mobilfunkempfang kann die Navigation sogar gestört sein. Diese beiden Probleme vermeiden Sie, indem Sie vor Reisebeginn das Kartenmaterial im WLAN komplett auf Ihr Smartphone herunterladen. Das Feature heißt Offlinekarten.

Datenverbrauch von Google Maps.

So nutzen Sie Offlinekarten: Geben Sie Ihr Navigationsziel ein. Scrollen Sie dann in den Buttons unterhalb der Karte ganz nach rechts bis „Herunterladen“ und tippen Sie darauf. Denn jetzt angezeigten Kartenausschnitt können Sie in der Größe so verändern, bis Ihre Route komplett im Ausschnitt enthalten ist. Tippen Sie dann auf „Download“. Das Kartenmaterial liegt nun vollständig gespeichert auf Ihrem Smartphone.

Sie finden alle offline gespeicherten Karten unter dem Menü-Punkt „Offlinekarten“ - tippen Sie in Google Maps rechts oben auf Ihr Profilbild und in dem dann erscheinenden Auswahlmenü auf „Offlinekarten“. Dort sehen Sie alle auf dem Smartphone gespeicherten Offlinekarten und können über „Eigene Karte auswählen“ jederzeit das Kartenmaterial für eine neue Route erstellen und abspeichern lassen. Den abgespeicherten Karten sollten Sie aussagekräftige Namen geben. Diese Namen können Sie jederzeit wieder ändern.

Von Zeit zu Zeit erinnert Sie Google daran diese Karten aktualisieren zu lassen. Wenige Tage vor Ablauf schickt Google Maps eine Mitteilung, dass die gespeicherten Offline-Karten ablaufen und deshalb aktualisiert werden müssen. So haben Sie beim Start der Navigation immer aktuelles Kartenmaterial. Dann benötigen Sie unterwegs die Mobilfunkverbindung nur noch für den Empfang der Echtzeitverkehrslageinformationen. Das verursacht aber kaum Datentraffic.

Gerade im Test im Ausland bewährten sich die Offlinekarten von Google Maps hervorragend.


Stromverbrauch

Google Maps zerrt während der Navigation erheblich am Akku. Das merkt man auch daran, dass das Smartphone heiß wird. Laden Sie also vor Fahrtantritt Ihr Smartphone voll auf und/oder nehmen Sie ein Auto-Ladegerät mit.


Das vermissen wir

So leistungsstark und leicht bedienbar Google Maps auch ist, einige Funktionen vermissen wir. Google Maps weist zum Beispiel nicht auf vorhandene Geschwindigkeitsbegrenzungen hin. Ebenso fehlen ein Spur- und ein Abbiege-Assistent. Google Maps blendet bei Abfahrten auch keine den Originalen nachempfundenen Autobahn-Abfahrtsschilder ein, die die schnelle Orientierung erleichtern. Doch das kann man verschmerzen. Eine Tag- und Nachtumschaltung ist dagegen vorhanden.

Bei der Auswahl der Route können Sie nicht angeben, dass Sie mit einem Auto mit Anhänger, einem Camper, einem sonstigen übergroßen Fahrzeug oder gar einem LKW unterwegs sind und deshalb besonders geräumige Straßen ohne enge Kurven und enge Durchfahrten oder niedrige Unterführungen benötigen. Google Maps kann also nicht gezielt eine Route ermitteln, die auch für besonders große und lange Fahrzeuge geeignet ist. Für diesen Zweck eignet sich die Anschaffung eines speziellen Navigationsgerätes wie des TomTom Go Camper.

Es gibt außerdem keine Auswahlmöglichkeit für die Art der Route: schnellste, kürzeste, schönste, umweltschonendste. Für Auto- oder Motorradfahrer gibt es keine Option um besonders kurvige und/oder sehenswerte Routen auszuwählen (zum Beispiel Alleenstraße o.ä.).


Konkurrenz und Alternativen

Apple Karten: Google Maps konkurriert direkt mit Apple Karten. Auch Apple Karten ist eine kostenlose Online-Navigation mit exakten Echtzeit-Verkehrsinformationen von Tomtom. Anders als Google Maps bietet Apple Karten aber keine Möglichkeit zum vorherigen Herunterladen von Karten. Ein echter Nachteil, vor allem bei Mobilfunkverträgen mit knappen monatlichen Datenvolumen oder bei Fahrten ins Nicht-EU-Ausland (Roamingkosten)!

Here We Go: Ein weiterer Konkurrent von Google Maps ist Here We Go von Audi, BMW und Daimler. Auch Here ist kostenlos und bietet ebenfalls Echtzeit-Verkehrsinformationen. Anders als Google Maps installiert Here das Kartenmaterial jedoch auf dem Smartphone. Das schont den Mobilfunkvertrag und erleichtert eine Navigation auch bei fehlender Mobilfunkverbindung. Ein Punkt für Here.

Doch Google Maps kontert mit seinen beeindruckend genauen Verkehrslage-Informationen, die nach unserer Erfahrung genauer als die von Here sind. Insofern ergänzen sich Google Maps und Here hervorragend – wenn Sie genügend Speicherplatz auf Ihrem Smartphone haben, dann installieren Sie beide Navi-Apps und nutzen Here als Ersatz für Google Maps, sobald Sie keine Mobilfunkverbindung mehr haben oder ins Nicht-EU-Ausland fahren.

Tomtom und Sygic: Google Maps, Here We Go und Apple Karten reichen nach unserer Erfahrung vollkommen aus, um selbst anspruchsvolle(!) Fahrsituationen zu meistern. Eine (zumindest teilweise) kostenpflichtige Navigations-App wie von Tomtom oder Sygic brauchen Sie nicht mehr.

Waze: Waze gehört ebenfalls Google und ist genauso wie Google Maps eine beliebte kostenlose Online-Navigationslösungen. Waze benötigt also eine durchgehende Internetverbindung. Waze bietet Stauwarnungen, Unfallmelder und Blitzerwarner.

PNA/Stand-Alone-Navigationsgeräte und fest verbaute Navigationsgeräte ab Werk: Die in Google Maps integrierte Google-Suche findet deutlich mehr Navigationsziele als die oft unflexiblen Suchen vieler Standard-Navigationsgeräte. Bei einem Ausflug im Altmühltal zum Beispiel versagte unser teures Navigationsgerät kläglich, Google Maps dagegen fand die gesuchte kleine Pension sofort. Bei der Suche nach Navigationszielen beziehungsweise Points-of-Interest schlägt Google alle Konkurrenten aus allen Preisklassen - seien es Stand-Alone-Navigationsgeräte wie die von Tomtom oder Garmin oder ab Werk fest eingebaute Navigationslösungen der Automobilhersteller.

Google Maps reagiert auf einem modernen Smartphone zudem meist schneller als PNAs, weil letztere meist mit vergleichsweiser billiger und wenig leistungsfähiger Hardware (langsam reagierender Touchscreen, schwächerer GPS-Chip, schwächerer Chip) ausgestattet sind.

Allerdings bieten sowohl PNAs als auch die ab Werk fest eingebauten Navigationsgeräte deutlich größere Bildschirme und damit mehr Übersicht. Zudem schonen Sie bei deren Verwendung Ihr Smartphone (das während des Einsatz von Google Maps heiß wird) und dessen Akkukapazität.

Alle Auto-Tests der PC-WELT auf einen Blick

Auto-Test-Videos der PC-WELT: Audi, BMW, Daimler, Carplay, Tesla, Porsche, VW

Tipp: Den Nachteil des kleinen Smartphones-Bildschirms können Sie mit Carplay für Apple iPhone und Android Auto für Android-Smartphones vermeiden. Bei beiden Systemen nutzen Sie den großen im Auto verbauten Monitor.

Google Maps unter Android Auto

Google Maps unter Android Auto
© IDG

Google Maps ist die Standard-Navigation von Android Auto. Wir haben Android Auto auf zahlreichen Fahrzeugen getestet, Google Maps hat überall in der gewohnten Weise funktioniert.

Mit einem langen Druck auf die Sprachsteuerungstaste im Lenkrad starten Sie Google Assistant und schon können Sie per Sprachbefehl loslegen: „Wo kann ich jetzt in der Parkstadt Schwabing einen Kaffee trinken?“, wollten wir um 8.30 Uhr wissen, während wir uns auf der A9 im zähfließenden Verkehr Richtung München bewegten. Binnen Sekunden zeigte uns Android Auto eine Liste von Cafés und Hotels an, in denen wir in der Parkstadt Schwabing ein Heißgetränk zu uns nehmen können. Zu jedem dieser Treffer konnten wir uns sofort von Google Maps navigieren lassen.

Danach fragten wir Google, wo VW-Werkstätten in der Nähe sind. Auch hier zeigte uns Google sofort eine Liste von nahe gelegenen VW-Werkstätten auf dem Bildschirm an.

Während der oben genannten Tätigkeiten lotste uns Google Maps die ganze Zeit zu unserem Ziel: das Redaktionsgebäude von IDG in der Parkstadt Schwabing. Die Navigation klappte mit der gewohnten Präzision von Google Maps: Sprachanweisungen in ausreichender Zahl, rechtzeitige Abbiegehinweise und vor allem die genauen Verkehrslagedaten mit ziemlich genauer Vorhersage der Ankunftszeit. Auf der Karte wurde zudem ein kleiner Fahrspur-Assistent angezeigt, als wir von der Autobahn abfahren mussten. Und die Verkehrslage signalisierte uns Google Maps ebenfalls wie gewohnt farblich.

Übrigens: Sobald die Navigation von Android Auto mit Google Maps läuft, wird eine Navigation, die bereits auf dem fest verbauten Navigationsgerät des PKWs läuft, abgebrochen.

Android Auto im Test: Funktionen, Apps, Auto-Hersteller

Google Maps mit Apple Carplay

Google Maps in Carplay auf dem 15-Zoll-Touchscreen des VW Touareg.
© IDG

Seit der Veröffentlichung von iOS 12 können iPhone-Besitzer endlich auch Google Maps zusammen mit Apple Carplay verwenden. Damit steht Autofahrern die leistungsfähige und sehr genaue Google-Maps-Navigation auch auf großen, fest im Auto verbauten Touchscreens zur Verfügung. Der Kauf des oft mehrere Tausend Euro teuren Navigationssystems des Automobil-Herstellers wird damit überflüssig.

Stattdessen kaufen Sie bei der Bestellung des Neuwagens nur Carplay beziehungsweise das Ausstattungspaket mit Carplay mit. Das kostet meist zwischen 300 und knapp 500 Euro. Das reicht völlig, um mit Google Maps ein leistungsfähiges Navigationssystem ins Auto zu bringen. Zusätzlich spielt Carplay auch Musik ab und liest Whatsapp-Nachrichten vor und schreibt diese auch auf Ihre Sprachanweisung hin, um nur einige Beispiele zu nennen.

Wir haben Google in Carplay auf dem 15 Zoll großen Touchscreen im VW Touareg getestet. Die Navigationskarte lässt sich gut ablesen, die vorgelesenen Abbiegehinweise sind vollkommen ausreichend. Ziele geben Sie am bequemsten per Sprache ein: Dazu drücken Sie das Mikrofon-Icon auf dem Google-Maps-Bildschirm und sprechen dann Ihr Ziel auf. Oft genutzte Ziele wie Ihr Zuhause oder den Arbeitsplatz können Sie abspeichern.

Hinweise auf Verzögerungen wie Staus auf der Route blendet Google Maps als kleines Hinweisfenster links unten ein, zusätzlich erscheint ein kurzer Sprachhinweis. Die Verkehrslage wird zudem farblich auf der Karte angezeigt. Wie gehabt sind die Verkehrslagei-Informationen von Google Maps sehr präzise. Besonders gut gefällt uns die Knappheit der Sprachansagen – während Stand-Alone-Navigationsgeräte oft minutenlang drauflos  plappern, beschränkt sich die Sprachausgabe von Google Maps auf das absolut Notwendige.

Tipp: Laden Sie vor Beginn der Reise das dafür benötigte Kartenmaterial lokal auf Ihr iPhone herunter. Danach können Sie mit Google Maps offline navigieren und benötigen nur noch für den Empfang der Verkehrslage-Informationen eine Mobilfunkverbindung.

Fazit: Google Maps mit Carplay überzeugt rundum. Der einzige Nachteil: Sie liefern dem Datenkraken damit genaue Positionsdaten.

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Google Maps gibt es schon seit vielen, vielen Jahren. Ursprünglich unter der Bezeichnung Google Maps Navigation gestartet, hat Google seine Navigationslösung immer weiter entwickelt. Wenn Sie wissen wollen, wie Google Maps im Jahr 2011 aussah und was diese Navigation damals bereits konnte, dann lesen Sie auf der zweiten Seite dieses Tests weiter.