Aktuelle Gerüchte im Überblick

2019 endete mit jeder Menge Gerüchte über das im Herbst kommende iPhone 12. Und 2020 startet gleich wieder mit brandneuen Informationen über Apples Pläne für das nächste High-End-iPhone. Angeblich will Apple eine neue Version von Face-ID und noch ausgefallenere 3D-Kamerasensoren implementieren. Das schreit natürlich nach mehr Leistung. Während das iPhone 11 mit 4GB RAM ausgestattet ist, soll Apple bei dem iPhone 12 auch in diesem Bereich etwas aufstocken.

Technik

Kamera

Da das Kamerasystem bereits im iPhone 11 Pro ein deutliches Upgrade erhielt, stellt sich die Frage, ob Apple bereits eine Generation später nennenswerte Änderungen vornehmen wird. Schließlich hat Apple die Konkurrenz mit der neuen Ultra-Weitwinkelkamera und dem Night-Mode eingeholt. Derzeit halten Barclay-Analysten es jedoch für realistisch, dass die High-End "Pro"-Modelle neue 3D-Tiefenkamerasensoren (ToF) haben werden. Diese können etwa nicht nur 3D-Karten von Räumen erstellen oder Augmented Reality (AR)-Anwendungen verbessern, sondern auch im Porträt-Modus Objekte besser vom Hintergrund freistellen. Ein Indiz dafür, dass Apple tatsächlich derartiges plant, ist die Spekulation weiterer Quellen, dass Apple seinem iPhone 12 mehr RAM spendieren möchte. (Mehr Informationen finden Sie hier im Artikel).

Überarbeitete Face ID

Face-ID gibt es auf dem iPhone seit 2017.

© Apple

Wie CNBC berichtet, rechnen Barclays-Analysten in den neuen iPhones mit einer neuen Version von Face ID. Das Gesichtserkennungssystem wurde 2017 mit dem iPhone X eingeführt. Voraussetzung für diese Technologie ist die Einkerbung am oberen Geräterand, auch Notch genannt. In dieser befinden sich neben der Frontkamera die entsprechenden Sensoren, mit denen das Gesicht des Nutzers beim Entsperren des Smartphones gescannt wird. Face-ID erhielt bereits 2019 eine Überarbeitung und funktioniert seither deutlich schneller. Barclays sagte, dass Face ID "aufgefrischt" wird, erwähnt darüber hinaus keine weiteren neuen Funktionen.

Dateiverwaltung mit iMazing - die Alternative zu iTunes

Sollten sich die Vermutungen der Analysten bewahrheiten, würde dies nicht für das Ende der Notch sprechen. Andere Hersteller, wie etwa Samsung, setzen beispielsweise auf ein nahezu Edge-to-Edge großes Smartphone-Display und setzen auf ein extrem Platz sparendes Front-Kamera-System. Mit einer Auffrischung von "Face ID" könnte natürlich auch eine kleinere Notch gemeint sein.

Oled-Displays und Größen
 
Laut Medienberichten erwarten uns im kommenden Jahr eine Generation an iPhones, die auf LCD-Bildschirme verzichtet und stattdessen komplett auf OLED setzt. Digitimes berichtet etwa, dass Apple bereits Anpassungen in der Lieferkette vornimmt, um 2020 eine entsprechende Anzahl an OLED-Displays zu produzieren. Außerdem soll es Änderungen bei den Größen der Displays geben.
Nicht nur sollen ausschließlich OLED-Bildschirme verbaut werden, auch die verschiedenen Größen ändern sich. Demnach soll es folgende drei Gerätegrößen geben:

  • 5,42 Zoll

  • 6,06 Zoll

  • 6,67 Zoll

Das sind interessante Größen. Schließlich wäre ein 6,67 Zoll großes iPhone das bisher größte, nochmal größer als das aktuelle iPhone XS Max. Noch spannender ist aber die Meldung des 5,42 Zoll-Modells. Das wäre wesentlich kleiner als das aktuell kleinste, das iPhone XS. Die Größe spricht dafür, dass Apple damit eine weniger zahlungskräftige Zielgruppe ansprechen möchte und auch auf die Wünsche der Kunden eingeht, die sich schon lange ein iPhone ähnlich des iPhone SE zurückwünschen. Schließlich folgen nicht alle Konsumenten dem Trend des immer größer werdenden Smartphones, viele wünschen sich ein kompaktes Gerät, das gut in die Hosentasche passt.
 
Darüber hinaus berichtet 9to5Mac : "Eine separate neue Investorennotiz der Credit Suisse in China deutet darauf hin, dass Apples Bildschirmlieferanten "aktiv Vollbildschirme entwickeln". Demnach wird es auch ein neues iPhone ohne eine Kerbe geben.
 
Der Bericht bestätigt Kuo und sagt, dass Apple bis zum nächsten Jahr mindestens ein neues iPhone ohne Notch haben wird. Demnach plant Apple gleich vier verschiedene iPhone-Modelle für 2020.


Mehr Arbeitsspeicher

Analysten der Schweizer Großbank UBS Group AG vermuten , dass Apple mit dem iPhone 12 mehr Arbeitsspeicher zur Verfügung stellen wird. Während Apple beim iPhone 11 noch auf 4GB RAM setzte, sollen in den Top-Modellen des iPhone 12 nun 6 GB RAM stecken. Grund dafür soll die aufwendigere 3D-Kamera-Technik sein. Eine mögliche Erklärung wäre auch , dass Apple mit dem iPhone 12 auf die nächste Generation von RAM-Riegel setzen wird: LPDDR5. Derzeit kommt Samsung als ein möglicher Lieferant in Frage und dieser stellt die Riegel mit 12-Gigabit in der Massenproduktion her. Daraus lassen sich eher die 6-GB-Module erstellen, vier solche Riegeln mit 12 Gigabit würden ein 6-GB-Modul ausmachen (12 Gigabit = 1,5 Gigabyte).
 
Kein Lightning mehr?

Wird es Lightning in Zukunft noch geben?

Schon lange wird darüber spekuliert, wann Apple es wagen wird, den Lightning-Anschluss zu entfernen – und stattdessen auf andere Technik zu setzen. Glaubt man aktuellen Gerüchten, wird sich Apple erst im Jahr 2021 gänzlich vom Lightning-Anschluss trennen. Gute Nachrichten also für alle, die sich noch auf das gute, alte Kabel verlassen, um Daten zu übertragen und den iPhone-Akku aufzuladen.

Lesen Sie hier: Was wäre, wenn Apple den Lightning-Port abschafft?

Für das iPhone 2021 wird es aber schon wieder ganz anders aussehen . Dann wird angeblich gar kein physischer Port mehr exisisteren. Anstelle des Lightning-Ports wird Apple wohlauf drahtlose Konnektivität sowohl für die Datenübertragung als auch für das Laden setzen. Auf den ersten Blick scheint diese Idee recht plausibel: Das Unternehmen spart seit längerem an Anschlüssen, wo es nur geht: Das iPhone 7 hat die Kopfhörerbuchse abgeschafft. Das MacBook 2015 hatte nur einen einzigen USB-C-Anschluss für Stromversorgung und Konnektivität und mit dem iPhone 8 und iPhone X wurde erstmals die Funktion in einem Apple-Smartphone vorgestellt, diese auch induktiv zu laden.

Das Entfernen des Datenports gibt mehr Platz im Inneren des Smartphones frei, was möglicherweise mehr Akkulaufzeit bedeutet, und das Entfernen desselben auf der Außenseite eröffnet die Möglichkeit für ein dünneres iPhone. Ganz zu schweigen davon, dass das kommende Smartphone wasser- und staubdicht sein muss.
 
Trotz alledem, wir bleiben skeptisch: Zum einen ist das drahtlose Laden noch nicht so allgegenwärtig wie physikalische Stecker. Es wäre sehr gut möglich, irgendwo festzusitzen, wo es keine Möglichkeit zum Aufladen gibt. Zum anderen ermöglichen physische Verbindungen Diagnosefehlerbehebung, die Sie nicht immer über eine drahtlose Verbindung durchführen können (insbesondere wenn die drahtlosen Module selbst das Problem sind).

Sogar das Apple TV hat einen geheimen Lightning-Diagnoseport. Außerdem gibt es immer noch Zubehör, das Sie ohne einen Port einfach nicht verwenden können – zum Beispiel Mikrofone, Gimbal oder Kopfhörer.

Touch ID im Bildschirm?

Andere Hersteller haben bereits seit mehreren Jahren einen Fingerabdruck-Scanner im Bildschirm integriert.

© Shutterstock/Marko Aliaksandr

Anstatt ein Feature zu kürzen, soll angeblich ein neues dazukommen. Seit längerem bleibt die hartnäckige Theorie bestehen, dass Apple die Touch ID in seinen Smartphones ohne Home-Button zurückbringt, indem es einen Fingerabdrucksensor unter dem Bildschirm mit einer von Qualcomm entwickelten Ultraschallmethode einbindet.

Einige Handys auf dem Markt verwenden diese Technologie, darunter Samsungs Galaxy S10. Die Version, die Apple theoretisch verwenden würde, wäre aber vermutlich fortschrittlicher, sodass die Benutzer ihren Finger überall auf dem Bildschirm platzieren können und nicht an einer bestimmten Stelle.

Obwohl es immer noch einige Szenarien gibt, in denen Touch ID angenehmer ist als Face ID, sind sie doch verschwindend gering. Außerdem befindet sich die Ultraschall-Fingerabdrucktechnologie noch in einem frühen Stadium. Die Samsung-Modelle, die sie verwenden, hatten am Anfang noch Probleme, wie etwa mit Bildschirmschutzfolien. Schmutz und Partikel konnten sich ansammeln und fälschlicherweise als Fingerabdruck erkannt werden.

Mehr noch, Apple ist kein Unternehmen, das häufig einen Schritt zurückmacht; selbst das jüngste Update seiner MacBook Pro-Tastaturen wurde nicht als Schritt zurück zum alten Mechanismus, sondern als Schritt zu einem neuen, noch besseren Mechanismus vorgestellt.

Dass Apple solche Pläne verfolgt, glaubt auch der zuverlässige Apple-Analyst Ming-Chi Kuo zu wissen: Demnach soll mindestens eines der neuen iPhones, die ab 2020 auf den Markt kommen, über einen kleineren Kameraausschnitt auf der Vorderseite verfügen. Dies führt nicht nur zu einer verbesserten Screen-to-Body-Ratio, sondern würde auch die Notch verkleinern.
 
iPhone 12 mit 5G?
Viele Nutzer hatten bereits beim iPhone 11 darauf gehofft, dass Apple die 5G-Technolgie auf seinen Smartphones einführt. Wie wir nun alle wissen, lässt sich Apple bei diesem Thema etwas länger Zeit als die Konkurrenz. Doch Gerüchten zufolge können wir bei der 2020-Generation mit einem iPhone mit 5G-Technologie rechnen.
 
Auch wenn Apple keine Eigenproduktionen im kommenden Jahr verwenden kann, wird es aber keine Kosten und Mühen scheuen und alle iPhones des Jahrgangs 2020 mit 5G-Funkmodems ausstatten. Diese werden dann von Qualcomm kommen, da ist sich Apple-Analyst Ming Chi Kuo sicher.
 
Andere Gerüchte besagen, dass Apple beim nächsten iPhone zwar auf 5G-Technolgie setzt, diese allerdings nur bei ausgewählten iPhone-Modellen zum Einsatz kommt. Laut 9to5Mac wird das 6,1 Zoll große iPhone nur mit LTE-Funktion erhältlich sein. Die neuen Modelle mit 6,7 Zoll und 5,4 Zoll sollen jedoch mit 5G-Feature kommen: "Die 5G-Kompatibilität im iPhone 2020 wird offenbar beide führenden Standards unterstützen, d.h. sowohl die Sub-6GHz als auch die mmWave-Technologie".

Preis

Auf genaue Preise kann man sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wirklich festlegen. Denn es kommt ganz darauf an, welche Gerüchte sich bewahrheiten und welche sich als Finte herausstellen. Gerüchten zufolge will Apple auch einen Nachfolger des iPhone SE herausbringen – das iPhone SE 2. Dieses wird preislich wohl günstiger sein als bisherige Top-iPhone-Modelle. Sollte Apple im 2020-iPhone ein großes Technik-Upgrade gelingen, könnte dies natürlich für einen höheren Preis sprechen. Bessere Technik – mehr Geld.
 
Bei dem iPhone 11 startet Apple mit einem Preis von rund 800 Euro, bei dem iPhone 11 Pro sind es 1.149 Euro. Apple wird diese Preisklasse aller Voraussicht nach auch beim iPhone 12 beibehalten. Darüber hinaus wird es das neue iPhone 12 wohl auch günstiger geben, wenn Käufer ihr altes iPhone-Modell im Trade-In-Programm eintauschen. Dabei gilt: Je aktueller das Modell, desto „mehr“ Geld spart man beim Kauf eines neuen Geräts. „Mehr“ ist jedoch relativ: Auf dem freien Markt bekommt man wahrscheinlich doch noch etwas mehr für sein altes iPhone als Apple zahlt.

Modelle

Im Herbst rird Apple vier neue iPhone-Modelle vorstellen anstatt wie zuletzt drei, glauben Analysten von J. P. Morgan . Die Telefone werden den 5G-Funkstandard unterstützen, dabei nur die beiden High-End-Modelle mit 6,1 und 6,7 Zoll auf das Mikrowellenspektrum (mmWave) setzen, dazu bekommen diese eine Kamera mit drei Objektiven und 3D-Sensoren auf der Rückseite. mmWave und 3D-Sensoren fehlen den beiden anderen Modellen, die auch nur mit zwei Objektiven auskommen müssen, die Bildschirmgrößen betragen 6,1 und 5,4 Zoll.

Neues Design: Eine Hommage an das iPhone 4?

Das iPhone 11 Pro sorgte aufgrund seines besonderen Kameradesigns für so manche Diskussion im Netz – sowohl vor der offiziellen Keynote, als auch danach. In diesem Zusammenhang wurde häufig der optische Vergleich zu einer Herdplatte gezogen. Der ein oder andere Designer hat sich wohl von diesem Vergleich inspirieren lassen. Denn im Netz kursieren bereits viele Bilder , die das neue iPhone 12 mit vier anstatt drei Kameras auf der Geräterückseite zeigen. Die hier gezeigte Ähnlichkeit zu einer Herdplatte ist nun wirklich nicht mehr von der Hand zu weisen – ist aber alles andere als realistisch. Apple wird wohl bei dem jetzigen Kamera-System vorerst bleiben.

So könnte das iPhone 12 aussehen - vielleicht.

© phoneArena.com

Ernst zu nehmende Informationen bezüglich Apples Design-Pläne für das iPhone 12 kommen erneut von Ming-Chi Kuo. Der in der Regel gut informierte Analyst von TF International Securities hat in einer Anlegernotiz dargelegt, dass  Apple den iPhone-Jahrgang 2020 wieder radikal umgestalten wolle. Er vergleicht das geplante neue Design mit dem des iPhone 4, das Smartphone soll "flacher" im Look werden und die Kanten weniger gerundet, es soll sich damit auch ein wenig am iPad-Design orientieren. Glas an der Vorder- und Rückseite werde wie bisher bleiben, ebenso das Edelstahlband dazwischen, einen über die Kante gebogenen Bildschirm wie bei Samsung werde es nicht geben.

Ein klappbares iPhone?
 
Ein weiteres Konzept, welches wir als sehr interessant erachten, tauchte vor wenigen Wochen auf Instagram auf. Dabei handelt es sich zwar um ein am Computer animiertes iPhone, der Grundgedanke des Designs ist aber sehr spannend:
 
In dem Instagram-Video, welches in weniger als 24 Stunden mehr als eine Million Aufrufe und über 7.000 Kommentare erreichte, ist ein recht großes Smartphones zu sehen. Schon mit dem ersten Tipp auf das Smartphone wird klar: Hierbei handelt es sich doch um ein iPhone – auch wenn die klassische Notch fehlt. 

Das Video zeigt ein iPhone Pro Slide

© Instagram / bat.not.bad

Das hat auch einen Grund: Denn wie recht schnell im Video deutlich wird , lässt sich das iPhone-Modell aufklappen. Allerdings nicht, wie man es von den guten, alten Klapphandys kennt. Stattdessen lässt sich das iPhone anscheinend zu beiden Seite hin "sliden". Im aufgeklappten Zustand hat man Zugriff auf eine Dual-Frontkamera (weshalb die Kerbe überflüssig wird), auf der Rückseite befindet sich eine Dreifach-Kamera. Eine schöne iPhone-Fantasie – mehr aber leider auch nicht.