Kaum ein PC-Eingabegerät ist so wichtig wie die Maus. Insbesondere für Gamer spielt ein zuverlässiges sowie umfangreiches ausgestattetes Modell eine elementare Rolle. Wir sagen Ihnen, auf was Sie beim Kauf einer guten Gaming-Maus beachten sollten. Einen schnellen Überblick aller getesteten Mäuse inklusive Kurz-Fazit & Link zum besten Preis bietet die folgende Bildergalerie:

Was zeichnet also eine gute Gaming-Maus aus? Eine gute Gaming-Maus sollte in erster Linie über eine gute Verarbeitung und über robuste Schalter verfügen, schließlich sind sie höheren und längeren Belastungen ausgesetzt als reguläre Mäuse: Häufige und schnelle Klickfolgen, plötzliche Bewegungsänderungen und auch mal den ein oder anderen Wutanfall, wenn es im Spiel mal nicht so gut läuft.


Hohe Abtastrate = gute Gaming-Maus?

Lassen Sie sich nicht vom Hersteller-Marketing blenden: Eine gute Gaming-Maus muss nicht über abertausende DPI (oder CPI) verfügen. Hier kommt es auf ihre persönliche Vorliebe an. Gute Modelle bieten sowieso an, die Auflösung im laufenden Betrieb über eine eigene Taste zu ändern. Oft lassen sich diese Stufen auch selbst im Treiber programmieren.

Die besten Gaming-Mauspads im Test

Ein weiterer wichtiger Wert ist die sogenannte Polling-Rate, die die Hersteller in Hertz angeben. Diese Angabe informiert Sie darüber, wie oft in der Sekunde die Maus dem System mitteilt, wo sie sich aktuell befindet. Eine 1000-Hertz-Polling-Rate bedeutet also, dass das Gerät 1000-mal in der Sekunde berichtet, wo sie jetzt ist. Das wiederum entspricht einer schnellen Reaktionszeit von nur einer Millisekunde. Idealerweise lässt sich die Polling-Rate auch herunterregeln, um die Maus auch an älteren Systemen betreiben zu können.

Nur weil eine Maus eine hohe DPI-Zahl beherrscht, bedeutet das nicht, dass es sich um eine gute Gaming-Maus handeln muss.

Auf die individuelle Handhaltung kommt es an

Wenn Sie im „Palm Grip“ spielen, also Ihre Hand komplett auf der Maus ablegen, dann greifen Sie zu einer breiten, hohen Maus. Gamer mit „Claw Grip“, die mit angewinkelten Fingern und der unteren Handflächen daddeln, greifen zu schmaleren und mittelhohen Modellen. „Finger Tip Grip“-Spieler zocken am besten mit schmalen sowie flacheren Mäusen, da sie sowieso fast nur mit den Fingerspitzen spielen. Gummierte Griffflächen bieten sich auch noch an, um im Eifer des Gefechts nicht den Halt zu verlieren.

Tastatur- und Maus-Treiber optimal einrichten

Das i-Tüpfelchen bildet ein „Weight Tuning System“: Hier verändern Sie mit Hilfe von kleinen Gewichten die Schwere der Maus. Ein kleines aber feines Detail ist das USB-Kabel. Wenn Sie auf die Langlebigkeit Ihres Gaming-Nagers wertlegen, dann achten Sie darauf, dass das Kabel „gesleevt“ ist, also geflochten respektive mit Textil ummantelt ist – das schützt sehr gut vor Kabelbruch!

Veranschaulicht von Razer: Die verschiedenen Grip-Styles, also Bedienweisen der Maus.

© Razer

Zusatztasten, Speicher und Beleuchtung

Je nach Spiele-Genre und eigener Vorliebe bieten sich mehr oder weniger Zusatztasten an. Besonders bei MMO- oder MOBA-Gamern bieten sich gleich ganze Zahlenfelder an der linken Außenseite an, die sich schnell über den Daumen bedienen lassen. Darauf lassen sich auch ganze Tastenfolgen im Treiber programmieren. Idealerweise lassen sich die Befehle auch noch in unterschiedliche Profile speichern, um so mehrere Spiele oder Anwendungen abdecken zu können.

Optische Maus versus Laser-Maus - Welche ist besser?

Teurere Gaming-Mäuse bieten oft eine RGB-Beleuchtung an, damit Sie das Gerät individuell an Ihre optischen Wünsche anpassen können.

Ein Onboard-Speicher ermöglicht es, Ihre Einstellungen auch an fremden oder neuen PCs zu nutzen. Bei der Beleuchtung entscheidet wieder der Geschmack: Teurere Modelle bieten RGB-LEDs, um die Maus an das restliche Gaming-Equipment anzupassen, günstigere Mäuse verfügen oft nur über eine oder gar keine Leuchtfarbe.
Und das sind die besten Gaming-Mäuse des Vergleichstests:


TEST-SIEGER: Razer Basilisk Ultimate

TEST-SIEGER: Razer Basilisk Ultimate

© Razer

Die Razer Basilisk Ultimate hinterlässt bei uns einen bleibenden Eindruck. Dank ihr wurden auch unsere letzten Vorurteile gegenüber kabelloser Peripherie beseitigt. Denn die Hyperspeed-Technik sorgt dafür, dass wir keinerlei Unterschiede zu einer kabelgebundenen Maus feststellen können. Hinzu kommen eine beeindruckende Laufzeit, flexibel programmierbare Elemente (Beleuchtung und Tasten), ein verstellbares Scrollrad und PTFE-Gleitfüße, die in Kombination mit dem vergleichsweise geringen Gewicht ein flottes Handling der Maus gewähren. Das mitgelieferte Dock und das leichte, flexible Kabel runden den guten Eindruck ab. Wir können eine klare Kaufempfehlung aussprechen, sofern ihr Geldbeutel so viel hergibt. Denn der Preis von rund 190 Euro ist happig, trotz der gezeigten Leistung

Zum ausführlichen Test: Razer Basilisk Ultimate


PREIS-LEISTUNGS-SIEGER: Sharkoon Drakonia II

PREIS-LEISTUNGS-SIEGER: Sharkoon Drakonia II

© Rapoo

Für einen Straßenpreis von gerade einmal 40 Euro erhalten wir eine Gaming-Maus im ergonomischen Design mit einem High-End-Sensor, RGB-Beleuchtung und einem Weight-Tuning-System. Für all das würde die Konkurrenz für ein solches Leistungs-Paket deutlich höhere Preise aufrufen. Auch wenn die Oberflächenbeschaffenheit und das Design nicht jedermanns Geschmack trifft, können wir dennoch sagen, dass die Drakonia II ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet und nicht nur für Einsteiger bestens geeignet ist.

Zum ausführlichen Test: Sharkoon Drakonia II

TOP DESIGN: Cooler Master MM710

TOP DESIGN: Cooler Master MM710

© Cooler Master

Die Cooler Master MM710 ist eine der leichtesten Gaming-Mäuse auf dem Markt. Zusammen mit dem leichten, flexiblen Anschlusskabel und den PTFE-Gleitfüßen ist ein besonders ermüdungsfreies und flottes Gaming möglich, was dieses Modell somit auch für kompetitives Spielen qualifiziert. Außerdem ist das Modell auch noch staub- und spritzwassergeschützt - und die Waben sorgen für eine angenehme Belüftung. Wer all diese Punkte besonders wertschätzt, kommt einfach nicht an dieser Maus vorbei.
Wer allerdings sehr große Hände hat und außerdem mit links seine Gaming-Maus führt, der dürfte nicht ganz so zufrieden mit der Maus sein. Außerdem ist das Design der MM710 nicht jedermanns Sache. Doch zu einem Preis von knapp 50 Euro ist die Cooler Master MM710 definitiv eine Empfehlung wert, denn der Pixart-Sensor verrichtet einen super Job und ist in der Regel nur in deutlich teureren Mäusen anzutreffen.

Zum ausführlichen Test: Cooler Master MM710

ATTRAKTIVER PREIS: VicTsing Mini Gaming-Maus

ATTRAKTIVER PREIS: VicTsing Mini Gaming-Maus

© Easterntimes Tech

Die Maus ist für den alltäglichen Gebrauch und gelegentliches Zocken, denn dafür reichen die technischen Features, wie die fünf vordefinierten DPI-Stufen und die 2,4-GHz-Funkfrequenz allemal aus. Auch der optische Sensor meistert einen solchen Einsatz mit nur wenigen Rucklern und im Großen und Ganzen recht zuverlässig. Wenn Sie also nur ein paar Stunden vor dem PC verbringen, kommen Sie mit dem kleinen, aber dennoch ergonomischen Design gut zurecht und profitieren von einer sehr langen Batterielaufzeit. Und nun endlich lüften wir das Geheimnis um den unschlagbaren Preis: Rund 9 Euro kostet der Amazon-Bestseller und ist aufgrund der guten und meist zuverlässigen Leistung die uns geboten wird, ein absoluter Preishammer!

Der beste Preis: VicTsing Mini Gaming-Maus

Zum ausführlichen Test: VicTsing Mini Gaming-Maus

INNOVATIVE TECHNIK: Logitech G903

INNOVATIVE TECHNIK: Logitech G903

© Logitech

Die Logitech G903 ist ein echtes Allround-Talent. Sie ist sowohl kabelgebunden als auch kabellos nutzbar und ist zusammen mit der Powerplay-Mausunterlage ein eingespieltes Team. Durch das symmetrische Design können auch Linkshänder in den Genuss dieser Maus kommen. Die elf programmierbaren Tasten sind hierbei auch nicht unwesentlich, genau wie die magnetischen Wechseltasten. Rechts- und Linkshänder müssen dabei auch keine Kompromisse bei der Bedienung eingehen. Extras wie ein präziser Sensor und ein frei wählbarer Bildlauf machen die Maus auch für Profi-Gamer interessant, der Sensor bietet ein hohes Maß an Präzision. Doch für dieses kleine Kraftpaket ruft Logitech einen stolzen Preis von rund 120 Euro auf. Für die komfortable und durchaus auch innovative Ladetechnik via Powerplay-Mauspad muss der Käufer noch einmal knapp 120 Euro investieren!

Zum ausführlichen Test: Logitech G903