Die flexibelste Variante eines Netzwerkspeichers - Network Attached Storage, kurz NAS - ist ein Leergehäuse. Denn hier bestücken Sie das Gerät mit Festplatten Ihrer Wahl. Gerade bei den reinen NAS-Gehäusen gibt es aufgrund der unterschiedlichen Ausstattung enorme Preisunterschiede. Eines der günstisten Modelle im Testfeld ist das Zweischachtsystem Synology Diskstation DS220j für rund 170 Euro (UVP). Im Gegensatz dazu kommen kostspielige NAS-Modelle wie das Qnap TS-251D-4G auf eine UVP von 370 Euro und ist im Handel derzeit sogar noch einen Tick teurer. Wie es zu diesen krassen Preisunterschieden kommt und worauf Sie achten sollten, verrät Ihnen dieser Vergleichstest der besten Netzwerkspeicher. Eine schnelle Übersicht zu allen Testgeräten bietet die folgende Bildergalerie.

Unterschiede bei Prozessor und Arbeitsspeicher

Netzwerkspeicher sind kleine Rechner. Deshalb liegen die Preisunterschiede neben der Anzahl der Schächte auch an der Komponentenausstattung – sprich CPU und RAM. So hat die vergleichsweise hochpreisige Qnap TS-251D-4G mit der Intel J4005 auch eine ziemlich potente Dual-Core-CPU mit 2,0 GHz Takt eingebaut, der sich auf 2,7 GHz boosten lässt. Im Gegensatz dazu steckt in der günstigen Synology Diskstation DS220j mit der Realtek RTD1296 eine Vierkern-CPU, die sich jedoch nur auf 1,4 GHz takten lässt. Auch beim Arbeitsspeicher gibt es offensichtliche Unterschiede: Qnap gönnt dem TS-251D-4G vier GB RAM, die sich sogar auf 8 GB erweitern lassen. Im Vergleich dazu muss sich das Synology-NAS-Modell mit nur 512 GB fürs Zwischenspeichern begnügen.

NAS-Upgrade: So bauen Sie neue Festplatten ein

Neben den eingebauten Komponenten ergeben sich weitere Unterschiede in der Schnittstellenausstattung, die sich in den Anschaffungspreisen für die Geräte niederschlagen. Alle NAS-Systeme im Test bieten zwar Gigabit-Ethernet als drahtgebundene Netzwerk-Schnittstelle. Sie unterscheiden sich jedoch in der Anzahl der LAN-Ports. Zwei Netzwerkanschlüsse sind mehrheitlich den hochpreisigen Vertretern - etwa bei den Testkandidaten Asustor AS6302T , Qnap TS-328 oder der Thecus N2810 Pro vorbehalten.

Im Gehäuse Terramaster FS221 finden wir jedoch auch eine günstigere Ausnahme mit zwei LAN-Ports im Testfeld. Sie können daran einen zweiten Netzwerkspeicher anschließen oder die beiden LAN-Ports per Link Aggregation zu einem logischen Kanal bündeln. Theoretisch lässt sich so die Übertragungsgeschwindigkeit verdoppeln. Allerdings müssen die zusammengeschalteten Geräte durchgehend mit der Technik umgehen können. Das ist im heimischen Netzwerk eher selten der Fall. Deshalb haben wir die Geräte an einem LAN-Port getestet.

Höhere Anschaffungspreise bei NAS-Leerghäusen resultieren neben der Anzahl an Schächten auch aus der Komponentenausstattung wie hier bei der Asustor AS6302T.

© Asustor

Bisher hatte USB Typ-C als Anschlussvariante am Netzwerkspeicher keine Rolle gespielt. Mit dem Leergehäuse Asustor AS6302T ändert sich das, denn es bietet den Port mit Superspeed-Tempo, was USB 3.0 mit 5 GBit/s entspricht. Das NAS-System bleibt damit jedoch eher die Ausnahme, denn die Mehrheit der getesteten Netzwerkspeicher konzentrieren sich auf USB-A 3.0 und sogar noch auf die ältere Version 2.0. Auf dem Rückzug ist zudem auch E-SATA zum Anschließen einer externen Festplatte ans NAS. Bis auf die Synology Diskstation DS218+ verzichten die NAS-Systeme inzwischen auf diesen Port. Dafür ist HDMI als Schnittstelle gar nicht so selten. Darüber lässt sich das NAS-System direkt an einen Fernseher anschließen - wie etwa beim Qnap TS-251D-4G oder Asustor AS6302T .

Noch ein Unterschied korrespondiert mit den Anschaffungspreisen bei den NAS-Gehäusen im Testfeld: die maximal mögliche Plattenkapazität. Je höher sie liegt, desto sicherer können Sie sein, dass Sie in ein Gerät mit Perspektive investieren. Denn wenn der Platz auf dem NAS knapp wird, ersetzen Sie die vorhandenen Festplatten durch größere Nachfolger. Spitzenreiter in puncto Kapazität bei Zweischachtsystemen ist derzeit das ganz aktuell getestete Modell Qnap TS-251D-4G mit 2x 16 TB, also insgesamt 32 TB. Gut ist außerdem, dass sich die Platten bei diesem NAS im laufenden Betrieb wechseln lassen.

Vom maximal möglichen Speicherplatz profitieren Sie allerdings nur, wenn Sie die installierten Platten im Raid-0-Verbund als einen logischen Speicher nutzen. Der viel empfehlenswertere Raid-1-Modus halbiert zwar den Speicherplatz, da er die gesamten Daten auf der zweiten Platte spiegelt. Dafür gibt er jedoch zusätzliche Sicherheit, da die Daten bei Defekt einer Platte noch vollständig auf dem zweiten Laufwerk vorhanden sind und so nicht verloren gehen. Die maximale Plattenkapazität ist kein statischer Wert. Denn die NAS-Hersteller testen, ob ihre Geräte mit größeren Speicherträgern umgehen können. Einen aktuellen Überblick verschaffen Ihnen die Kompatibilitätslisten, die Sie auf den Hersteller-Webseiten zu Ihrem Modell finden.

Installation von Hard- und Software

Bevor Sie ein NAS-Leergehäuse als Datenlager nutzen können, müssen Sie es mit Platten bestücken. In der Regel ziehen Sie dazu die einzelnen Schächte nach vorne heraus und erhalten so die Wechselrahmen, in denen die einzelnen Platten befestigt sind. Eine Ausnahme bildet das Modell Western Digital My Cloud EX2 Ultra , denn hier kommen die Platten von oben ins Gehäuse – ein etwas umständlicherer Weg. Auch bei der Synology Diskstation DS220j müssen Sie selbst Hand anlegen. Hier müssen Sie das Gehäuse aufschieben, bevor Sie die Platten einbauen können. Sie werden zudem am Rahmen mit Schrauben fixiert.

Benötigen Sie zur Montage kein Werkzeug und keine Schrauben, klappt die Inbetriebnahme am einfachsten – wie etwa bei den Synology-Modellen DS218 und DS218+ sowie beim Thecus N2810 Pro oder den Qnap NAS-Leergehäusen. Hier werden die Platten entweder einfach eingeschoben oder mit seitlichen Klips in die richtige Position gebracht. Bei den restlichen Testkandidaten benötigen Sie dazu einen Schraubenschlüssel und pro Platte vier Schrauben. Immerhin können Sie die Platten bei der Mehrheit des Testfelds im laufenden Betrieb auswechseln, nur bei den Modellen Western Digital My Cloud EX2 Ultra , Zyxel NAS326 und Synology Diskstation DS220j ist das nicht der Fall.

Zwei LAN-Schnittstellen: Sie lassen sich per Link Aggregation bündeln oder dienen zum Anschluss eines weiteren Netzwerkspeichers.


Ist die Hardware startklar und das NAS über LAN mit dem Router verbunden, geht es ans Installieren der Betriebssoftware – bei NAS-Systemen Firmware genannt. In den meisten Fällen helfen Finder-Programme dabei, das Gerät im Netzwerk zu finden und zu verwalten. Das ist die einfachste Methode, weil es so unter Windows sichtbar ist und sich Verzeichnisse einfach im Explorer verknüpfen lassen. Alternativ suchen Sie sie per fester IP-Adresse – wie etwa bei den Thecus-Modellen N281Pro und N2350 – oder über den Webbrowser unter einer vorgegebenen Adresse. Die Weboberflächen sind durchweg grafisch aufgebaut. Sind Sie Linux-Anwender, fühlen Sie sich sofort wohl. Kein Wunder, basieren die Bedienoberflächen doch auf dem Open-Source-Betriebssystem.

Hinweis: Einige grundlegende Einstellungen sollten Sie sofort überprüfen. So stimmen die werkseitig eingestellten Zeitzonen nicht automatisch mit unseren Breiten überein – etwa bei den NAS-Systemen von Thecus, Western Digital oder Zyxel. Gleichzeitig schadet ein Blick auf die aktivierten Protokolle nicht. Fehlt etwa ein Häkchen bei SMB, kann Windows das Gerät nicht erkennen – im Test ist das etwa beim NAS von Western Digital der Fall.

Anzahl der Schächte

Reine Datenlager kommen mit einem Schacht aus. Allerdings ist das auch der unterste Einstieg in die NAS-Welt. Wer zusätzlich auf Datensicherheit setzt, entscheidet sich für ein Zweischachtsystem, damit sich die Daten doppelt vorhalten lassen. Sie sind die Klassiker im heimischen Einsatz und deshalb derzeit im Test mehrheitlich berücksichtigt. Relativ neu sind Netzwerkspeicher mit drei Einschüben. Sie haben zwei Vorteile: Zum einen sind sie die günstigste Möglichkeit, ein Raid 5 aufzubauen. Zum anderen können Sie auch als Raid 1 mit einer Backup-Platte gefahren werden. Beide Lösungen sind im heimischen Netzwerk besonders interessant. Aktuell bietet der Hersteller Qnap mit dem TS-328 ein solches Netzwerkspeicher-System zu einem fairen Preis an.

Speziell für Anwender, die in die Welt der Vierschachtsysteme einsteigen wollen, bietet Synology mit der Diskstation DS420j ein erschwingliches Modell an.

© Synology

NAS-Lösungen mit vier Einschüben sind die eigentlichen Klassiker für Raid-5-Verbünde, aber selbst als Leergehäuse eine höhere Investition. Dazu kommen dann noch die Kosten für die vier Platten, wenn die Systeme voll bestückt sein sollen. Mit der Synology Diskstation DS420j hat der Hersteller ein relativ günstiges 4Bay-NAS-Modell für gut 300 Euro (UVP) im Sortiment, das im Test eine ordentliche Figur macht. So kommen Sie zu viel Speicherplatz, ohne gleich ein Vermögen investieren zu müssen.

Theorie und Praxis: Tempotests zeigen teils deutliche Unterschiede

Für den Einsatz zu Hause und im kleinen Büro empfehlen wir, den Netzwerkspeicher ausschließlich in einem Raid-Modus zu betreiben, bei dem Sie die Daten doppelt sichern. Im Falle von Zweischachtsystemen ist das Raid 1. Das Zugeständnis, das Sie in puncto Plattenplatz machen, gleichen Sie mit der höheren Datensicherheit aus. Unser Tempotest besteht aus zwei Teilen: mehreren Benchmark-Läufen und tatsächlichen Praxistests. Die Details dazu finden Sie weiter unten beschrieben.

Die Benchmark-Tempoläufe verdeutlichen die theoretisch möglichen Datentransferraten der NAS-Systeme. Wie gut die Netzwerkspeicher auf sequenzielles Lesen und Schreiben ausgelegt sind, offenbaren die Werte mit 8000 MB: Im Schreiben liegt der Bestwert derzeit bei 117,4 MB/s. Ihn erreicht das Modell Synology Diskstation DS220j - schon erstaunlich, denn das NAS-Leergehäuse gehört nicht zu den sehr teuren Gesellen. Im Lesen liegt das Synology Diskstation DS218+ mit 117,5 MB/s an der Spitze, gefolgt vom Schwestermodell Synology Diskstation DS218 mit 117,1 MB/s. Gleich dahinter platziert sich das Qnap-Modell TS-251D-4G mit 115,8 MB/s im Schreiben und 117,5 MB/s im Lesen.

Verschiedene Raid-Modi wirken sich auf das Arbeitstempo aus. Aktuell zeigt sich das am Dreischachtsystem Qnap TS-328: Es dreht im Raid-5-Verbund so richtig auf und liefert hier in den sequentiellen Tests rund 116 MB/s im Lesen und Schreiben. Ist es dagegen in den Raid-1-Modus aufgesetzt, leistet es sich beim Lesen im 8000-MB-Lauf einen Hänger und sinkt auf rund 75 MB/s. 

Wie stark sich die Praxis von der Theorie unterscheidet, verdeutlichen unsere Ergebnisse mit tatsächlichen Daten. Dabei kommen die NAS-Systeme mit großen Dateien wie dem UHD-Film noch vergleichsweise gut zurecht. Das zeigen etwa die Testteilnehmer Qnap TS-251A und TS-328 sowie Buffalo Terastation 3210DN mit 108 MB/s im Schreiben.

Richtig beschäftigt wird die NAS dagegen, wenn sie viele kleine Dateien transferiert – wie etwa beim Schreiben eines 2-GB-Backups, das aus fast 4900 Einzeldateien besteht. Im Vergleich zur Theorie bleibt hier de facto nur etwas mehr als ein Drittel der Datenrate übrig. Wichtig ist hier die Rolle des RAM. Im Testfeld hält die Qnap TS-251B-2G mit gut 46 MB/s den Bestwert, gefolgt von dem Schwestermodell mit 4 GB RAM TS-251D-4G mit gut 42 MB/s. Am Ende der Leistungsskala liegt das Zyxel-Modell NAS326 mit nur 9,3 MB/s.

Auch gleichzeitige Tätigkeiten bringen einen Netzwerkspeicher ins Schwitzen und lassen die Datenraten nach unten gehen. Kopieren wir gleichzeitig unser Backup und einen UHD-Film auf das NAS, liegt der Bestwert bei 85,1 MB/s, den die Synology DS218 für sich verbucht. Die niedrigste Datenrate liegt bei 31,2 MB/s und stammt von der Zyxel NAS326 . Über alle Tempoläufe hinweg trägt die Qnap TS-251B-2G derzeit die Geschwindigkeitskrone, kurz dahinter kann sich die Qnap TS-251D-4G platzieren. Auf den nächsten Plätzen folgen die NAS-Kandidaten Synology DS218 und Synology DS218+.

NAS-Know-How: Neun Tipps für den Netzwerkspeicher

Betriebsgeräusch und Temperatur im Gehäuse

Ein Netzwerkspeicher soll möglichst ruhig arbeiten. Nur so kann er direkt am Schreibtisch oder sogar im Wohnzimmer stehen, ohne dass seine Geräuschemission auf Dauer auf die Nerven geht. Hohe Transferraten können Sie auch mit deutlichem Lüftergeräusch bezahlen, wie etwa bei den Gehäusen Thecus N2810Pro und N2350. Diese Modelle schalten sich auch im Leerlauf nicht so weit zurück, dass es nicht mehr wahrnehmbar ist. Dass es anders geht, zeigen die Testkandidaten von Qnap, Synology und Western Digital. Sie arbeiten im Leerlauf und im Betrieb angenehm leise. Dazwischen positionieren sich die Modelle Buffalo Terastation 3210DN, Drobo 5N2 und Zyxel NAS326.

Eigene Konstruktion: WD stellt die Platten hochkant ins Gehäuse der My Cloud EX2 Ultra: Die heiße Luft kann nur nach oben entweichen. Deshalb wird es innen heiß.


Dank der Lüfter, die im Gehäuseinneren der NAS-Systeme eingebaut sind, herrscht wenig Gefahr, dass die eingebauten Platten überhitzen. Außerdem lassen sich über die Bedienoberflächen bei allen Testkandidaten Gesundheits- und Zustandsdaten zu den Festplatten abrufen sowie Ruhezeiten festlegen. Umso erstaunlicher, dass es im Testfeld trotzdem einen Ausreißer in Sachen Plattentemperatur gibt: Denn das Modell Western Digital My Cloud EX2 Ultra übertrifft den Rest des Testfeldes hinsichtlich der Wärmeentwicklung im Gehäuseinneren mit 39 Grad Celsius im Leerlauf und 47 Grad Celsius unter Last.

Im Schnitt liegen die anderen NAS-Systeme gut zehn Grad unter diesen Messungen. Die Ursache liegt wohl in der Konstruktion des WD-Gehäuses, in dem die Platten hochkant eingeschoben sind. Sie stehen damit quasi im Gehäuse. Üblich sind jedoch Schächte, in denen die Platten längs auf der schmalen Seite liegen. Die ungewöhnliche Position des WD-NAS wirkt sich demnach negativ auf das Raumklima aus. Denn die Hitze kann nur nach oben und nicht wie bei den anderen Testkandidaten nach hinten entweichen.

Alle Netzwerkplattensysteme mit App-Support

Der Vorteil eines Netzwerkspeichers liegt im Remotezugriff. So können Sie Ihre Daten von außerhalb Ihres Netzwerks etwa übers Internet erreichen. Das gelingt über den Webbrowser oder über Apps. Die kleinen Anwendungen bieten alle Testteilnehmer für die Betriebssysteme Android und iOS an. Andere Plattformen sind weniger bis gar nicht mehr attraktiv für die Hersteller. So findet sich kein NAS-Modell, das noch eine Windows-Mobile-App anbietet.

Lobenswert: Die Weboberflächen, über die die Netzwerkspeicher eingerichtet und verwaltet werden, sind durchweg grafisch aufgebaut. Das erleichtert die Übersicht – besonders bei NAS-Systemen mit vielen Funktionen.

Mit den Apps lassen sich Fotos, Videos und Filme auf dem Mobilgerät schauen oder Dokumente über eine sichere Internetverbindung ansehen und bearbeiten. Gleichzeitig bieten die Apps auch Cloudfunktionen wie das Synchronisieren von Daten zwischen NAS, Rechner und Mobilgerät. Außerdem lassen sich die Netzwerkspeicher über Apps managen, etwa um sie an- oder auszuschalten oder ihren Status abzurufen.

Die eine App mit allen Funktionen gibt es jedoch nicht. Die Hersteller teilen die Aufgaben in mehrere Apps auf. Sehr viele Anwendungen hat etwa Qnap zu bieten. Praktisch: Bei der Installation wird das Konto für den Remotezugriff teils schon eingerichtet – so bei Synology. Sie sparen sich dadurch die Netzwerkkonfiguration, etwa bestimmte Portfreigaben und Firewall-Einstellungen.

Neben den Apps fürs Mobilgerät haben Plugins fürs NAS Hochkonjunktur. Damit erweitern Sie Ihr Gerät um bestimmte Funktionen – etwa das Steuern einer Webcam oder das Nutzen als Mediaserver, etwa Plex. Vorreiter bei Erweiterungen fürs NAS sind traditionsgemäß Qnap und Synology. Inzwischen bieten aber auch die anderen Hersteller im Testfeld weitere Funktionen in eigenen Stores an. Eine Ausnahme bildet Buffalo. Hier haben wir keine Möglichkeit für Erweiterungen gefunden.

Test-Fazit: Flexible Datenlager für die private Cloud

Für den Einsatz zu Hause und im kleinen Büro reichen Netzwerkspeicher mit zwei Schächten vollkommen aus. Trotz der Funktionsfülle bleiben die Bedienoberflächen übersichtlich. Dank der vorgegebenen Verzeichnisstruktur bringen Sie Ordnung in die Datenflut von Bildern, Filmen und privaten Dokumenten. Im Falle des Testsiegers Qnap TS-251D-4G lassen sich die Daten sogar verschlüsselt ablegen. Das NAS-System ist schnell in der Datenübertragung und umfassend ausgestattet, aber nicht ganz billig in der Anschaffung.

Diese Eigenschaft bringt dagegen der Preis-Leistungs-Sieger Synology Diskstation DS220j mit: Das Leergehäuse ist sehr günstig zu haben, fordert aber bestimmte Kompromisse. So benötigen Sie etwas Geschick bei der Installation der Platten und können diese auch nicht im Betrieb wechseln. Dafür absolviert das NAS-System die Tempotests ordentlich und bleibt leise im Betrieb.

Die Testsieger im Überblick


Derzeitiger Testsieger: Qnap TS-251D-4G

Testsieger: Qnap TS-251D-4G

Mit dem Qnap TS-251D-4G gelingt dem Hersteller ein leistungsfähiger Netzwerkspeicher mit zwei Einschüben, der das Potential hat, mit seinen Aufgaben mitzuwachsen. Dank des schnellen Datentransfers eignet sich das NAS-Leergehäuse für klassische Sicherungsaufgaben genauso wie für ausgefeilte Multimedia-Dienste, die auch KI zur Bilderkennung einschließen. Dafür wird ein entsprechender Geldbetrag fällig, der derzeit im Handel sogar über den 370 Euro liegt, die der Hersteller empfiehlt.

Ausführlicher Testbericht:   Qnap TS-251D-4G

Der beste Preis : Qnap TS-251D-4G


Derzeitiger Preis-Leistungs-Sieger: Synology Diskstation DS220j

Preis-Leistungs-Sieger: Synology Diskstation DS220j

Mit dem NAS-Modell DS220j erfüllt Synology, was dem Anwender versprochen wird: Ein solides Zweischacht-NAS für den Heimgebrauch. Spielereien finden sich nicht, das Gebotene ist jedoch durchdacht konstruiert. Das NAS ist ordentlich schnell im Datentransfer, arbeitet leise und ist sehr preiswert – ideal für den Einstieg und eine Kombination, die dem Modell zum derzeitigen Preis-Leistungs-Sieg verhilft. 

Ausführlicher Testbericht: Synology Diskstation DS220j

Der beste Preis: Synology Diskstation DS220j


Auszeichnung: Herausragendes Tempo

NAS mit herausragendem Tempo: Qnap TS251B-2G

Das Qnap TS-251B-2G ist ein leistungsfähiger Netzwerkspeicher mit zwei Einschüben, der sich für Multimedia genauso eignet wie für klassische Backup-Aufgaben. Das verdankt er seinem Tempo im Datentransfer und den vielen Einsatzmöglichkeiten über die QTS-Firmware. Dank der Spitzenwerte in den Tempoläufen erreicht das NAS die Auszeichnung der Redaktion für herausragendes Tempo.

Ausführlicher Testbericht: Qnap TS-251B-2G

 

Innovation: Mit der Qnap TS-328 kommen Sie mit drei Schächten zu einem Raid-5-Verbund.

Innovative Technik: Qnap TS-328

Insgesamt ist die Qnap TS-328 ein NAS-Leergehäuse mit runder Ausstattung, umfangreicher Firmware und hohen Transferraten – insbesondere im Raid-5-Modus. Wer nicht gleich in einen Netzwerkspeicher mit vier und mehr Schächten investieren möchte, macht mit der Dreischacht-Alternative TS-328 einen guten Kompromiss. Das Konzept belohnen wir mit der Auszeichnung "Innovative Technik".

Ausführlicher Testbericht: Qnap TS-328

Auszeichnung: Innovative Technik

Innovative Technik: Asustor AS6302T

Für ein NAS-Leergehäuse ist das Asustor AS6302T zwar nicht ganz billig in der Anschaffung, dafür aber flott in der Arbeitsweise und dank USB-Typ-C-Anschluss auch offen für Schnittstellen, die bisher im NAS-Bereich noch keinen Einzug gefunden haben. Die sinnvolle Weiterentwicklung würdigt PC-WELT mit der Auszeichnung „Innovative Technik“.

Ausführlicher Testbericht: Asustor AS6302T

Auszeichnung Attraktiver Preis: Synology Diskstation DS420j

Attraktiver Preis: Synology Diskstation DS420j

Die Synology Diskstation DS420j ist ein solider Heimserver, um Daten für alle Clients im Heimnetz bereitzustellen – etwa als Medien- oder Backup-Server. Dafür erhalten Sie einen Netzwerkspeicher, der auf hohe Kapazitäten ausgelegt ist, leise arbeitet und viele Funktionen bereitstellt. Bei sequenziellen Aufgaben müssen Sie keine Abstriche machen. Soll Ihr NAS jedoch viele kleine Aufgaben gleichzeitig erledigen, kann Ihnen die RAM-Ausstattung schnell zu gering werden. Darüber hinaus müssen Sie Kauf nehmen, dass Sie die Platten nicht im Betrieb wechseln können. Insgesamt gelingt dem Hersteller mit der DS420j jedoch ein faires Angebot, um in die Welt der Vierschacht-NAS-Systeme einzusteigen.

Ausführlicher Testbericht: Synology Diskstation DS420j