Palm ist längst Geschichte. Im Frühjahr 2010 übernahm Hewlett-Packard Palm und ließ die einst so bekannte Marke schließlich einschlafen (das von Palm entwickelte Web-OS kaufte LG auf und verwendet dieses OS unter anderem für Smart-TVs weiter). Trotz den Niedergangs der Marke Palm hat dieses Unternehmen seinen festen Platz in der Technik-Geschichte und in der Geschichte der Betriebssysteme , und zwar bei den Handhelds, für die Palm lange Zeit geradezu ein Synonym war und ein beinahe unverzichtbares Statussymbol für Business-Leute obendrein.

Unsere US-Schwesterpublikation PC-World hat deshalb einen Rückblick mit den wichtigsten Palm-Modellen zusammengestellt, beginnend mit dem Palm Pilot bis hin zum Palm Pre. Diese Zusammenstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wichtig: Wir verzichten auf Abbildungen, um keine Bildrechte zu verletzen. Das ist bedauerlich, aber in Zeiten des Abmahnwahns und darauf spezialisierter Rechtsanwaltskanzleien leider unvermeidlich.

Unser Tipp: Um sich auch eine optische Vorstellung von dem jeweiligen Gerät zu verschaffen, geben Sie die hier genannte Gerätebezeichnung bei einer Websuchmaschine wie Google ein und wählen dann bei den Treffern den Tab "Bilder" aus.

Pilot 1000/5000 macht den Anfang

Im März 1996 startete Palm Computing (das damals zum Unternehmen U.S. Robotics gehörte) mit zwei Pilot-Modellen: dem Pilot 1000 und dem Pilot 5000. Sie verfügten über ein Handschriftenerkennungssystem ähnlich wie das des Konkurrenzmodells Newton von Apple. Nur waren sie eben deutlich preisgünstiger als das Apple-Modell.

Der Pilot 1000 besaß 129 KB Speicher und kostete mit dieser Ausstattung damals 299 US-Dollar, sein größerer Bruder kam mit 512 KB und kostete 369 Dollar. Beide hatten ein 160x160-Pixel großes grünes Display, das vier verschiedene Grautöne darstellen konnte. Via Kabel konnten Kalendereinträge, Kontakte und andere Daten mit Windows 3.1 und Windows 95 sowie mit MacOS 7x ausgetauscht werden. Als Stromquelle dienten zwei AAA-Batterien, die verhältnismäßig lange durchhielten.

Die Palm Pilots betreten die Bühne

Pilot 1000n und 5000 erzielten einen soliden Markterfolg. Palm legte also nach mit dem Palm Pilot Personal mit 512 KB für 299 Dollar und dem Palm Pilot Professional mit 1 MB Speicher, der 399 Dollar kostete. Sie besaßen Hintergrundbeleuchtung, und eine umfangreiche Software war mit an Bord. Die Datensynchronisation mit dem Windows-PC oder Mac erfolgte entweder per Kabel oder via dem optionalen 14.4-kbps-Modem. Die Firma Palm gehörte übrigens mittlerweile zu 3Com.

Der Palm III

1998 folgte der Palm III. Er kostete 400 Dollar, verfügte erstmals über eine Infrarotschnittstelle und stellte zwei Megabyte EDO SD-RAM und zwei MB Flash-ROM zur Verfügung. Wenn man die Batterien wechselte, blieben jetzt die Daten auf dem Gerät erhalten - ein echter Fortschritt.