Update vom Oktober 2021: Neu im Vergleichstest sind das Roccat Syn Pro Air, Steelseries Arctis Prime, Asus ROG Strix Go 2.4 und der neue Test-Sieger Corsair Virtuoso RGB Wireless XT. Doch bevor Sie sich diesen Vergleichstest durchlesen, möchten wir auf folgendes hinweisen: Die Empfindung eines Klangbildes ist eine sehr subjektive Sache, bei dem es sehr auf die einzelne Person ankommt. Deshalb kann es durchaus passieren, dass Ihnen unsere Modelle in Sachen Audiowiedergabe nicht gänzlich zusagen. Deshalb unser Tipp: Probieren Sie das gewünschte Gaming-Headset vor dem Kauf aus - bei Freunden, auf Messen oder im Elektromarkt (soweit das der Lockdown zulässt).

Die richtige Passform fürs Gaming-Headset

Bei den meisten Headsets für Gamer handelt es sich um sogenannte Over-Ear-Modelle, die die Ohren also komplett umschließen. Auf diese Weise erfolgt nicht nur eine gute Abschirmung von Geräuschen der Außenwelt, sondern das Gewicht der Kopfhörer kann sich aufgrund der größeren Auflagefläche besser verteilen. Das Ergebnis ist ein meist angenehmerer Sitz.

Velours-Überzüge für die Polster sorgen für weniger heiße Ohren, schotten Sie dafür aber nicht ganz so gut von Umgebungsgeräuschen ab wie (Kunst-)Lederüberzüge. Bei letzteren kommen Sie dafür in der Regel schneller ins Schwitzen. On-Ear-Headsets sitzen eher auf dem Ohr, isolieren etwas weniger gut als Over-Ear-Versionen und führen vor allem bei Brillenträgern zu Druckschmerzen.

Bei Surround-Sound lassen sich auch die einzelnen Kanäle einstellen.

Raumklang: Virtuell oder "echt"?

Raumklang erlaubt es, Gegner in Spielen räumlich zu orten, um entsprechend reagieren zu können und bietet eine stärkere Immersion ins Spielgeschehen, also das "Mittendrin-Gefühl". Einige Hersteller haben Modelle mit "echtem Surround-Sound" im Portfolio, da sie gleich mehrere, kleinere Audiotreiber innerhalb einer einzelnen Ohrmuschel verbauen. Doch in der Regel fehlt diesen kleinen Lautsprechern die Kraft für eine ordentliche Wiedergabe. Des Weiteren kann gar kein korrekter Raumklang entstehen, wenn die Treiber nur wenige Zentimeter voneinander entfernt sind. Virtueller Raumklang klingt also meistens echter, da er durch die Modulation unterschiedlicher Frequenzen entsteht, die unser Gehirn auch entsprechend verarbeiten und zuordnen kann.

Anschluss: USB oder Klinke?

Einige Gaming-Headsets lassen sich nur via USB an den PC anschließen, da sie über eine eigene, digitale Klangverarbeitung verfügen (DSP, Digital Sound Processing) und auf diese Weise den bestmöglichen Sound bieten möchten. Verfügen Sie lediglich über eine herkömmliche Onboard-Sound-Lösung, dann ist das nicht immer verkehrt. Das bietet sich zum Beispiel auch an, wenn Sie ein Lautstprecher-Set am Computer angesteckt haben - so können sie einfach zwischen den Quellen wechseln.

Mit Hilfe von Adaptern lassen sich Klinken-Headsets auch via USB an den PC anschließen.

© Logitech

Wenn Sie die Kopfhörer aber auch an der Spielekonsole oder am Smartphone nutzen möchten, dann ist der Anschluss via USB nicht oder nur eingeschränkt möglich. Achten Sie in diesem Fall auf einen Anschluss via Klinke (3,5 Millimeter). Das sollten Sie auch, wenn in Ihrem Rechner eine hochwertige Soundverarbeitung wie ein USB-Audiointerface oder eine Soundkarte zum Einsatz kommen.

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© Dell

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Worauf Sie beim Gaming-Headset-Kauf noch achten sollten

Neben dem Tragekomfort, der Klang-Technik und den Anschlüssen sollten Sie auf eine robuste respektive hochwertige Verarbeitung achten. Häufig belastete Bauteile wie die Haltegabeln oder das Kopfband sind idealerweise aus Aluminium oder einem anderen, massiven Material. Des Weiteren sind Kabelfernbedienungen oder Bedienelemente an den Ohrmuscheln ein Zusatzkomfort, um schnell das Mikrofon stummzuschalten oder die Lautstärke zu regeln. Ein geflochtenes (gesleevtes) Anschlusskabel ist außerdem noch haltbarer als reine Kunststoffkabel.

Eine Kabelfernbedienung bietet grundlegende Steuerelemente an.

© Sharkoon

Das sind die besten Gaming-Headsets des Vergleichs-Tests:

TEST-SIEGER: Corsair Virtuoso RGB Wireless XT

Test-Sieger: Corsair Virtuoso RGB Wireless XT

© Corsair

Im Test des Corsair Virtuoso RGB Wireless XT erweist sich dieses Gaming-Headset als ein wahres Premium-Modell und ist unserer Meinung nach das aktuell beste Headset, das Corsair zurzeit zu bieten hat. Wir erhalten neben einer stabilen und quasi latenzfreien Drahtlosverbindung einen verbesserten Tragekomfort, eine qualitativ hochwertigere Bluetooth-Anbindung und realistischen Dolby-Atmos-Raumklang. Die guten Eigenschaften des Vorgängers wie das präzise Mikrofon, die flexiblen Anschlussmöglichkeiten, der pralle Lieferumfang und die edle Verarbeitung bleiben erhalten.

Natürlich gibt’s das alles nicht zum Schnäppchenpreis. Ja, das Corsair Virtuoso RGB Wireless XT ist mit rund 280 Euro (aktueller Online-Preis zum Testzeitpunkt) sehr teuer, aber eben nicht überteuert für die gebotene Leistung. Wenn es Kritik gibt, dann nur für das relativ hohe Gewicht von über 380 Gramm.

Zum ausführlichen Test: Corsair Virtuoso RGB Wireless XT

PREIS-LEISTUNGS-SIEGER: Roccat Elo 7.1 USB

PREIS-LEISTUNGS-SIEGER: Roccat Elo 7.1 USB

© Roccat

Der Test der Roccat Elo 7.1 USB zeigt, dass es ein solides Gaming-Headset ist, das vor allem mit einem hohen Komfort und einem recht guten (Raum-)Klang überzeugen kann. Hinzu kommt ein langes Anschlusskabel, dass einen beim Zocken nicht einschränkt. Vor allem aber kann der Funktionsumfang durch den erschwinglichen Preis von knapp 65 Euro überzeugen. Andere, teurere Gaming-Headsets bieten da weniger. Nur muss man beim Roccat das eher mittelmäßige Mikrofon in Kauf nehmen.

Zum ausführlichen Test: Roccat Elo 7.1 USB

ATTRAKTIVER PREIS: Sharkoon Skiller SGH30

ATTRAKTIVER PREIS: Sharkoon Skiller SGH30

© Sharkoon

Der Test des Sharkoon Skiller SGH30 hat deutlich die Stärken und Schwächen des 30 Euro teuren Gaming-Headsets gezeigt: Der Stereoklang ist kräftig und ausgewogen und der zuschaltbare 7.1-Raumklang erledigt einen guten Job. Auch der Tragekomfort ist hoch, genau wie die Verarbeitung. Besonderes Lob verdient das Mikrofon, das die Stimme sehr natürlich überträgt. Allerdings kann das SGH30 mit einem so attraktiven Preis nicht die eierlegende Wollmilchsau sein:
Der Bass könnte in hohen Lautstärken noch stabiler sein und die Kabel sowie der Mikrofonarm lassen sich leider nicht abnehmen. Und die RGB-Beleuchtung ist zwar nett, aber nicht in irgendeiner Weise programmierbar. Wer also nur gelegentlich zockt oder einfach nicht viel Geld für ein Gaming-Headset ausgeben kann respektive will, der macht mit dem Sharkoon Skiller SGH30 für 30 Euro kaum etwas falsch, denn in den Kerndisziplinen Klang, Mikrofon und Tragekomfort kann das Headset durchaus überzeugen.

Zum ausführlichen Test: Sharkoon Skiller SGH30

TOP-DESIGN: Logitech G733

TOP DESIGN: Logitech G733

© Logitech

Nach dem Test des Logitech G733 ist klar, dass sich der Hersteller hier vor allem aufs Design konzentriert hat. Natürlich ist die Wireless-Anbindung stets stabil, die Akkulaufzeit nicht übel und auch der Tragekomfort ist hoch. Nur beim Klang und bei der Haptik hätten wir noch ein klein bisschen mehr erwartet bei einem Preis von 130 Euro. Es fehlt an Druck bei den Bässen und der Klang fällt insgesamt etwas flach aus. Erschwerend hinzu kommt die mittelmäßige Mikrofonqualität.

Zum ausführlichen Test: Logitech G733

 

INNOVATIVE TECHNIK: Razer Nari Ultimate

INNOVATIVE TECHNIK: Razer Nari Ultimate

© Razer

Das Razer Nari Ultimate beeindruckt mit vielen Techniken, Funktionen und Ausstattungsmerkmalen, die unmittelbaren Einfluss auf das Spielerlebnis haben. Die Hypersense-Technik funktioniert meistens recht gut im Einklang mit dem Gesehenen, aber leider nicht immer. Und auf Dauer die Vibrationen aktiviert zu lassen können wir uns nicht vorstellen. Ansonsten funktioniert die Drahtlosanbindung ohne hörbare Latenz oder Fehler, der Tragekomfort ist auch nach Stunden noch angenehm und der flexible Einsatz als analoges Headset oder an der PS4 sind positiv hervorzuheben.
Nur vom Klang ab Werk sind wir nur mäßig angetan, denn Razer stellt den Bass stets zu sehr in den Vordergrund, worunter die Mitten und Höhen leiden. Auch die unterschiedlichen Klangprofile ändern da kaum etwas dran. Der Nutzer selbst muss hier ordentlich nachbessern. Der Preis von aktuell rund 170 Euro ist angesichts der Funktionsvielfalt gerade noch akzeptabel.

Zum ausführlichen Test: Razer Nari Ultimate