Die Verbindung mit WPA3 klappt nicht? Diese Tipps helfen.

Eigentlich sollte sich im WLAN wenig ändern, wenn Sie den neuen Sicherheitsstandard WPA3 verwenden: Wählen Sie diese Verschlüsselung für eine Verbindung und geben Sie das passende Kennwort ein.

Doch in der Praxis lauern viele Probleme: Manchmal kommen einige Geräte nicht mehr ins WLAN, nachdem Sie auf WPA3 umgestellt haben. Oder neue WLAN-Clients nutzen die Verschlüsselung nicht, obwohl sie den Standard eigentlich unterstützen sollten. Diese Tipps helfen bei WPA3-Problemen.

WPA3: So machen Sie Ihr WLAN fit für den neuen Standard

Keine Verbindung mehr mit WPA2-Gerät

Wenn der Umstieg auf WPA3 Probleme macht, sollten Sie die WLAN-Einstellungen prüfen. Checken Sie zunächst, ob Sie im Router ausschließlich das WPA3-Verfahren aktiviert haben, zum Beispiel durch die Option „WPA3-Personal“, „WPA3-SAE“ oder „WPA3-Personal only“. Ist dies der Fall, wird sich kein Gerät verbinden können, das lediglich WPA2 versteht: Der Client erkennt in diesem Fall zwar das Netzwerk anhand der SSID, erlaubt aber keine Verbindung, weil zum Beispiel keine Eingabemöglichkeit für ein Passwort angezeigt wird. In Windows 10 erhalten Sie möglicherweise unterhalb des Netzwerknamens sofort die Meldung „Verbindung ist nicht möglich“.

Fritzbox-Hinweis: Wenn Sie WPA3 aktiviert haben, kann es Verbindungsprobleme zu bestimmten WLAN-Clients geben – selbst im gemischten Modus, der auch WPA2 zulässt.

Doch auch bei aktiviertem Transition-Mode können einige Geräte Schwierigkeiten machen. Dann müssen Sie zunächst überprüfen, ob es sich bei einem WLAN-Client, der sich nicht verbinden kann, um ein WPA2- oder WPA3-Gerät handelt. Wenn ein WPA2-Client nach der Umstellung des Routers auf „WPA2 + WPA3“ keine WLAN-Verbindung aufbauen kann, obwohl es zuvor mit dem WPA2-Verfahren immer funktioniert hat, liegt es an der Funktion PMF (Protected Management Frames). PMF ist für WPA3 vorgeschrieben und daher auch im Transition-Mode aktiv: Einige ältere WLAN-Geräte haben aber Probleme mit PMF und können sich in diesem Fall nicht verbinden. Deshalb müssen Sie im Router wieder auf „WPA2“ umstellen, wenn dieses Gerät ins WLAN soll – Sie können dann auch für anderen Clients das WPA3-Verfahren nicht nutzen. Mit einer Fritzbox können Sie übrigens schon vor dem Umstieg auf WPA3 prüfen, ob es in Ihrem Netzwerk Geräte gibt, die PMF nicht unterstützen. Dazu gehen Sie im Router-Menü zu „WLAN -> Sicherheit“ und dem Abschnitt „Weitere Sicherheitseinstellungen“: Dort markieren Sie den Eintrag „Unterstützung für geschützte Anmeldungen (PMF) aktivieren“. Funktioniert nun mit bestimmten Clients keine WLAN-Verbindung mehr, sind sie nicht für PMF und damit auch nicht für den gemischten Betrieb von WPA3 und WPA2 geeignet.

WPA3-Gerät nutzt den neuen Standard nicht

Bei einigen Android-Smartphones müssen Sie zunächst das gespeicherte WLAN-Profil löschen, bevor sie WPA3 für die Verbindung nutzen.

Bei WPA3-Geräten kommt es vor, dass sie trotz des aktivierten WPA3/WPA2-Mischverfahrens weiterhin nur WPA2 zur Verschlüsselung nutzen. In diesem Fall müssen Sie auf dem WLAN-Client den Eintrag für dieses WLAN löschen, denn der Client greift dann immer auf die gespeicherten Einstellungen zurück, statt die Verschlüsselung neu mit dem Router auszuhandeln.
In Windows 10 gehen Sie dazu in den Einstellungen zu „Netzwerk und Internet -> WLAN“ und klicken auf „Bekannte Netzwerke verwalten“. Rufen Sie dann Ihr WLAN auf und wählen die Option „Nicht speichern“. Bei einem Android-Smartphone klicken Sie in den WLAN-Einstellungen – meist unter „Netzwerk & Internet“ zu finden, auf den Namen Ihres WLANs und dann auf die Option „Entfernen“. Unter iOS gehen Sie in den Einstellungen zu „WLAN“ und klicken beim betreffenden Netzwerk auf den blauen Info

Button rechts neben dem WLAN-Symbol. Im nächsten Menü wählen Sie „Dieses Netzwerk ignorieren“. Verbinden Sie sich nach dem Löschen erneut mit dem WLAN, müssen Sie wieder das Kennwort eingeben. Anschließend sollte der Client jetzt per WPA3 verbunden sein.

Tipp: Sichere WLAN-Verbindung mit WPA3 herstellen