Windows zu lahm? Unsere Tricks räumen den Startvorgang auf.

Ein frisch installiertes Windows ist immer ein erfreuliches Erlebnis. Bereits nach kurzer Wartezeit ist das System einsatzbereit, Anwendungs-Software startet schnell und Windows fährt auch schnell wieder herunter. Das ändert sich jedoch nach einiger Zeit. Windows startet langsamer, und es dauert  länger, bis die Oberfläche auf Benutzereingaben reagiert. Ein typisches Problem , bei dem die Ursachen vielfältig sind. Nachdem Sie etliche Programme installiert haben, laufen auf den PC zusätzliche Dienste, einige Programme startet Windows automatisch, und dann gibt es noch Update-Checks sowie Virenscanner und andere Sicherheits-Software, die das System ausbremsen. Dazu kommen noch Einstellungen, wegen denen der PC ohnehin schon nicht optimal läuft. Diese wirken sich jedoch oft erst deutlich aus, nachdem das System stärker beansprucht wird.

So schnell wie am ersten Tag kann Windows bei realistischer Einschätzung nicht werden, denn auf einige Autostart-Programme und Dienste werden Sie nicht verzichten wollen. Antiviren-Software beispielsweise kann Windows deutlich verlangsamen, ist aber zum Schutz notwendig. Aber nicht jedes Programm muss schon kurz nach dem Windows-Start verfügbar sein. Am Anfang steht daher die Analyse, wie schnell Windows startet und welche Prozesse am stärksten zu Verzögerungen beitragen.

Tipp: Unnötige Windows-Dienste abschalten

1. So finden Sie heraus, wie schnell Ihr Windows wirklich ist

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um herauszufinden, welche Prozesse Windows verlangsamen: Über die Ereignisanzeige, mit dem Tool Bootracer oder gar dem komplexen Windows Performance Toolkit. Im folgenden stellen wir Ihnen alle drei kurz vor.

1.1 Bootzeiten im Windows-Ereignisprotokoll auswerten

Windows protokolliert selbst, wie lange Start und Beenden dauern. Diese Informationen lassen sich über die Ereignisanzeige abrufen. Drücken Sie die Tastenkombination Win-R, geben Sie hinter „Öffnen“ Eventvwr ein und klicken Sie auf „OK“. Im linken Bereich des Fensters gehen Sie auf „Anwendungs- und Dienstprotokolle -> Microsoft -> Windows -> Diagnostics-Performance -> Betriebsbereit“.

Ereignis-IDs interpretieren: Im mittleren Bereich des Fensters sehen Sie vor allem Protokolleinträge von Ereignissen, die beim Starten und Herunterfahren von Windows auftreten. Standardmäßig sind diese nach Datum und Uhrzeit sortiert. Die Ereignis-ID 100 bezieht sich auf Startvorgänge, 200 auf das Herunterfahren. Klicken Sie eine der Meldungen an, dann sehen Sie im unteren Bereich des Fensters hinter „Startdauer“ beziehungsweise „Dauer des Herunterfahrens“ die benötigte Zeit in Millisekunden.

In der Ereignisanzeige ist mit der Ereignis-ID 100 die Zeit vermerkt, die Windows für den Start benötigt. Den IDs 101 bis 199 sind Verzögerungen beim Start zugeordnet. Die ID 200 betrifft die „Dauer des Herunterfahrens“.

Fehler, die den Startvorgang von Windows verlangsamen, erscheinen im Protokoll mit einer Ereignis-ID von 101 bis 199. Die unterschiedlichen IDs geben Hinweise auf den betroffenen Bereich. Bei 101 hat eine Anwendung den Start verzögert, 102 bezieht sich auf Treiber, 103 auf Dienste, und bei 106 hat eine Hintergrundoptimierung für Verzögerungen gesorgt. Die IDs 107 und 108 stehen für Verzögerungen bei der Anwendung von Gruppenrichtlinien für Computer sowie Benutzer und bei 109 geht es um die Hardware-Initialisierung. Ein Klick auf eine Meldung zeigt unter „Allgemein“ eine kurze Beschreibung des Problems sowie den Namen der Software, die die Verzögerung verursacht hat. Wenn ein Problem beim Herunterfahren von Windows auftritt, erstellt die Ereignisanzeige einen Eintrag mit der ID 200. Infos zu dem jeweiligen Bremsklotz bekommen eine ID von 201 aufwärts.

Leistungsstatistik: Das Script PC-WELT-Performance. vbs liefert Ihnen die Werte aus dem Ereignisprotokoll ohne umständliche Suche, und es errechnet auch die Durchschnittswerte.

Sollte ein Programm nur einmal oder sehr selten im Protokoll auftauchen, lohnt es sich nicht, das Problem weiter zu untersuchen. Taucht es aber öfter auf, sollten Sie der Sache nachgehen und beispielsweise im Internet nach Benutzern mit ähnlichen Erfahrungen suchen. Auch das Support-Forum des betroffenen Software-Herstellers ist eine gute Anlaufstelle.

Durchschnittswerte bestimmen: Die Ereignisanzeige liefert einen ersten Eindruck von den Leistungswerten, aber keine Zusammenfassung über einen längeren Zeitraum. Dafür verwenden Sie das Script PC-WELT-Performance . Entpacken Sie es, und starten Sie die Datei RunAsAdmin.cmd. Damit rufen Sie das VB-Script PC-WELT-Performance.vbs mit administrativen Rechten auf. Die Anfrage der Benutzerkontensteuerung beantworten Sie mit „Ja“. Das Script gibt in einem Fenster hinter „Boot Time“ die letzte Startzeit aus. Es berechnet außerdem den Durchschnitt der maximal letzten 20 Starts und Herunterfahr-Vorgänge. Ein weiterer Wert ist „Main Path Boot Time“, der die Zeit vom Erscheinen des Windows-Start-Logos bis zum Start des Desktops enthält. „Boot Post Boot Time“ ist die Zeit vom Erscheinen des Desktops bis zu dem Zeitpunkt, an dem die meisten Hintergrundprozesse gestartet sind. Beide Werte zusammen ergeben die Windows-Startzeit.

Wenn der Wert von „Main Path Boot Time“ ungewöhnlich hoch ist (mehr als 20 bis 30 Sekunden), liegt die Ursache möglicherweise bei einem Treiber oder Defekten auf der Festplatte. Wird für „Boot Post Boot Time“ eine Zeit von mehr als 30 bis 40 Sekunden angezeigt, ist das Problem eher bei Programmen zu suchen, die Windows automatisch startet.

Das Script erstellt zusätzlich die Datei BootLog.csv mit den Zeiten der maximal letzten 20 Starts. In Lastlog.csv wird bei jedem Scriptlauf jeweils die letzte Startzeit nebst Datum hinzugefügt. Die CSV-Dateien lassen sich beispielsweise in einer Tabellenkalkulation öffnen. Sie können dann eine Statistik der Windows-Starts erstellen und Änderungen über einen längeren Zeitraum nachvollziehen. Ergibt sich eine Verlangsamung, sehen Sie in der Einstellungen-App unter „Apps“ und „Apps & Features“ nach, was Sie kurz zuvor installiert haben.

1.2 Windows-Systembremsen per Bootracer ermitteln und abschalten

Das Ereignisprotokoll liefert Eckwerte, aber nur in Extremfällen auch Informationen zu den Programmen, die den Windows-Start stark verzögern. Das Tool zeigt übersichtlich aufbereitet Daten zur Windows-Startzeit. Es kann auch ermitteln, welche Autostart-Programme wie viel Zeit benötigen. Überflüssige Zeitfresser lassen sich über das Tool auch gleich deaktivieren.

Das Ereignisprotokoll liefert Eckwerte, aber nur in Extremfällen auch Informationen zu den Programmen, die den Windows-Start stark verzögern. Das Tool Bootracer zeigt übersichtlich aufbereitet Daten zur Windows-Startzeit. Es kann auch ermitteln, welche Autostart-Programme wie viel Zeit benötigen. Überflüssige Zeitfresser lassen sich über das Tool auch gleich deaktivieren.

Bevor Sie das Tool verwenden, sollten Sie zuerst die automatische Windows-Anmeldung aktivieren (siehe Kasten). Das ist zwar nicht zwingend erforderlich, weil Bootracer die Anmeldezeit berücksichtigt, erleichtert aber die Messungen bei mehreren Neustarts.

Startbilanz: Bootracer zeigt die Zeiten für den letzten und die vergangenen Bootvorgänge. Außerdem lassen sich mit dem Tool Autostart-Programme abschalten.

Nach Installation und Start des Tools klicken Sie auf „Start -> Test starten“ beziehungsweise „Test - Kompletter Windows Startvorgang -> Test starten“ und bestätigen den Neustart per Klick auf „Ja“. Nachdem der Desktop wieder zu sehen ist, zeigt Bootracer automatisch eine Fortschrittsanzeige mit der Anzahl der Sekunden, die noch bis zum vollständigen Start nötig sind. Danach sehen Sie ein Fenster mit der Gesamtstartzeit. Bewegen Sie den Mauszeiger über das Fenster und klicken Sie auf „Weitere Informationen?“. Im Fenster von Bootracer sehen Sie, wie lange der Windows-Start gedauert hat („Windows Boot“) und nach welcher Zeit die Oberfläche einsatzbereit war („Desktop“).

Klicken Sie auf „Verzögerung aktivieren“, setzen Sie ein Häkchen unter „Autostart-Kontrolle“ und schließen Sie das Fenster. Klicken Sie nun auf „Test ohne Autostart-Programme (Clean Boot Test)“ und anschließend auf  „Test Starten“. Bestätigen Sie den Neustart wieder mit „Ja“. Der Windows-Start bis zum Desktop erfolgt jetzt ohne Autostart-Programme. Diese werden – eines nach dem anderen – erst danach von Bootracer gestartet. Das alleine kann die Startzeit schon um ein paar Sekunden reduzieren.

Starten Sie den Bootracer. Klicken Sie auf „Verlauf“ und wählen „Verlauf der Autostart-Programme“ aus. Jetzt sehen Sie eine Liste mit Autostart-Programmen inklusive Startzeiten. Bei besonders langsamen Kandidaten ist die Zeitangabe in rot dargestellt. Markieren Sie einen beliebigen Listeneintrag mit der rechten Maustaste und wählen im Kontextmenü „Autostart-Programme verwalten“ aus. Entfernen Sie nun das Häkchen vor allen Programmen, die besonders langsam starten oder die Sie nicht benötigen.

1.3 Detaillierte Windows-Startanalyse für Profis

Wer ganz genau wissen will, welcher Dienst oder Prozess zur Verlangsamung von Windows beiträgt, nutzt das Profi-Analyseprogramm Windows Performance Toolkit (WPT) von Microsoft. Es ist in der Programmsammlung „ Windows Assessment and Deployment Kit (ADK) “ für Windows 11 enthalten. Auf der Downloadseite ganz unten können Sie das ADK außerdem für verschiedene Windows-10-Versionen sowie für Windows 8.1 herunterladen. 

Beim Setup des ADK handelt es sich um einen Online-Installer, über den Sie eine ganze Reihe von Tools herunterladen und  installieren können. Für unseren Zweck ist jedoch nur das „Windows Performance Toolkit“ erforderlich. Folgen Sie den Installationsanweisungen des Assistenten und setzen Sie im entsprechenden Auswahlfenster ein Häkchen vor diesen Eintrag. Alle anderen Häkchen können Sie entfernen. 

Nach der Installation starten Sie zunächst das Programm „Windows Performance Recorder“. Sie finden es über eine Suche im Startmenü. Klicken Sie auf „More options“, und wählen im Sie Dropdown-Menü unter „Performance scenario“ den Eintrag „Boot“ aus. Hinter „Number of iterations“ geben Sie eine 1 an, da eine Messung genügt. Klicken Sie auf „Start“. Im nächsten Fenster zeigt das Tool, in welchem Ordner es das Protokoll ablegt. Standardmäßig ist das „C:\Users\[Ihr Benutzername]\Documents\WPR Files“. Mit Klicks auf „Save“ und „OK“ startet Windows neu, und die Untersuchung beginnt.

Bootvorgang aufzeichnen: Stellen Sie im Windows Performance Recorder unter „Performance scenario“ den Eintrag „Boot“ ein, und klicken Sie auf „Start“.

Warten Sie nach dem Neustart, bis der Windows Performance Recorder meldet, dass er das Protokoll gespeichert hat. Klicken Sie auf „Open in WPA“ (Windows Performance Analyzer). Damit starten Sie die Analyse direkt. Wenn Sie erst später damit beginnen möchten, öffnen Sie die ETL-Datei aus dem Ordner „WPR Files“ per Doppelklick im Windows Performance Analyzer. Wenn Sie zunächst noch die Zeit fürs Herunterfahren von Windows messen wollen, wählen Sie im WPR unter „Performance scenario“ den Eintrag „Shutdown“. Tippen Sie unter „Number of iterations“ wieder 1 ein, und klicken Sie auf „Start“.

Bremsklötze finden: Der Windows Performance Analyzer zeigt Ihnen bei Bootprotokollen im linken Bereich die sechs Rubriken „System Activity“, „Computation“, „Storage“, „Memory“, „Power“ und „Other“. Details aus diesen Rubriken können Sie nach dem Ausklappen (Klick auf das kleine Dreieck) per Doppelklick für die grafische Auswertung öffnen. Das Protokoll liefert sehr viele Informationen, sodass die Untersuchung nicht einfach ist. Die grafische Auswertung zeigt auf der Zeitachse für eine ganze Reihe von Prozessen sehr lange Balken. Trotzdem handelt es sich dabei nicht um Systembremsen. Sie kommen den Ursachen für Verzögerungen aber näher, wenn Sie zu der benötigten Ladedauer auch die CPU-Nutzung berücksichtigen.

Bootereignisse auswerten: Der Windows Performance Analyzer stellt die Bootdaten und Startzeiten in Diagrammen und Tabellen dar. Es ist jedoch nicht einfach, in der Datenmenge die relevanten Einträge zu finden.

Klappen Sie im Windows Performance Analyzer im linken Bereich des Fensters die Rubrik „System Activity“ aus, und öffnen Sie „Processes“ sowie „Services“ per Doppelklick. Unter „Computation“ öffnen Sie „CPU Usage (Sampled)“. Der Zeitstrahl im unteren Bereich des Fensters gilt für alle Grafiken und zeigt Ihnen auf der X-Achse die benötigte Bootzeit an. Suchen Sie im Liniendiagramm von „CPU Usage“ nach deutlichen Ausschlägen, die auch einige Zeit dauern. Wenn Sie mit der Maus darüberfahren, erscheint die Bezeichnung des zugehörigen Programms. 

Suchen Sie dieses dann auch im Balkendiagramm der anderen beiden Auswertungen, und kontrollieren Sie, wie lange seine Ladezeit ist. Das steht in der Spalte „Duration“. Eine lange Ladezeit ist jedoch alleine noch kein Problem. Weitere Daten zu verdächtigen Ladezeiten liefert das Diagramm „Processes“. Die Windows-eigenen Prozesse können Sie in der Regel ignorieren, da sie für das System notwendig sind und nicht deaktiviert werden sollten. Wie Sie mehr über die Funktion einzelner Programme beziehungsweise Prozesse erfahren, lesen Sie im nächsten Punkt.

2. Prozesse untersuchen und Informationen einholen

Schon bei einem frisch installierten Windows 11 finden sich mehr als 2000 ausführbare Dateien auf der Festplatte. Bei jedem Update und bei jeder Softwareinstallation kommen neue Dateien hinzu. Es gibt wohl kaum jemanden, der die Funktion jeder EXE-Datei auswendig beschreiben kann. Über das Internet lässt sich jedoch schnell ermitteln, wozu ein Programm dient und ob es sich dabei möglicherweise um Schadsoftware handelt. Dazu übergeben Sie einfach den kompletten Dateinamen, wie Sie ihn über Bootracer (Punkt 1.2) oder den Windows Performance Analyzer (Punkt 1.3) ermittelt haben, im Webbrowser an eine Internetsuchmaschine.

Einfacher geht es mit dem Sysinternals-Tool Process Explorer . Alternativ können Sie auch das Windows System Control Center (WSCC) verwenden, um Process Explorer und das weiter unten erwähnte Tool Autoruns herunterzuladen und zu starten. Process Explorer zeigt Ihnen alle auf dem PC laufenden Programme an. 

Sie sehen im Process Explorer auf einem Blick, ob eine Datei digital signiert ist. Außerdem gibt die Spalte „VirusTotal“ Auskunft über ein Online-Virencheck bei www.virustotal.com.

Per Klick auf den Spaltenkopf „Company Name“ lässt sich die Liste sortieren. Sie können so leichter ermitteln, von welchem Hersteller ein Programm stammt. Die Spalte enthält jedoch nicht immer einen Wert. Das gilt auch für Programme, die zum Windows-Lieferumfang gehören. Unbedenkliche Programme lassen sich mit großer Wahrscheinlichkeit von vornherein über zwei Methoden ausschließen. Gehen Sie im Menü auf „Options -> Verify Image Signatures“. Setzen Sie außerdem bei „Options -> VirusTotal.com“ ein Häkchen bei „Check VirusTotal.com“. Beim ersten Aufruf öffnet sich die Webseite von Virustotal.com mit den Lizenzbedingungen im Browser, und Sie müssen diese im Meldungsfenster von Process Explorer mit „Ja“ bestätigen. Sie sehen jetzt in der neuen Spalte „Verified Signer“, ob eine Datei digital signiert ist. Wenn ja, können Sie das Programm als sicher ansehen. Die Spalte „VirusTotal“ gibt Auskunft über den Virencheck bei www.virustotal.com . Im Zweifelsfall sollten Sie verdächtige Anwendungen besser deinstallieren.

3. Autostarts - Nur die wirklich nötigen Programme starten

Je weniger Programme Windows automatisch startet, desto schneller läuft das System. Viele Anwendungen richten sich beim Setup jedoch so ein, dass zumindest Teilfunktionen bereits direkt nach dem Start des Systems zur Verfügung stehen. Beispiele dafür sind Update-Checks, Dienstprogramme für die Grafikkarte oder die Synchronisation mit einem Cloud-Speicher. Autostarts sind praktisch, wenn Sie ein Programm tatsächlich regelmäßig nutzen. In diesem Fall nehmen Sie ein paar Sekunden Startverzögerung wahrscheinlich gerne in Kauf. Kommt ein Programm dagegen selten zum Einsatz, unterbinden Sie den Autostart besser.

Autostarts mit Windows verwalten: Über das standardmäßig installierte Tool „Systemkonfiguration“ können Sie festlegen, was Windows automatisch startet. Drücken Sie die Tastenkombination Win-R, tippen Sie msconfig ein, und klicken Sie auf „OK“. Wechseln Sie auf die Registerkarte „Dienste“ und setzen Sie ein Häkchen vor „Alle Microsoft-Dienste ausblenden“. Sie sehen dann nur noch Dienste, die nicht zu Windows gehören, also nachträglich bei einer Software-Installation auf den PC gelangt sind. Prüfen Sie, welche Dienste in der Liste für Sie entbehrlich sind, und entfernen Sie das Häkchen vor dem jeweiligen Eintrag. Im Zweifelsfall suchen Sie im Internet nach dem Dienstnamen, um herauszufinden, für welche Funktionen ein Dienst erforderlich ist. Klicken Sie zum Abschluss auf „Übernehmen“.

Über msconfig können Sie überflüssige Dienste und Autostart-Programme deaktivieren.

Autostarts mit Zusatz-Tool verwalten: Mehr Funktionen und Komfort bietet das Tool Autoruns von Microsoft-Sysinternals (auch im WSCC von Punkt 2 enthalten). Auf der Registerkarte „Everything“ sehen Sie eine umfangreiche Liste aller Autostart-Einträge. Um diese zu begrenzen, gehen Sie auf „Options“ und setzen ein Häkchen vor „Hide Microsoft Entries“. Wechseln Sie auf die Registerkarte „Logon“. Alles was Sie hier sehen, können Sie ohne Bedenken deaktivieren. Nichts davon ist systemkritisch. Entfernen Sie einfach die Häkchen vor den Einträgen. Ähnlich wie beim Process Explorer können Sie sich über „Options -> Scan Options“ die Infos von Virustotal anzeigen lassen.

Autoruns liefert detailliert Infos zu allen Autostart-Prozessen.

Auf den anderen Registerkarten wie „Explorer“, „Scheduled Tasks“ und „Services“ verfahren Sie entsprechend. Vor allem bei den Diensten („Services“) ist jedoch Vorsicht geboten. Oft ist nicht auf den ersten Blick zu sehen, wozu ein Dienst erforderlich ist und welche Programmfunktionen damit verbunden sind. Im Zweifelsfall klicken Sie einen Eintrag mit der rechten Maustaste an und wählen im Menü „Search Online“. Damit starten Sie eine Google-Suche nach dem Prozessnamen.

25 Windows-10-Hacks : Mehr Speed, bessere Oberfläche

4. Energiesparmodi - Windows schneller hoch- und herunterfahren

Beim Start muss Windows viele kleine Dateien von der Festplatte laden, die Hardware analysieren und nach neuer Hardware suchen. Wie das schneller geht, zeiget Windows 11: Standardmäßig ist hier der „Schnellstart“ aktiv. Vor dem Herunterfahren beendet Windows alle Anwendungen sowie die Benutzersitzung und schreibt Teile des Arbeitsspeichers mit dem Abbild des Kernels in die Datei Hiberfil.sys auf der Startfestplatte. Danach schaltet sich der PC aus. Beim Booten überträgt Windows den Inhalt der Datei wieder in den Arbeitsspeicher, und das System steht nach der Anmeldung schnell wieder zur Verfügung. Im optimalen Fall dauert das nur etwa 10 Sekunden. Anders sieht es bei „Neu starten“ aus. Bei diesem Modus wird Windows komplett beendet und neu gestartet.

Ob der Schnellstart tatsächlich aktiv ist, ermitteln Sie so: Nutzen Sie die Windows-Suche, um nach der „Systemsteuerung“ zu suchen und sie zu öffnen. Klicken Sie auf „System und Sicherheit -> Energieoptionen“ und dann links auf den Link „Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll“. Nutzen Sie ein Notebook, lautet der Link „Auswählen, was beim Zuklappen geschehen soll“. Bei „Schnellstart aktivieren (empfohlen)“ sollte ein Häkchen gesetzt sein. Wenn nicht, klicken Sie auf „Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar“, setzen das Häkchen und klicken auf „Änderungen speichern“.

Beim Herunterfahren legt Windows 11 den Inhalt des Hauptspeichers auf der Festplatte ab und kann dann schneller wieder starten.

Ist auf dem PC parallel auch Linux installiert, sollten Sie den Schnellstart deaktivieren, wenn Sie unter Linux die Windows-Partition einbinden möchten. Aktuelle Linux-Distributionen verweigern sonst den Zugriff. Andernfalls könnte das Windows-Dateisystem Schaden nehmen. Alternativ beenden Sie Windows mit „Neu starten“ und starten dann Linux.

„Energie sparen“: Windows kennt noch weitere Modi, über die sich das System beenden lässt. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Ein/Aus“ im Startmenü von Windows 11, erscheint außerdem die Option „Energie sparen“. Dahinter verbirgt sich eine Art doppelter Standby-Modus, bei dem sich der PC ausschaltet, die RAM-Bausteine aber weiter mit Spannung versorgt werden (Suspend-to-RAM, ACPI S3). Der Inhalt des Hauptspeichers bleibt so erhalten. Zugleich schreibt Windows den Speicherinhalt zusätzlich in die Datei Hiberfil.sys (Suspend-to-Disk, ACPI S4). Wenn der Notebook-Akku leer ist oder Sie den PC vom Stromnetz trennen, kann es so nicht zu Datenverlust kommen.

Das Aufwachen aus dem Modus „Energie sparen“ geht deutlich schneller als der Neustart nach „Herunterfahren“. Zudem bleiben gestartete Anwendungen geöffnet, sodass Sie da weiter arbeiten können, wo Sie aufgehört haben. Im Optimalfall sind nur drei Sekunden nötig, um mit dem System arbeiten zu können. Der Nachteil von „Energie sparen“ ist die etwas erhöhte Leistungsaufnahme im ausgeschalteten Zustand, weil ein Teil der Hardware noch mit Spannung versorgt werden muss. Bei aktuellen PCs und Notebooks sind das jedoch meist nur etwa zwei Watt, gegenüber weniger als einem Watt nach „Herunterfahren“.

Das Aufwachen aus dem Modus „Energie sparen“ geht deutlich schneller als der Neustart nach „Herunterfahren“. Wenn Sie den PC aber über eine Steckerleiste mit Schalter vom Stromnetz trennen, sollten Sie besser den „Ruhezustand“ verwenden. Doch diese Möglichkeit fehlt standardmäßig im Startmenü.

„Ruhezustand“: Wenn Sie PC und Peripherie über eine Steckerleiste mit Schalter vom Stromnetz trennen, sollten Sie besser den „Ruhezustand“ verwenden. Dabei legt Windows nur den Inhalt des Hauptspeichers in der Datei Hiberfil.sys ab, der Hauptspeicher wird nicht mehr weiter mit Strom versorgt. Hiberfil.sys ist etwa so groß wie der verbaute Hauptspeicher. Je nach Leistung der Festplatte kann das Einlesen fast genau so lange dauern wie ein normaler Windows-Start. Da der Zustand der geöffneten Anwendungen erhalten bleibt, ergibt sich dennoch ein Zeitvorteil.

Standardmäßig bietet Ihnen Windows den „Ruhezustand“ im Menü nicht an. Um das zu ändern, öffnen Sie wieder die „Systemsteuerung“ über die Windows-Suche und wechseln in den Bereich „System und Sicherheit -> Energieoptionen“. Klicken Sie  links auf den Link „Auswählen, was beim Drücken von Netzschaltern geschehen soll“ beziehungsweise „Auswählen, was beim Zuklappen geschehen soll“. Setzten Sie anschließend das Häkchen bei „Ruhezustand“. Ist die Option ausgegraut, klicken Sie vorher auf „Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar“. Nachdem Sie „Änderungen speichern“ geklickt haben, taucht der „Ruhezustand“ auch schon im Menü der Schaltfläche „Ein/Aus“ im Startmenü auf.

Hybrider Standbymodus - Was ist das eigentlich?

Wenn nicht, geben Sie im Startmenü cmd ein. Starten Sie die Eingabeaufforderung per Rechtsklick auf den Menüpunkt „Als Administrator ausführen“. In der Eingabeauforderung führen Sie dann folgende Befehlszeile aus:

powercfg -h on  

Starten Sie Windows anschließend neu. Danach ist „Herunterfahren“ im Menü zu sehen. 

Unter Windows 8 ist „Hybriden Standbymodus zulassen“ standardmäßig deaktiviert. Hier suchen Sie in der Systemsteuerung nach „Netzschalter“ und klicken auf „Netzschalterverhalten ändern“. Klicken Sie auf „Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar“, setzen Sie ein Häkchen vor „Ruhezustand“, und klicken Sie auf „Änderungen speichern“.

5. Den Kaltstart des PCs im Bios beschleunigen

Einige Rechner benötigen relativ lange, bis der Windows-Bootloader in Aktion tritt. Wie lange genau, hängt von der Hardware-Ausstattung beziehungsweise der Anzahl der Komponenten ab, die das Bios initialisieren muss. Schalten Sie daher alles ab, was Sie nicht unbedingt benötigen. Eine Festplatte am USB-Port beispielsweise bremst den Start, weil das Bios auf ihr nach bootfähigen Partitionen sucht. Ähnliches gilt für einen SATA-Controller im RAID-Modus. Die Suche nach Festplatten dauert teilweise 10 Sekunden oder länger.

Die nötigen Optionen finden Sie im Bios-/ Firmware-Setup, das Sie kurz nach dem Einschalten des PCs über Tasten wie Esc, „Entf“ („Del“), F2, F8 oder F10 aufrufen. Auf neueren Rechnern mit vorinstalliertem Windows 11 starten Sie Windows und klicken im Anmeldebildschirm rechts unten auf die „Herunterfahren“-Schaltfläche. Halten Sie die Shift-Taste gedrückt, und klicken Sie auf „Neu starten“. Gehen Sie auf „Problembehandlung -> Erweiterte Optionen -> UEFI-Firmwareeinstellung“, und klicken Sie auf „Neu starten“.

6 Registry-Hacks für ein schnelleres Windows

Kontrollieren Sie, ob der AHCI- oder RAID-Modus für den SATA-Adapter aktiv ist. Sie finden die Einstellung meist in Menüs wie „Advanced“ und „SATA Configuration“ oder „PCH Storage Configuration“. Das sollte bei allen aktuellen PCs der Fall sein. Wenn nicht, können Sie den Modus nicht einfach ändern, weil Windows sonst nicht mehr startet. 

Bios optimieren: Im Bios muss für maximale Leistung der SATA-Modus „AHCI“ aktiv sein. „Aggressive LPM Support“ ist für die Stromsparfunktion von Festplatten zuständig.

Wenn vorhanden, sollte außerdem die Option „Aggressive LPM Support“ oder „Support Aggressive Link Power Management“ aktiviert sein. Nur dann können sich Festplatten bei Nichtbenutzung automatisch abschalten, was Energie spart und die Lebensdauer der Festplatten erhöhen kann. Ist eine Option wie „Fast Boot“ vorhanden, aktivieren Sie auch diese. Dadurch unterbleibt teilweise die Hardwareprüfung, was den Startvorgang um einige Sekunden reduzieren kann. Deaktivieren Sie außerdem alle unnötigen Geräte, beispielsweise serielle und parallele Schnittstellen sowie Raid-Adapter. Aktivieren Sie Optionen wie „Intel C-State“ oder „CPU CStates“. Nur dann arbeiten die Stromsparfunktionen des Prozessors optimal.

Aktivieren Sie nach Möglichkeit im Bios auch Option „Fast Boot“ beziehungsweise „Schnelles Booten“.

Noch ein paar Sekunden kann es bringen, wenn Sie die Bootreihenfolge im Bios so einstellen, dass die Systemfestplatte an der ersten Stelle steht. Ist dagegen das DVD-Laufwerk aktiv und ein Datenträger eingelegt, sucht das Bios darauf längere Zeit nach Bootdateien, auch wenn keine vorhanden sind.

6. Hardware für ein schnelleres Windows aufrüsten

Windows profitiert von einem schnellen Prozessor und viel Hauptspeicher. Für einen typischen Büro-PC sind jedoch 8 GB RAM ausreichend. Mehr Arbeitsspeicher ist sinnvoll, wenn Sie etwa Bildbearbeitungs- oder Virtualisierungs-Software intensiv nutzen. Die RAM-Aufrüstung ist bei vielen PCs oder Notebooks für wenig Geld preiswert durchzuführen. Der Umstieg auf eine schnellere CPU ist dagegen teuer und bringt kaum spürbar mehr Leistung.

Empfehlenswert ist auf jeden Fall der Wechsel von einer Festplatte zur SSD. Modelle mit 500 GB beispielsweise gibt es inzwischen bereits für um die 50 Euro. SSDs mit 1 TB sind für rund 100 Euro zu bekommen. Der Platz ist dann mehr als ausreichend für  Betriebssystem und alle Anwendungen. Eine SSD sollte allerdings nicht komplett gefüllt sein, sonst reduziert sich die Schreibleistung. Größere Dateien legen Sie deshalb besser auf einer zweiten internen oder externen Festplatte ab.

SSD statt Festplatte: SSDs bieten selbst über SATA (links) höhere Transferraten als normale Festplatten (rechts). Es sind aber vor allem die kurzen Zugriffszeiten, die den Windows-Start beschleunigen.

M.2-SSDs werden direkt in einen Slot auf das Mainboard gesteckt und erreichen so im Durchschnitt Geschwindigkeiten von 3.400 MB/s. Selbst SATA-SSDs schaffen mit rund 500 MB/s noch höhe Geschwindigkeiten als normale Festplatten mit zirka 120 MB/s. Viel wichtiger sind allerdings die kurzen Zugriffszeiten im Vergleich zu einer HDD, die sich vor allem positiv beim Windows-Systemstart auswirken. Deshalb bringen SSDs auch bei älteren PCs oder Notebooks einen ordentlichen Leistungsschub, selbst wenn hier nur ein SATA-II-Anschluss zur Verfügung steht.

Der Windows-Umzug von der Festplatte auf die SSD ist unproblematisch. Sie können dafür das Minitool Partition Wizard verwenden. Die nötigen Schritte erläutern wir hier . Die Transferleistungen vor und nach dem Umzug ermitteln Sie über AS SSD Benchmark .

7. Langsamer Start nach Windows-Upgrade

Nicht immer lässt sich die Ursache für ein langsames System eindeutig auf ein bestimmtes Programm zurückführen. Viele Benutzer berichten in der Vergangenheit beispielsweise von einer deutlichen Leistungsreduzierung nach einem Upgrade auf Windows 10 oder einem größeren Funktionsupdate. Zuerst sollten Sie den Autostart aufräumen (Punkte 1.2 und 2) und prüfen, ob ein Programm die CPU beim Systemstart besonders belastet (Punkt 1.3). Oft ist auch veraltete Antivirensoftware die Systembremse. Sehen Sie beim Hersteller nach, ob ein Update verfügbar ist oder verwenden Sie die Update-/Upgrade-Funktion der Software. Nicht selten bremst auch die versehentliche Installation von zwei oder mehr Virenscannern, die nach einem Upgrade gleichzeitig aktiv sind. Gehen Sie in den „Einstellungen“ (Win-I) auf „Apps -> Apps & Features“ und deinstallieren Sie dort das Produkt, das Sie nicht verwenden wollen.

In Ihrem Notebook stecken zwei Grafikchips, etwa von Intel und AMD? Dann kann eine Stromsparfunktion die Ursache der Verlangsamung sein. Öffnen Sie den Registry-Editor über Win-R und regedit. Klicken Sie auf „Computer“, gehen Sie im Menü auf „Bearbeiten -> Suchen“, tippen Sie EnableULPS ein, und klicken Sie auf „Weitersuchen“. Wird der Wert einmal oder mehrfach gefunden, ändern Sie ihn jeweils auf 0. Starten Sie Windows dann neu.

Es kann manchmal vorkommen, dass beim Upgrade einzelne Systemdateien beschädigt werden. Das führt zu unerklärlichen Fehlfunktionen und macht das System oft auch langsamer. Das Problem lässt sich beheben, indem Sie die Tastenkombination Win-X drücken und auf „Windows-Terminal (Administrator)“ gehen. Tippen Sie folgende Zeile ein:

sfc /scannow  

Warten Sie, bis der Vorgang abgeschlossen ist, und starten Sie Windows neu.

8. Windows per Smartphone starten 

Für noch mehr Komfort sorgt das Starten Ihres PCs per Smartphone über das Netzwerk. So können Sie Windows bequem per Fingertipp starten, kurz bevor Sie das System benötigen. Sobald Sie sich an Ihren Arbeitsplatz setzen, ist der PC einsatzbereit. Die Technik dafür nennt sich Wake on LAN („WOL“), wobei der Rechner ein Aufwachsignal vom Netzwerkadapter erhält. Wake on LAN funktioniert nur mit Ethernet-Adaptern, aber nicht über WLAN.

Das Bios und der Netzwerkadapter müssen dafür vorbereitet sein. Im Bios-Setup (Punkt 5) stellen Sie – wenn vorhanden – alle Optionen für Wake on LAN auf „Enabled“. Oft gibt es mehrere für die unterschiedlichen Energiezustände (S2, S3 und S5). Vor allem bei Notebooks sind diese Optionen nicht immer zu finden. Das macht aber nichts. Aktiv ist die Funktion in der Regel trotzdem. 

Drücken Sie Win-X und starten Sie den "Geräte-Manager". Klappen Sie hier "Netzwerkadapter" aus. Mit einem Rechtsklick auf den verwendeten Adapter öffnen Sie die „Eigenschaften“. Wechseln Sie auf die Registerkarte „Erweitert“. Hier gibt es meist Optionen wie „Wake on magic package“ und „Wake on pattern match“ oder ähnlich. Aktivieren Sie alle Optionen, die sich auf Wake on Lan beziehen. Gehen Sie auf die Registerkarte „Energieverwaltung“, und setzen Sie Häkchen bei den drei verfügbaren Optionen. 

Stellen Sie die Optionen Ihres Netzwerkadapters so ein, wie sie im Bild zu sehen sind. Sie können Windows dann über das Netzwerk hochfahren.

Android-Smartphone konfigurieren:  Auf Ihrem Smartphone installieren Sie sich die App „ WakeOnLan “. Die App ist kostenlos. Für 1,79 Euro gibt es außerdem eine Pro-Version mit erweitertem Funktionsumfang und ohne Werbung. Sie Fügen Ihren PC über das Plus-Zeichen hinzu. Dazu müssen Sie die IP Ihres PCs und die Mac-Adresse manuell eingeben. Starten Sie die Eingabeaufforderung um diese Angeben zu ermitteln, indem Sie Win-R drücken und cmd eingeben. Tippen Sie anschließend den Befehl 

ipconfig /all 

ein. Scrollen zu Ihrem verwendeten Netzwerkadapter. Der Name wird Ihnen unter „Beschreibung“ angezeigt. Übernehmen Sie hier die angezeigte IPv4-Adresse in das entsprechende Feld in der App. Die MAC-Adresse entspricht der ausgegebenen Zeile „Physische Adresse“. Vergeben Sie einen Namen und tippen Sie auf „Testen“. Klappt die Verbindung, speichern Sie anschließend das Setting. Ihren über die Option "Energie sparen" ausgeschalteten PC können Sie ab jetzt mit einem Fingerwisch in der App aufwecken. Voraussetzung: Beide Geräte befinden sich im selben Netzwerk.

Wake on LAN automatisieren:  Sie können den PC auch automatisch hochfahren, sobald sich Ihr Smartphone mit dem Firmen- oder Privat-WLAN verbindet. Dafür verwenden Sie die App  Tasker  (3,59 Euro). Eine Testversion ist unter https://tasker.joaoapps.com/download.html als APK-Download verfügbar. 

In Tasker gehen Sie auf „Profiles“ und tippen auf „+“. Wählen Sie „State -> Net -> Wifi Connected“. Geben Sie die SSID Ihres WLAN ein, oder tippen Sie auf die Lupe für eine Auswahl. Tippen Sie auf die Zurück-Schaltfläche und wählen Sie „New Task“. Geben Sie eine aussagekräftige Beschreibung ein, und tippen Sie auf „+“. Wählen Sie „Plugin -> Wake on Lan“. Bei „Configuration“ tippen Sie auf das Bleistiftsymbol, auf „Geräte wählen“, dann auf die IP-Adresse des PCs und auf „Auswählen“. Blättern Sie zurück zum Startbildschirm. Aktivieren Sie Tasker über das Symbol links oben. Beenden Sie dann testweise die WLAN-Verbindung, und schicken Sie den PC in den Ruhezustand. Aktivieren Sie die WLAN-Verbindung auf dem Smartphone, um Windows wieder hochzufahren.