Die besten SSDs 2022

Solid-State-Laufwerke (SSD) speichern Daten in Flash-Speicherzellen digital, sodass sie viel schneller auf Daten zugreifen als über herkömmliche Festplatten mit Magnetspeicher-Scheiben. Sie können riesige Dateien in Rekordzeit auf eine SSD kopieren, Anwendungen starten fast augenblicklich und Windows fühlt sich einfach viel schneller an. Wie der Name schon sagt, haben SSDs keine beweglichen Teile. Sie sind also auch robuster als HDDs - was vor allem Vorteile im Laptop bringt. Hier sind die besten internen SATA- und NVMe-SSDs unseres Vergleichs-Tests:

 

Seagate FireCuda 530: Empfehlung der Redaktion für PCIe-4.0-SSDs

Seagate FireCuda 530 bei Amazon

  • Vorteile: Rasend schnell, effektiver Kühlkörper, funktioniert in einer PS5, spezielle Garantie

  • Nachteile: Kühlkörper ist notwendig, teuer

  • UVP: 229 € (1 TB), 429 € (2 TB), 929 € (4 TB)

Die FireCuda 530 bietet alles, was eine SSD haben sollte: hervorragende Leistung, lange Lebensdauer (TBW: 1,275 Petabyte) und effektives Wärmemanagement - wenn Sie den bereits montierten EKWB-Kühlkörper oder alternativ die Heatsinks Ihres Mainboard (falls vorhanden) nutzen. Die Herstellergarantie beläuft sich auf 5 Jahre. Zusätzlich gibt sogar eine spezielle Garantie mit drei Jahren Datenwiederherstellung, falls die SSD ausfällt - etwas, das normalerweise Geräten der Unternehmensklasse vorbehalten ist.

Empfehlung der Redaktion für PCIe-4.0-SSDs: Seagate FireCuda 530

Bei dem NVMe-Modell handelt es sich um eine extrem schnelle PCIe-4.0-SSD mit einem Spitzengeschwindigkeit von bis zu 7300 MB/s beim Lesen. Einzige Ausnahme ist das 500-GB-Modell mit einer maximalen Lesetempo von 7000 MB/s. Die Seagate FireCuda 530 ist zudem kompatibel mit der PS5 und lässt sich direkt "out of the box" einbauen. Die NVMe-SSD bietet Seagte mit 500, 1000, 2000 und 4000 GB an. Die Qualität gibt's natürlich nicht zum Schnäppchenpreis, die Straßenpreise liegen bei rund 120, 210, 350 sowie 830 Euro.

WD Blue SN550: Empfehlung der Redaktion für PCIe-3.0-SSDs

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  • Vorteile: Sehr günstig, schneller als SATA

  • Nachteile: Begrenzt auf 2TB, keine Hardware-Verschlüsselung

  • UVP: 49,00 € (250 GB) 87,99 € (500 GB), 153,99 € (1 TB), 169,80 € (2 TB)

Die PCIe-3.0-SSD bietet den besten Kompromiss aus Preis und Leistung. Sie bietet mit maximalen Lesenraten von 2400 bis 2600 MB/s sowie 1750 bis 1950 MB/s beim Schreiben zwar nicht die ultimative Geschwindigkeit. Die SN550-Baureihe ist aber immer noch mehr als dreimal so schneller als jedes SATA-Laufwerk. Aufgrund des günstigen Preises fehlen allerdings Extras wie die Hardware-Verschlüsselung.

Empfehlung der Redaktion für PCIe-3.0-SSDs: WD Blue SN550

Dafür gibt's aber üppige 5 Jahre Herstellergarantie und einen effizienten SLC-Schreibcache. Western Digital bietet dien SSD-Serie mit 250, 500, 1000 und 2000 GB zu aktuellen Straßenpreisen von 40, 85, 115 sowie 290 Euro an. Die Lebenslaufleistung (Terabytes Writen / TBW) schwankt, je nach Bruttokapazität zwischen 150 und 900 Terabyte - greifen Sie also besser gleich zum 1- oder 2-TB-Modell mit hoher TBW.

Crucial MX500: Empfehlung der Redaktion für SATA-SSDs

Crucial MX500 bei Amazon

  • Vorteile: Günstig, bis zu 4 TB, lange Lebensdauer

  • Nachteile: Langsamer als NVMe

  • UVP: 39,99 € (250 GB), 65,44 Euro (500 GB), 107,99 € (1 TB), 216,99 € (2 TB), 393,99 € (4 TB)

Wenn Sie dieses Laufwerk nicht jeden Tag für die Bearbeitung von 4K-Videos verwenden, bietet die MX500 eine nahezu perfekte Kombination aus Leistung und Preis. Wenn Sie sich die größeren Kapazitäten leisten können, erhalten Sie nicht nur einen Bonus in Bezug auf die Kosten pro GB, sondern sie haben auch eine viel längere Lebensdauer. Dies ist das SATA-Laufwerk, das Sie brauchen, wenn Sie die NVMe-Route nicht einschlagen können oder wollen.

Empfehlung der Redaktion für SATA-SSDs: Crucial MX500

DIe Datenraten beim sequenziellen Lesen und Schreiben erreichen SATA-typische 560 beziehungsweise 510 MB/s. Auch hier hängt die Lebensdauer sehr stark von der Bruttokapazität ab und schwankt um den Faktor 10 zwischen 100 Terabyte (250-GB-Modell) und einem Petabyte (4-TB-Modell). Die MX500-Baureihe offeriert Crucial mit 250, 500, 1000, 2000 und 4000 GB zu aktuellen Straßenpreisen von 35, 55, 90, 175 sowie 360 Euro.

Corsair MP600 Pro LPX

Corsair MP600 Pro LPX bei Amazon

  • Vorteile: Große Leistung, funktioniert mit PS5, Hardware-Verschlüsselung, 4-TB-Option

  • Nachteile: Benötigt Gen4 M.2-Steckplatz, 500-GB-Modell ist langsamer

  • UVP: 113 € (500 GB), 199,99 € (1 TB), 384,99 € (2 TB), 874,99 € (4 TB)

An der MP600 Pro LPX gibt es kaum etwas auszusetzen, solange man die langsameren Geschwindigkeiten der kleinsten 500-GB-Kapazität vermeidet. Sie wird mit einem Kühlkörper geliefert und passt, anders als die MP600 Pro, in die PS5. Die Leistung liegt eigentlich jenseits dessen, was Sonys Konsole ausnutzen kann, aber der Preis ist günstiger als der der FireCuda 530, sodass es nicht wirklich ins Gewicht fällt. Für PC-Benutzer ist die LPX dank Firmware-Verbesserungen und Hardware-Verschlüsselung umso verlockender. 

Kingston KC3000

Kingston KC3000 bei Amazon

  • Vorteile: Tolle Leistung, 5 Jahre Garantie, ideal für PS5 und PC

  • Nachteile: teuer, hoher Stromverbrauch im Leerlauf, keine Hardware-Verschlüsselung

  • UVP: 109 € (500 GB), 199,99 € (1 TB), 349,99 € (2 TB), 939,99 € (4 TB)

Kingstons Modell ist - neben Seagate und Corsair - eine weitere gute Option für alle, die eine PCIe-4.0-SSD in einem PC, Laptop oder einer PS5 haben möchten. Die KC3000 bietet eine hervorragende Leistung in einer Reihe von anspruchsvollen Anwendungsfällen und der Kühlkörper ist dünn genug, um sicherzustellen, dass er gut in Sonys Next-Gen-Konsole passt. Es gibt nur wenige Punkte, die die SSD von der Konkurrenz abheben, wie der Preis, das Fehlen einer Hardware-Verschlüsselung und ein kleines Problem mit dem Stromverbrauch.

Corsair Force Series MP510

Corsair Force Series MP510 bei Amazon

  • Vorteile: Günstig, anständige Leistung, nützliche Software

  • Nachteile: 4TB ist teuer, TBW variiert

  • UVP: 139,99 € (500 GB), 199,99 € (1 TB), 312,80 € (2 TB), 799,99 € (4 TB)

Die MP510 kombiniert Leistung, Ausdauer, Kapazität und Preis. NVMe-SSDs mit PCIe-Anschluss sind in der Regel teuer und haben eine geringere Kapazität, aber das ist vorbei. Das neuere und schnellere PCIe 4.0 ist anderswo erhältlich, aber für viele Nutzer ist dies immer noch eine solide Wahl. Die SSD ist sogar mit einer Kapazität von 4 TB erhältlich. Der Preis ist hoch genug, dass Sie den Sprung zu PCIe 4.0 in Betracht ziehen sollten.

Samsung 980 Pro

Samsung 980 Pro bei Amazon

  • Vorteile: Doppelte Geschwindigkeit von PCIe 3.0, funktioniert in PCIe 3.0 M.2-Steckplätzen

  • Nachteile: Benötigt ein X570- oder B550-Motherboard, kein integrierter Kühlkörper

  • UVP: 136,99 € (500 GB), 209,99 € (1 TB), 312,80 € (2 TB), 804,99 € (4 TB)

Dank der PCIe-4.0-Technologie ist die Samsung 980 Pro superschnell und bietet die doppelte Geschwindigkeit von PCIe 3.0-Laufwerken. Die 980 Pro funktioniert zwar in älteren PCIe 3.0-Steckplätzen, Sie erhalten dann aber nicht die volle Geschwindigkeit, sodass ein Upgrade Ihres Motherboards erforderlich sein könnte. Dazu benötigen Sie etwa einen AMD Ryzen-Prozessor in einem B550- oder X570-Chipsatzsteckplatz. Wie bei einem neuen Standard nicht anders zu erwarten, ist der Preis pro GB hoch, sodass eine Aufrüstung kostspielig ist. Vor allem, wenn man sich für höhere Kapazitäten entscheidet. Das ist in diesem Fall ratsam, da Samsung keine konsistenten Spezifikationen über die gesamte Produktpalette hinweg anbietet. 

WD Black SN850

WD Black SN850 bei Amazon

  • Vorteile: Hervorragende Leistung, bis zu 2 TB, wettbewerbsfähige Preise, Kühlkörperoption

  • Nachteile: Kann ohne Kühlkörper warm werden, keine Hardware-Verschlüsselung, unterschiedliche Schreibgeschwindigkeiten

  • UVP: 144,99 € (1 TB), 304,99 € (2 TB)

Die WD Back SN850 ist in den meisten Bereichen genauso schnell wie die Samsung 980 Pro und an einigen Stellen sogar noch etwas schneller, was sie zu einer der besten PCIe 4.0-SSDs macht. Diese exzellente Leistung ist zu vernünftigen Preisen und mit Kapazitäten von bis zu 2 TB erhältlich. Das gibt viel Potential, wenn Sie ein System haben, das die Bandbreite einer NVMe-SSD wie dieses ausnutzen kann. Das SN850 ist jedoch kein Selbstläufer. Diejenigen, die eine Hardware-Verschlüsselung wünschen, müssen sich anderweitig umsehen. Das Kühlkörpermodell von WD ist überteuert und das Modul kann, wie andere auch, bei anhaltender Nutzung heiß laufen. 

WD Black SN770

WD Black SN770 bei Amazon

  • Vorteile: Kostengünstig, anständige Leistung, 5 Jahre Garantie

  • Nachteile: Keine 4TB-Option, nicht geeignet für PS5, keine Hardware-Verschlüsselung

  • UVP: 121,80 € (500 GB), 236,99 € (1 TB), 517,30 € (2 TB)

Obwohl es keine 4 TB-Option gibt und das 250 GB-Modell kein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet, sind die anderen SN770-Kapazitäten eine solide Option für alle, die eine preiswerte PCIe-4.0-SSD suchen. Sie ist sehr erschwinglich und bietet insgesamt eine anständige Leistung, was sie zu einer großartigen Wahl für ein tägliches Arbeitstier macht, wenn Sie Ihr Geld an anderer Stelle ausgeben möchten. Es gibt keine Kühlkörperoption, was es zu einem No-Go für PS5-Nutzer macht, und es gibt auch keine Hardware-Verschlüsselung. Dennoch bietet das SN770 ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, wenn Sie nicht auf diese Dinge achten müssen. 

Samsung 970 Evo Plus

Samsung 970 Evo Plus bei Amazon

  • Vorteile: Solide Geschwindigkeiten, gute Verarbeitungsqualität 

  • Nachteile: Besseres Preis-Leistungs-Verhältnis anderswo, Beschränkung auf 2 TB

  • UVP: 94,99 € (500 GB), 179,99 € (1 TB), 299,99 € (2 TB)

Die 970 Evo Plus ist eine ungewöhnliche, aber dennoch willkommene Ergänzung der SSD-Reihe von Samsung. Sie ist eine noch bessere Version der 970 Evo zum ungefähr gleichen Preis, also ist sie in dieser Hinsicht wirklich ein No-Brainer. Wenn Sie NVMe-Leistung wollen, ist dieses Plus-Modell erstaunlich. Die MP510 von Corsair und die KC2500 von Kingston sind jedoch preiswerter, sodass sie ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, wenn Sie nicht die schnellste Leistung bei PCIe 3.0 benötigen. 

WD Black AN1500

WD Black AN1500 bei Amazon

  • Vorteile: Schneller als ein einzelner M.2-Steckplatz, einfach zu installieren, bunte LEDs, Benötigt keine M.2-Steckplätze

  • Nachteile: Teuer, keine Verschlüsselung, RAID-0-Konfiguration kann nicht geändert werden

  • UVP: 245,99 € (1 TB), 485,99 € (2 TB), 999,99 € (4 TB)

Es sieht vielleicht aus wie eine Grafikkarte ohne Lüfter. WD hat eine clevere Lösung für diejenigen gefunden, die NVMe-Leistung wollen, aber keinen M.2-Steckplatz haben, der normalerweise erforderlich ist. Nicht nur das, sondern die SSD bietet auch eine bessere Leistung als PCIe 3.0, obwohl Sie aufgrund von PCI-Lane-Problemen vorsichtig sein müssen, wo Sie sie einstecken. Da sich zwei Karten im Inneren befinden, profitieren Sie auch von RAID-0-Striping. Der Nachteil ist, dass Sie nicht auf RAID 1 umschalten können und dass es keine Verschlüsselung gibt. Außerdem ist sie teuer, könnte aber billiger sein als die Aufrüstung Ihres Motherboards auf M.2.

Kaufberatung: Worauf Sie bei einer SSD achten sollten

Für diejenigen, die die beste Leistung suchen, ist es immer noch sinnvoll, die schnellste SSD zu finden, anstatt nur die billigste zu wählen. Hier haben Sie die Wahl. Es gibt zwei verschiedene Arten von SSDs: SATA und PCIe.

SATA ist der Typ, mit dem Sie wahrscheinlich am meisten vertraut sind, da er schon seit Jahren in PCs und Laptops für Festplatten und DVD-Laufwerke verwendet wird. Die meisten SATA-SSDs sind 2,5 Zoll breit, da sie für den Einbau in Laptops konzipiert sind. Sie sind aber auch mit allen aktuellen PCs kompatibel. Speziell für Laptop-Benutzer ist es wichtig, die genaue Höhe der SSD zu kennen, um sicherzustellen, dass sie passt: Einige sind 9,5 mm dick und nicht 7 mm.

Der andere Typ ist eine PCIe-SSD. Es wird verwirrend, weil es auch andere Akronyme und Terminologien gibt: NVMe und M.2. Einfach ausgedrückt: PCIe (PCI Express) löst SATA ab, weil es eine viel schnellere Schnittstelle ist. Am häufigsten werden PCIe-Laufwerke als NVMe bezeichnet. Das steht für Non-Volative Memory Express, aber das Wichtigste ist der Formfaktor – also die Größe des Laufwerks. Denn davon hängt ab, ob das Ding tatsächlich in Ihren PC oder Laptop passt. Es handelt sich um lange Sticks, die ähnlich wie RAM-Bausteine aussehen, nur mit dem Anschluss am Ende.

An dieser Stelle kommt M.2 ins Spiel. Es handelt sich um einen relativ neuen Steckplatztyp, den Sie auf neueren Motherboards und in einigen Laptops finden. Die meisten M.2-SSDs sind vom Typ 2280, was einfach 22 mm breit und 80 mm lang bedeutet. Sie können im Handbuch Ihres Motherboards nachsehen oder den Hersteller Ihres Laptops kontaktieren, um herauszufinden, ob ein solches Laufwerk kompatibel ist.

Hinweis: Nur weil eine SSD eine M.2-Schnittstelle hat, heißt das nicht, dass sie ein NVMe-Laufwerk ist. Sie können SATA-SSDs mit M.2-Anschlüssen kaufen, die immer noch auf SATA-Geschwindigkeiten beschränkt sind, also achten Sie beim Kauf darauf. Wie wir schon sagten, kann es etwas verwirrend werden.

Wenn die Hauptplatine Ihres PCs keinen M.2-Steckplatz hat, machen Sie sich keine Sorgen: Sie können eine PCIe-Adapterkarte für etwa 15 Euro kaufen. Einige M.2-SSDs werden zusammen mit dem Adapter verkauft. Sie können aber auch Laufwerke wie das WD Black AN1500 erwerben, die ohne M.2-Steckplatz eine bessere Leistung als PCIe 3.0 bieten.

PCIe gibt es in verschiedenen Versionen, wie viele andere Technologien auch. Während PCIe 3.0 immer noch am weitesten verbreitet ist, sind jetzt auch PCIe 4.0-Laufwerke im Handel erhältlich – wie die Samsung 980 Pro. Sie sind doppelt so schnell, aber wie es bei einem neuen Standard üblich ist, ist der Preis hoch und es ist wahrscheinlich, dass Sie andere Teile Ihres Computers wie das Motherboard aufrüsten müssen, um das Beste daraus zu machen.

Sind SSDs nicht sehr teuer?

Es hat Jahre gedauert, aber jetzt sind wir an einem Punkt angelangt, an dem eine SSD eine wirklich erschwingliche Komponente für jedermann ist. Und wenn Ihr Budget nur bis zu 50 € reicht, können Sie immer noch die MX500 von Crucial für unter 45 € bei Amazon bekommen oder den Sprung zu NVMe mit der MP510 von Corsair für noch weniger.

Sicherlich erhalten Sie viel mehr Speicherplatz, wenn Sie für das gleiche Geld eine herkömmliche Festplatte kaufen. Wenn Sie aber einen PC haben, können Sie Windows und Ihre meistgenutzten Programme immer auf einer SSD installieren und Ihre Musik-, Video- und Fotobibliotheken auf einer großen Festplatte aufbewahren, wo die Leistung nicht so wichtig ist.

Wie viel Platz brauche ich?

Natürlich ist eine SSD mit 250 GB (obwohl es auch kleinere gibt) am billigsten und daher am verlockendsten. Es gibt jedoch nichts Schlimmeres, als eine Benachrichtigung zu erhalten, dass Ihr Laufwerk voll ist. Das führt dann meist dazu, dass Sie eine Menge Verwaltungsarbeit leisten müssen, um herauszufinden, was Sie behalten, löschen oder verschieben wollen. Seien Sie auch vorsichtig, wenn kleinere Laufwerke schlechtere Spezifikationen haben.

Überlegen Sie also sorgfältig, wofür Sie das Laufwerk benötigen. Wenn es nur für das Betriebssystem und ein paar Anwendungen ist, sind 250 GB in Ordnung - vor allem, wenn Sie ein weiteres Laufwerk zum Speichern von Dateien haben. Wenn dies jedoch das einzige Laufwerk in Ihrem Computer sein soll und Sie viele Anwendungen, Dateien und Spiele speichern wollen, müssen Sie sich für mehr entscheiden. 1 TB kostet natürlich mehr, ist dann aber auch notwendig.

Leistung

Um auf die Leistung zurückzukommen: Diese hat sich bei den SATA-SSDs praktisch eingependelt. Das liegt nicht daran, dass der Flash-Speicher seine Grenzen erreicht hat, sondern daran, dass sie an die Grenzen der SATA-Schnittstelle stoßen. Die schnellsten SATA-SSDs können mit etwa 550 MB/s lesen, aber die schnellsten PCIe 4.0 NVMe-Laufwerke können mit über 6000 MB/s lesen. Sie sollten wirklich nur dann ein SATA-Laufwerk verwenden, wenn Sie keine andere Wahl oder nicht genügend Geld haben.

Was ist mit MLC, TLC und SLC?

In SSDs kommen verschiedene Speichertechnologien zum Einsatz, von Multi-Level-Cell (MLC) bis hin zu den billigeren Triple-Level-Cell-Flash-Architekturen (TLC). Es kann sogar sein, dass Sie auf das seltene und sehr teure SLC-Laufwerk (Single-Level-Cell) stoßen. Die Unterschiede zwischen den Zelltechnologien bestehen in der Menge der Bits (Daten), die eine einzelne Zelle (innerhalb der SSD) verarbeiten kann. Bei TLC sind es drei, bei MLC zwei und bei SLC eins.

Je größer die Anzahl der Bits pro Zelle ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit von Fehlern, Inkonsistenzen und - am wichtigsten - die Leistung. Da dies jedoch eine allgemeine, pauschale Aussage ist, haben die Hersteller Wege gefunden, die Grenzen der SSD-Technologie zu umgehen. Achten Sie beim Kauf einer SSD auf lange Garantien und hohe Schreiblimits (ausgedrückt als TBW-Wert), wenn Ihnen die Datenintegrität wichtig ist.